Infernale – Sophie Jordan

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Loewe Verlag | Gebundene Ausgabe | ca. 384 Seiten | 17,95 Euro | Februar 2016 | Originaltitel: Uninvited | Übersetzer: Ulrike Brauns | ISBN: 978-3785581674

Inhalt

(lt. amazon.de):

Der erste Band der neuen Jugendbuch-Reihe von Firelight-Autorin Sophie Jordan konfrontiert Leser mit der Frage, inwiefern unsere DNA unser Schicksal bestimmt. Der Auftakt zu einer spannenden Reihe überzeugt mit packender Action, gefühlvoller Romantik und der schwierigen Suche nach der eigenen Identität. Von klein auf hörte ich Wörter wie begabt. Überdurchschnittlich. Begnadet. Ich hatte all diese Wünsche, wollte etwas werden. Jemand. Niemand sagte: Das geht nicht. Niemand sagte: Mörderin. Als Davy in einem DNA-Test positiv auf das Mördergen Homicidal Tendency Syndrome (HTS) getestet wird, bricht ihre heile Welt zusammen. Sie muss die Schule wechseln, ihre Beziehung scheitert, ihre Freunde fürchten sich vor ihr und ihre Eltern meiden sie. Aber sie kann nicht glauben, dass sie imstande sein soll, einen Menschen zu töten. Doch Verrat und Verstoß zwingen Davy zum Äußersten. Wird sie das werden, für das alle Welt sie hält und vor dem sie sich am meisten fürchtet – eine Mörderin? Sophie Jordan spinnt aus der Frage, wie stark Gene unseren freien Willen beeinflussen, eine actionreiche Jugendbuch-Reihe über den Versuch, sich seiner Vorherbestimmung zu entziehen.

Gewähltes Zitat

Ich warte mit der verzweifelten Hoffnung, dass ich mich irre. Dass er es nicht aussprechen wird. Dass er etwas anderes sagen wird, das all die schlimmen Dinge auslöschen kann, die mir gerade durch den Kopf gehen. Ich brauche eine Bestätigung, dass er nicht genauso schlimm ist wie die anderen. Dass er mich nicht als etwas Beschädigtes sieht.

(S. 125)

Meine Meinung

Davys ganze Welt bricht zusammen, als die wohlbehütete Schülerin ihr HTS Ergebnis bekommt. Bei ihr wurde tatsächlich das Mördergen nachgewiesen, was bedeutet, dass sie eines Tages zur Mörderin werden wird. Ab sofort gekennzeichnet wird sie von ihrer Schule verwiesen, ihre Freunde meiden sie und ihr Freund macht mir ihr Schluss. Damit aber nicht genug, die Regierung beschließt alle Gen-Träger zu isolieren. Davy hat noch Glück im Unglück, denn sie kommt mit weiteren 50 Gen-Trägern in eine besondere Elite-Einrichtung, in der sie ausgebildet werden sollen. Doch ist diese Ausbildung wirklich so viel besser als die Lager? Davy ist sich da nicht mehr so sicher …

Gut, dass ich auf Infernale aufmerksam wurde

Wow, Infernale kam hier recht überraschend nach einer witzigen Marketing-Aktion des Verlags an (siehe hier und hier). Ich weiß gar nicht, ob ich es sonst gelesen hätte, aber ich bin wirklich froh darüber, denn ich habe es begeistert verschlungen!

Sophie Jordan hat hier eine wirklich mitreißende und erschreckende Geschichte geschaffen, die mich total an die Seiten fesseln konnte und mich nicht mehr los ließ, bis ich auch die letzte Seite gelesen hatte.

Eine sehr klischeehafte Protagonistin

Das Buch beginnt recht ruhig, wir lernen die Protagonistin Davy kennen. Davy ist eine gute Schülerin, beliebt und recht normal. Sie ist behütet aufgewachsen und geht auf eine Privatschule und selbstverständlich steht auch der heißeste Typ der Schule auf sie. Alles recht klischeebehaftet könnte man meinen und tatsächlich ist das auch so. Davy wird als ein typisch amerikanischer Teenager beschrieben, wie es sie in Büchern wie Sand am Meer gibt. Gestört hat mich das jedoch überhaupt nicht, denn der Bruch der darauf folgt, der ist einfach enorm und das Leben dieses klischeehafte Leben, dass Davy vorher führte, verdeutlicht nur noch mehr wie tief der Fall ist.

Aber die Reaktionen reißen alles wieder raus!

Eine große Überraschung war es für mich nicht, dass Davy eine Gen-Trägerin war. Das hatte ich nach den ganzen Informationen im Vorfeld (Klappentext etc.) bereits erwartet. Erstaunt hat mich dann aber die Reaktion ihrer Umwelt. Die war wirklich einfach krass! Nicht nur ihre Freunde wandten sich ab, sondern auch ihre Eltern. Zwar nicht komplett und konsequent, aber das Verhalten änderte sich doch sehr deutlich. Und das in einer Situation, in der ihre Tochter doch umso mehr Unterstützung gebraucht hätte.
Natürlich habe ich daraufhin überlegt, ob diese Reaktionen überhaupt gerechtfertigt waren, aber doch, sie waren es. Es hat alles total gut ins Bild dieser zukünftigen Gesellschaft gepasst. Jeder ist sich selbst der nächste, alles muss (über)reguliert, alles muss kontrolliert werden. Unliebsamkeiten werden einfach ausgemerzt.

Dieses Szenario war einfach wahnsinnig interessant, aber gleichzeitig auch erschreckend, vor allem, weil ich schon so viele Parallelen zu unserer heutigen Gesellschaft feststellen konnte, denn auch hier wird oftmals schnell mit Steinen geworfen, obwohl noch keine Schuld bewiesen, nichts geschehen ist.

Fazit

Die ganze Geschichte die Sophie Jordan hier erdacht hat, konnte mich fesseln, schockieren und faszinieren, alles gleichermaßen. Infernale hat einfach alles von einem spannenden Thriller, einer erschreckenden Dystopie und auch etwas von einem Drama. Es nimmt einem mit, stimmt traurig und fesselt einen an die Seiten. Großartig! Ich bin gespannt auf den nächsten Teil dieser Dilogie!

Meine Wertung

4 thoughts on “Infernale – Sophie Jordan

    • Huhu Babsi!

      Oh, echt? :O Ich habe bislang nur von zwei weiteren Bloggerinnen gelesen, dass Ihnen das Buch auch total gut gefallen hat! Die negative Kritik interessiert mich jetzt aber, da werde ich gleich mal suchen :)
      Ich fand es auf jeden Fall mega-gut! :D

      Liebe Grüße,
      Nicole

      • Ich hab gerade heute Morgen die Bestätigung bekommen, dass ich das Buch bei einer Aktion gewonnen habe. Vielleicht schaffe ich es ja zeitnah, es auch zu lesen :-)

        Viele Grüße
        Babsi

  1. Pingback: Infernale 2: Rhapsodie in Schwarz von Sophie Jordan - About BooksAbout Books

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