Vollendet 2: Der Aufstand – Neal Shusterman

vollendet2

Sauerländer Verlag
Gebundene Ausgabe
ca. 544 Seiten
16,99 Euro
August 2013
Originaltitel: Unwholly
ISBN: 978-3737367189
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Inhalt

(lt. amazon.de):

Du hast geglaubt, es ist vorbei?
Die Siegesfreude ist von kurzer Dauer:
Connor muss sich als neuer Anführer der Flüchtlinge beweisen.
Risa fürchtet, ihm keine große Hilfe zu sein.
Lev versucht, ein neues Leben zu beginnen.
Einer von ihnen wird verraten werden. Einer von ihnen wird fliehen. Einer von ihnen wird auf Cam treffen, einen Jungen, den es nicht geben darf.

 

Gewähltes Zitat

Wir können die Umwandlung nicht verhindern, hat ihm der Admiral einst erklärt. Wir können nur versuchen, möglichst viele Wandler zu retten. Doch nachdem Connor die alten Berichte gesehen hat, beschleicht ihn das Gefühl, dass sich der Admiral vielleicht getäuscht hat. Vielleicht gibt es doch eine Möglichkeit der Umwandlung ein Ende zu setzen.
(S. 348)

Meine Meinung

Nachdem ich vom ersten Teil „Vollendet“ damals total begeistert war, hatte ich auch große Erwartungen an diesen zweiten Teil. Leider wurden meine Erwartungen nicht ganz erfüllt, allerdings muss ich fairerweise sagen, dass hier der Schock-Effekt nicht wirklich gegeben war, den ich im ersten Teil noch so krass fand, denn nun wusste ich ja bereits, worauf ich mich beim Lesen einlasse.
Aber auch, wenn ich diesen Punkt mal außer Acht lasse muss ich sagen, dass mich dieser Teil trotzdem nicht komplett überzeugen konnte. Mir war die Geschichte insgesamt an vielen Stellen einfach zu langatmig und insgesamt geschah einfach zu wenig.

Diesen dritten Teil, der in sieben große Abschnitte unterteilt ist und diese wiederum wieder in zahlreiche Kapitel, erleben wir aus vielen unterschiedlichen Perspektiven. Eigentlich hat mir dies sehr gefallen, weil die Erzählung aus den unterschiedlichen Perspektiven auch sehr gut gelungen ist, aber die Sicht von so manchem Protagonisten fand ich teils dann doch einfach überflüssig. Da hätte gekürzt oder Geschehnisse zusammen gelegt werden können. Daher kamen meiner Ansicht nach auch einige Längen zustande, was nicht hätte sein müssen, denn wirklich viel geschehen ist nichts.

Wie bereits erwähnt fand ich die unterschiedlichen Perspektiven sehr gelungen. Neal Shusterman hat hier ein Händchen für seine Figuren bewiesen und jedem von ihnen einen unverwechselbaren Charakter aufgedrückt. Das ist einfach klasse, das gelingt nicht vielen Autoren. Lediglich Connor, der im ersten Teil noch so hervorstach, fand ich dieses Mal im Vergleich zu allen anderen Figuren doch etwas blass.
Durch den häufigen Perspektivenwechsel kam allerdings keine Kurzweile auf, eher im Gegenteil, wie bereits erwähnt. Das lag auch nicht an den ganzen Handlungssträngen, die waren in sich schon interessant. Nur hätte es meiner Meinung nach genügt, wenn auch diese von nicht ganz so vielen Personen geschildert worden wären.

Die Geschichte selbst hat also nicht allzu viel hergegeben, es ist nicht wirklich viel passiert. Interessant war zum Schluss zwar, dass sich eine heiße Spur, die zu einem potentiellen Ende der Umwandlung führen könnte, aufgetan hat, allerdings wurde darauf spürbar das gesamte Buch über hinaus gearbeitet. Da hätte ich mir für diesen Teil doch schon ein wenig mehr gewünscht.  

Fazit

Zusammengefasst muss ich sagen, dass ich von diesem zweiten Teil bei weitem nicht so begeistert war, wie noch vom ersten Band. Man merkt diesem Band einfach total an, dass er eigentlich ein Lückenfüller zwischen Band 1 und 3 ist, kein wirklicher Einstieg, aber auch kein Finale.

Ich hoffe sehr, dass mich der dritte Teil wieder so richtig mitreißen kann und vergebe für „Den Aufstand“, der eigentlich nur ein Zwischenspiel war, gute drei Punkte. Mehr aber auch nicht.

 

Meine Wertung:

RegenbogenRegenbogenRegenbogen

Partials 2: Fragmente – Dan Wells

fragmente

ivi Verlag
Gebundene Ausgabe
ca. 576 Seiten
19,99 Euro
März 2014
Originaltitel: Fragments Partials 2
ISBN: 978-3492702836
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Inhalt

(lt. amazon.de):

Nach „Aufbruch“ der neue futuristische Thriller um das Schicksal der letzten Menschen im Kampf gegen die Partials. Die junge Kira hat ein Mittel gegen die Seuche RM gefunden – doch der Kampf ums Überleben hat für die Menschen und die Partials erst begonnen … In ferner Zukunft wurde die Menschheit durch den Isolationskrieg fast vollständig vernichtet – besiegt von den Partials, künstlichen Kriegern, die die Menschen selbst erschaffen hatten. Eine der letzten Überlebenden ist Kira Walker, die erfahren hat, dass sie selbst ein verhängnisvolles Erbe in sich trägt, von dem sie nichts ahnte. Auf der Suche nach ihrer eigenen Herkunft muss sie sich ausgerechnet auf die Hilfe zweier Partials verlassen – Samm und Heron, die als Einzige ihr Geheimnis kennen. Kiras Weg führt sie durch das verwüstete Land, das der Isolationskrieg aus dem nordamerikanischen Kontinent gemacht hat – und dort wird sie dem schrecklichsten Feind begegnen, den die Menschheit je gekannt hat …

 

Gewähltes Zitat

Ihre Fragen waren immer noch nicht beantwortet: Was war der Trust? Inwiefern standen die Partials mit RM in Verbindung? Wer war sie, und in welchem Plan spielte sie eine Rolle? Die Antworten entschieden möglicherweise über Rettung und Vernichtung der ganzen Menschheit. So gefährlich ihre Situation auch war, sie musste sich entscheiden.  
(S. 108 ff.)

Meine Meinung

Während sich Kira auf der Suche nach ihrer Vergangenheit alleine nach Manhatten aufmacht, sind die Partials auf der Suche nach Kira und der schon seit einem Jahr verschwundenen Nandita und fallen so auf Long Island ein, wo die Menschen versuchen sich zu verteidigen und zwangsläufig die Flucht ergreifen. So wie die Menschen nun auf der Suche nach einem Heilmittel gegen RM sind, so versuchen die Partials etwas gegen ihr Verfallsdatum zu finden …

„Fragmente“ heißt der zweite Band der Partials-Reihe aus der Feder von Dan Wells. Also ein unvollständiges Stück oder ein Teil eines Ganzen. In diesem Band erfahren wir auch immer nur stückchenweise etwas neues, es geht sehr langsam zu. Wir begleiten Kira nach ParaGen in Manhatten auf ihrer Suche nach Informationen zu ihrer Vergangenheit. Dort trifft sie auf einen ehemaligen ParaGen Mitarbeiter, der allerdings in den letzten Jahren seiner Isolation leicht verrückt geworden ist. Trotzdem kann er ihr weiter helfen und zusammen mit ihm, Samm und einer weiteren Partial machen sie sich auf ins weit, weit entfernte Denver, zum Rechenzentrum von ParaGen.
Diese Reise ist wirklich beschwerlich und eigentlich kommt dabei nicht viel rum. Bis zur Ankunft am ehemaligen ParaGen Gebäude passiert nicht viel relevantes, so dass das Buch schon einige Längen enthält. Wirklich gelangweilt habe ich mich dabei allerdings nie, denn Dan Wells Schreibstil ist recht locker und leicht, man kann ihm gut folgen und es hat schon Spaß gemacht sich die Unterschiede zwischen Mensch und Partial teils sehr deutlich vor Augen führen zu lassen.
Ansonsten erfahren wir vor allem zum Ende hin eine Menge über die Entwicklung der Partials, ParaGen und dem Trust und einige Hintergründe, die recht interessant waren und die ich so auch nicht unbedingt vorhersehen konnte. Allerdings haben die ganzen Enthüllungen für mich doch etwas die Luft aus der Geschichte gelassen, jedenfalls bin ich auf den nächsten Teil jetzt gar nicht mehr ganz so gespannt, wie ich es jetzt auf den zweiten war. Im zweiten Teil erwarte ich also doch noch eine große Wendung oder Überraschung, da bin ich also gespannt.

Auch auf der Insel geht es weiter. Die Menschen kämpfen gegen die Partials und müssen zwangsläufig flüchten. Marcus und Haru sind natürlich vorne mit dabei, kämpfen bislang allerdings eher gegen Windmühlen. Zum Ende hin gibt es aber auch auf dieser Seite eine Überraschung mit der ich so nicht wirklich gerechnet hätte.

„Fragmente“ ist in vier große Abschnitte gegliedert und diese noch einmal in viele, kleine Kapitel. Trotz des häufigen Perspektivenwechsel entstehen nur mäßig spannende Cliffhanger, so dass man sich langsam von Kapitel zu Kapitel hangelt. Dafür ist die Handlung dann doch irgendwie zu ausführlich, zu nüchtern und langsam, um so richtig spannend sein zu können.
Die Optik des Buches passt perfekt zum ersten Teil, der noch in rot/rosa gehalten war, das weiß im Regal natürlich zu gefallen.

 

Fazit

Insgesamt hat mir „Fragmente“ gefallen. Es war ein recht gemächlicher und unaufregender Roman und hatte seine Längen. Trotzdem war es nett die Zusammenhänge zu verstehen und mitzuerleben, wie die Geschichte um die Entstehung der Partials sich entwickelt hat. Viele Fragen wurden in diesem Band bereits beantwortet, mir persönlich vielleicht schon zu viele, allerdings ging es in diesem Roman auch kaum um etwas anderes. Trotzdem freue ich mich jetzt auf den dritten Band, der aber dann bitte auch noch eine richtige Überraschung bereit halten sollte. Von mir gibt es hier gute 3,5 Punkte, aufgerundet auf vier.
 

Meine Wertung:

RegenbogenRegenbogenRegenbogenRegenbogen

Der Tag wird kommen – Nina Vogt-Østli

dertagwirdkommen

Coppenrath Verlag
Gebundene Ausgabe
ca. 240 Seiten
14,95 Euro
Januar 2014
Originaltitel: Min tid kommer
ISBN: 978-3649613862
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Inhalt

(lt. amazon.de):

Das Leben ist hart, wenn du ganz unten bist. Wenn deine Mutter keine Zeit für dich hat. Wenn dein Vater wünscht, du wärst nie geboren worden. Wenn der mieseste Schlägertyp der Schule dich auf seiner Abschussliste hat. Wenn sie auf dich einprügeln, Tag für Tag, bis du wie ein zitternder Haufen im Dreck liegst.
Doch eines Tages können sie sich nicht mehr zusammenrotten und dann bist du am Zug. Eines Tages werden sie sehen, wer du wirklich bist, was du wirklich kannst. Wozu du fähig bist. Aber bis es so weit ist, musst du überleben.

Gewähltes Zitat

Das ist unfassbar. Ich kann nicht glauben, was sich da vor meinen Augen abspielt. Der böseste Mensch, den ich kenne, der Typ, der mich seit Jahren quält und sich alle mühe gibt, mich plattzumachen, plaudert und schmust und streichelt und liebkost, als wäre er ein kleines Mädchen. Mir ist, als hätte sich ein Spalt zu einem Paralleluniversum geöffnet, und ich hocke hinter einem Baum und beobachte einen völlig anderen Andreas.
(S. 138)

Meine Meinung

Der junge Hans-Petter hat es schwer. Er lebt alleine mit seiner Mutter und hat zu seinem Vater nur wenig Kontakt. Zudem erfährt er auch noch, dass sein Vater ihn eigentlich nie haben wollte. In der Schule wird er ebenfalls gemobbt und verprügelt, Freunde hat er keine. Als seine Mutter dann auch noch ein Verhältnis mit seinem Lehrer hat, ist das Maß voll und Hans-Petter platzt der Kragen. Da kommt es ihm gerade gelegen, als sich eines Tages ein Mädchen per Chat bei ihm meldet. Sie scheint ihn zu kennen, aber obwohl er keine Ahnung hat, wer sie ist, lässt er sich auf ein Gespräch mit ihr ein und verrät ihr sogar seine intimsten Gedanken…

Oberflächlich betrachtet ist die Geschichte eine tolle Fantasy-Story mit überraschenden Wendungen. Und auch so allein stehenden funktioniert sie. Aber es steckt viel mehr dahinter. Eher subtil stößt die Autorin hier die Diskussion an, wie aus bösen Menschen, eben solche werden. Wie es geschehen kann, dass normale Kinder und Jugendliche als spätere Erwachsene Tyrannen werden können. Der Einfluss der Gesellschaft und des persönlichen Umfeldes ist hier sehr ausschlaggebend, wie in der Geschichte eindrucksvoll beschrieben wird.

Zu Beginn des Buches scheinen die Rollen klar verteilt. Hans-Petter besetzt die typische Opfer-Rolle. Ein intelligenter, aber introvertierter Junge, der sich viele Gedanken um die Welt macht, es allen recht und auch alles richtig machen will.
Da er mit seinem Außenseiter-Verhalten eher auffällt ist er das perfekte, wehrlose Opfer für die ‚coolen‘ Jungs, die sich beweisen wollen. Seine Rolle scheint klar, er ist der Gute in der Geschichte.
Sein ärgster Feind ist Andreas, der ihn mobbt und verprügelt, der ihm das Leben zur Hölle macht. Er scheint das ultimative Böse zu verkörpern und so irritiert es Hans-Petter eher, dass Andreas auch eine ganz andere Seite hat, die so gar nicht zu seinem harten Image passt.

Geschrieben wurde das Buch aus der Sicht unseres Protagonisten. Viele Chatgespräche lockern des Text sehr auf und sorgen dafür, dass man durch die lediglich 240 Seiten umfassende Geschichte nur so fliegt. Der Schreibstil ist recht nüchtern und flüssig und beschränkt sich aufs wesentliche. 

 

 

Fazit

Der Klappentext ist ein wenig irreführend wie ich finde. Anhand dessen hatte ich etwas anderes erwartet, was ich bekam hat mir allerdings auch gut gefallen.
Die Geschichte an sich ist oberflächlich betrachtet unterhaltend und birgt viel Diskussionsstoff über ethische Grundsatzfragen und ist somit für Jugendliche eine ideale Lektüre. Mir hat dieses Buch gut gefallen, mein größter Kritikpunkt ist lediglich, dass es ein wenig zu konstruiert wirkt und zu wenig locker. Das kann allerdings auch am sachlichen Schreibstil liegen.
Insgesamt gibt es von mir hier vier gute Sterne!

 

Meine Wertung:

RegenbogenRegenbogenRegenbogenRegenbogen

Level 6: Unsterbliche Liebe – Michelle Rowen

level6

Darkiss Verlag
Broschierte Ausgabe
ca. 348 Seiten
12,99 Euro
Februar 2014
Originaltitel: Countdown
ISBN: 978-3862788781
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Inhalt

(lt. amazon.de):

Die 16-jährige Kira erwacht in einem dunklen Raum, verstört und hilflos. Aber nicht allein: Sie teilt ihr Gefängnis mit dem 17-jährigen Rogan, einem verurteilten Mörder. Unfreiwillig sind die beiden Kandidaten in der Gameshow Countdown , in der es um Leben und Tod geht: Scheitern sie am nächsten Level, sterben sie live im Fernsehen. Den Teenagern bleibt keine Wahl sie müssen mitspielen, wenn sie überleben wollen. Doch kann man einem Mörder trauen, und wenn er noch so schöne blaugrüne Augen hat? Trotz aller Versuche, sie gegeneinander aufzuhetzen, kommen Kira und Rogan sich immer näher und stoßen auf die schreckliche Wahrheit hinter dem grausamen Spiel… 

Gewähltes Zitat

Ich wollte mir etwas anderes einfallen lassen. Es musste etwas geben, wie wir das hier beenden konnten. “Hast du irgendwelche Informationen über das Spiel, das uns helfen könnte, da rauszukommen?”
”Falls ich etwas wüsste, hätte ich dir das schon längst mitgeteilt, oder? Meinst du nicht?” Herausfordernd sah er mich an, wollte den Schmerz in seinem Blick verstecken, der noch kurz vorher darin gestanden hatte.
(S. 152)

Meine Meinung

Kira erwacht in einem dunklen Raum, angekettet. Sie hat keine Ahnung, wie sie dort hin gekommen ist oder was sie dort überhaupt soll. In der Dunkelheit unterhält sie sich mit einem weiteren Insassen, dem 17jährigen Rogan, der ihr erklärt, dass es sich um ein Spiel um Leben und Tod handelt. Die beiden Teenager müssen innerhalb der geheimen TV-Show „Countdown“ sechs Level bestehen und unterschiedliche Aufgaben lösen. Nur wenn sie dies schaffen, können sie überleben. Ansonsten werden sie sterben…

Bei Level 6 handelt es sich um eine interessante Dystopie, wobei die Gesellschaft und ihre Entwicklung eher im Hintergrund steht. Vordergründig haben die die spannende Geschichte rund um unsere beiden Protagonisten, die sich durch die geheime und illegale TV-Show kämpfen und um ihr Leben fürchten müssen. Dennoch bekommen wir einiges über diese zukünftige Welt mit.
Gegliedert ist diese Geschichte in sieben große Abschnitte, betitelt mit Level 1 bis Level 6 und zum Schluss das Endspiel, die auch noch in viele kleinere Kapitel unterteilt sind. Der Schreibstil ist einfach und flüssig, so dass es Spaß gemacht hat, dieses Buch zu lesen.

Der Untertitel verrät schon, dass sich Rogan und Kira natürlich auch näher kommen werden. Das geschieht sehr, sehr schnell, kommt aber für dieses Tempo recht glaubhaft rüber, vor allem in Anbetracht der extremen Situation, die noch dazu beiträgt, dass man sich einfach näher kommt, da man im selben Boot sitzt und nur sich selbst hat.
Die Teenager selbst wurden beide sehr vielschichtig angelegt und haben beide eine sehr interessante Geschichte, die dem Leser erst nach und nach offenbart wird. Das schürt die Spannung noch einmal mehr, denn neben der unfreiwilligen Jagd durch die Show, ist auch noch sehr interessant, wer Kira und vor allem Rogan überhaupt sind und was wirklich hinter ihnen steckt. Hier ist es der Autorin wirklich gelungen die Spannung bis zum Schluss aufrecht zu erhalten.

Die Show an sich hat mich ein wenig an Running Man erinnert, den 80er Jahre Film mit Arnold Schwarzenegger oder auch Saw. Oberflächlich gibt es auch einige Parallelen, aber hier steckt noch viel mehr hinter, worauf ich jetzt nicht weiter eingehen will um nicht zu viel vorweg zu nehmen.
Auf jeden Fall ist nicht alles so, wie es von Anfang an zu sein scheint und diese Geheimnisse herauszufinden macht einfach Spaß.

 

Fazit

Für mich war es das erste Buch von Michelle Rowen, die ja schon einige Bücher für junge Erwachsene geschrieben hat. Mir hat es sehr gut gefallen und ich kann mir gut vorstellen, hiervon irgendwann einmal noch einen weiteren Teil zu lesen, obwohl dieser erster Teil in sich abgeschlossen ist. Raum für eine Fortsetzung gibt es meiner Meinung nach allerdings schon.
Insgesamt gibt es von mir hier sehr gute vier Sterne!

 

Meine Wertung:

RegenbogenRegenbogenRegenbogenRegenbogen

Zeitsplitter: Die Jägerin – Cristin Terrill

zeitsplitter

Boje Verlag
Gebundene Ausgabe
ca. 336 Seiten
14,99 Euro
Februar 2014
Originaltitel: All Our Yesterdays
ISBN: 978-3414823908
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Inhalt

(lt. amazon.de):

Marina steht am Anfang: Sie ist reich, beliebt und verliebt in einen hinreißend attraktiven Jungen. Em ist am Ende: Sie ist seit Jahren auf der Flucht, seit Monaten in einer winzigen Zelle eingesperrt, wird beinahe täglich verhört. Die beiden Mädchen haben nichts gemeinsam, außer der einen Sache: Sie sind ein und dieselbe Person. Vier Jahre trennen sie. Vier Jahre, in denen die Welt an den Rand des Abgrunds gerät. Doch Em bekommt die Möglichkeit, durch eine Zeitreise die Vergangenheit zu ändern. Nur ist der Preis, den sie dafür zahlen muss, schrecklich … 

Gewähltes Zitat

Ich nicke. Ich mag keine geniale Wissenschaftlerin sein, aber ich spüre bis in die Haarspitzen hinein, dass es wahr ist. Die Zeit jagt uns, und sie ist schnell. »Wir haben nicht mehr viel Zeit.«
(S. 197)

Meine Meinung

Em und Finn gelingt es mit Hilfe eines Aufsehers aus ihrem Gefängnis zu fliehen und zurück in die Vergangenheit zu reisen, um dort einen Auftrag zu erledigen, nämlich jemanden zu töten.
In dieser Vergangenheit lernen wir die junge Marina kennen, die in ihren langjährigen Freund James verliebt ist, der aus einer reichen Familie stammt und nach dem Tod seiner Eltern bei seinem berühmten Bruder aufwächst.
Als die beiden eines Tages zusammen zu einer Gala gehen, wird James Bruder Nate von Unbekannten angeschossen und es beginnt eine Zeit des Bangens. Damit nicht genug, wird kurz darauf im Krankenhaus auch noch auf James geschossen…

Von „Zeitsplitter“ war ich direkt nach dem Lesen des besonderen Klappentextes fasziniert, dem es nämlich gelingt, mit haargenau den selben Worten, etwas gänzlich anderes auszudrücken. Das hat mich direkt neugierig gemacht und ich war sehr gespannt auf die Geschichte im Inneren des Buches, ob diese genauso außergewöhnlich seien würde.

Der Klappentext verrät nicht zu viel, was mir sehr gefallen hat. Er macht außerordentlich neugierig, aber da nichts vorweg genommen wird, bleibt die Spannung erhalten. Die Inhaltsbeschreibung auf der Verlagsseite und auch hier bei Amazon habe ich glücklicherweise erst gelesen, nachdem ich das Buch bereits beendet hatte, denn diese verrät leider viel zu viel und ich bin froh, dass sie mir nichts vorweg genommen hat und ich so absolut unvoreingenommen an die Geschichte gehen konnte.

Zu Beginn war es für mich ein Rätsel, worauf alles hinauslaufen würde. Auch, dass diese Geschichte mit Zeitreisen zu tun haben würde, wusste ich zunächst nicht, weswegen mich die Ereignisse dann allesamt überraschen und glücklicherweise auch überzeugen konnten.
Der Einstieg war ein wenig hart, denn die Beschreibung Ems, die sich in Gefangenschaft befand, war recht hart. Sie war mir einerseits sympathisch, andererseits stieß mich ihre Härte aber auch ab. Das legte sich im weiteren Verlauf des Buches dann immer mehr, als sich immer weiter offenbarte, worum es Em ging und wie sie so hart werden konnte.
Marina hingegen war mir direkt sympathisch. Ein wenig naiv vielleicht, aber ich empfand sie als nettes, junges Mädchen.
Finn behielt im Laufe der Geschichte bei mir den gleichen Level bei. Ich mochte ihn einfach.
James, um den sich die Handlung ja irgendwie dreht, mochte ich eigentlich auch sehr, aber ich konnte seine Handlungen und Wandlungen teils nicht so ganz nachvollziehen. Das ist auch der größte Kritikpunkt, den ich an dieser Geschichte, die mir ansonsten ausnehmend gut gefallen hat, habe. Seine Intention war für mich nicht zu allen Zeitpunkten wirklich verständlich und kamen nicht wirklich authentisch bei mir an.

Den Aufbau der Geschichte kann ich nur als gelungen bezeichnen. Die Spannung ist von Anfang an vorhanden und trägt sich bis zum Ende hin. Das Ende selbst ist ein wenig überraschend und klasse gelöst. Die Zeitreise-Geschichte auch überzeugend dargestellt, ohne viele Logikfehler. Es gibt immer mal wieder ein paar überraschende Enthüllungen, vor allem, wenn man sich vor der Lektüre nicht hat spoilern lassen, das hat mir besonders gut gefallen. 

 

Fazit

Insgesamt konnte mich diese Zeitreise-Geschichte wirklich überzeugen. Sie war gut erzählt, hatte einen fesselnden Handlungsbogen und sehr interessante und gut ausgearbeitete Figuren. Die Frage, was aus einem werden kann, wie sich ein Mensch entwickeln kann und was passieren muss um angelegte Eigenschaften zu ändern, zog sich durchs Buch und konnte mich ebenso begeistern.
Bis auf den einen angesprochenen Kritikpunkt hat mir dieses Buch ausnehmend gut gefallen, angefangen beim außergewöhnlichen Klappentext, bis hin zum spannenden Schluss!

 

Meine Wertung:

RegenbogenRegenbogenRegenbogenRegenbogen

Invaders: Sie kommen in Frieden … oder so – Peter Ward

invaders

Piper Verlag
Broschierte Ausgabe
ca. 384 Seiten
14,99 Euro
Oktober 2013
Originaltitel: Time Rep
ISBN: 978-3492703130
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Inhalt (lt. amazon.de):
Geoff Stamp glaubt nicht an Zeitreisen – bis er ein unwiderstehliches Jobangebot bekommt: Er soll als Zeitreiseführer Touristen aus der Zukunft betreuen. Doch bald stellt sich heraus, dass eine außerirdische Macht Spione in Geoffs Umfeld gebracht hat, um eine zerstörerische Invasion auf die Menschheit vorzubereiten. Geoff findet sich im Mittelpunkt eines galaktischen Konflikts wieder … Die Invasoren kamen aus der Vergangenheit. Aus der Zukunft kehrten sie zurück, um uns endgültig zu unterwerfen. In der Gegenwart trafen sie auf einen Mann, mit dem sie nicht gerechnet hatten: Geoff Stamp. Er hatte gerade seinen neuen Job angetreten. Und sah es gar nicht ein, sich dies durch ein paar außerirdische Reptilien zunichte machen zu lassen … Peter Wards gefeiertes Debüt ist ein episches Abenteuer zwischen den Zeiten – irrwitzige Verwicklungen und gigantische Weltraumschlachten inklusive.

Zitat:
»Heutzutage nicht. Im All zu drehen ist genauso einfach wie eine Autoverfolgungsjagd auf der Erde zu filmen. Außerdem merkt das Publikum den Unterschied. Vergleichen sie mal Star Trek 2 mit Star Trek 200, dann verstehen Sie, was ich meine.«
(S. 283 ff.)

Kommentar:
Geoff Stamp ist ein unscheinbarer Typ. Nicht, weil er aus der Masse nicht raussticht, sondern weil er überhaupt nicht auffällt, denn wer sich nie zeigt, wird auch nicht wahr genommen. Geoff geht selten vor die Tür, hat seit einiger Zeit keinen Job mehr, auch keine Lust sich einen zu beschaffen und spielt die meiste Zeit Computerspiele. Sein einziger Freund ist Tim, bei dem er auch wohnt, von dem er allerdings nicht viel weiß, außer dass Tim den faulen Geoff und sein unsoziales Verhalten bedingungslos duldet, was Geoff zwar sehr gelegen, aber auch ein wenig merkwürdig vorkommt. Eines Tages kommt Tim schließlich mit einem Stellenangebot, auf das Geoff sich seiner Meinung nach bewerben sollte, was Geoff aus Scham auch tut, schließlich zahlt er Tim schon seit Ewigkeiten keine Miete mehr. Auf seine nichtssagende Bewerbung bekommt er auch postwendend eine Antwort, sogar noch bevor er sie überhaupt selbst abgeschickt hat …

Ich weiß gar nicht mehr wirklich, was ich mir von diesem Buch versprochen habe, aber es war etwas anderes als das, was ich bekommen habe. Es war besser!
Ich hatte schon eine humorvolle Geschichte erwartet, das hat mir der Titel bereits verraten, die Inhaltsbeschreibung fand ich allerdings eher etwas nichtssagend, so dass ich wirklich recht unbelastet an die Geschichte gehen konnte.

Den Beginn der Geschichte fand ich ein wenig lahm, den Schreibstil etwas distanziert und wenig fesselnd. Ich brauchte erst einmal einige Seiten um rein zu kommen, zumal mir auch der Protagonist selbst, Geoff Stamp, weder sympathisch noch irgendwie nachvollziehbar agierend war. Mit seiner faulen und gleichgültigen Art konnte er mich zunächst nicht für sich einnehmen. Nach den ersten Seiten wurde die Handlung allerdings interessant und auch ein wenig abstrus, so dass ich einfach weiter lesen musste, denn ich wollte selbst wissen, was es mit diesem merkwürdigen Jobangebot auf sich hatte. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich auch bereits total an den Schreibstil gewöhnt und fand ihn zum Schluss dann doch sogar sehr passend zur Geschichte.
Auch Geoff wurde mir immer sympathischer und als er schließlich seine Rolle in der Geschichte vorgesetzt bekam, nämlich die der unbedeutendste Mensch der Erde zu sein, wurde auch endlich sein Ehrgeiz geweckt und ich konnte auch seine Handlungen und Gedankengänge nachvollziehen.

Insgesamt ist in dieser Geschichte alles sehr überspitzt und ironisch dargestellt, was mir am Anfang ein wenig Schwierigkeiten bereitete, mir zum Schluss aber sehr gut gefiel! „Invaders“ hat seine glorreichen Momente, die während des Lesens einfach Spaß machen, die ich dann auch mit lachendem Auge und offenen Mund verfolgen konnte und die ich auch so schnell nicht vergessen werde, so besonders war die Geschichte im Gesamten. Die Idee ist sicherlich nicht neu, obwohl einige Elemente doch sehr erfrischend waren, die Umsetzung aber ist total überzeugend und anders.

Von mir gibt es für diese tolle Zeitreise-Science-Fiction-Alien-Invasions-Führungs-Komödie vier sehr gute Sterne mit Tendenz zum fünften Stern!

 

Meine Wertung:
RegenbogenRegenbogenRegenbogenRegenbogen

Die Luna-Chroniken 2: Wie Blut so rot – Marissa Meyer

wieblutsorot

Carlsen Verlag
Gebundene Ausgabe
ca. 432 Seiten
19,90 Euro
Januar 2014
Originaltitel: The Lunar Chronicles – Scarlet
ISBN: 978-3551582874
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Inhalt (lt. amazon.de):
Zwei ganze Wochen ist Scarlets Großmutter nun schon verschwunden. Entführt? Tot? Die Leute im Dorf sagen, sie sei sicher abgehauen. Sie sei ja sowieso verrückt. Aber für Scarlet ist Grandmère alles – von ihr hat sie gelernt, wie man ein Raumschiff fliegt, Bio-Tomaten anbaut und seinen Willen durchsetzt. Dann trifft Scarlet einen mysteriösen Straßenkämpfer – Wolf. Er fasziniert sie; doch kann sie ihm trauen? Immerhin: Die reißerischen Berichte über Cinder und das Attentat auf Prinz Kai hält Wolf ebenso wie sie für Quatsch. Aber irgendein Geheimnis verbirgt der Fremde …

Zitat:
Lunarier konnten Menschen dazu bringen, Dinge zu sehen, die nicht existierten, und Gefühle zu entwickeln, die auf nichts beruhten. Sie konnten Menschen einer Gehirnwäsche unterziehen, so dass sie Dinge taten, die sie sonst nie tun würden. Ohne Diskussion. Ohne Widerstand.
(S. 53)

Kommentar:
Während Scarlet sich auf die verzweifelte Suche nach ihrer plötzlich verschwundenen Großmutter macht und dabei dem mysteriösen Wolf begegnet, zu dem sie sich direkt hingezogen fühlt, kann Cinder aus ihrer Gefangenschaft fliehen, noch bevor sie nach Luna ausgeliefert wird. Dabei hilft ihr ein weiterer Gefängnisinsasse, mit dessen Hilfe sie nach Frankreich flüchtet, auf den Spuren ihrer Vergangenheit.
Währenddessen versucht Imperator Kai verzweifelt sein Abkommen mit Luna einzuhalten und Cinder wieder zu finden, um sie Königign Levana von Luna ausliefern zu können, ansonsten droht Luna der Erde mit einem schrecklichen Krieg, in dem die Erde so wie es aussieht, den Kürzeren ziehen würde …

Ebenso wie bereits der erste Band ist auch dieses Buch optisch ein echter Hingucker. Der Schutzumschlag ist mit zahlreichen, rot-metallisch glänzenden Wolfssilhouetten geprägt, so dass diese zusammen ein tolles Muster ergeben. Das Papier fühlt sich an wie Tonpapier. Insgesamt also wieder eine stimmige Optik und zusammen machen sich die beiden bisher erschienenen Luna-Chronik-Bände wirklich gut im Regal.

In diesem zweiten Teil bekommen wir mit Scarlet eine neue Hauptfigur vorgesetzt. Scarlet ist sehr temperamentvoll und facettenreich und ebenso sympathisch wie es bereits Cinder war. Die Suche nach ihrer Großmutter erleben wir als Leser mit und ich habe am Anfang wirklich überlegt und war sehr gespannt, wie dieser Strang um Scarlett und ihre Großmutter zur bisherigen Geschichte passen würde. Erst zum Ende hin laufen die beiden Stränge nämlich zusammen und auch dem Leser wird das gesamte Ausmaß bewusst.
Außer Scarlet gibt es noch einige weitere neue Figuren und hier muss ich sagen, dass die Autorin ihre Figuren hier meiner Meinung nach so richtig gut in Szene setzt, ich finde allesamt richtig gut gelungen, mit viel Tiefe.

In diesem Band lernen wir auch ein wenig mehr von der Erde der Zukunft kennen, denn die Geschichte spielt nicht mehr nur im asiatischen Staatenbund, sondern auch im Frankreich des zukünftigen Europas. Hier beweist Marissa Meyer einmal mehr, was für eine tolle und gut durchdachte Geschichte und auch Welt sie hier erdacht und erschaffen hat.

Die politischen Konflikte zwischen den Oberhäuptern der Erd-Staaten und Luna bekommen wir als Leser auch in diesem Band wieder aus der Sicht von Prinz Kai mit, der ja nun Imperator und somit Oberhaupt des asiatischen Staatenbundes ist, allerdings nicht so detailliert wie noch im ersten Band. Dennoch wird auch hier wieder deutlich, wie grausam, gefährlich und machtgierig Königin Levana tatsächlich ist und was ihre eigentlichen Pläne sind.

Die Geschichte um Cinder wird in diesem Buch nicht allzu weit gebracht, nachdem sie entkommen konnte, befindet sie sich hauptsächlich auf der Flucht und auf den Spuren ihrer Vergangenheit und das ist wirklich interessant, denn wir erfahren einiges über Cinders Vergangenheit und wie sie zu dem wurde was sie nun ist und wie es überhaupt dazu kam. Dies verdeutlicht die Wichtigkeit ihrer Existenz noch viel mehr. Außerdem fängt Cinder selbst so langsam an zu verstehen, wer sie tatsächlich ist und zu akzeptieren, dass sie Lunarierin ist.
Erwähnenswert ist vielleicht noch, dass die Geschichte direkt dort wieder einsetzt, wo sie im ersten Band endete, wir verlieren also keine Zeit mit Cinder.

Die märchenhaften Elemente wurden auch in diesem Band eher subtil in die Geschichte gestreut, allerdings trotzdem unübersehbar. Auch dieses Buch ist übrigens in vier große Abschnitte gegliedert, betitelt mit “Erstes Buch”, “Zweites Buch” etc. Jedem Abschnitt gehen ein paar Zeilen des original Märchens voraus. Wer die original Märchen kennt, der kann natürlich schon ein paar Schlüsse ziehen, aber ganz so einfach macht es uns die Autorin uns hier auch wieder nicht, denn die Luna-Chroniken sind einfach keine normalen Nacherzählungen und das gefällt mir einfach richtig gut.  

Insgesamt hat mir auch “Wie Blut so rot” wieder richtig gut gefallen! Zum Ende des Buches findet sich nach den Danksagungen noch die ersten Seiten des dritten Bandes, der “Wie Sterne so golden” heißen wird. Einen Erscheinungstermin dafür gibt es leider noch nicht, aber ich hoffe darauf, dass wir es vielleicht schon zum Ende des Jahres in den Händen halten dürfen. Auf den vierten Teil werden wir noch lange genug warten müssen, denn dieser wird voraussichtlich erst 2015 in Originalsprache erscheinen.

Von mir gibt es für diese grandiose Fortsetzung auf den Fall wieder die volle Punktzahl! Ich liebe Marissa Meyers Fantasie und ihre erschaffene Welt und freue mich bereits sehr auf die Fortsetzung!

 

Meine Wertung:
RegenbogenRegenbogenRegenbogenRegenbogenRegenbogen

Eve & Adam – Michael Grant, Katherine Applegate

eveadam

Ravensburger Verlag
Gebundene Ausgabe
ca. 352 Seiten
16,99 Euro
Dezember 2013
Originaltitel: Eve & Adam
ISBN: 978-3473401048
Bestellen bei Amazon.de

Inhalt (lt. amazon.de):
Als Tochter aus reichem Hause genießt die 17-jährige Evening Spiker so manches Privileg: zum Beispiel einen Aufenthalt in der Privatklinik ihrer Mutter, wo sie nach einem schweren Verkehrsunfall behandelt wird. Damit Eve sich im tristen Krankenhausalltag nicht langweilt, soll sie ihren Traumtyp am Computer entwerfen. Größe, Augenfarbe, IQ – Eve darf alles selbst entscheiden. Sie hält es für ein lustiges Spiel, doch kurz darauf steht er ihr leibhaftig gegenüber …

Zitat:
Ich will das linke Auge ausradieren, da fällt mir plötzlich das Plakat mit den Eselsohren ein, das im Zeichensaal hängt: Kreativität heißt, eigene Fehler zuzulassen. Kunst heißt, zu wissen, welche man behalten soll.
(S. 157 ff.)

Kommentar:

Eve ist die Tochter einer sehr reichen Frau, die ein Pharmaunternehmen besitzt. Geld spielt keine Rolle, aber ein gute Verhältnis hat Eve nicht zu ihrer Mutter. Als Eve eines Tages einen Unfall hat und in der Firma ihrer Mutter behandelt wird, die selbstverständlich eine eigene gut ausgestattete Krankenstation hat, bekommt sie von ihrer Mutter als Aufgabe sich mit einem Computerprogramm zu befassen, damit sie sich nicht langweilt. Mit diesem Computerprogramm erschafft sie sich ihren Traummann. Natürlich virtuell, jedenfalls dachte Eve das, bis ihr Traummann plötzlich vor ihr steht. Das ist aber noch nicht alles, denn irgendetwas in der Firma ihrer Mutter läuft falsch. Welche gefährlichen Experimente laufen dort ab? Zusammen mit ihrer besten Freundin Aislin und dem jungen Solo, der ebenfalls für ihre Mutter arbeitet, versucht sie dem Geheimnis auf die Spur zu kommen und kann das Ausmaß ihrer Entdeckung selbst gar nicht begreifen …

Eve & Adam hat mich aufgrund der Kurzbeschreibung interessiert, die Story hörte sich interessant an und ich wollte gerne mehr erfahren. Das Cover fand ich zunächst als Bild nicht besonders toll, aber auch nicht schlecht. Als ich das Buch dann schließlich in Händen hielt, war ich vom Cover allerdings sehr angetan, denn der Schutzumschlag selbst ist transparent und bedruckt und schaut einfach klasse aus! Auch das Buch selbst ist bedruckt, allerdings fehlen dort die technischen Abbildungen. Insgesamt fand ich diese Idee also sehr gut und optisch muss ich sagen, dass dieses Buch dadurch ein echter Hingucker ist. Total gelungen!

Die Geschichte selbst ist sehr kurzweilig. Durch die kurzen Kapitel und die sehr große Schrift, lässt sich das Buch schnell lesen. Obwohl viele moralische Themen angesprochen werden, geht das Buch dennoch nicht weiter darauf ein, so dass hier alles eher oberflächlich abgehandelt wird. Man merkt dem Buch also an, dass es sich wirklich an Jugendliche richtet, für die einfach andere Dinge wie z.B. die Liebe oder ein perfektes Aussehen eher im Vordergrund stehen.

Eve fand ich als Figur recht sympathisch, ebenso wie Solo, obwohl ich vor allem Eves Handlungen und Gedanken nicht immer so wirklich nachempfinden konnte, vor allem was ihre Verliebtheit betraf und auch ihr Verhältnis zu Aislin konnte ich nur bis zu einem gewissen Grad nachvollziehen, denn Aislin fand ich als Figur wirklich sehr dumm, naiv und fast schon nervtötend.

Die Geschichte selbst ist ganz nett erzählt und ein wenig Spannung kommt ebenfalls auf. Insgesamt fand ich das Buch sehr nett, aber mehr leider auch nicht. Aus der Thematik hätte man sicherlich ein wenig mehr rausholen, vor allem auch so, dass ein wenig mehr im Gedächtnis hängen bleibt und auch ein wenig zum nachdenken anregt. So bleibt eine nette Geschichte, die unterhält. Nicht mehr und nicht weniger.
Von mir gibt es hier drei gute Sterne!

 

Meine Wertung:
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