Die Auslese 2: Nichts vergessen und nie Vergeben – Joelle Charbonneau

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Penhaligon Verlag
Gebundene Ausgabe
ca. 416 Seiten
16,99 Euro
Januar 2015
Originaltitel: Independent Study
ISBN: 978-3764531188
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Inhalt

(lt. amazon.de):

Sie allein kennt die Wahrheit über die Auslese!
Cia Vale ist gemeinsam mit ihrem Freund Tomas an der Akademie von Tosu City aufgenommen worden. Und obwohl die Regierung ihnen ein Medikament verabreicht hat, das alle Erinnerungen an das brutale Auswahlverfahren der »Auslese« löschen soll, hat Cia nichts vergessen – weder die schrecklichen Todesfälle noch ihre Liebe zu Tomas.
Ab sofort kennt sie nur noch ein Ziel: die »Auslese« zu beenden, indem sie dafür sorgt, dass die ganze Welt die grausame Wahrheit erfährt. Doch damit bringt Cia nicht nur sich selbst, sondern auch alle, die sie liebt, in größte Gefahr …

Gewähltes Zitat

Der Drang, ihn und seine ständigen Beleidigungen ein für alle Male loszuwerden, ist beinahe überwältigend. Wenn ich das täte, würde ich fast mit Sicherheit dafür sorgen, dass er niemals in eine führende Position kommen wird. Ich könnte bewirken, dass er keine Entscheidung fällen darf, die mich, meine Familie, mein Land betreffen. Ich muss einfach nur davongehen und alles verraten, woran ich glaube…

(S. 170 ff.)

Meine Meinung

Cia hat die Auslese über- und bestanden. Ihr Gedächtnis ist zwar gelöscht, aber sie hat selbst dafür gesorgt, dass sie sich wieder an die Geschehnisse während der Auslese erinnern wird. So kommt es auch, als sie mit ihren Mitstudenten nun die letzten Prüfungen ablegt, die festlegen werden, welche Studienrichtung ihr zugewiesen wird. Erstaunlicherweise bekommt sie den Studiengang zugewiesen, der ihr am wenigsten liegt. Trotzdem will sie sich anstrengen um eine der besten zu werden um das System von Innen heraus bekämpfen zu können…

Obwohl mir der erste Band bereits gut gefallen hat, kam ich nicht umher zu bemerken, dass dieser erste Teil viel Ähnlichkeit mit anderen Dystopien hat. Es war zwar nicht schlecht, die Umsetzung sogar ziemlich gut, aber so wirklich was neues war der erste Band für mich nicht, aber er versprach zum Ende hin, dass sich die weiterführende Geschichte in eine andere Richtung entwickeln würde, dass etwas Neues hinzukommen würde.

Als ich diesen zweiten Band zur Hand nahm, war ich also sehr gespannt und die Erwartungen lagen hoch. Ich kam auch schnell wieder in die Geschichte rein, obwohl es keine großen Rückblicke zu Beginn des zweiten Bandes gab. Das war in meinem Fall auch nicht schlimm, weil die Geschehnisse des ersten Bandes noch sehr präsent waren.

Die Geschichte beginnt wieder mit einer Prüfung, bietet also zunächst einmal nichts neues. Auch die Auseinandersetzung mit Cias ‘Erinnerungen’ fehlte mir ein wenig, da hatte ich mir mehr erhofft, aber zu Beginn kam da recht wenig und sie ließ sich auch sehr schnell dazu bewegen, einfach weiter zu machen statt zu fliehen, so wie es ihr ihr Instinkt zunächst riet. Da hätte ich mir tatsächlich ein wenig mehr gewünscht.
Nachdem es dann aber schließlich ins neue Studentenheim ging und Cia sich mit ihrer neuen Studienrichtung anfreunden musste, wurde es aber richtig interessant und auch spannend. Jetzt ging es endlich in eine Richtung, die ich ein wenig erwartet hatte und die mir gefiel. Trotzdem kam ich auch hier nicht umhin mich zu fragen, warum denn die ‘Oberen’ Cia gerade in diese Studienrichtung gesteckt haben, wenn sie ihr eigentlich misstrauen. Da ich jetzt nicht zu viel verraten möchte, schreibe ich jetzt auch nichts mehr dazu, aber für mich gab es zumindest einige Ungereimtheiten, die mir nicht so ausgefeilt vorkamen.

Auch das Ende konnte mich nicht so ganz zufrieden stellen. Mir fehlte ein kleiner Höhepunkt oder zumindest eine kleine Aufklärung. Statt dessen gab es noch mehr fiese Cliffhanger, die noch mehr Fragen aufwarfen! Hier wird meine Ungeduld wirklich doppelt abgestraft.

Cia war mir in diesem Band auch nicht besonders nah. Ich konnte mich im ersten Band noch mehr mit ihr identifizieren als in diesem. Ich hatte das Gefühl, dass sie viel verschlossener und fremder wirkte, was ich schade fand.

Fazit

Der zweite Band von “Die Auslese” lässt mich jetzt ein wenig zwiespältig zurück. Einerseits habe ich diese Lektüre sehr genossen, andererseits sind mir aber auch einige Dinge negativ aufgefallen, die ich nicht so gelungen fand oder mir einfach anders gewünscht hätte. Da es aber ja ein zweiter Teil ist, muss man hier wohl Abstriche machen und insgesamt hat es mir ja gefallen, weswegen ich auch wieder vier Sterne vergeben möchte und weswegen ich jetzt leider, leider sehr ungeduldig auf den nächsten Band warte.

Meine Wertung

RegenbogenRegenbogenRegenbogenRegenbogen

Reihe

2013: Die Auslese 1: Nur die Besten überleben
2014: Die Auslese 2: Nichts vergessen und nie Vergeben

Lockwood & Co. 2: Der wispernde Schädel – Jonathan Stroud

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cbj Verlag
Gebundene Ausgabe
ca. 512 Seiten
18,99 Euro
Oktober 2014
ISBN: 978-3570157107
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Inhalt

(lt. amazon.de):

Wenn Londons Geisterwelt erwacht…
Dank des spektakulären Erfolgs im Fall der seufzenden Wendeltreppe ist Lockwood & Co. nun eine der angesagtesten Geisteragenturen Londons. Doch inzwischen wird die Metropole bereits von einer Reihe neuer grausiger Ereignisse erschüttert: In einer beispiellosen Diebstahlserie werden mächtige magische Artefakte entwendet und deren Hüter grausam ermordet. Als dann auch noch auf einem Friedhof ein schauerlich eiserner Sarg geborgen wird, dessen Inhalt unter mysteriösen Umständen verschwindet, steht fest: Ein klarer Fall für Lockwood & Co.! Nur wenn das Team um Anthony Lockwood, Lucy und George ihre ganze Genialität im Umgang mit übernatürlichen Ereignissen in die Wagschale wirft, kann es ihnen gelingen, die Verschwörung, die hinter all dem steckt, aufzudecken.

Gewähltes Zitat

»Hat er vom Jenseits gesprochen?«, fragte George wissbegierig. Seine Augen leuchteten hinter der Brille. »Das ist schließlich die Frage aller Fragen. Das, was alle wissen wollen. Der alte Joplin hat mir erzählt, dass er Fachtagungen darüber besucht. Was passiert nach dem Tod … Die Unsterblichkeit … Das Schicksal der Menschenseele …«
Ich holte tief Luft. »Er hat gesagt, dass du fett bist.«

(S. 125 ff.)

Meine Meinung

Wie gerne habe ich damals die Bartimäus-Reihe von Jonathan Stroud gelesen und seitdem jedes Buch dieses Autors verschlungen, immer in der Hoffnung, dass er wieder etwas so geniales wie die Tetralogie um den quirligen kleinen Dschinn Bartimäus abliefern würde. Mit Lockwood & Co. ist es ihm zumindest in großen Teilen gelungen, denn schon der erste Teil konnte mich total mitreißen und fesseln und dieser zweite Teil hier ist noch einmal eine Ecke besser!

Lockwood & Co., das sind Lucy, George und Anthony Lockwood selbst, den alle nur Lockwood nennen. Diese Agentur, die ihren Sitz im Elternhaus von Lockwood hat, kommt gänzliche ohne erwachsene Berater oder ähnliches aus. Nur die drei Jugendlichen selbst führen das komplette Geschäft. Lucy, die erst im letzten Buch zum Team stieß, ist mittlerweile fester Bestandteil geworden, die drei sind einfach ein gutes Team und immer in Konkurrenz mit “Fittes”, der größten Agentur London, und vor allem mit deren unsympathischen Mitarbeiter Quill Kippes. Doch genau mit diesem müssen sie im neusten Fall, der nicht gerade ungefährlich ist, zusammen arbeiten…

Optisch finde ich dieses Buch auch dieses Mal wieder total gelungen! Es passt perfekt zu seinem Vorgänger, ist dieses mal nur in rot gehalten und hat – passend zum Titel und auch zur Geschichte – einen Schädel auf dem Cover, hinter dem sich die Degen kreuzen. Einfach perfekt und super passend!

Insgesamt ist die Geschichte in sechs große Teile gegliedert, die dieses Mal tatsächlich auch in chronologischer Reihenfolge erzählt werden.
Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Lucy. Sie führt den Leser gekonnt durch die Geschehnisse und Abenteuer. Dadurch bekommt der Leser nicht nur das meiste aus erster Hand mit, sondern auch noch einen besonderen Zugang zu Lucy, die als Figur wirklich sehr sympathisch ist. Stroud schafft er hier aber dennoch dem Leser auch Lockwood und George näher zu bringen. Jedenfalls hatte ich selbst am Ende nicht den Eindruck nur Lucy näher gekommen zu sein, sondern auch den anderen beiden Figuren. Und da ich das gesamte Team wirklich gerne mag, bin ich sehr froh, dass dem Autor dieser Spagat hier gut gelungen ist.

Die Story selbst ist ziemlich spannend, mysteriös und gut durchdacht. Im letzten Band gibt es mit dem Schädel, der zu Lucy spricht, schon einen kleinen Vorgeschmack auf das, was nun so alles kommt. Als Leser konnte ich wieder total mitfiebern und mir fiel es aufgrund der tollen Schreibweise von Jonathan Stroud auch schwer, das Buch nicht einfach in einem Rutsch durch zu lesen.

Wie bereits den ersten Teil, finde ich die Idee und Umsetzung auch dieses mal total klasse und seit der Serie und den Filmen “Ghostbusters” aus den 80ern auch recht neu und erfrischend.
Die Kritik, die ich allerdings schon zum ersten Band hatte, ist auch die einzige, die ich hier wieder anbringen kann, nämlich, dass es mir während des Lesens sehr schwer fiel, mir Lucy, Lockwood und George wirklich als Kinder vorzustellen, weil sie so erwachsen agierten, auch mit brutalen Handlungen fertig wurden und auch gänzlich ohne Erwachsene auskommen. Das ist immer noch eine Sache, die ich während des Lesens auch dieses Mal wieder ständig im Kopf hatte, obwohl es mich mittlerweile nicht mehr so arg stört, wie noch im letzten Band, denn irgendwie kann ich mir mittlerweile vorstellen, dass die Erfahrungen, die die drei Kinder mittlerweile machen musste, sie einfach so extrem haben reifen lassen.

Das ist aber wirklich meine einzige Kritik. Ansonsten hat mir auch dieses Abenteuer wieder ausnehmend gut gefallen. Aufgrund dessen, dass nun auch ein roter Faden erkennbar ist, der sich durch die einzelnen Abenteuer zieht, hat es mir sogar noch einen Ticken besser gefallen als bereits der erste Band. Alles scheint so total durchdacht und wunderbar konstruiert. Spannung ist ständig vorhanden, wenn sie nicht gerade mit dem aktuellen Fall zu tun hat, dann mit den Geheimnissen von Lockwood persönlich. Und gerade diese ständige Spannung macht dieses Buch zum echten Page-Turner!

Fazit

Mit “Lockwood & Co.” hat Jonathan Stroud hier eine super Story erdacht, die vom Feeling her stark an die Bartimäus-Reihe erinnert, mit einer Prise Ghostbusters, einen ordentlichen Spritzer Humor und jeder Menge Spannung! Eine richtig erfrischende und gruselige Geistergeschichte! Absolute Leseempfehlung!

Meine Wertung

RegenbogenRegenbogenRegenbogenRegenbogenRegenbogen

Reihe

2013: Lockwood & Co. 1: Die seufzende Wendeltreppe
2014: Lockwood & Co. 2: Der wispernde Schädel

Specials

Buchtrailer zu “Lockwood & Co.: Der wispernde Schädel” von Jonathan Stroud

Lillesang: Das Geheimnis der dunklen Nixe – Nina Blazon

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cbt Verlag
Gebundene Ausgabe
ca. 416 Seiten
16,99 Euro
September 2014
ISBN: 978-3570162873
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Danke an
bdb-logo-small2 und
dem cbt Verlag für dieses Buch!

Inhalt

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Irgendetwas war in diesem Meer …
Als Jo und ihre Familie das alte Haus an der dänischen Küste erben, erzählt die kauzige Nachbarin Bente die Geschichte von dem Gongur, der an Land kommt und Menschen ins Meer zieht. Anders als ihre Mutter, die das Wasser meidet, lässt Jo sich von der Alten nicht ins Bockshorn jagen. In der Nacht jedoch wird sie tatsächlich von einer Stimme an den Strand gelockt. Bente kann das schlafwandelnde Mädchen in letzter Minute retten. Was hat es mit dem Nixen-Wesen auf sich? Und warum versteckt Jos Mutter alte Fotos, auf denen Gesichter herausgekratzt sind? Jo ahnt, dass ein uraltes Geheimnis auf ihrer Familie lastet. Sie ahnt nicht, dass Bente den Schlüssel dafür in der Hand hält …

Gewähltes Zitat

»Für einen meiner Ahnen, als Glückwunsch zur Geburt von dessen Tochter und gleichzeitig als Trauerlied für dessen Frau, Luce Christensen. Und später hat der Dichter die Melodie für sein Märchen von Agnete und den Wassermann verwendet: als trauriges Wiegenlied. Aber … es ist auch ein Zauberlied, das die dunkle Nixe singt, um Menschen zu sich ans Meer zu rufen.«

(S. 303)

Meine Meinung

Jo ist eine begeisterte Wasserratte. Sehr zum Leidwesen ihrer Mutter, die Jo am liebsten komplett vom Wasser fern halten würde und selbst die Badewanne meidet. Als Jos Mutter eines Tages die Nachricht bekommt, dass ihre einzige noch lebende Verwandte gestorben sei, macht sie sich zwangsläufig auf nach Dänemark an die Küste, wo ihr ihre Tante ihr Erbe hinterlassen hat. Entgegen den Willen ihrer Mutter begleiten sowohl Jo als auch ihr Vater sie und schon am ersten Tag geschehen merkwürdige Dinge, die offenbar etwas mit dem Meer zu tun haben …

Ehrlich gesagt, hatte ich etwas anderes erwartet, als ich mit diesem Buch anfing. Ich dachte, die Zielgruppe wäre viel jünger, aber tatsächlich liest sich das Buch wirklich toll, so dass auch erwachsene Leser wie ich ihre Freude daran finden! Die jungen Protagonisten verhalten sich allerdings auch viel älter, als sie in der Geschichte tatsächlich sein sollen. Jedenfalls hätte ich sie viel älter geschätzt. Nichtsdestotrotz hat mir die Geschichte viel Spaß gemacht! Was ich bekommen habe, übertrag meine Erwartungen bei weitem. Eigentlich hätte mir das bei einem Roman von Nina Blazon ja direkt klar sein müssen, aber aufgrund der geringen Altersempfehlung habe ich doch andere Erwartungen gehabt. Umso besser!

Die Figuren sind hier wirklich wieder gut gelungen. Sehr sympathisch und obwohl es ein Jugendbuch ist, nicht so einfach zuzuordnen und zu durchschauen. Wobei man hier als Leser natürlich auf die Eindrücke von Hauptfigur Jo angewiesen ist, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird. Und irgendwie ist zu keinem Zeitpunkt irgendeine Figur einfach nur gut oder schlecht. Herauszufinden, was nun hinter allen steckt, ist also ein spannendes Versteckspiel für den jungen Leser. Mir war zumindest jede Figur zu irgendeinem Zeitpunkt zumindest kurz sympathisch.

Beim Lesen habe ich so richtig Lust bekommen selbst einmal nach Dänemark zu reisen. Ein Land, in dem ich bislang nicht war und welches ich bisher auch nie auf dem Schirm hatte. Aber Nina Blazon hat so eindrucksvoll von dieser Stadt geschrieben und die Schauplätze wirklich interessant dargestellt, dass ich die Meeresbrise teils selbst zu spüren glaubte.

Die Geschichte selbst ist angelehnt an das Märchen “Die kleine Meerjungfrau” von Hans Christian Andersen. Es hat mir total gut gefallen, wie die Autorin diese Geschichte und selbst Andersens Reiseberichte geschickt mit der Story des Buches verflochten hat. Natürlich ist das meiste Fiktion, aber dennoch fand ich die Beschreibungen und Erklärungen so natürlich, dass es tatsächlich kaum konstruiert wirkte.

Erwähnenswert ist hier bei diesem Buch übrigens auf jeden Fall noch die gelungene Optik! Das fängt schon beim Schutzumschlag an und setzt sich im Inneren des Buches fort. Der Umschlag ist wirklich wunderschön gestaltet. Glänzend schimmernde Schuppen mit ein wenig Glitter hier und da machen die Optik perfekt und passend zur Geschichte. Im Inneren gibt es zu Beginn eines jeden Kapitels eine kleine Fisch- oder Feder-Illustration. Insgesamt sehr stimmig und absolut gelungen!  

Fazit

Mir hat dieser neuste Roman von Nina Blazon wieder sehr gefallen. Ich finde es immer wieder schön, mit welcher Leichtigkeit die Autorin hier Realität und Fiktion verbindet. Wenn ich darüber nachdenke, dann finde ich es sehr schade, dass ich diese Werke von Nina Blazon nicht schon in meiner eigenen Kindheit lesen konnte. Es wären wunderbare Fantasiereisen gewesen!

Meine Wertung

RegenbogenRegenbogenRegenbogenRegenbogenRegenbogen

Fuck you Leben! – N. Pratt

fuckyouleben

dtv Verlag
Broschierte Ausgabe
ca. 420 Seiten
14,95 Euro
Dezember 2014
Originaltitel: Trouble
ISBN: 978-3423740074
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Inhalt

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Hannah ist 15. Sie mag Jungen, sie mag Sex – und sie ist schwanger. Sie weiß zwar, von wem, aber das kann sie auf gar keinen Fall sagen.Aaron ist 16. Er ist neu auf Hannahs Schule, weil an seiner alten Schule etwas Schlimmes passiert ist. Und Aaron gibt sich die Schuld daran. Seit dem hat das Gefühl, etwas wiedergutmachen zu müssen. Und so stellt er sich vor Hannah, als eine fiese Facebook-Seite mit dem Titel ›Wer ist der Vater?‹ online geht. Mehr noch, er gibt sich offiziell als Vater des Babys aus, mit aller damit verbundenen Verantwortung. Doch kann so eine ›rein platonische‹ Vaterschaft gut gehen?

Gewähltes Zitat

Ich hatte das Gefühl, etwas Besonderes zu sein. Ich habe eigentlich nie das Gefühl, etwas Besonderes zu sein. So geht es, glaube ich, den meisten Menschen. Man muss schon ein ziemlich gutes Selbstwertgefühl haben, um nicht daran zu zweifeln, dass jemand, den man richtig cool findet, einen ganz in Ordnung findet. Um davon sogar überzeugt zu sein, braucht man einen unerschütterlichen Glauben an sich selbst. Aber manchmal hat man das Glück, dass jemand einem wenigstens für einen Augenblick dieses Gefühl gibt.

(S. 236)

Meine Meinung

Als 15jährige Hannah entdeckt, dass sie ungewollt schwanger ist, bietet sich der 16jährige Aaron, der gerade neu auf der Schule ist und von dem Hannah nicht viel weiß, an, sich als Vater des Kindes auszugeben um Hannah die Schmach zu ersparen vor ihren Eltern und den Schulkameraden, die sie eh schon dissen, auch noch vorgeben zu müssen, dass sie nicht wisse wer der Vater sei. In ihrer Not belügt Hannah nicht nur ihre Eltern und Mitschüler, sondern verschweigt zunächst auch Aaron wer der Vater ist, nimmt seine Hilfe aber dankbar an. Nach und nach freundet sich Hannah mit Aaron an und erkennt auch bald, dass nicht nur sie Probleme hat …

„Fuck you Leben!“ lässt mich ein wenig zwiegespalten zurück einerseits fand ich das Buch toll. Die Figuren fand ich sehr interessant und recht gut charakterisiert.
Hannah wurde als sehr starke Person dargestellt, die sich durch nichts und niemanden wirklich runter machen lässt. Zum einen eine wirklich gute Charaktereigenschaft, die sich junge Mädchen in ihrem Alter als Vorbild nehmen sollten und dadurch lernen sollen, dass es egal ist, was andere von einem Denken oder auch, dass es auch falsche Freunde im Leben gibt. Andererseits geht Hannah so leichtfertig mit ihrem Körper und ihrer Sexualität um, ohne dass im Buch wirklich durchscheint, dass das vielleicht keine so gute Entscheidung war, dass ich mich da dann doch nicht so recht mit anfreunden kann.
Das ist aber nicht nur Hannahs Einstellung, sondern auch die ihrer Freundin Katie. Einen nach dem anderen schleppen sie die Jungs ab und sind auch noch stolz darauf.
Natürlich ist mir bewusst, dass viele Jugendliche heutzutage vielleicht wirklich sehr leichtfertig mit diesem Thema umgehen, die Konsequenzen daraus aber so sehr zu verharmlosen finde ich dann aber trotzdem nicht besonders gelungen.
Der männliche Protagonist Aaron ist ein absoluter Charmeur. Mir hat er gut gefallen, obwohl er eher der aalglatte Typ zu sein scheint. Nur nach und nach wird deutlich, dass auch er tiefgreifende Probleme hat.

Die Geschichte hört sich sehr lahm und überschaubar an. Jedenfalls hatte ich keine großen Erwartungen und hatte dies angenommen. Tatsächlich war die Geschichte aber durchaus spannend und interessant und hat mir gut gefallen. Langeweile kam zu keiner Zeit auf, denn zunächst einmal war es interessant die Figuren kennen zu lernen, dann herauszufinden, wie Hannah die mit der Entdeckung ihrer Schwangerschaft angeht und schließlich war man natürlich gespannt darauf, wer der tatsächliche Vater sein würde, obwohl man sich das schnell denken konnte. Auch Aarons Geheimnis war keine große Überraschung, trotzdem war ich ziemlich gespannt auf das Ausmaß. Zu guter Letzt sorgten die Intrigen unter den Mädchen an Hannahs Schule noch für viel Kurzweile.

Fazit

Der flüssige Schreibstil des Autors tat sein übriges dieses Buch zu einer netten Lektüre zu machen, die ich allerdings nicht unbedingt für jüngere Leser empfehlen würde, aufgrund meiner bereits genannten Kritikpunkte. Ansonsten eine sehr nette und abwechslungsreiche Geschichte.

Meine Wertung

RegenbogenRegenbogenRegenbogenRegenbogen

Ich brenne für dich – Tahereh Mafi

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Goldmann Verlag
Gebundene Ausgabe
ca. 384 Seiten
16,99 Euro
Oktober 2014
Originaltitel: Ignite me
ISBN: 978-3442313051
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Inhalt

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Nach der verlorenen Schlacht gegen das Reestablishment ist Omega Point, der Zufluchtsort der Rebellen, zerstört, Juliettes Freunde sind in alle Winde zerstreut. Auch über das Schicksal ihrer ersten großen Liebe Adam ist sie im Ungewissen – ebenso wie über ihre Gefühle für ihn. Die einzige Gewissheit, die ihr noch bleibt, ist, dass sie das grausame Regime unbedingt besiegen muss. Doch dazu wird sie sich Warner anvertrauen müssen, Kommander von Sektor 45, Sohn des feindlichen Oberbefehlshabers – und nunmehr Juliettes einziger Verbündeter. Der eine Mensch, den sie auf ewig zu hassen schwor. Und der ihr Leben rettete. Jetzt verspricht er, an ihrer Seite gegen seinen Vater zu kämpfen. Doch kann sie ihm vertrauen? Und was will er wirklich von ihr?

Gewähltes Zitat

Jetzt bin ich richtig wütend. »Ich brauche keine Erlaubnis von dir. Ich werde so nicht leben. Ich werde mich nicht mehr verstecken. Ich erwarte nicht von dir, dass du mitkommst – ich erwarte nicht, dass du mich verstehst«, stelle ich klar. »Aber wenn du mich lieben würdest, dann würdest du mir nicht im Weg stehen.«

(S. 143)

Meine Meinung

Juliette hat nur mit Warners Hilfe knapp die Begegnung mit seinem Vater, dem Oberbefehlshaber des Reestablishments überlebt. Die meisten ihrer Freunde sind tot, aber einige haben überlebt, unter anderem ihr bester Freund Kenji und ihre große Liebe Adam. Aber liebt Juliette Adam wirklich? Sie fühlt sich mehr und mehr von dessen Erzfeind und Rivalten Warner angezogen, der sie alle überrascht. Gemeinsam wollen sie nun das Reestablishment stürzen. Ohne Mittel, ohne Plan, einfach drauf los!

Ich hatte mich total auf den dritten Teil dieser Reihe gefreut und war sehr gespannt, wie es nun weiter gehen würde in dieser dystopischen Welt, die Tahereh Mafi hier erschaffen hat. Natürlich war auch sehr gespannt darauf, wie es mit Juliette weiter gehen würde. All das habe ich auch erfahren und trotzdem bin ich eher enttäuscht vom Abschluss dieser eigentlich so tollen Reihe.

Der Stil der Autorin ist ähnlich wie im ersten Band. Einfache Sprache, sehr poetisch und emotional. Durchgestrichene Worte, Passagen und Absätze wie in den ersten beiden Bänden gibt es hier allerdings nicht mehr wirklich. Dieser grandiose Stil, der die ersten Bände so ausgemacht und so besonders gemacht hat.
Dieser veränderte, selbstsichere Stil spiegelt auch Juliettes nun verändertes Wesen wieder. Von der Juliette aus den ersten Bänden ist nämlich nicht mehr viel übrig geblieben. Sie ist nun stark und selbstbewusst und weiß was sie will und wie sie es durchsetzen kann. Einerseits finde ich es gut, wie sie sich entwickelt hat, andererseits finde ich diese Entwicklung aber auch recht unglaubwürdig. Mir ging es einfach zu schnell und ich konnte ihr diese neue Stärke einfach nicht in dem Maße abnehmen, der mir hier geboten wurde. Das fand ich sehr schade, hier hätte ich mir mehr gewünscht.
Auch Adam und Warner konnte ich in diesem Buch einfach nicht ernst nehmen. Vor allem Adam wurde in diesem Band zu meiner absoluten Hassfigur, weil ich sein Verhalten so überhaupt nicht mehr nachvollziehen konnte. Aller Wut und Enttäuschung zum Trotz, aber das war nicht der Adam, der uns in den vergangenen Bänden vorgesetzt wurde. Und das ist so eine umfangreiche Wesensänderung gewesen, dass ich sie ihm auch mit all seinen akuten Emotionen in dieser Extremsituation einfach nicht abnehmen konnte.
Bei Warner verhält es sich ebenso, auch wenn es bei ihm eher ins Gegenteil schlug und er mit plötzlich sympathischer wurde.
All diese Änderungen kamen mir viel zu konstruiert vor. Nichts wirkte irgendwie wirklich ausgereift oder realistisch entwickelt, es kam mir vor wie ein grober Bruch in der Handlung. Einzig Kenji fand ich immer noch genauso gelungen und glaubhaft wie schon in den letzten beiden Bänden.

Die Geschichte selbst ist ziemlich überschaubar. Im letzten Band fand ich die Handlung ja schon recht dürftig, aber in diesem Band passiert so gut wie gar nichts. Selbst die Schlacht am Ende, der Versuch das Reestablishments zu stürzen ist so kurz und kommt so billig rüber, dass ich eigentlich jeden Moment noch einen großen Knall erwartete, der aber leider nicht mehr kam.

Fazit

Insgesamt bin ich mit diesem dritten Band also nicht sehr zufrieden. Er war auf jeden Fall nett, aber mehr nicht. Ich konnte den Figuren die Handlung nicht mehr abkaufen, die Geschichte war eh recht dürftig und das Ende unbefriedigend. Von mir gibt es hier eine mittelmäßige Wertung. Schade!

Meine Wertung

RegenbogenRegenbogenRegenbogen

Reihe

Juli 2012: Ich fürchte mich nicht
September 2013: Rette mich vor dir
Oktober 2014: Ich brenne für dich

Whisper Island 3: Feuerbrandung – Elizabeth George

whisperisland3

Egmont Ink Verlag
Gebundene Ausgabe
ca. 448 Seiten
19,99 Euro
Oktober 2014
Originaltitel: The Edge of the Shadows
ISBN: 978-3863960032
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Inhalt

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Seit Becca King herausfand, dass ihr Stiefvater einen Mord begangen hat, schwebt sie in Lebensgefahr. Daher versteckt sie sich auf einer abgeschiedenen Insel. Doch als ein Brandstifter dort Feuer legt, wird Becca zufällig von der Lokalzeitung fotografiert. Damit sind ab sofort ihr Foto und ihr Aufenthaltsort weltweit im Internet zu finden. Die Schlinge um Becca zieht sich bedrohlich zu. Und alles, was sie über ihre Vergangenheit und ihre Zukunft zu wissen glaubte, droht in Flammen aufzugehen …

Gewähltes Zitat

Und das war es dann. Sie verabschiedeten sich, wenn nicht unbedingt als Freunde, so doch als ein Mann und eine Frau, die jetzt besser verstanden, wer der andere war.
Und das, beschloss Hayley, war so ziemlich alles, was man vom Leben erwarten konnte: zu verstehen, wer man war und was einem wichtig war, und sich zu bemühen, andere zu verstehen.

(S. 426)

Meine Meinung

Während Becca King weiterhin auf der Flucht vor ihrem Stiefvater ist und verzweifelt auf ein Lebenszeichen ihrer Mutter wartet, freundet sich ihre Schulfreundin Hayley mit Isis an, die neu auf der Schule und überhaupt auf der Insel ist. Isis ist merkwürdig, aber ihr Bruder Aidan hat eindeutig etwas zu verbergen und taucht überraschenderweise immer dort auf, wo sich Becca gerade befindet. Ist er hinter ihr Geheimnis gekommen? Becca versucht mehr über ihn herauszufinden.
Zeitgleich brechen auf der gesamten Insel immer wieder Feuer aus, die absichtlich gelegt wurden. Hat Hayleys neuer Freund Parker vielleicht etwas damit zu tun? Oder wer steckt hinter allem?

Auch in diesem Band ist Becca King nicht mehr die einzige Hauptfigur. Neben den bisherigen kommen noch einige weitere neue Figuren hinzu. Während es weiterhin auch um Becca und ihr Geheimnis geht, das langsam aufzufliegen droht, kommt auch wieder eine spannende Geschichte rund um die mysteriöse Insel hinzu.

Während im letzten Band noch hauptsächlich Jenn im Mittelpunkt stand, ist diese nun eher eine Nebenfigur. Es geht verstärkt um Hayley, Becca, Derric, Seth und den neuen auf Whidbey Island. Die Autorin wechselt ständig die Perspektiven und erzählt viele unterschiedliche Handlungen gleichermaßen, so dass es nicht so schnell langweilig wird. Während ein paar Stränge in diesem Band aufgelöst werden, beginnen wieder neue, die wohl im nächsten Band weiter geführt werden, wie ich hoffe.

So kommen wir der Sache mit Derric und seiner Schwester ein wenig näher, auch Becca macht eine folgenschwere Entdeckung, aber eine Offenbarung, die etwas mit Beccas besonderer Fähigkeit Gedanken ‘hören’ zu können zu tun hat, wird nur leicht angeschnitten. Dahingehend bin ich jetzt natürlich sehr neugierig was da noch kommen mag. Ich hatte mich bereits im zweite Teil über die mystischen Elemente im Buch gewundert. In diesem Buch sind sie zwar nicht ganz so offensichtlich, klingen aber wieder an.

Die Geschichte selbst ist nicht soooo spannend wie sie im ersten Band war, aber durchaus interessant. Jedenfalls so interessant, dass ich sie unbedingt mitverfolgen wollte und vor allem die weitere Entwicklung der Figuren mitverfolgen wollte. Auch dieser Band lebt eher wieder von seinen toll ausgearbeiteten Protagonisten als von der Geschichte selbst.

Der Schreibstil ist der einer gekonnten Bestsellerautorin. Elizabeth George schreibt fesselnd und flüssig, bleibt dabei dennoch ein wenig distanziert und überlegen. Hier ist klar, wer die Herrin über Whisper Island ist.

Fazit

Dieser dritte Band hat die Fehler, die ich im ersten Band bemängelt habe, nicht wiederholt und war durchaus spannender als der zweite Band, vor allem was seine Anspielungen betrifft, so dass ich mich jetzt schon auf den vierten Band und ein neues Abenteuer auf Whidbey Island freue. Von mir gibt es hierfür sehr gute vier Sterne!

Meine Wertung

RegenbogenRegenbogenRegenbogenRegenbogen

Panic: Wer Angst hat ist raus – Lauren Oliver

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Carlsen Verlag
Gebundene Ausgabe
ca. 368 Seiten
17,99 Euro
November 2014
Originaltitel: Panic
ISBN: 978-3551583291
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Inhalt

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Der neue Roman von Bestseller-Autorin Lauren Oliver („Wenn du stirbst“, „Delirium“): atemraubend und elektrisierend! — PANIC verändert alle(s). HEATHER hatte nie vor, an dem verbotenen Spiel für Schulabgänger teilzunehmen. Denn der Gewinn ist zwar hoch, aber der Einsatz auch, und sie ist keine Kämpferin. Doch schnell wird ihr klar, dass es nur den richtigen Grund braucht, um dabei sein zu wollen. Und dass Mut auch eine Frage von Notwendigkeit ist. DODGE war sich immer sicher, dass er bei Panic mitmachen würde. Er hat keine Angst, denn es gibt ein Geheimnis, das ihn durchs Spiel pushen wird. Aber um zu gewinnen, muss man auch seine Gegner kennen.

Gewähltes Zitat

»Du … du bist also nicht sauer auf mich?«, fragte sie.
Anne lachte auf. »Natürlich bin ich sauer auf dich«, sagte sie. »Aber das bedeutet nicht, dass ich dich nicht hierbehalten möchte. Das heißt nicht, dass ich aufgehört habe dich zu mögen.«
Heather sah auf ihre Hände hinab. Sie war erneut zu überwältigt zum Sprechen. Sie hatte das Gefühl, als hätte sie nur eine Sekunde lang etwas unglaublich Bedeutendes begriffen, hätte einen Blick darauf erhascht: auf Liebe, rein und schlicht und anspruchslos.

(S. 316)

Meine Meinung

In jeden Sommerferien wird von den Schülern der Abschlussklasse “Panic” gespielt. Ein gefährliches Spiel voller Mutproben bei dem der Gewinner am Ende eine gewaltige Geldsumme bekommt. Heather hatte nicht vor zu spielen, sie wollte lediglich ihre Freundin Nathalie unterstützen, die am Spiel teilnimmt. Vor Ort überlegt sie es sich jedoch anders und ist ab sofort Teil eines illegalen und gefährlichen Spiels…

Als ich zum ersten mal über Lauren Olivers neues Buchprojekt “Panic” las, war für mich direkt klar, dass ich das neuste Buch der Autorin der Armor-Trilogie (Delirium, Pandemonium und Requiem) ebenfalls lesen müsste. Der Inhalt klang einfach zu gut und den Schreibstil von Lauren Oliver mag ich ja eh. Als “Panic” hier schließlich ankam wurde es auch direkt verschlungen.

Die Geschichte spielt in unserer heutigen Zeit in der uns bekannte Welt, ist also ein typisches Jugendbuch. Es behandelt neben einer spannenden Geschichte auch Themen, die heute von Bedeutung sind, wie Freundschaft, das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern, soziale Gerechtigkeit, Akzeptanz und Toleranz innerhalb der Gesellschaft und noch weitere Teenager-Probleme.

Die Hauptfiguren in diesem Buch sind Heather und Dodge. Abwechselnd wird die Geschichte aus der Sicht dieser beiden geschildet.
Heather ist ein nettes, eher schüchternes Mädchen, was aber an den ihr gestellten Aufgaben während der Geschichte wächst und sich stark weiter entwickelt. Sie wächst in einem problematischen Umfeld auf und allein deswegen hat sie schon ein paar Punkte bei mir gewonnen, einfach weil sie und ihr Schicksal mit leid taten.
Während Heather einem eigentlich von Beginn an sympathisch ist und nur ab und an ein wenig nervt, kommt Dodge erst einmal sehr nervig daher. Ihm konnte ich zunächst einmal nicht viel abgewinnen. Er ging mir eher auf die Nerven mit seiner dümmlich-naiven Art. Dass auch er einen schweren Schicksalsschlag zu bewältigen hat, sah ich erst einmal nicht, brachte ihn mir aber schließlich doch näher und vor allem  konnte ich sein Verhalten zum Schluss auch viel besser nachvollziehen.
Nathalie und Bishop, Freunde von Heather, sind ebenfalls wichtige Figuren in diesem Buch. Während Bishop mir von allen am sympathischsten war, weil er so selbstlos agiert, sich kümmert und einfach total nett ist, war mir Nathalie eigentlich die gesamte Zeit über am unsympathisch und ging mir auf die Nerven. Ihre Freundschaft zu Heather konnte ich die gesamte Zeit über nicht wirklich begreifen und auch zum Ende des Buches hin habe ich nicht wirklich verstanden, warum gerade sie so ein Verhalten an den Tag legt, was sie für ein Problem hat.

Neben der spannenden Story rund um das Spiel “Panic” werden also noch viele Probleme so ganz nebenbei und am Rande gewälzt. Ich denke, dass ist es auch, was das Buch ausmacht. Nicht alleine die Geschichte im Vordergrund, sondern die gesamten Hintergründe und die interessanten Figuren machen den Reiz aus. Klar, “Panic” ist auch interessant, aber eigentlich läuft das alles nur so nebenher. Für mich ist das eigentliche Thema, dass hier ein paar junge Leute mit argen Problemen versuchen, sich ihren Platz im Leben zu suchen und zu erkämpfen. Und das muss ja auch erst einmal gelingen.

Fazit

Lauren Oliver konnte mich mit ihrem neusten Jugendroman gut unterhalten, auch wenn es etwas anders war als ich erwartet hatte und weniger um das Spiel selbst geht. Aber gerade die Hintergründe waren das, was für mich den Reiz ausgemacht hat, ebenso wie die interessanten Figuren.
Von mir gibt es für “Panic” vier gute Punkte.

Meine Wertung

RegenbogenRegenbogenRegenbogenRegenbogen

Dark Wonderland: Herzkönigin – A. G. Howard

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cbt Verlag
Gebundene Ausgabe
ca. 464 Seiten
17,99 Euro
November 2014
Originaltitel: Splintered
ISBN: 978-3570163191
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Inhalt

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Folge dem Flüstern … in das Reich hinter dem Spiegel!
Alyssa kann Blumen und Insekten flüstern hören, eine Gabe, die schon ihre Mutter um den Verstand brachte. Denn sie sind die Nachfahrinnen von Alice Liddell – besser bekannt als Alice im Wunderland. Als sich der Zustand ihrer Mutter verschlechtert, kann Alyssa ihr Erbe nicht mehr leugnen, sie muss jenen Fluch brechen, den Alice damals verschuldet hat. Durch einen Riss im Spiegel gelangt sie in das Reich, das so viel finsterer ist, als sie es aus den Büchern kennt, und zieht dabei ihren besten Freund und geheime Liebe Jeb mit sich. Auf der anderen Seite erwartet sie jedoch schon der zwielichtige und verführerische Morpheus, der sie auf ihrer Suche leitet. Aber wem kann sie wirklich trauen?

Gewähltes Zitat

Aus der Trance erwachend, lasse ich mich auf den Boden fallen und presse die schmerzenden Hände gegen meine Brust. Die Narben pochen, als seien sie frisch. Morpheus beugt sich über mich und streicht mir das Haar glatt. »Ich habe dir gesagt, dass du etwas Besonderes bist, Alyssa«, murmelt er, und das Gewicht seiner Hand ist seltsam tröstend auf meinem Kopf. »Niemand sonst hat je für mich geblutet. Die Treue eines Kinds gegenüber einem anderen ist unermesslich. Du hast an mich geglaubt, hast deine neuen Erfahrungen mit mir geteilt, bist mit mir groß geworden. Damit hast du dir meine aufrichtige Zuneigung verdient.«

(S. 205)

Meine Meinung

Alyssa leidet sehr unter der Tatsache, dass sie eine späte Verwandte von Alice Liddell ist, der Alice, deren Geschichte Lewis Carroll vor Jahren nieder schrieb. Das allein könnte ihr egal sein, wäre da nicht der Familienfluch, der dafür verantwortlich ist, dass alle weiblichen Familienmitglieder irgendwann verrückt werden. So ist auch Alyssas Mutter in psychiatrischer Behandlung. Glücklicherweise hat sie ihren besten Freund Jeb an ihrer Seite, der ihr beisteht und ihr sogar folgt, als sie sich in große Gefahr begibt um diesen Familienfluch zu brechen …

Romane mit Märchenbezug sind derzeit ja recht populär. Auch das Märchen “Alice im Wunderland” musste schon mehrfach für eine Neuerzählung herhalten. So nimmt auch Anita Howard Bezug auf Lewis Carrolls Märchen vom Wunderland.
Von einer einfachen Neuerzählung kann hier allerdings nicht die Rede sein, obwohl sich sehr viele Elemente der ursprünglichen Geschichte auch in “Dark Wonderland” wieder finden. Hier wird die Geschichte jedoch eher anders erzählt. Innerhalb der Story wird davon gesprochen, wie es wirklich war und was Lewis Carroll alles falsch wider gegeben hat von der Geschichte rund um die ursprüngliche Alice.
Das Wunderland ist tatsächlich nämlich gar nicht so wundersam, wie es beschrieben wurde, sondern sehr düster und gefährlich. Kein Ort, an dem man länger verweilen möchte. Es ist zwar ebenso verrückt wie das beschriebene Wunderland bei Carroll, aber nicht halb so prächtig.
Auf ihrer Reise ins Wunderland um ihre Aufgabe zu erfüllen, bringt sich Alyssa somit in große Gefahr und das mehrfach.

Die Figuren in Dark Wonderland sind sehr unterschiedlich. Alyssa, unsere Protagonistin ist ein rebellischer Teenager, der das Herz aber am rechten Fleck trägt. Sie war mir zwar recht sympathisch, ihre Art hat mich teils aber auch ein wenig genervt, vor allem ihre Unentschlossenheit. Trotzdem konnte ich mich gut mit ihr anfreunden.
Unsere beiden männlichen Protagonisten Jeb und Morpheus habe ich ebenfalls ins Herz geschlossen, obwohl es bei diesen beiden eher eine Art Hass-Liebe war. Mal mochte ich sie, dann haben sie mich wieder total genervt und ich wollte sie eigentlich nur noch in einen Sack stopfen. Gerade die Streitigkeiten zwischen den Jungs konnten mich aber sehr amüsieren.

Wer also “Alice im Wunderland” mag, der wird sicherlich auch viel Freude an dieser Geschichte finden. Ich fand es sehr toll all die Unterschiede zur ursprünglichen Story zu entdecken, was mir auch recht gut gelungen ist – sehr zu meinem Erstaunen, weil mir ehrlich gesagt die ursprüngliche Geschichte gar nicht mal mehr allzu gut im Gedächtnis ist. Trotzdem habe ich beim Lesen einiges wieder erkannt.

Fazit

“Dark Wonderland” ist eine Geschichte für Fans der ursprünglichen Alice-Story, aber nicht nur! Auch Fantasy-Fans und Fans des Verrückten und Abstrusen können hier auf ihre Kosten kommen. Für mich war es teils ein wenig zu verworren und fantastisch, ich mag es lieber klar strukturiert. Trotzdem habe ich die Geschichte gemocht und komme nicht umhin die Autorin dafür zu bewundern, wie gekonnt sie die ursprüngliche Geschichte in eine dunkle und düstere Atmosphäre versetzt hat.

Meine Wertung

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