[Rezension] Selection Storys: Liebe oder Pflicht – Kiera Cass

selectionstorysliebeoderpflicht

Fischer Kinder- und Jugendbuch Verlag
Taschenbuch Ausgabe
ca. 272 Seiten
7,99 Euro
September 2014
Originaltitel: The Selection Stories – The Prince and the Guard
ISBN: 978-3733500436
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Inhalt

(lt. amazon.de):

Für alle ›Selection‹-Fans, die sehnsüchtig auf Band 3 der Bestseller-Serie warten
Bevor America zum Casting antrat, um die Hand des Prinzen von Illéa zu erobern, gehörte ihr Herz einem anderen. Dass dieser andere nun ihr Leibwächter am Königshof ist, macht America die Entscheidung für einen der beiden nicht eben leichter.
Doch wie erleben Prinz Maxon und Americas Jugendliebe Aspen eigentlich das Casting? Gab es in Maxons Leben noch andere Mädchen? Und was spricht der Prinz mit den anderen Bewerberinnen, wenn er gerade kein Date mit America hat? Was ist Aspens schlimmster Alptraum? Vor allem aber: Welche Fäden zieht Maxons Vater, der König, hinter den Kulissen?
Spannende Hintergrund-Informationen für alle, die wissen wollen, wie es in Prinz Maxon und Aspen wirklich aussieht …

Gewähltes Zitat

Ich wollte bei den Mädchen einen guten ersten Eindruck machen – und bei einer von ihnen einen guten zweiten –, und irgendwie schien ich davon überzeugt, dass dies allein von der Wahl der richtigen Krawatte abhing. Ich seufzte. Diese Mädchen waren bereits dabei, mich in einen albernen Schwachkopf zu verwandeln.

(S. 74)

Meine Meinung

In diesem Buch finden sich zwei kurze Geschichten, die Selection Storys, die einige Ereignisse der ersten beiden Selection-Bände aus der Sicht von Prinz Maxon und Aspen wieder geben. Außerdem noch ein schönes Interview mit Kiera Cass über ihre Arbeit an der Selection-Reihe und außerdem noch eine Übersicht aller erwählten Mädchen und die ausführlichen Stammbäume von America, Aspen und Maxon.

In “Der Prinz” geht es um die Anfänge des ersten Bandes. Wir bekommen die Geschehnisse noch einmal aus der Sicht von Maxon erzählt. Ich fand es sehr amüsant die erste Begegnung zwischen America und ihm einmal aus dieser Sicht zu erfahren, das hat wirklich Spaß gemacht. Einiges wird so klarer, was man im ersten Band, der ja aus Americas Sicht erzählt wurde, nur erahnen konnte. Es wird allerdings nicht der komplette erste Band nacherzählt, sondern nur ein Teil davon.

Ebenso erzählt “Der Leibwächter” auch nicht den gesamten zweiten Band nach, sondern lediglich Auszüge davon. Hier aus der Sicht von Aspen. Im zweiten Selection Teil ist mir Aspen immer unsympathischer geworden. Diese Kurzgeschichte konnte diesen Eindruck jetzt wieder ein bisschen relativieren, denn aus Aspens Sicht hören sich einige der Erlebnisse doch viel nachvollziehbarer an.

Die erste Novelle aus Prinz Maxons Sicht hat mir persönlich viel besser gefallen als die zweite, was wahrscheinlich aber auch daran liegt, dass ich mein Herz schon an den Prinzen verschenkt habe und mich durch seine Sicht jetzt noch viel bestärkter in der Annahme fühle, dass er ein toller Kerl ist. Das ist natürlich lediglich meine subjektive Meinung.

Der Schreibstil beider Geschichten ist wieder gewohnt lässig und locker und lässt sich absolut flüssig und schnell weg lesen. Insgesamt hat die Lektüre hier viel Spaß gemacht.
Besonders schön finde ich hier wirklich auch das Zusatzmaterial. Die Stammbäume finde ich gerade wegen der ausführlichen Beschreibung dazu klasse, aus dieser erfährt man noch ein klein wenig über die Geschichte Illeás.

Ich würde übrigens empfehlen, dieses Buch erst zu lesen, nachdem man den zweiten Band der Selection-Reihe bereits gelesen hat. Ansonsten nimmt man sich selbst einiges vorweg und wird diverse Handlungen auch gar nicht richtig einordnen können, weil es sich hierbei halt wirklich nicht um vollständige Geschichten, sondern lediglich um Zusätze handelt.

Fazit

Insgesamt gefallen mir die Selection Stories aber ganz gut. Da die ursprüngliche Reihe im Hardcover-Format erschienen ist und dieser Band nur ein Taschenbuch, ergänzt sich die Reihe damit zwar nicht optisch ideal, aber inhaltlich absolut. Alle Fans der Selection-Reihe kommen hier auf jeden Fall auf ihre Kosten, egal ob Team Maxon oder Team Aspen. Wer zumindest die ersten beiden Bände bereits kennt, der kann hier bedenkenlos zuschlagen.

Meine Wertung

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Reihe

Februar 2013: Selection
Februar 2014: Selection 2: Die Elite
September 2014: Selection Storys – Liebe oder Pflicht
Februar 2015: Selection 3: Der Erwählte

Endgame – 12 Spieler, 12 Blogger – 1 Buch, 1 Blogtour

Ihr Lieben!

Schon lange habe ich mich nicht mehr so auf ein Buch gefreut, wie auf “Endgame” von James Frey. Als es vor drei Wochen erschien, musste ich es auch sofort verschlingen und bin total happy, dass ich mich mit meinem Blog zu den 12 auserwählten Endgame-Bloggern zählen darf.

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Ab übermorgen ist es endlich soweit und die Blogtour zu “Endgame” beginnt. vom 30. Oktober bis zum 12. November 2014 werdet ihr mehr über Endgame und die Endgame-Spieler erfahren.

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Ich spiele hierbei die Rolle des Kala Mozami aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Und das Spiel hat bereits begonnen!

Mehr über meinen Spieler werdet ihr in Kürze innerhalb der Blogtour erfahren.

Hier findet ihr die weiteren Spieler und den dazugehörigen Blog:

01 Marcus Loxias Megalos - aus Istanbul, TürkeiHaus: The Minoan

Blog: www.glitzerfees.blogspot.de

02 Jago Tlaloc - aus Puno, PeruHaus: The Olmec

Blog:  www.ka-sas-buchfinder.blogspot.de

03 Sarah Alopay - aus Omaha, USAHaus: The Cahokian

Blog:  www.hisandherbooks.de

04 Aisling Koop – aus New York, USAHaus: The Celt

Blog: www.bookwives.de

05 Alice Ulapala – aus Coffin Bay, AustralienHaus: The Kooro

Blog: http://sarahsbuecherwelt.blogspot.de/

06 An Liu – aus Xi’an, ChinaHaus: The Shang

Blog:  www.friedelchen.blogspot.de

07 Hilal Ibn Isa Al-Salt - aus Addis Abeba, ÄthiopienHaus: The Aksumite

Blog: http://www.ricas-fantastische-buecherwelt.blogspot.de/

09 Maccabee Adlai - aus Zürich, SchweizHaus: The Nabataean

Blog: www.lost-pages-time.blogspot.de

10 Chiyoko Takeda - aus Naha, JapanHaus: The Mu

Blog: www.kind-der-sterne.blogspot.de

11 Baitsakhan Donghu - aus Ulan Bator, MongoleiHaus: The Dongue

Blog: www.philipswelt.blogspot.de

12 Shari Chopra - aus Jodphur, IndienHaus: The Harrapan

Blog: www.booksandsenses.blogspot.de

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Während der Blogtour wird es natürlich auch wieder ganz, ganz tolle Buchgewinne geben! Da solltet ihr unbedingt dran bleiben, vor allem, wenn ihr das Buch, das Hörbuch oder auch das Lexikon zum Buch noch nicht habt.

Den Anfang macht am Donnerstag Vanessa, also schaut auf jeden Fall rein!

Bis dahin alles Gute, denn

ENDGAME HAT BEREITS BEGONNEN!

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In deinem Licht und Schatten – Louisa Reid

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FJB Verlag
Gebundene Ausgabe
ca. 320 Seiten
16,99 Euro
September 2014
Originaltitel: Black Heart Blue
ISBN: 978-3841421524
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Inhalt

(lt. amazon.de):

EIN ROMAN WIE EIN SCHLAG INS GESICHT!
Und der Beweis dafür, dass du die Hoffnung niemals aufgeben darfst
Rebecca und ihre Zwillingsschwester könnten unterschiedlicher nicht sein: Die eine schön wie im Märchen, die andere hässlich wie die Nacht. Nur eines haben sie gemeinsam: das Elternhaus, in dem Kälte und Gewalt regieren. Seit sie denken können. retten die Schwestern sich gegenseitig vor den Ausbrüchen des Vaters. Bis eine den Ausbruch wagt und die andere zurücklässt.
Denn wenn dein Leben die Hölle auf Erden ist, was hast du dann noch zu verlieren?
Alles.

Gewähltes Zitat

Unsere Großmutter hatte die ersten beiden Harry Potter-Bücher in dem Antiquariat um die Ecke entdeckt, und ich hatte sie verschlungen, hatte nächtelang bei ihr unter der Bettdecke gelesen, weil ich die Büher nicht mit nach Hause nehmen durfte und ich es nicht ertragen konnte, sie zurückzulassen, ohne zu wissen, wie die Geschichte ausging. Wenn der Vater nur die Hälfte von dem wüsste, was unsere Großmutter uns erlaubt hatte, würde er sie wieder ausgraben und noch einmal töten. Ich weiß, dass er sie umgebracht hat, selbst wenn niemand mir glaubt. Er hasst sie, und sie musste dafür büßen.

(S. 64) 

Meine Meinung

Die Zwillinge Rebecca und Hephzibah könnten unterschiedlicher nicht sein. Während Rebecca an dem Treacher-Collins-Syndrom leidet und dadurch sehr hässlich ist, ist Hephzi wunderschön. Beide leiden allerdings gleich unter ihren Eltern, die ihre Kinder unterdrücken, wo sie nur können …

“In deinem Licht und Schatten” ist ein Buch mit einer durchgängig sehr bedrückenden Atmosphäre. Es geht um das sehr heikle Thema der Misshandlung und des Missbrauchs. Kurz nach dem Lesen habe ich eine Stimme dazu gehört, die diese Geschichte als realitätsfremd und überzogen darstellte. Das hat mich ein wenig nachdenklich gemacht. Es ist richtig, dass für mich als normal denkender Mensch, der in geordneten und behütenden Verhältnissen groß geworden ist, die Ereignisse in diesem Buch wirklich äußert fremd erscheinen. Aber gerade in der heutigen Zeit hört man doch immer häufiger von solchen Geschichten, wie jahrelangen Missbrauch, jahrelangen Misshandlungen, die so offensichtlich sein mussten und denen doch niemand ein Ende gesetzt hat.

Genau um ein solches Thema geht es auch in diesem Buch. Die beiden Schwestern wurden schon von klein auf von ihren Eltern, speziell von ihrem Vater misshandelt. Sowohl körperlich als auch seelisch sind die Kinder gequält worden. Von einem Vater, der nach außen hin den perfekten Familienvater spielte. Als Pfarrer und Vorstand der religiösen Gemeinde ein leichtes. Nur hinter verschlossenen Türen war klar, wer er wirklich war, zu welchen Grausamkeiten er imstande war.

Das Buch wird im ersten Teil aus der Sicht beider Mädchen erzählt. Von Anfang an ist dem Leser klar und bekannt, dass Hephzi bereits gestorben ist. Ihre Geschichte wird unter “Davor” erzählt, Rebecca erzählt ihre Sicht unter “Danach”. So können wir als Leser die erschreckende oder vielmehr erschütternde Geschichte zweier zerstörter Kinder verfolgen. Und ja, hier kann man tatsächlich nur die Hände über den Kopf zusammen schlagen und sich fragen, warum niemand eingegriffen hat, obwohl es doch tatsächlich so viele Anzeichen dafür gab, dass etwas in dieser Familie nicht stimmt.

Im zweiten Teil, der schließlich nur noch von Rebecca erzählt wird, geht es darum, wie es dazu kommen konnte, dass diese Dinge jahrelang einfach so passieren konnte. Es geht um eine Art Abrechnung und um die Suche nach befriedigenden Erklärungen. Genau hier wird auch deutlich, dass diese Geschichte irgendwie doch nicht wirklich überzogen ist, denn auch, wenn man sich nicht vorstellen kann, wie solche Dinge heute noch geschehen können, wird doch die Ohnmacht, vor der man steht, wenn man mit derlei Dingen konfrontiert wird, verdeutlicht.

Ich persönlich fand diese Geschichte leider alles andere als realitätsfremd. Sie schilderte recht deutlich und zum größten Teil auch sehr nachvollziehbar, wie solche Dinge ablaufen können.

Fazit

Louisa Reid hat hier eine sehr eindrucksvolle, aber auch erschütternde Geschichte geschrieben, die zwar zu keinem Zeitpunkt besonders spannend, dafür aber umso intensiver war. Ich war sehr gefesselt von der Dringlichkeit der Beschreibungen, auch wenn es hier zu keinem Zeitpunkt reißerische Darstellungen gab. Dieses Buch berührte mit tiefen, eindringlichen und ruhigen Tönen.     

Meine Wertung

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[Rezension] Engelsfors-Trilogie 3: Schlüssel – Sara Elfgren, Mats Strandberg

Engelsfors-Trilogie 3: Schlüssel

Dressler Verlag
Gebundene Ausgabe
ca. 923 Seiten
22,99 Euro
Oktober 2014
Originaltitel: Nyckeln
ISBN: 978-3791528564
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Inhalt

(lt. amazon.de):

Der schreckliche Abend, an dem die Auserwählten in der Schule von Engelsfors gegen die Dämonen kämpfen mussten, liegt erst einen Monat zurück. Nun ist auch Ida tot û und Minoo, Anna-Karin, Vanessa und Linnéa müssen irgendwie damit klarkommen. Die vier haben keine Zeit durchzuatmen, denn schon kündigt sich der nächste große Kampf an. Düstere Geheimnisse offenbaren sich. Die Zeit rast, und nur eines ist sicher: Alles wird sich ändern. Der grandiose Abschluss der Engelsfors-Trilogie nach “Zirkel” und “Feuer”. Mehr Infos unter: www.engelsfors-trilogie.de www.facebook.com/ZirkelFeuerSchluessel

Gewähltes Zitat

Anna-Karins Körper bebt vor Schluchzen. Minoo, Vanessa und Linnéa schauen sich an. Minoo geht neben Anna-Karin in die Hocke.
»Was ist los?«, fragt sie noch einmal.
Anna-Karin lässt die Hände sinken. Ihr Gesicht ist verweint, Tränen laufen ihre Wangen hinunter.
»Ich … bin … so … froh«, schluchzt sie.
»Wirklich?«, fragt Vanessa.
Anna-Karin schaut hoch.
»Ja. Weil endlich etwas Gutes passiert«, schnieft sie. »Das hier ist … das erste Gute … seit Ewigkeiten.«

(S. 170) 

Meine Meinung

Immer noch steht der Weltuntergang kurz bevor und von den sieben Auserwählten sind jetzt nur noch vier vorhanden. Elias, Rebecka und Ida sind tot. Damit ist der Zirkel nicht mehr vollständig. Können die übrig gebliebenen Linnéa, Vanessa, Anna-Karin und Minoo das Tor überhaupt noch alleine schließen? Und wenn ja, wie sollen sie das bewerkstelligen? Ihre Situation schaut noch auswegloser aus als vorher schon. Und dann ist da auch noch der Rat, dem die Auserwählten immer noch ein Dorn im Auge sind. Dieser will nun seinen eigenen Zirkel gründen um das Tor selbst zu verschließen und rekrutiert dazu Minoo. Ist der Zirkel der Auserwählten nun endgültig zerstört?

Auf den letzten Teil der Engelsfors-Trilogie habe ich lange gewartet. Ursprünglich sollte dieser bereits im Mai 2014 erscheinen, hat sich dann aber um fast ein halbes Jahr nach hinten verschoben. Als ich ihn endlich in den Händen hielt, konnte ich mir auch gleich vorstellen, woran das wohl gelegen haben konnte, denn “Schlüssel” ist fast 200 Seiten länger, als die ursprünglich angekündigten und auch schon eindrucksvollen 700 Seiten. “Schlüssel” umfasst sagenhafte 923 Seiten! Ein Wahnsinn! Handlich ist das Buch dadurch natürlich nicht, inhaltlich konnte es mich aber total überzeugen.

Das Buch setzt wenige Woche nach den Geschehnissen in Band 2 wieder ein. Die Stimmung ist ziemlich niederschmetternd. Der Verlust von Ida trifft die Auserwählten ziemlich hart und jede für sich hat sehr zu kämpfen um alles was passiert ist entsprechend verarbeiten zu können. Ihnen fehlt der Halt von Außen, weil sie keine Vertrauten mehr haben und der Zusammenhalt untereinander ist ebenfalls erschüttert.

Wie bereits im letzten Band, fand ich es auch dieses Mal sehr außergewöhnlich, wie realistisch und authentisch das Autoren-Duo Elfgren und Strandberg ihre Figuren beschreibt. Und damit sind nicht nur die Auserwählten gemeint, sondern jegliche Figur bekommt eine ganz eigene Note, man kann sich nahezu jede Figur wirklich vorstellen und versucht sie einzuschätzen, als wenn sie tatsächlich existieren würden. Das finde ich sehr außergewöhnlich und habe ich in dieser Form erst bei sehr wenigen Büchern überhaupt gefühlt.

Generell ist die Stimmung in dieser Trilogie irgendwie besonders und anders. Es geht um Hexen, Magie, Dämonen … und trotzdem habe ich nicht ausschließlich das Gefühl, dass es sich hierbei um einen Fantasy-Roman handelt. Die Stimmung ist durchweg düster und unglaublicherweise auch realistisch. Eine sehr ungewöhnliche Stimmung also für dieses Genre, die hier transportiert wird. Mit locker-leichter Fantasy hat das nicht viel zu tun.

Die Geschichte selbst ist unheimlich gut durchdacht und vielschichtig. Am Ende bleiben kaum Fragen offen, zumindest, wenn man die Zukunft außer Acht lässt. Aber alle Fragen, die sich mir im Verlauf der Geschichte stellten, alle Ungereimtheiten, die ich als solche empfand und die ich während des Lesens nicht so recht einordnen konnte, wurden am Ende beantwortet. Und das waren tatsächlich einige. Gerade in Band drei habe ich mich mehrmals gefragt, warum das denn nun so kommen musste oder was für einen Sinn diese Entscheidung nun ergeben würde. Und das waren so einige Dinge, die ich hier jetzt allerdings nicht benennen möchte, um nicht zu spoilern.

Trotz der über 900 Seiten, habe ich mich in keiner Sekunde gelangweilt und habe auch keine Längen empfunden. Ich war zwar das gesamte Buch über total heiß darauf endlich zu erfahren, wie alles enden würde, aber es war immer spannend genug und es passierte immer so viel, dass ich mich einfach nicht langweilen konnte. Und deswegen war ich auch nicht enttäuscht, dass das eigentliche Finale, relativ kurz abgehandelt wurde im Vergleich zum ganzen Rest. Gerade die ganzen Geschehnisse im privaten Umfeld der Mädchen haben die Geschichte so besonders gemacht. Durch die ausführlichen Schilderungen habe ich jetzt nach Beendigung des Buches wirklich das Gefühl, als wäre ich selbst dabei gewesen, selbst ein Teil der Geschichte und so fällt es mir auch ein wenig schwer, mich damit abzufinden, dass nun Schluss sein soll. Die Geschichte selbst ist beendet, trotzdem gibt es meiner Ansicht nach immer noch Potential für eine Fortsetzung.

Fazit

Die Engelsfors-Trilogie konnte mich also im gesamten total überzeugen. “Schlüssel” war nun der Höhepunkt einer absoluten Ausnahmegeschichte, die ich in dieser Art noch nie gelesen konnte. Eine Fantasy-Geschichte, die sehr realistisch wirkte, mit Figuren, die man einfach zu kennen glaubte. Und mit einer enormen Länge, die einem aber eigentlich immer noch nicht lang genug war. Von mir gibt es einfach nur die Möglichkeit die volle Punktzahl zu vergeben.

Meine Wertung

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[Rezension] Teardrop – Lauren Kate

teardrop

cbt Verlag
Gebundene Ausgabe
ca. 528 Seiten
17,99 Euro
August 2014
Originaltitel: Teardrop
ISBN: 978-3570162774
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Inhalt

(lt. amazon.de):

Der großartige Auftakt zu Lauren Kates neuer Serie.
»Vergieße nie eine einzige Träne!« Dieses Versprechen musste Eureka ihrer Mutter geben und siebzehn Jahre lang hat sie sich daran gehalten. Selbst als ihre Mutter bei einem Autounfall starb. Doch dann trifft sie Ander, einen attraktiven und äußerst mysteriösen Jungen. Er bringt sie so durcheinander, dass sie eine Träne vergießt – und Ander fängt sie mit seiner Fingerspitze auf. Auch er scheint zu wissen, dass Eureka nicht weinen darf. Doch was ist ihr großes Geheimnis? Warum wissen alle anderen davon, nur sie nicht? Und warum verhält sich ihr bester Freund, Brooks, plötzlich so aggressiv ihr gegenüber? Waren sie nicht kurz davor, ein Paar zu werden? Wem kann Eureka noch vertrauen?

Gewähltes Zitat

Der Junge hob den Zeigefinger, streckte die Hand aus und fing die Träne auf der Fingerspitze auf. Ganz langsam, als sei sie etwas Kostbares, führte er den salzigen Tropfen von ihr weg, auf sein eigenes Gesicht zu. Er presste ihn in den Winkel seines rechten Auges. Dann blinzelte er und die Träne war fort.

»So«, flüsterte er. »Keine Tränen mehr.«

(S. 55) 

Meine Meinung

Die 17jährige Eureka musste in ihrem Leben schon mit einigen Schicksalsschlägen fertig werden. Die Trennung ihrer Eltern machte ihr sehr zu schaffen und der anschließende Tod ihrer Mutter hat ihr so zugesetzt, dass sie einen Selbstmordversuch hinter sich hat. Ihren Dad und ihre Halbgeschwister liebt sie zwar, aber mit ihrer Stiefmutter kommt sie gar nicht klar. Trotz allem hat sie noch nie wirkliche Tränen vergossen. Ihre besten Freunde Cat und Books sind die einzigen, die sie aufbauen können, als sich mit dem Erbe ihrer Mutter neue Rätsel auftun…

Wow! Im Vorfeld habe ich schon einige kontroverse Stimmen zu diesem Buch gehört. Die einen fanden es super, die anderen zu langweilig. Ich war sehr gespannt, wie es mir gefallen würde und wurde tatsächlich auch nicht enttäuscht.

Auf jeden Fall möchte ich hier das wunderschöne Cover hervorheben, das gefällt mir nämlich wirklich am besten und gerade deswegen wollte ich dieses Buch auch lesen. Hält man es in der Hand, schaut es mit der geprägten, glänzenden Schrift auch noch einmal toller aus, als schon auf dem Bildern im Internet. Großes Kompliment hier, die Optik ist gelungen!

Teardrop ist tatsächlich ein Buch, das nur sehr langsam voran kommt und mit leisen Tönen überzeugt. Die Geschichte nimmt nur sehr gemächlich an Tempo und damit auch an Spannung zu, aber der Weg dahin hat zumindest mir sehr gefallen.
Der Klappentext verrät ausnahmsweise mal wirklich nicht viel, so dass ich die gesamte Geschichte über sehr gespannt war, worauf alles hinaus laufen würde. Zugegeben, vieles konnte man dann doch vorhersehen und sich denken, aber grundsätzlich war die Idee schon recht neu und einzigartig, so dass ich hier wirklich das Gefühl hatte etwas neues zu lesen.

Das Handeln unserer Protagonistin Eureka konnte ich zwar nicht immer wirklich nachvollziehen, aber über große Teile der Geschichte konnte ich ihr folgen und sie war mir vor allem auch sympathisch. Dennoch habe ich beispielsweise nie nachvollziehen können, warum ihre Stiefmutter in ihren Augen so schlimm war und das sage ich, die ich selbst ein Scheidungskind war und die Situation zumindest ansatzweise nachvollziehen kann. Insgesamt hatte ihr bester Freund Brooks mit seinen Anschuldigungen, dass Eureka schon etwas selbstsüchtig sei, in meinen Augen irgendwie recht gehabt. Auch konnte ich Eurekas Gefühle für dem mysteriösen Ander nicht so ganz verstehen, aber ich mochte Brooks auch insgesamt viel lieber.

Der Schreibstil von Lauren Kate hat mir sehr gefallen. Wie bereits erwähnt ist alles sehr unaufregend und gemächlich, aber so hatte ich wirklich Zeit mich total auf die Geschichte einzulassen und trotzdem zu keinem Zeitpunkt das Gefühl gehabt mich irgendwie zu langweilen.

Fazit

”Teardrop” war mein erstes Buch von Lauren Kate und mir hat es wirklich gut gefallen. Die Idee ist super, die Figuren mochte ich sehr, auch wenn ich gerade bei der Hauptfigur ein paar Handlungsweisen nicht so recht nachvollziehen konnte, und auch der Schreibstil konnte mich sehr fesseln. Ich bin jetzt so richtig gespannt wie es weiter geht und hoffe, dass wir nach diesem bösen Cliffhanger nicht mehr allzu lange auf die Fortsetzung warten müssen!

Meine Wertung

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Specials

Wann hast du das letzte Mal geweint?

[Spiele-Rezension] Fliegende Zeilen aus dem Moses-Verlag

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moses. Verlag
UVP 24,95 Euro
fliegendezeilen04
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Vor kurzem startete Blogg dein Buch in Zusammenarbeit mit dem moses. Verlag eine Aktion, bei der man dieses Spiel gewinnen konnte. Es ist zwar kein Buch, aber da es viel mit Wortgewandtheit und Literatur zu tun hat, war ich natürlich sofort interessiert. Und da ich mit meinen Freunden eh sehr gerne gemeinsame Spieleabende veranstalte, hat das natürlich auch ansonsten sehr gut gepasst.

sticky_note-neuUm zu gewinnen musste man ganz nach dem Prinzip des Spiels eine Aufgabe bewältigen. Und zwar bekamen wir die Zeile “Der Abend wechselt langsam die Gewänder” vorgegeben und sollten diese zu einem Krimi ergänzen.

Wow! Es war also Kreativität gefragt. Das ist ja nicht ganz so mein Ding, weil ich selbst nicht so kreativ bin, aber trotzdem habe ich es mal versucht und heraus gekommen ist das folgende Werk:

Der Abend wechselt langsam die Gewänder,
an den Obstbäumen hängen noch die Bänder,
die auf der Hochzeit schön anzusehen waren.

Von dem einen tropft noch das Blut hernieder,
das von der Axt verspritzt wurde mal wieder,
der Tag sollte eigentlich wunderschön werden.

Doch nun ist es aus mit der wunderschönen Braut,
sie sollte heute eigentlich werden getraut,
aber der eifersüchtige Liebhaber war anderer Meinung.

Der Ehemann sollte eigentlich dran glauben müssen,
doch als er endlich seine Braut wollte Küssen,
kam sie der Axt in die Bahn und der Mörder reagierte ein wenig zu lahm.

Jetzt steht der Ehemann alleine in seinem Gewand und weint,
sogar dem Mörder tut das jetzt leid.

Jaaaa, ihr seht, das war nicht gut, aber lustig! Jedenfalls hat es Spaß gemacht und es hat gereicht, denn kurze Zeit danach habe ich das Spiel tatsächlich bekommen, was mich sehr gefreut hat und beim nächsten Spieleabend wurde es natürlich auch sofort ausprobiert! Die weiteren Gewinnertexte könnt ihr übrigens hier nachlesen.

Inhaltliche Beschreibung

(lt. amazon.de):

DSC08663Fliegende Zeilen – Ein poetisches Spiel um Sinn und Unsinn Die Fliegenden Zeilen laden ein zu einer literarischen Abenteuerreise. Dichter und Lyriker, Erzähler und Fabulierer, galante Redner und charmante Verführer, Sprücheklopfer und Maulhelden – alle sind hier gefragt! Aus den Zeilen bekannter Gedichte müssen blitzschnell neue kreative Texte geschrieben werden. Alle dichten gleichzeitig. Goethes Naturlyrik wird spontan zum Krimi und aus den Klangbildern Christian Morgensterns entsteht ein Märchen. Wer unter Zeitdruck die besten Ideen entwickelt, sammelt die meisten Punkte und wird Meister der Fliegenden Zeilen! Autoren: Max J. Kobbert, Alexander Herbst Gestaltung: Nicole Köhring Spielbox mit Glanzveredelungen, ab 12 Jahren 26 cm x 20 cm x 5 cm. So wird’s gespielt: Ein Spieler würfelt und ermittelt die Aufgabenstellung und die Verszeile. Alle Spieler haben 90 Sekunden Zeit, aus der Verszeile einen neuen Text zu schreiben. Alle Spieler bekommen Punkte, doch nur die originellsten Lösungen werden mit hohen Punkten belohnt. Wer die meisten Punkte hat, gewinnt. 

Meine Meinung

Zuerst: Das Spiel richtet sich primär an Hobbydichter, Rhetorikliebhaber und Sprachkünstler. Wer bei diesem Spiel an eine locker flockige Unterhaltung für einen feucht-fröhlichen Abend denkt, der ist hier definitiv beim falschen Spiel angekommen. Aber der Reihe nach:

Das Spiel selbst wird in einem sehr stabilen Karton aus dicker Pappe geliefert. Von der Aufmachung her hat es mich als erstes an eine Art Pralinenschachtel erinnert. Im Inneren des Karton sind, sicher verstaut, die Einzelteiles des Spiels zu finden:
fliegendezeilen02- 1 Sanduhr
- 1 Würfel
- 1 Versverzeichnis mit einem Vers für jede der mit 3 Würfen zu erwürfelnden Zahl
- 6 Schreibblöcke
- 30 Bewertungskarten in 6 verschiedenen Farben, jeweils mit den Werten 1-5
- 5 Aufgabenkarten mit je 5 Aufgaben (davon eine Aufgabenkarte „Experte“)

Der Spielablauf besteht aus 3 Phasen: der Auswahlphase, der Kreativphase und der Bewertungsphase.

Die Auswahlphase
Die Auswahlphase beginnt damit, dass der erste Spieler, auch genannt „Der Vorleser“, die oberste Aufgabenkarte aufdeckt und mittels des Würfels ermittelt, welche Aufgabe zu lösen ist. Wird eine „6“ gewürfelt, darf sich der Vorleser die Aufgabe aussuchen. Danach würfelt der Vorleser noch einmal dreimal hintereinander, um so den zur Aufgabe gehörenden Vers zu ermitteln. Aus den drei Würfen wird eine dreistellige Zahl gebildet, zu der im Versverzeichnis der zugehörige Vers gesucht wird. Alle Mitspieler schreiben sich den Vers auf den Block.

Die Kreativphase
Die Kreativphase beginnt mit dem Umdrehen der Sanduhr. Nun hat jeder Spieler 90 Sekunden Zeit, entsprechend der Aufgabe den Vers zu bearbeiten, z.B. einen Krimi daraus zu machen, oder ihn zum Bestandteil eines Liebesgedichts zu machen. Nach Ablauf der 90 Sekunden hören alle auf zu schreiben und beginnend mit dem Vorleser werden nun die geistigen Ergüsse vorgetragen.

DSC08658Die Bewertungsphase
Nachdem alle Mitspieler, die einen Text geschrieben haben, diesen vorgelesen haben, erfolgt die Bewertungsphase. Mittels der Bewertungskarten können die Spieler die Ergebnisse ihrer Mitspieler bewerten. Je besser das Ergebnis gefallen hat, desto mehr Punkte können verteilt werden. Wichtige Regeln: 1.) Nur, wer auch ein Ergebnis zu der gestellten Aufgabe hat, kann auch Punkte bekommen, und 2.) Jeder Spieler bekommt eine Bewertungskarte weniger, als Spieler am Tisch sitzen, da man sich ja selbst nicht bewerten kann.
Haben alle Spieler ihrer Bewertungskarten verdeckt erhalten, so werden diese umgedreht und dann zusammengezählt. Danach beginnt eine neue Runde. Wer nach x Runden die meisten Punkte hat, hat das Spiel gewonnen.

Also, wenn ich einen Spieleabend veranstalte, dann soll das ja eigentlich immer ein lustiges Treffen zum Spaß haben werden. Als ich aber beim letzten Spieleabend diese Spiel auf den Tisch gelegt habe, habe ich als erstes allerdings erst einmal in ungläubige Gesichter gesehen. Nachdem ich das Spielprinzip erklärt hatte, gesellte sich zu den ungläubigen Blicken ein leises „Hm“ hier und ein „Räuspern“ da. Ein Spiel, in dem man rhetorisch aktiv werden sollte, das klingt ja nun erstmal nicht so sehr nach Spaß. Schließlich habe ich mich dann doch durchsetzen können und die Gruppe aus 5 Leuten zum Spielen animieren können. Und siehe da, nach der kühlen Ablehnung folgte tatsächlich helle Begeisterung, nachdem der erste der Runde einen der Verse, der mal so gar nichts romantisches beinhaltete in ein Liebesgedicht integrieren sollte. Tatsächlich war die Situation mit einem Schlag aufgelockert und es wurden ein paar sehr lustige Runden, in denen Wortsinn und -unsinn gehörig durcheinandergeschüttelt wurden.

DSC08659Von der Art her erinnert das Spiel etwas an „Nobody is perfect“, wo man u.a. sich ja auch für Ereignisse oder Fachbegriffe irgendwelche sinnigen oder unsinnigen Erklärungen einfallen lassen muss.

Vom Handling her negativ aufgefallen ist, dass die Vorgabe von 90 Sekunden ziemlich knapp bemessen ist. Man muss sich ja erst einmal was lustiges Überlegen und danach auch noch aufschreiben. Von daher würden wir aus Erfahrungswerten beim Spiel eher zu einer Kreativphase von 3-4 Minuten raten, aber da kann man ja sehr einfach flexibel sein und sich entsprechend der eigenen Bedürfnisse anpassen.

Fazit

Ein lustiges Spiel, bei dem man beweisen kann, dass man nicht nur große Sprüche klopfen kann, sondern auch noch zeigen kann, dass sich was dahinter verbirgt. Ein bisschen Kreativität und Wortwitz wird allerdings bei den Mitspielers vorausgesetzt, sonst wird man von den anderen ganz schnell an die Wand gespielt.   

Meine Wertung

RegenbogenRegenbogenRegenbogenRegenbogen

Level – Hugh Howey

level

Piper Verlag
Gebundene Ausgabe
ca. 432 Seiten
19,99 Euro
August 2014
Originaltitel: Shift
ISBN: 978-3492056472
Bestellen bei Amazon.de

Inhalt

(lt. amazon.de):

Was, wenn man überleben muss und alle, die einem etwas bedeuten, längst tot sind? Und wenn der einzige Ort, an dem das möglich ist, meilenweit unter der Erde liegt? – »Level« ist die verstörende und spannende Vorgeschichte zum Welterfolg »Silo« des Kultautors Hugh Howey. Im Jahr 2049 wird der junge amerikanische Architekt Donald Keene von Senator Thurman mit dem Bau einer riesigen unterirdischen Anlage beauftragt. Noch ahnt er nicht, über welch brisantes Wissen seine Auftraggeber verfügen: Ein politischer Konflikt zwischen Iran und den USA steht bevor – und eine Katastrophe, die die Erde unbewohnbar machen wird. Die Menschen sollen in fünfzig unterirdischen Silos Zuflucht suchen. In ihnen wird das Leben autoritär organisiert und streng reglementiert. Und es fordert Opfer. Als ein Aufstand ausbricht, muss der Wärter Troy alle Bewohner in den sicheren Tod schicken. Doch Troy weiß mehr über die Silos, als alle vermuten … »Level« ist das Prequel zu Howeys internationalem Bestseller »Silo«. Packend und von beängstigender visionärer Kraft.

Gewähltes Zitat

Es war leicht zu erkennen, was in den letzten Wochen aus den Grabungen geworden war – einzelne Staaten voller Menschen, Waren, Vieh. Fünfzig Staaten, in denen nun der große Feiertag abgehalten wurde.

 »…And the rockets’ red glare, the bombs bursting in air,…«

Er war oben angelangt und sog die frische, saubere Luft in seine Lungen ein. Unten auf der Bühne schwangen träge Flaggen im leichten Wind.

(S. 129) 

Meine Meinung

Mit seinem Science Fiction-Roman “Silo”, dem Vorgänger von “Level” hat Autor Hugh Howey einen Überraschungserfolg gelandet. Zunächst erschien “Silo” aufgeteilt in fünf eBooks, bis die Downloadzahlen schließlich überzeugten und es dann als Gesamtausgabe verlegt wurde. Sogar die Filmrechte wurden bereits verkauft.

Nachdem mich “Silo” also bereits begeistern konnte, war ich nun sehr gespannt auf den zweiten Band der Reihe, die eine Trilogie werden sollte. Obwohl “Level” der zweite Teil ist, erzählt er die Vorgeschichte von “Silo”.

Die Geschichte beginnt im Jahr 2049. Donald Keene wird vom Senator mit dem Bau eines Silos beauftragt. Dieses Projekt nimmt unheimlich viel seiner Zeit in Anspruch und macht ihn mehr oder weniger unbewusst schon fertig, bevor er überhaupt das ganze Ausmaß seines Baus versteht. Als die Welt sich schließlich dem (selbst gemachten) Untergang nähert, können sich der Senator, Donald und weitere ausersehene Menschen ins Silo retten.
Einige Jahre später erwacht Troy aus seinem Kälteschlaf im Silo und soll schwerwiegende Entscheidungen die Silos betreffend fällen. Es geht um Leben und Tod.

Das Buch besteht aus 66 überwiegend kurzen Kapiteln, die sich wiederum in drei große Abschnitte (Schichten genannt) gliedern.
Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt und spielt sich auf mehreren Zeitebenen ab. Genau das ist es, was mir sehr gut gefallen hat. Durch den Sprung durch die unterschiedlichen Zeitebenen hat sich die Spannung zumindest bei mir deutlich gesteigert. Ich war sehr gespannt auf die eine oder andere Enthüllung und die Intention, was die Silos denn tatsächlich für einen Zweck zu erfüllen hatten und was sich die Menschen dahinter dabei dachten.

Zugegeben, ich war nicht immer in der Lage alle Gedankengänge nachzuvollziehen. Einige Gedanken und Taten sind einfach so weit ab meiner Welt, meiner Vorstellungskraft, so extrem zerstörerisch und gleichgültig, dass ich es einfach nur hinnehmen, nicht jedoch wirklich verstehen konnte. “Level” hat mich doch das ein oder andere Mal wirklich sprachlos zurück gelassen und ich konnte aufgrund der geschilderten Grausamkeiten und der darauf folgenden Gleichgültigkeit nur noch schweigend da sitzen.

Das mich die Handlung doch teils so mitgenommen hat, ist irgendwo schon erstaunlich, weil der Schreibstil von Hugh Howey, wie bereits bei “Silo” auch hier wieder sehr unaufregend war. Howey beschreibt die Ereignisse mit einer Ruhe und einer Gelassenheit, die eine bedrückende Selbstverständlichkeit für die geschilderten Grausamkeiten ausdrückt. Vielleicht erschreckt aber auch gerade dieser Stil.

Fazit

Insgesamt konnte mich “Level” also beinahe genauso packen wie es bereits “Silo” geschafft hat. Obwohl man ja schon wusste, worauf alles hinaus laufen würde, war es trotzdem noch spannend und doch irgendwie anders als erwartet. Mir hat diese Vorgeschichte sehr gefallen, trotzdem würde ich jeden, der interessiert ist, empfehlen, sich “Silo” zuerst zu Gemüte zu führen.    

Meine Wertung

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Die Gewinner der letzten Blogtouren!

Kürzlich fanden unter anderem auch hier bei About Books zwei Blogtouren statt zu denen es jeweils ein tolles Gewinnspiel gab. Die Gewinner sind mittlerweile gezogen und sollen euch hier nicht vorenthalten werden ;)

 

irgendwannfuerimmer_bannerDie Gewinner unserer Blogtour zu “Irgendwann für immer” sind

Kathleen und Katja W.

Herzlichen Glückwunsch euch beiden, ihr wurdet beide bereits per Mail benachrichtigt!

 

 

blogtour_kraehenmann_bannerKommen wir zu den Gewinnern unserer Blogtour zu “Krähenmann”.

Über je ein Exemplar von Krähenmann und ein Glückstagebuch dürfen sich freuen

Franziska Kellner, Hanna E. und Sabine Kettschau!

Herzlichen Glückwunsch euch allen! Ihr werdet in Kürze per e-Mail benachrichtigt!

 

Ja, das war es auch schon wieder. Die nächsten Gewinnspiele sind bereits in Planung, habt also ruhig ein Auge hierauf. Wer von Gewinnspielen ansonsten nicht genug haben kann, der sollte auch mal auf meine Facebook-Seite schauen, dort veranstalte ich momentan kontinuierliche Gewinnspiele.

Viele Grüße,

Nicole

Wer weiß, was morgen mit uns ist – Ann Brashares

werweisswasmorgenmitunsist

cbj Verlag
Gebundene Ausgabe
ca. 320 Seiten
16,99 Euro
September 2014
Originaltitel: The here and now
ISBN: 978-3570159477
Bestellen bei Amazon.de

Inhalt

(lt. amazon.de):

Frisch, spannend, anders – und doch ganz die alte Brashares.
Die 17-jährige Prenna lebt mit ihrer Mutter in New York, seit sie zwölf ist. Doch was vorher war und wo sie herkommt, darf sie niemandem erzählen. Eine Pandemie hat Millionen Opfer gefordert, und zusammen mit wenigen anderen ist es Prenna gelungen, in unsere Gegenwart zu entkommen. Jetzt tun sie alles, um ihre Herkunft geheim zu halten. Deshalb gelten strenge Regeln für Prenna: möglichst kein Kontakt zu den Mitschülern, nicht mehr Worte als nötig. Sich mit einem Jungen aus der Schule zu verabreden, ist selbstverständlich ausgeschlossen. Prenna hält sich daran. Bis zu dem Tag, an dem ihr Ethan Jarves begegnet und sie sich Hals über Kopf verliebt …

Gewähltes Zitat

Wir bringen alles in Ordnung, und wenn dann dein Leben wirklich anfängt, kannst du die schönsten Sachen machen. Du kannst im Meer schwimmen und so viel Mangos essen, wie du willst. Und du wirst Eichhörnchen sehen und Bienen und vielleicht hast du einen Hund als Haustier. Und ich werde dir zeigen, wie man diese Zwiebeln in die Erde einsetzt, die im Frühling zu Blumen werden.
Für uns wird das Leben besser sein. Diesmal lebst du weiter, das verspreche ich dir.
 

(S. 164) 

Meine Meinung

Prenna kommt mit ihrer Mutter und vielen weiteren Menschen aus einer weit entfernten Zukunft in unsere Gegenwart. In der Zukunft wurde die Mehrheit der Menschen von einer schlimmen Seuche dahin gerafft. In der Gegenwart wollen sie nun versuchen diese Katastrophe zu verhindern, damit sie sich später nicht abspielen würde. So jedenfalls die offizielle Version, doch wie Prenna bald versteht, läuft eigentlich etwas ganz anderes ab…

Anhand des Titels und des Covers hätte ich schon einmal nicht vermutet, dass es sich bei diesem Buch um eine solche Geschichte rund um Zeitreisen handelt. Ich hatte eher eine lockere und leichte Geschichte für Jugendliche und rund um jugendliche Probleme und Entwicklungen erwartet. Hier wurde ich also überrascht, diese unerwartete Richtung gefiel mir gut.
Die Idee von “Wer weiß, was morgen mit uns ist?” gefällt mir eigentlich richtig gut. Alleine durch diese tolle Idee hatte diese dystopische Geschichte viel Potential, welches allerdings leider nicht ausgeschöpft wurde.

Prenna ist die Hauptfigur in diesem Buch. Obwohl wir viel von ihr und auch über sie erfahren, blieb sie mir irgendwie trotzdem das gesamte Buch über fremd. Vielleicht lag es daran, dass mir irgendwie auch die emotionale Tiefe fehlte.
Obwohl die Autorin hier viel erklärt, konnte ich mich nicht so recht in die Geschichte reinversetzen, denn mir fehlte irgendwie der Bezug zu allem. Durch die vielen ausführlichen Erklärungen blieb wenig Raum für die eigene Fantasie und Vorstellungskraft. Und trotz der vielen Details blieb die Handlung für mich trotzdem ein wenig wirr und wenig nachvollziehbar. Irgendwie unausgegoren.

Die Liebesgeschichte zwischen Ethan und Prenna läuft auch mehr so nebenbei ab und wirkt eher gezwungen als authentisch. Hier fehlte mir ebenfalls ein wenig Tiefe und vor allem auch die Emotionen.
Überhaupt war die ganze Geschichte eher eine nüchterne Aneinanderreihung von Sätzen, ohne viel Gefühl. So habe ich es jedenfalls empfunden und das tut mir eigentlich ein wenig leid, weil ich Zeitreisegeschichten eigentlich sehr gerne mag und finde, dass gerade diese Geschichte auch wirkliches Potential gehabt hätte eine richtig tolle Geschichte zu werden.  

Fazit

Leider nahm die Geschichte nur sehr langsam an Fahrt auf und konnte auch leider nicht mit Spannung dienen. Es plätscherte eher so dahin und als der Höhepunkt erreicht war, war er eher unspektakulär und schnell wieder vorbei.
Wirklich sehr schade, hier wurde meiner Ansicht nach viel Potential verschenkt. So bleibt hier eine nette Geschichte, nicht mehr, nicht weniger.    

Meine Wertung

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New Wednesday: Oktober 2014

Eigentlich wollte ich euch schon letzte Woche, also vor der Buchmesse meine neuen Bücher zeigen, aber das habe ich zeitlich nicht mehr hinbekommen. Ein blöder Fehler, denn jetzt ist es nicht zuletzt durch die Frankfurter Buchmesse vieeeeel mehr geworden als geplant. Dafür lohnt es sich mal wieder richtig :D … Also los!

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[NEU] = Neuerscheinung aus den letzten max. 3 Monaten

1. [NEU] So rot wie Blut von Salla Simukka aus dem Arena Verlag
2. [NEU] Das geheime Wissen von Endgame: Schauplätze – Mythen – Fakten von James Fry aus dem Oetinger Verlag
3. [NEU] Endgame: Die Auserwählten von James Fry aus dem Oetinger Verlag
4. [NEU] Wie Sterne so golden von Marissa Meyer aus dem Carlsen Verlag
5. [NEU] Ich brenne für dich von Tahereh Mafi aus dem Goldmann Verlag
6. [NEU] Lúm – Zwei wie Licht und Dunkel von Eva Siegmund aus dem cbt Verlag
7. [NEU] Die Wahrheit über mich: Ein Ausfüllbuch mit außergewöhnlichen Fragen von David Tripolina aus dem riva Verlag
8. [NEU] Kekskunst zum Selbermachen von Nadja Bruhn aus dem Kosmos Verlag
9. [NEU] Oma, mal Dein Leben: Das wunderbare Erinnerungsalbum zum Ausmalen und Ankreuzen von Armand Frybourg aus dem riva Verlag
10. [NEU] Mama, mal Dein Leben: Das wunderbare Erinnerungsalbum zum Ausmalen und Ankreuzen von Armand Frybourg aus dem riva Verlag
11. [NEU] 3 Jahre, 365 Fragen, 1095 Antworten: Ein Album zum Ausfüllen für Kinder von Betsy Franco aus dem riva Verlag
12. [NEU] Welt in Flammen von Benjamin Monferat aus dem Wunderlich Verlag
13. [NEU] Die Interessanten von Meg Wolitzer aus dem Dumont Verlag
14. [NEU] Die Seiten der Welt von Kai Meyer aus dem FJB Verlag
15. [NEU] Der Junge muss an die frische Luft: Meine Kindheit und ich von Hape Kerkeling aus dem Piper Verlag
16. [NEU] Die Lebenden und die Toten von Nele Neuhaus aus dem Ullstein Verlag
17. [NEU] The Diviners: Aller Anfang ist Böse von Libba Bray aus dem dtv Verlag
18. [NEU] Der beste Roman des Jahres von Edward St Aubyn aus dem Piper Verlag
19. Bücher sind treu: Ein Bücher-Tagebuch von Nikolaus Heidelbach aus dem Atlantik Verlag
20. [NEU] Der Club der Traumtänzer von Andreas Izquierdo aus dem Dumont Verlag
21. [NEU] Die Geschichte von Blue von Solomonica de Winter aus dem Diogenes Verlag
22. [NEU] Süße Sünden von Kira Licht aus dem Egmont Lyx Verlag
23. [NEU] Halb drei bei den Elefanten von Kyra Groh aus dem Blanvalet Verlag
24. Das Pestzeichen von Deana Zinßmeister aus dem Goldmann Verlag
25. [NEU] Hope Forever von Colleen Hoover aus dem dtv Verlag
26. [NEU] Jamies Quest – Aufgabe gesucht von Cornelia Franke aus dem Cornelia Franke Verlag
27. [NEU] Das Küstengrab von Eric Berg aus dem Limes Verlag
28. [NEU] Die Unbekannte von Peter Swanson aus dem Blanvalet Verlag
29. [NEU] Die Überlebenden von Alexandra Bracken aus dem Goldmann Verlag
Hörbücher:
[NEU] Endgame: Die Auserwählten von James Fry aus dem Oetinger Audio Verlag
[NEU] Not that kind of girl von Lena Dunham aus dem Argon Verlag
e-Books:
[NEU] Endgame – Chiyokos Mission von James Frey aus dem Oetinger Verlag
[NEU] Lysitheas Erbe: Kampf um Liebe und Magie von Simone Müller

Ja, wie ich bereits sagte … das hat sich gelohnt! :D Schuld ist aber nicht nur die Messe, sondern meine zahlreichen Vorbestellungen und auch die ein oder andere Überraschung! Ich bin jetzt jedenfalls total überfragt und weiß gar nicht wo ich mit dem Lesen beginnen soll, obwohl ich von den gelisteten Büchern schon ein paar durch habe! Ihr kennt das ja sicher, wenn ihr ganz dringend auf ein bestimmtes Buch wartet.

Jaaaa, was meint ihr denn? Habe ich eine wichtige Oktober-Neuerscheinung trotz der Menge verpasst? Worauf würdet ihr euch am meisten freuen? Ich bin gespannt ;)

Liebe Grüße,

Nicole