[Gastrezension] If you Stay: Füreinander bestimmt – Courtney Cole

Ich freue mich sehr, dass ich euch heute die erste Gastrezension vorstellen kann, die es hier auf meinem Blog gibt.
Hm? Gastrezension? Was ist das? Ganz einfach: Alle Inhalte auf dieser Seite stammen in der Regel von mir selbst, solange sie nicht entsprechend gekennzeichnet sind. Ab und an mag ich aber Bücher, die ich als Rezensionsexemplare bekommen habe, aus welchen Gründen auch immer, nicht selbst lesen oder rezensieren und dafür suche ich mir dann ab sofort Gastrezensenten. Ich finde es sehr spannend ab und an auch mal andere Meinungen kennen zu lernen und will diese euch dann auch nicht vorenthalten. Den Anfang macht heute Nicole von LittleMythicas Buchwelten. Solltet ihr auch Lust haben mal eine Gastrezi zu schreiben, dann meldet euch doch einfach mal bei mir. Und nun viel Spaß bei der ersten Gastrezi!

ifyoustay

Knaur Verlag
Taschenbuch Ausgabe
ca. 320 Seiten
8,99 Euro
April 2014
Originaltitel: If you stay
ISBN: 978-3426515273
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Inhalt

(lt. amazon.de):

Seit dem Tod ihrer Eltern hält die 23-jährige Mila zusammen mit ihrer Schwester Madison das Familienrestaurant am Laufen und ist überzeugte Single-Frau. Das ändert sich, als sie Pax Tate kennenlernt. Pax ist auf den ersten Blick alles andere als ein Traummann: tätowiert, knallhart und mit schlechtem Benehmen. Doch ausgerechnet von ihm und seiner sexy Ausstrahlung fühlt Mila sich unwiderstehlich angezogen. Gegen jede Vernunft geht sie eine Beziehung mit ihm ein und entdeckt immer mehr Pax’ zärtliche Seite. Aber die Vergangenheit holt Mila und Pax unaufhaltbar ein. Wird die Kraft ihrer Liebe ausreichen, um zu bestehen?

Gewähltes Zitat

„Ich liebe die See“ , sagst sie leise. „Ich weiss, dass das die meisten sagen, die hier leben, aber ich liebe ihn wirklich. Er hat etwas tröstliches an sich, denn egal, denn egal was sich auch in meinem Leben verändern mag, er ist immer da und bleibt so wie er ist.“ Ich starre sie an, den das ist genau das, was ich auch empfinde. Es ist sogar einer der Gründe, warum ich mich entschieden habe, hier zu leben, an seinem Ufer. Der See symbolisiert für mich Kontinuität. Und das ist tröstlich.

(S. 124) 

Meinung von Nicole

Mila ist früh erwachsen geworden. Durch den Verlust Ihrer Eltern und die frühe Selbstständigkeit, weiß Sie wo sie mit ihren 23 Jahren steht und was sie möchte. Zusammen mit Ihrer Schwester Madison führt sie das elternliche italienische Restaurant und geht weiterhin Ihrem Beruf als Künstlerin nach. Auch wenn ihr gelegentlich die Zweisamkeit fehlt, so ist sie nicht darauf aus jemanden kennen zu lernen. Irgendwann wird dies schon kommen….

Pax ist von Beruf Sohn und ziemlich verkorkst. Auch er trägt einen schweren Schicksalsschlag mit sich, kann aber damit nicht umgehen. Sein Tagesziel besteht darin, sich zu betäuben mit allem was er dafür gerade zur Hand hat. Bevorzugt Koks & Alkohol, was ihm bald zum Verhängnis werden sollte. Er ist zwar realistisch, denn der weiss was für ein riesen Arschloch er ist, aber er sieht auch keinen Grund sich zu ändern.

New Adult Liebhaber, haben hier sehr schnell den Durchblick und wissen bereits in den ersten Seiten wie das ganze enden wird. Aber so ist es ja meist bei diesem neuen Genre. Die Geschichte ist hier immer ausschlaggebend die zum bekannten Ende führt, und die hat es hier in der Tat in sich!

Cortney Cole nimmt kein Blatt vor den Mund. Nicht nur in den erotischen Szenen bringt sie uns mit ihrer Wortwahl gelegentlich zum Schlucken, sondern auch im alltäglichen Leben der Beiden. Hier wird z. B. nicht getrunken, sondern gesoffen. Auch nicht so schöne Szenen sind hier unverblümt und realistisch dargestellt, was schon ein paar Schockerlebnisse mit sich bringt. Für manche könnte dieser Schreibstil etwas zu direkt und platt sein, ich fand ihn toll da er uns die Protagonisten wirklich so gezeigt hat wie sie sind. Mila wirkte hierdurch nochmal mehr lieber und verständnisvoller und Pax ist nicht nur das Arschloch, sondern ich konnte wirklich spüren, dass es so war. Im reellen Leben hätte ich auch in einigen Situation gedacht, welch ein riesen Arsch er ist.

Und unvorhersehbar in Form der nackten Wahrheit ist die Geschichte auch noch. Den jeder Leser kann sich denken, mit welchen Monstern Pax zu kämpfen hat, aber das dann so eine gewaltige Bombe dahinter schlummert hat mich so richtig vom Sockel gerissen.

Ich kann wirklich nur hoffen, dass der Verlag der Autorin treu bleibt und die Serie vollständig übersetzt, denn ich bin am gleichen Tag noch los und wollte mir den Folgeband holen. Nur leider war er nicht da, so dass ich traurig und ohne Buch wieder ziehen musst. Nun muss ich mit Versand noch etwas warten, bis die Geschichte für mich mit Mila´s Schwester weitergeht.

Fazit

Cortney Cole und der Knaur Verlag bekommen von mir hier die volle Sternenzahl weil mich das Buch begeistert & gefesselt hat. Es hat mich schmunzeln lassen und mich geschockt, so muss für mich ein Buch dieses Genre sein!

Wertung

RegenbogenRegenbogenRegenbogenRegenbogenRegenbogen

Reihe

April 2014: If you stay – Füreinander bestimmt
Juli 2014: If you leave – Niemals getrennt

Das Herz des Sternenbringers – Priska Lo Cascio

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Thienemann Verlag
Gebundene Ausgabe
ca. 432 Seiten
16,99 Euro
März 2014
ISBN: 978-3522201834
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Danke an
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Inhalt

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England, 1066: Garred, normannischer Bastard, landet als Spion William des Eroberers in England und wird auf dem Gut Wertlyng aufgenommen. Dort verliebt er sich in die junge Angelsächsin Alwynn, Schwester des Thane of Wertlyng. Diese wird jedoch gezwungen, den besten Freund ihres Bruders zu heiraten, der kaltblütig und ungehobelt ist. Heimlich treffen sich Alwynn und Garred nun. Als die Männer in den Krieg ziehen, bittet der Thane Garred das Gut und die Bewohner zu schützen. Garred würde alles für Alwynn tun – doch er ist immer noch ein Spion Williams und dieser nähert sich Englands Küste. Wie kann er seine große Liebe retten? Was geschieht, wenn sie seinen Verrat erkennt?

Gewähltes Zitat

»Es ist meine Pflicht, mich um die Leute von Wertlyng zu kümmern. Mich um ihre Sicherheit zu sorgen und darum, dass keiner von ihnen hungern muss. Das ist es, was eine gute Herrin tut und worin ich versagt habe. Ich …« Die Bestürzung raubte ihr die Worte, sie konnte kaum noch atmen. Erstickt von der Last der Verantwortung, die sie bereits so lange und ohne Hilfe trug.

(S. 292 ff.) 

Meine Meinung

Der junge Normanne Garret, in dessen Adern ebenfalls das angelsächsische Blut seines Vater fließt, reist nach Wertlyng um dort für Herzog William zu spionieren, der König werden und den dortigen König vom Thron stoßen will. In Wertlyng muss Garret jedoch erfahren, dass die Angelsachen gar nicht so schlimm und unmenschlich sind, wie angenommen und er verliebt sich sogar in die Schwester des dortigen Thanes. Als es langsam ernst wird, muss er sich entscheiden, was ihm wichtiger ist. Sein Schwur oder die Liebe…

Bei „Das Herz des Sternenbringers“ handelt es sich um einen historischen Unterhaltungsroman für Jugendliche. Das Thema ist einfach gehalten und somit verständlich für jedermann und die jeweiligen Gegebenheiten der Zeit werden dem Leser unaufdringlich näher gebracht. Gespickt wird die hintergründige Geschichte mit einer schönen Liebesgeschichte und einer spannenden Verstrickung aus Verrat.

Der Autorin ist es hier gelungen sehr angenehme und sympathische Figuren zu entwerfen. Es gibt zwar zwei Seiten, nämlich die der Normannen und die der Angelsachsen, aber einfach nur gut oder einfach für böse wird keine dieser Seiten dargestellt. Aus der jeweiligen Sicht ist jede Seite verständlich ausformuliert worden, so dass sich auf jeder Seite Sympathien entwickeln und man eigentlich jedem den Sieg wünscht und um jeden Verlust trauert. Das fand ich in diesem Roman sehr gelungen und angenehm.

Die Geschichte an sich ist so natürlich erfunden, beruht aber auf wahren Ereignissen, wie die Schlacht bei Hastings und den Sieg der Normannen über die Angelsachsen. Auch der Sternenbringer hat einen realen Hintergrund, auch wenn zur damaligen Zeit nicht klar war, was es mit der angesprochenen Erscheinung auf sich hatte. Insgesamt mochte ich die Mischung aus historisch wahren Begebenheiten und der fiktiven Geschichte jedoch sehr.

Wie bereits erwähnt hat die Autorin es hier geschafft sehr nette und vielfältige Figuren zu entwickeln, die ich zum aller größten Teil sehr mochte. Die Liebesgeschichte wurde bereits im Klappentext angesprochen, ebenso wie die meisten weiteren Entwicklungen, so dass es da groß keine Überraschungen mehr gab, aber auch wenn man diesen Klappentext vorher nicht gelesen hätte, so hätte man sich früh denken können, in welche Richtung diese Geschichte gehen würde, es gibt nämlich genügend Andeutungen.

Die Sprache ist der Zeit, in der die Geschichte spielt, nicht angemessen, bis auf ein paar Einflüsse, die verdeutlichen sollen, dass damals eigentlich eine andere Sprache benutzt wurde. Das ist sehr angenehm und lässt einen das Buch sehr flüssig lesen, ohne dass man jedoch vergisst, dass man gerade eigentlich in einer anderen Zeit verweilt. Es ist also auch für Jugendliche absolut leicht verständlich.   

Fazit

Insgesamt hat mir die Lektüre von „Das Herz des Sternenbringers“ viel Spaß gemacht. Ich konnte mich entspannen und mich einfach mit den Figuren treiben, wenn auch nicht wirklich überraschen lassen. Ein schöner Roman zum Genießen für zwischendurch! 

Meine Wertung

RegenbogenRegenbogenRegenbogenRegenbogenRegenbogen

Monument 14: Die Flucht – Emmy Laybourne

monument14dieflucht

Heyne Verlag
Taschenbuch Ausgabe
ca. 304 Seiten
8,99 Euro
Mai 2014
Originaltitel: Sky on fire
ISBN: 978-3453534551
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Inhalt

(lt. amazon.de):

Wenn die Zivilisation zusammenbricht, bist du ganz auf dich allein gestellt
Nachdem ein Tsunami die Ostküste der USA getroffen und weite Teile des Landes verwüstet hat, stranden vierzehn Jugendliche in einem Einkaufszentrum. Der Strom fällt aus, die Zivilisation bricht zusammen, und aus einer nahen Chemiefabrik entweicht eine gefährliche Giftwolke. Dann dringt das Gerücht durch, dass die Überlebenden von Denver aus ausgeflogen werden. Die Jugendlichen bestimmen eine Gesandtschaft, die sich nach Denver durchschlagen soll. Der Rest von ihnen bleibt zurück, darunter der eher schüchterne Dean, der sich früher immer aus allem herausgehalten hat. Als sie von einem gewalttätigen Einbrecher bedroht werden, muss Dean über sich selbst hinauswachsen …

Gewähltes Zitat

Jean hatte eine Idee: Wir sollten Zigaretten mitnehmen. Dann könnten wir uns später in ein Auto setzen und Sahalia und ich könnten den Innenraum mit Rauch füllen, damit die anderen die Masken zum Trinken abnehmen können.
Das klingt nach einer Menge Arbeit für ein paar Schlucke Wasser, aber was sein muss, muss sein. Und über die gesundheitsschädigende Wirkung des Rauchens müssen wir uns wohl keine Gedanken mehr machen.

(S. 114) 

Meine Meinung

Monument heißt der Ort in den Rocky Mountains, in dem nach einigen schrecklichen Katastrophen jetzt nur noch Dean, Astrid, Chloe und die Zwillinge fest sitzen. Die Kleinen suchen immer noch Schutz und Trost bei den Älteren, die sich mittlerweile aber gut in ihre Rolle eingefügt haben. Die meisten Menschen sind gestorben und draußen kann man sich aufgrund eines Giftgases kaum aufhalten. Trotzdem haben sich Deans Bruder Alex mit Niko und den restlichen Kindern und Jugendlichen mit dem Bus auf gemacht um am Flughafen in Denver Hilfe zu bekommen, denn von dort aus sollen Evakuierungsmaßnahmen geleitet werden. Doch die Reise ist gefährlich und beschwerlich…   

Die Geschichte wird dieses Mal abwechselnd aus der Sicht von Dean und seinem Bruder Alex erzählt, so dass wir die Geschichte beider Gruppen mitverfolgen können. Während Dean aus der Ich-Perspektive berichtet, sind Alex Erzählungen an seinen Bruder gerichtet, die er in einem Tagebuch festhält. Beide Figuren kennen wir ja schon gut aus dem ersten Band und auch in diesem zweiten Teil sind mir diese beiden und auch die meisten anderen Figuren wieder sehr ans Herz gewachsen, obwohl ich zumindest Astrid des Öfteren doch gerne mal einen Vogel gezeigt hätte. In dieser Extremsituation in der sich alle Protagonisten jedoch befinden, passt das Verhalten schon. Mittlerweile sind auch alle Figuren recht facettenreich dargestellt und werden nicht nur grob umrissen und mit Merkmalen versehen, wie es teils noch im ersten Band der Fall war. Hier fand also auf jeden Fall eine Entwicklung statt, die mir sehr zugesagt hat.

Das Szenario an sich, also die Organisation der Gruppe, hat mir recht gut gefallen und fiel für mich auch sehr authentisch aus. Also, die Entwicklung der Gruppe und das Verhalten der Protagonisten. Das gefiel mir wirklich gut.
Das sonstige Szenario, also die Katastrophen die geschehen sind, gefielen mir soweit auch, vor allem fand ich gut, dass alles nicht so ausufernd beschrieben wurde, sondern wirklich nur kurz umrissen. Was ich dennoch ein wenig übertrieben fand, das war die Giftwolke und deren Auswirkungen auf die unterschiedlichen Blutgruppen. Das ist das einzige, was ich recht unglaubhaft fand und was aus meiner Sicht nicht unbedingt hätte sein müssen. Dieses Szenario hatte auch so genügend Potential um die Jugendlichen durchdrehen zu lassen, da hätte es diese Giftwolke nicht gebraucht. Anders hätte mir es besser gefallen, aber nun gut, dies hatte ich ja schon im ersten Band bemängelt und wusste bei diesem Teil also schon worauf ich mich einlasse.

Das Ende hat mir dann auch wieder sehr gefallen, obwohl ich mir noch nicht sicher bin, ob ich mir hier nicht doch einen ‘runden’ Schluss gewünscht hätte, statt einer Fortsetzung. Dem Realismus wegen hätte ich das wohl bevorzugt, allerdings bin ich trotzdem schon gespannt auf ein Wiedersehen mit den Figuren aus Monument, die mir jetzt über zwei Bände doch ans Herz gewachsen sind.  

Fazit

Insgesamt hat mir diese Geschichte also wieder gut gefallen und ich bin doch gespannt auf die Fortsetzung die glücklicherweise ja noch in diesem Jahr erscheinen wird, weil ich mich einfach auf ein Wiedersehen mit Dean, Alex und Co. freue!
Im Anhang des Buches befindet sich als Bonus übrigens noch die Kurzgeschichte “Monument 14 – Jakes Geheimnis”, was ich als Bonus wirklich nett finde. 

Meine Wertung

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Es duftet nach Sommer – Huntley Fitzpatrick

esduftetnachsommer

cbj Verlag
Gebundene Ausgabe
ca. 480 Seiten
16,99 Euro
April 2014
Originaltitel: What I thought was true
ISBN: 978-3570157503
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Inhalt

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Sommer, Sonne, Meer – und die erste große Liebe
Die 17-jährige Gwen kann es nicht fassen: Ausgerechnet der größte Fehler ihres Lebens, Cassidy Somers, lässt sich dazu herab, den Sommer über auf ihrer Heimatinsel als Gärtner zu jobben. Anders als Gwen, die befürchtet, sich wie ihre Eltern mit miesen Jobs durch Leben schlagen zu müssen, ist er einer der reichen Kids vom Festland. Doch Gwen träumt davon, dem allen zu entfliehen. Nur was würde das für ihr Leben bedeuten? Gwen verbringt einen berauschenden Sommer auf der Suche nach Antworten darauf, was ihr wirklich wichtig ist, an ihrem Zuhause, den Menschen, die sie liebt und schließlich an sich selbst. Und an Cassidy, der sie in einen verwirrenden Gefühlstaumel zwischen magnetischer Anziehungskraft und köstlicher Unsicherheit stürzt.

Gewähltes Zitat

Ich bin das totale Klischee.
Ich bin ein Mädchen im Einkaufszentrum.
Ich bin ein Mädchen im Einkaufszentrum, das Badeanzüge ausprobiert.
Ich bin ein Mädchen im Einkaufszentrum, das Badeanzüge ausprobiert, obwohl der vom letzten Jahr noch völlig in Ordnung ist und tadellos passt.
Und das Schlimmste kommt noch. Ich bin ein Mädchen im Einkaufszentrum, das Badeanzüge ausprobiert, obwohl der vom letzten Jahr noch völlig in Ordnung ist und tadellos passt und findet, dass jeder dieser Badeanzüge total scheiße an ihm aussieht.

(S. 238) 

Meine Meinung

Die junge Gwen lebt zusammen mit ihrer Mutter, ihrem Cousin, ihrem kleinen und verhaltensauffälligen Bruder Emory und ihrem Großvater zusammen unter einem Dach. Das Geld ist knapp, weswegen sowohl Gwen, als auch ihr Cousin Ferienjobs annehmen müssen. Da passt es Gwen gar nicht wirklich in den Kram, dass sie in ihrem Ferienjob dauernd auf den gutaussehenden Cass trifft, dem sie seit dem letzten Frühjahr sehr befangen gegenüber steht und ihn dennoch mehr als nur etwas anziehend findet…

Nach dem Debütroman „Mein Sommer nebenan“, der mir im letzten Jahr so sehr gefallen hat, musste ich natürlich auch das neue Werk der Autorin lesen. Und wann ist für einen Sommerroman die beste Zeit, wenn nicht im Sommer?

Schon die Optik ist sommerlich und das auch unter dem Schutzumschlag ist das Buch im erfrischenden hellgrün und pink gehalten. Außerdem fügt es sich wunderbar neben seinem Vorgänger ein.

Inhaltlich hat die Autorin auch hier wieder eine einfache und angemessen lockere und frische Sprache gewählt. Das Buch liest sich einfach locker und flüssig weg.
Ebenso hat die Autorin es absolut drauf ihre zumeist jugendlichen Protagonisten total authentisch darzustellen. Ich habe den Protagonisten ihr Handeln auf jeden Fall komplett abgekauft und konnte jegliche Rührungen nachvollziehen. Dies sorgte dafür, dass ich total ins Buch eintauchen konnte, was richtig Spaß machte.
Beim letzten Buch der Autorin hatte ich noch bemängelt, dass diese Authentizität bei den Erwachsenen Protagonisten leider nicht vorhanden war, bei diesem Roman allerdings schon! Auch jegliche Erwachsenen in diesem Buch waren total schön ausgearbeitet, auch die älteren Damen, von denen ich wirklich sehr gerne gelesen habe und deren Darstellung ich sehr schön nachvollziehbar und gelungen fand.

Generell konnte hier die Stimmung der Insel und der dortigen Verhältnisse super eingefangen werden. Das trifft sowohl auf das sommerliche Strandfeeling zu, als auch auf die Probleme und die eingeschränkten Möglichkeiten, die sich durch das Leben auf einer so kleinen Insel ergeben.

Die Geschichte ist einfach schön und zum Wohlfühlen. Ich konnte mich total darauf einlassen und mich von den Stimmungen der Protagonisten, allen voran natürlich Gwen, mitreißen lassen. Zwar haben mich die Rückblicke zum Teil ein wenig verwirrt, weil ich ab und an nicht sofort kapierte, wann es sich gerade um einen Rückblick handelte und wann man in der Gegenwart war, aber das hat der Geschichte überhaupt keinen Abbruch getan. Die Rückblicke waren im Gegenteil eigentlich toll und haben zusätzlich ein wenig Spannung reingebracht, obwohl die Geschichte ansonsten alles andere als ein Spannungsroman war.

Fazit

Wie ich schon sagte, ist dieser Roman ein toller Wohlfühlroman für Jugendliche und junge Erwachsene. Es geht unter anderem ums Erwachsen werden, darum, was man aus seinem Leben macht, was für Entscheidungen man trifft. Um Zukunftsängste, darum, was einem wirklich wichtig ist und um Vergänglichkeit. Insgesamt also um Themen, mit denen jeder im Laufe seines Lebens häufig konfrontiert wird.
Von mir gibt es für dieses tolle Buch die volle Sternzahl, denn solche absoluten Wohlfühl-Romane hätte ich gerne öfter!

Meine Wertung

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Sternschnuppenträume – Julie Leuze

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Egmont INK
Gebundene Ausgabe
ca. 352 Seiten
14,99 Euro
April 2014
ISBN: 978-3863960650
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Inhalt

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Als Svea den Kopf in den Nacken legt und in den sternenklaren Nachthimmel schaut, geschehen zwei Dinge, mit denen sie absolut nicht gerechnet hat. Erstens: Sie sieht eine Sternschnuppe, eine lange, strahlende, wunderschöne – eine, die Wünsche in Erfüllung gehen lässt. Zweitens: Im nächsten Moment taucht Nick neben ihr auf. Nick sieht gut aus, ist charmant und wird ihr ganz bestimmt schon morgen das Herz brechen. Doch heute Nacht will Svea nicht an morgen denken. Sie will mit Nick Sternschnuppen zählen, eng umschlungen hier am Strand, bis es nichts mehr gibt außer ihnen beiden. Und vor allem will Svea nicht daran denken, dass es für sie und Nick keine Zukunft geben kann. Morgen wird die Welt wieder so sein wie vorher. Eine Welt ohne Nick. Oder etwa nicht?
 

Gewähltes Zitat

Wir müssen für unsere Träume kämpfen, wir müssen uns auflehnen gegen diejenigen, die uns kleinhalten wollen. Das Leben ist, was wir daraus machen, in jedem einzelnen Augenblick. Wir haben es in der Hand, wir selbst, von dem Zeitpunkt an, da wir keine Kinder mehr sind.

(S. 51)

 

Meine Meinung

Svea und Nick gehen auf die selbe Schule, haben bisher aber nie viel miteinander zu tun gehabt. Sie hält ihn eh für einen Aufreißer. Bis zu dieser einen Nacht am Stand, in der sich beide gegenseitig zeigen, wie sie wirklich sind. Sowohl Svea als auch Nick haben nämlich große familiäre Probleme, die sie zu verheimlichen versuchen und vor allem Svea davon abhalten sich näher mit Nick einzulassen. Doch Nick will nicht aufgeben …

Nachdem mir „Der Geschmack von Sommerregen“ schon so gut gefallen hat, wollte ich auch „Sternschnuppenträume“ von Julie Leuze unbedingt lesen. Und das war eine gute Entscheidung, denn dieser zweite Roman hat mir noch besser gefallen als bereits der erste.

Julie Leuze schafft es auch hier wieder zwei Figuren zu entwickeln, die man nicht nur einfach gern haben muss, sondern in die man sich auch sehr gut hinein versetzen kann. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht zusammen mit Nick und Svea die Geheimnisse des jeweils anderen aufzudecken, was auch gut geklappt hat, denn auch der Leser weiß nicht von Anfang an Bescheid, sondern erfährt erst nach und nach womit sich die beiden jungen Menschen herumschlagen müssen und das ist ein ganz schön schwerer Brocken, der da auf ihnen lastet.

Es geht somit nicht nur um Liebe, sondern auch darum sich Träume zu erfüllen, sich zu verwirklichen und sein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Sich nicht alles gefallen zu lassen und kluge Entscheidungen für sich selbst zu treffen. Und auch darum, ab und an mal ein wenig egoistisch sein zu dürfen.

Ab und an fand ich die Handlung dann allerdings schon ein klein wenig träumerisch und weniger realistisch. Das hat im Großen und Ganzen nicht gestört, an manchen Stellen fand ich es dann allerdings doch ein wenig übertrieben. Darüber konnte ich aber im Verlauf der Geschichte hinweg sehen, weil es trotzdem funktioniert hat und einfach nur schön war.

Fazit

Insgesamt war „Sternschnuppenträume“ für mich ein sehr schönes Jugendbuch über das Erwachsen werden und Verantwortung zu übernehmen für sein Leben. Von mir gibt es hierfür vier sehr gute Sterne!   

Meine Wertung:

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The Gifted 1: Vergiss mein nicht–Jennifer Lynn Barnes

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cbt Verlag
Taschenbuch Ausgabe
ca. 320 Seiten
7,99 Euro
Mai 2014
Originaltitel: The Naturals
ISBN: 978-3570309131
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Inhalt

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Die 17-jährige Cassie hat eine ganz besondere Gabe: Sie kann die Persönlichkeit wildfremder Menschen »lesen«. Als das FBI sie deshalb als Profi – lerin rekrutiert, willigt sie sofort ein – bietet sich damit doch die Chance, den Cold Case ihrer Mutter wieder aufzunehmen. Doch kaum hat das Training mit vier weiteren ebenso begabten Jugendlichen begonnen, gerät Cassie ins Fadenkreuz eines Serienkillers – mit dem gleichen Mordmuster wie beim blutigen Verschwinden ihrer Mutter! Jetzt beginnt ein tödliches Katz-und-Maus-Spiel, bei dem das junge Team an die Grenzen seiner Fähigkeiten gehen muss, um zu überleben. Doch dann nimmt der Fall eine überraschende Wendung … 

Gewähltes Zitat

Agent Locke legte mir eine Hand auf die Schulter. »Wenn du einem UNSUB nahekommen willst, aber nicht in seinen Schuhen stecken willst, kannst du noch ein anderen Wort verwenden.«
Ich wandte Dean den Rücken zu und konzentrierte mich ganz auf Agent Locke.
»Und welches Wort ist das?«, fragte ich.
Locke sah mich an.  »Du.«

(S. 96) 

Meine Meinung

Als Cassie eines Tages das Angebot vom FBI erhält, an einem Programm für Jugendliche mit besonderer Begabung teilzunehmen, zögert sie kaum dieses Angebot anzunehmen. Zum einen hält sie bei ihren Großeltern eh nichts, zum anderen erhofft sie sich, so vielleicht ein wenig über den Tod ihrer Mutter vor einigen Jahren herausfinden zu können, der damals nie aufgeklärt wurde …

“The Gifted” klang so ein klein bisschen nach „X-Men”, auch wenn hier keine so unglaublichen Fähigkeiten vorkommen wie bei diesen Mutanten. Trotzdem sind die Talente, die die Jugendlichen, unter anderem auch Protagonistin Cassie hier besitzt, alles andere als normal. Genau dieses Szenario hat mich angesprochen und so wollte ich “The Gifted” auch gerne lesen.

Das Buch fing schon klasse an. Ohne direkt mitten in die Handlung geworfen zu werden, aber auch ohne zu viel langweilige Erklärungen drum rum. Der Einstieg in die Welt dieser Talentierten ist wirklich gelungen und hat mir viel Spaß gemacht. Schon nach wenigen Seiten war ich fest in der Geschichte gefangen.

Cassie war mir das gesamte Buch über sehr sympathisch. Ich mochte ihre vorlaute Art. Auch die anderen Figuren, allen voran die vier Jugendlichen waren mir überwiegend sympathisch, auch wenn ich Lia ab und an gerne mal geohrfeigt hätte. So unterschiedlich wie die Kids mit ihren jeweiligen Eigenheiten und Talenten dargestellt wurden, fiel es mir jedenfalls leicht, sie mir vorzustellen und alleine das hat schon viel Spaß gemacht!

Die Geschichte selbst nahm recht langsam Fahrt auf, aber das machte gar nichts, weil es mindestens genauso viel Spaß gemacht hat die unterschiedlichen Figuren kennen zu lernen, wie es schließlich spannend war den aktuellen Fall zu verfolgen.

Von Realismus ist diese Story natürlich weit entfernt, aber das fand ich überhaupt nicht schlimm. Im Gegenteil, genau eine solche Story hatte ich erwartet und auch bekommen. In sich war die Geschichte auf jeden Fall stimmig und das war mir wirklich wichtig.  

Fazit

Insgesamt konnte mich der erste Teil von “The Gifted” auf jeden Fall begeistern! Er stellt einen idealen Einstieg in die Welt der Talentierten dar und ich bin jetzt schon sehr gespannt auf den nächsten Band, von dem ich mir ebenso wieder ein entspannendes Leseerlebnis und gleichzeitig spannende Lesestunden erwarte! Von mir gibt es hier vier sehr gute Punkte!   

Meine Wertung

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Blind Walk – Patricia Schröder

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Coppenrath Verlag
Gebundene Ausgabe
ca. 448 Seiten
17,95 Euro
Juni 2014
ISBN: 978-3649617495
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Inhalt

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Als die 17-jährige Lida Donelley zusammen mit ihrem Freund Jesper an einem sogenannten „Blind Walk“, einem Event aus dem Internet, teilnimmt, rechnet sie mit nicht mehr als ein bisschen Nervenkitzel. Zusammen mit fünf anderen Jugendlichen werden Lida und Jesper mit verbundenen Augen in der Wildnis ausgesetzt, ausgestattet mit einem Kompass und ein paar wenigen Gegenständen. Doch von Anfang an ist die Stimmung in der Gruppe hochexplosiv. Die Situation droht zu eskalieren, als die Jugendlichen nach kurzer Zeit die Leiche einer der Männer finden, die sie in den Wald gebracht haben. Lida beschleicht das unheimliche Gefühl, dass sie beobachtet werden. Schon bald wird dieser erste Verdacht zur bösen Gewissheit: Irgendjemand da draußen macht Jagd auf sie. Und der Jäger scheint es dabei vor allem auf sie, Lida, abgesehen zu haben.

Gewähltes Zitat

»Mir nicht«, erwiderte ich. »Ich bereue nicht eine Sekunde meines Lebens. Auch wenn garantiert etliche dabei gewesen sind, die ich nicht optimal genutzt habe. Ich. Bereue. Nichts.«

(S. 349)

 

Meine Meinung

Als Lida ihren Freund Jesper überredet sie mit zu diesem Event zu nehmen, hätte sie vermutet, dass in ihrer Beziehung irgendetwas nicht stimmen könnte. Vor allem hätte sie aber nie damit gerechnet, dass der Blind Walk sich so entwickeln würde! Statt einem tollen Abenteuer scheint es schließlich eher um Leben und Tod zu gehen. Aber wieso? Was läuft hier ab?

Erwartet hatte ich ein spannendes Abenteuer mit einem Haufen zusammengewürfelter Jugendlicher, die allesamt unterschiedliche Persönlichkeiten haben. Genau das habe ich auch bekommen – und noch mehr!
„Blind Walk“ war anders, als ich es mir anhand der Kurzbeschreibung vorgestellt hatte. Anders, aber nicht schlechter! Im Gegenteil, dieses unerwartete hat der Geschichte den besonderen Reiz verliehen, sie zu etwas wirklich besonderem gemacht.

Die Figuren könnten unterschiedlicher kaum sein. Wir lernen vor allem Lida kennen, aus deren Sicht der Roman zum größten Teil erzählt wird. Außerdem wird das Buch noch in kursiver Schrift aus der Sicht anderer erzählt. Die Perspektiven wechseln also häufig, erzählen dann aber auch zwei unterschiedliche Handlungsstränge, die ich zunächst lange Zeit überhaupt nicht miteinander verbinden konnte. Erst nach und nach schloss sich der Kreis zu einem ganzen.

Alle übrigen Figuren lernen wir nur oberflächlich kennen, das reicht allerdings vollkommen aus um deren Persönlichkeiten einschätzen zu können. Die Figurenzeichnung ist Patricia Schröder hier wirklich gut gelungen, wie ich finde.

Wie bereits erwähnt wir der Plot aus unterschiedlichen Sichtweisen erzählt. Das bringt noch einmal so richtig Spannung rein, denn lange Zeit konnte ich die Handlungen gar nicht miteinander verbinden. Das sorgte dafür, dass ich irgendwann einfach nur noch weiter lesen musste um endlich zu erfahren, was es mit dieser vermeintlichen Nebenhandlung auf sich hat.
Die Zusammenhänge konnten mich dann tatsächlich ziemlich überraschen und auch begeistern, als ich schließlich so in etwa begriffen hatte, worauf das alles hinaus laufen würde, weil ich mir dieses Ausmaß gar nicht vorstellen konnte.
Ohne zu viel zu verraten, aber die Thematik ist wirklich sehr interessant! Weiter ins Detail kann ich leider nicht gehen ohne richtig fett zu spoilern.

Fazit

Insgesamt konnte mich Blind Walk mit seiner Idee sehr begeistern! Patricia Schröder hatte hier eine tolle Idee und konnte diese auch noch richtig gut umsetzen.
Der Schreibstil ist fesselnd und flüssig, man fliegt nur so durch sie Seiten und kann vor lauter Spannung gar nicht mehr aufhören zu lesen. Von mir bekommt Blind Walk dafür die volle Punktzahl!  

Meine Wertung

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Specials

Silber – Das zweite Buch der Träume – Kerstin Gier

silberdaszweitebuchdertraeume

FJB Verlag
Gebundene Ausgabe
ca. 416 Seiten
19,99 Euro
Juni 2014
ISBN: 978-3841421678
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Inhalt

(lt. amazon.de):

›Das zweite Buch der Träume‹ ist die fulminante, spannende Fortsetzung der SILBER-Trilogie.
Liv ist erschüttert: Secrecy kennt ihre intimsten Geheimnisse. Woher nur? Und was verbirgt Henry vor ihr? Welche düstere Gestalt treibt nachts in den endlosen Korridoren der Traumwelt ihr Unwesen? Und warum fängt ihre Schwester Mia plötzlich mit dem Schlafwandeln an?
Albträume, mysteriöse Begegnungen und wilde Verfolgungsjagden tragen nicht gerade zu einem erholsamen Schlaf bei, dabei muss Liv sich doch auch schon tagsüber mit der geballten Problematik einer frischgebackenen Patchwork-Familie samt intriganter Großmutter herumschlagen. Und der Tatsache, dass es einige Menschen gibt, die noch eine Rechnung mit ihr offen haben – sowohl tagsüber als auch nachts …

 

Gewähltes Zitat

Warum ich dann nichts Schönes träumte, sondern von einem Mann mit einem Schlapphut und einem riesigen gezückten Messer, der mich durch die menschenleeren Straßen von Hampstead jagte, wusste ich auch nicht. Irgendetwas schien mit meinen Füßen nicht zu stimmen, ich konnte sie kaum vom Boden anheben, so schwer waren sie. Und der Mann mit dem Messer kam immer näher. Ich wollte um Hilfe rufen, bekam aber keinen Ton heraus. Stattdessen stolperte ich mit meinen Bleifüßen auf das nächstbeste Haus zu, in dem man mir vielleicht helfen konnte. Als ich die mintfarbene Haustür sah, wusste ich, dass ich nur träumte. Natürlich. Hinter der Tür wartete hoffentlich Henry auf mich.

(S. 111)

 

Meine Meinung

Während Anabel nach den letzten Ereignissen in einer Psychiatrie unter gebracht ist, geht für den Rest der Clique das normale Leben weiter. Nur noch Liv und Henry treffen sich in den Traumkorridoren und versuchen ihre Beziehung zu vertiefen. In Livs Familie gibt es dagegen den üblichen Stress, denn Schwiegermutterbesuch steht an und diese kann die neue Frau ihres Sohnes samt Töchtern überhaupt nicht leiden…

Optisch schaut “Silber – Das zweite Band der Träume” noch einmal viel toller aus, als schon der erste Band. Wenn das überhaupt noch geht, denn der zweite Band war ja schon total schick und ein echter Hingucker. Mit dem tollen türkisen Cover und eine mindestens ebenso schöne Illustration hat man sich hier aber noch einmal selbst übertroffen. Auch ohne den Schutzumschlag schaut das Buch übrigens toll aus, dann ist es nämlich schwarz mit einem Jagur auf dem Cover gedruckt.

Der Einstieg in Kerstin Giers zweiten Teil der Trilogie um Liv Silber fiel mir recht leicht, obwohl es groß keinen Rückblick auf die vergangenen Ereignisse gibt, sondern nur das gesamte Buch über wage Andeutungen.
Dennoch konnte ich ganz schnell wieder in die Geschichte eintauchen und mich darauf einlassen. 

Im Vergleich mit dem ersten Buch der Träume ging es dieses Mal allerdings eher gemächlich zu. Über weite Teile habe ich mich schon gefragt, worum es jetzt eigentlich geht, ob da noch etwas großes kommt oder ob das alles jetzt nur nettes Geplänkel drum herum vor dem großen Finale sei. Nicht, dass mich das wirklich gestört hätte. Das hat es nämlich überhaupt nicht. Kerstin Gier hat eine wirklich so unnachahmliche Art zu schreiben, es macht einfach Spaß zu lesen, man fühlt sich bestens unterhalten und fühlt sich dabei auch noch wohl.
So war es auch nicht schlimm, dass erst im zweiten Buchteil irgendwie etwas wirkliches passierte, was erahnen lässt, wie die Handlung im dritten Teil weiter gehen könnte.

Traumsequenzen gab es natürlich auch dieses Mal wieder, aber weil zu Beginn einfach nichts großes passiert ist, kamen sie erst zum Schluss wieder so richtig zu Geltung, als in ihnen auch viele Dinge passierten, die in der Realität wahrscheinlich eher nicht geschehen wären.

Die Geschichte ging also in der zweiten Buchhälfte irgendwie erst richtig los, die erste Hälfte war mehr Rumgeplänkel. Trotzdem mag ich vor allem auch diese erste Hälfte, eben weil es soooo schön ruhig und entspannend war und man Kerstin Giers entworfene Figuren einfach nur genießen konnte. Für ihre Figuren hat die Autorin ja wirklich ein Händchen, ich liebe einfach ihre aus dem Leben gegriffen Einfälle. Vor allem diejenigen, die die Handlung gar nicht mal so weit bringen, einen dafür aber umso mehr ans Buch binden. Beispiel gefällig? Die Geschichte selbst wäre auch super ohne Mr. Snuggles oder dem Bocker ausgekommen. Aber ehrlich: wäre es dann immer noch so besonders und witzig gewesen? Solche Einfälle liebe ich einfach, diese sind typisch für die Autorin.

Von den Figuren müssen wir also eigentlich gar nicht mehr sprechen. Gerade durch solche Einfälle wie oben beschrieben bekommt nahezu jede von Kerstin Gier entworfene Figur seinen eigenen, unverkennbaren Stempel aufgedrückt. Ich habe teils sehr das Gefühl, als würde ich die Figuren schon ewig kennen und deswegen fühle ich mich in den Büchern auch so wohl!

Fazit

Insgesamt konnte mich auch das zweite Buch der Träume wieder total mitreißen und überzeugen. Ich liebe einfach diesen Stil, diese Einfälle! Bei Kerstin Giers Büchern kann ich mich einfach fallen lassen und genießen und das ist einfach schön, das schaffen nicht viele Autoren. Was soll es dafür anderes geben als die volle Punktzahl?   

Meine Wertung:

RegenbogenRegenbogenRegenbogenRegenbogenRegenbogen

Specials:

Silber–Das zweite Buch der Träume von Kerstin Gier

Reihe:

Juni 2013: Silber – Das erste Buch der Träume
Juni 2014: Silber – Das zweite Buch der Träume
Juni 2015: Silber – Das dritte Buch der Träume