Die Auswahl – Ally Condie

Inhalt (lt. amazon.de):

Das System sagt, wen du lieben sollst – aber was sagt dein Herz?

Stell dir vor, du lebst in einer Welt, die ein absolut sicheres Leben garantiert. Doch dafür musst du dich den Gesetzen des Systems beugen: den Menschen lieben, der für dich bestimmt wird. Was würdest du tun? Für die wahre Liebe dein Leben riskieren? Für die 17-jährige Cassia ist heute der wichtigste Tag ihres Leben: Sie erfährt, wen sie mit 21 heiraten wird. Doch das Ergebnis überrascht alle: Xander, Cassias bester Freund, ist als ihr Partner vom System ausgewählt worden. Als jedoch, offenbar wegen eines technischen Defekts, das Bild eines anderen Jungen auf dem feierlich überreichten Microchip auftaucht, wird Cassia misstrauisch. Kann das System wirklich entscheiden, wen sie lieben soll? »Als ich »Cassia & Ky« gelesen habe, spürte ich dieselbe Begeisterung wie bei den »Biss-Romanen«.« Jodi Reamer, die Entdeckerin von Stephenie Meyer.

Kommentar:

Sie entscheiden alles. Sie entscheiden was wir essen, was wir spielen, was wir lernen. Sie entscheiden welchen Beruf wir ergreifen, wer wir sind und wen wir lieben. Sie entscheiden wann wir Kinder bekommen und wann wir sterben. Sie – das ist die Gesellschaft in Ally Condies Roman „Die Auswahl“.

Cassia mag ihr Leben in der Gesellschaft, ist glücklich und furchtbar aufgeregt, denn in Kürze wird sie gepaart werden und somit den idealen Partner zugeteilt bekommen mit dem sie ihr restliches Leben verbringen wird. Ihr Leben scheint perfekt, wie überhaupt die gesamte Gesellschaft. Keine Krankheiten, kein Neid, kein Stress, keine Hast. Cassia hat alles was sie braucht. Das dachte sie zumindest, bis ihr Großvater stirbt und ihr etwas hinterlässt, was sie dazu bringt Fragen zu stellen. Ab diesem Zeitpunkt ist nichts mehr so wie es war und Cassia beginnt an der Gesellschaft und ihrem System zu zweifeln. Und sie verliebt sich in Ky. Nur das Ky leider nicht ihr zugeteilter Partner ist…

Ich fand diesen Roman von Anfang an recht mitreißend. Ally Condie hat eine Zukunft entworfen, die auf dem ersten Blick vielleicht perfekt wirkt. Bis auf die Tatsache, dass man keine freie Wahl mehr hat, keine Entscheidungen mehr selbst treffen darf.
Der Leser begleitet Cassia, die Hauptprotagonistin, auf ihrem Weg zum Zweifel durch diesen ersten Band. Je mehr sie erfährt, je mehr Regeln der Gesellschaft sie bricht, desto mehr beginnt sie das System zu hinterfragen und merkt, dass es noch mehr gibt als die wenigen Möglichkeiten die die Gesellschaft ihren Bürgern aufzwingt. Auch wenn das alles nur sehr langsam und zaghaft geschieht, zögernd, so habe ich diese Lektüre sehr genossen. Es geschieht nicht wirklich viel, aber die Handlung wird sehr intensiv geschildert und die Charaktere einem sehr nahe gebracht, so dass man bei diesem ersten Band wirklich eher das Gefühl hat eine Art Einleitung zu lesen. Und irgendwie ist es das ja auch, die Einleitung in eine Trilogie, denn das soll die Reihe um Cassia und Ky ja werden.

Zum Ende des Bandes hin werden wir also mit vielen Fragen und Kenntnis aller Charaktere, von denen die meisten irgendein Geheimnis haben, was es noch zu lösen gilt, allein gelassen und können nun dem zweiten Band entgegen fiebern, auf den wir ja leider noch eine ganze Weile warten müssen.

31LloTQf31L__SS500_ Fischer Jugendbuch Verlag
Gebundene Ausgabe
ca. 452 Seiten
16,95 Euro
Januar 2011
ISBN: 3841421199

Göttlich verdammt–Josephine Angelini

Inhalt (lt. amazon.de):

Schicksalhafte Liebe, antike Fehde, göttliches Erbe Die 16-jährige Helen lebt bei ihrem Vater auf Nantucket und langweilt sich. Ihre beste Freundin Claire hofft, dass nach den Ferien endlich etwas Aufregendes passiert. Der Wunsch geht in Erfüllung, als die Familie Delos auf die Insel zieht. Alle sind hin und weg von den äußerst attraktiven Neuankömmlingen. Nur Helen spürt von Anfang an großes Misstrauen. Gleichzeitig plagen sie plötzlich düstere Albträume, in denen drei unheimliche Frauen Rache nehmen wollen. Es scheint eine Verbindung zwischen ihnen und Lucas Delos zu geben. Was dahintersteckt, erfährt Helen erst nach und nach: Lucas und sie stammen von Halbgöttern ab und sind dazu verdammt, einen erbitterten Kampf auszulösen indem sie sich ineinander verlieben Der ultimative Roman für alle „Biss“- und „Panem“-Fans – mit dem hinreißenden Sehnsuchtspaar: Helen und Lucas. Eine Highschool-Romanze mit Elementen aus der griechischen Mythologie.

Kommentar:

Helen, ein zunächst einmal recht normal scheinendes Mädchen mit ausgeprägten Ängsten, ist die Hauptprotagonistin in Josephine Angelinis Werk „Göttlich verdammt“ – der Auftakt einer Trilogie. Dass Helen aber gar nicht so normal ist wie es zunächst den Anschein hatte wird dann recht bald klar, denn Helens Verhalten hat einen viel tiefer gehenden Grund, den aber nicht einmal sie selbst bis dahin kannte. Auslöser ist die neu hinzu gezogene Familie Delos, mit ihnen fangen die Merkwürdigkeiten an, denn als Helen Lukas, den unglaublich hübschen Sohn der Familie zum ersten Mal im Gang ihrer Schule trifft hat sie nur einen Wunsch: ihn zu töten! Und so stürzt sie sich mitten in der Schule, unter den Augen vieler Zeugen auf den Jungen um ihn mit bloßen Händen zu zerfetzen. Natürlich gelingt ihr dies nicht und so verliebt sie sich Hals über Kopf in Lukas, einem Scion, einen Halbgott, von denen es noch viele auf der Welt gibt. Helen wird hinein gezogen in eine uralte Blutfehde über die ich hier nicht mehr verraten will, ein wenig Spannung muss ja noch sein …

Zu Beginn des Buches war ich wirklich skeptisch. Die Geschichte beginnt wie viele andere Geschichten, nicht schlecht, aber wenig einfallsreich. Es kam mir vor wie eine Kreuzung zwischen der Twilight-Saga und der Percy Jackson-Reihe. Eine spannende Liebesgeschichte, scheinbar ohne Erfolgsaussicht und viel, viel griechische Mythologie. Glücklicherweise lag ich damit falsch, bzw. eigentlich doch nicht, denn dieser Trilogie-Auftakt vereint beides, aber auch noch viel mehr.
Will heißen: Natürlich hat die Autorin das Rad nicht neu erfunden, bzw. die Jugendfantasy nicht, aber die Geschichte ist einfach sehr spannend, fesselnd, an machen Stellen nimmt sie sich auch selbst nicht so ganz Ernst, was für zusäztlichen Lesespaß sorgt, allerdings ohne dabei albern oder unglaubwürdig zu werden.
Insgesamt hält sich die Autorin nicht mit Nebensächlichkeiten auf, aber vor allem die Hauptprotagonistin wird sehr schön beschrieben. Auch alle anderen Charaktere bleiben keine Stereotypen, auch wenn sie schon alle ihre typischen Verhaltensmuster zeigen. Das Tempo der Geschichte schreitet rasch vorran, so dass man das Buch mit seinen knapp 500 seiten recht schnell gelesen und viel Spaß dabei hat.

Fazit: Ein Jammer, dass wir so lange auf den zweiten Teil warten müssen. Diesem fiebere ich jetzt schon entgegen.

goettlich_verdammt Dressler Verlag
gebundene Ausgabe
ca. 494 Seiten
19,95 Euro
Mai 2011
ISBN: 3791526251

Das Tal 1.4 Die Prophezeiung – Krystyna Kuhn

Inhalt (lt. amazon.de):

Es ist Frühling im Tal und Katie ist das erste Mal seit langer Zeit richtig glücklich. Doch dann bricht das Grauen in die Idylle ein. Benjamin verschwindet für drei Tage spurlos. Und als er zurückkommt, ist er ein völlig anderer Mensch. Was ist mit ihm passiert? Als die Situation sich zuspitzt und Ben plötzlich in Lebensgefahr schwebt, macht Katie sich daran, seinen Spuren zu folgen.

 

Kommentar:

Dem vierten Band „Die Prophezeiung“ habe ich wirklich entgegen gefiebert, ich wollte endlich wissen wie es weiter geht, wollte meine Fragen beantwortet wissen. Im diesem Band stehen hauptsächlich Katie, David und Robert im Fokus. Sie begeben sich auf die Suche nach Antworten auf die Frage, wie es zu Benjamins geheimnisvollen Zusammenbruch kam, um ihm das Leben zu retten. Dabei offenbaren sich ihnen weitere Geheimnisse des Dead Valleys, die sie teils schockieren, den Leser allerdings eher neugierig stimmen, denn der Leser erfährt von Geheimnissen nicht wirklich viel.
Auch der Titel „Die Prophezeiung“ verwirrt mich immer noch ein wenig, denn von einer Prophezeiung habe ich irgendwie nichts mitbekommen?!
Vom vierten Band der Tal-Reihe hatte ich mir eigentlich Antworten erhofft, aber da wurde ich leider enttäuscht. Statt Antworten habe ich jetzt nur noch mehr Fragen als vohrer und am schlimmsten finde ich es, dass ich jetzt nicht einmal weiß, wie lange ich noch auf die Lösung des Rätsels um das Tal warten muss, denn ein Erscheinungsdatum für weitere Bände habe ich bisher leider nicht gefunden.
Dennoch hat mir dieser Teil der Reihe wieder besser gefallen, denn ich fand die ganze Handlung dieses Mal nicht so verworren und viel besser nachvollziehbar. Krystyna Kuhn versteht es auch hier wieder eine fesselnde Atmosphäre zu erzeugen, so dass man eigentlich gar nicht anders kann als das Buch zu verschlingen, es erst zuzuklappen, wenn auch die letzte Seite gelesen ist.
Tja und jetzt bin ich sehr gespannt darauf wie und vor allem wann es mit dem Tal weiter gehen wird.

 

51qUiZ4DokL__SL500_AA300_ Arena Verlag
Taschenbuchausgabe
ca. 269 Seiten
9,95 Euro
Februar 2011
ISBN: 3401065327

Nichts: Was im Leben wichtig ist – Janne Teller

Inhalt (lt. amazon.de):

„Nichts bedeutet irgendwas, deshalb lohnt es sich nicht, irgendwas zu tun.“ Mit diesen Worten schockiert Pierre alle in der Schule. Um das Gegenteil zu beweisen, beginnt die Klasse alles zu sammeln, was Bedeutung hat. Doch was mit alten Fotos beginnt, droht bald zu eskalieren: Gerda muss sich von ihrem Hamster trennen. Auch Lis Adoptionsurkunde, der Sarg des kleinen Emil und eine Jesusstatue landen auf dem Berg der Bedeutung. Als Sofie ihre Unschuld und Johan seinen Zeigefinger opfern mussten, schreiten Eltern und Polizei ein. Nur Pierre bleibt unbeeindruckt. Und die Klasse rächt sich an ihm … Eine erschütternde Parabel über das Erwachsenwerden, Erziehung und Gewalt in unserer Gesellschaft.

 

Kommentar:

Öhm, ja … ich weiß nicht was ich erwartet habe, aber sicher nicht das. Ich habe über dieses Buch vorher nichts gehört, wirklich nichts, weder in den Medien noch die Meinungen anderer Leser. Ich habe einfach nur eine Werbung im Forum des Klappentextes gelesen und mich daher für das Buch interessiert und war schon sehr überrascht, als ich sah, dass das Buch nur knapp 140 Seiten hat.

Diese paar Seiten ließen sich auch schnell an einem Nachmittag weg lesen. Der Stil ist durchgehend distanziert und emotionslos und wird aus der Sicht von Agnes geschildert, die ansonsten kaum charakterisiert wird. Ebenso übrigens wie auch alle anderen Personen, denn ihnen werden allen nur ein paar Eigenschaften zugeschrieben für die sie stehen (der fromme Kai z.B.).
Die Handlung kann auch mitnichten als Realistisch bezeichnet werden, aber das ist auch gar nicht der Anspruch des Buches. In sich ist alles stimmig und die Parabel wirft die Fragen nach dem Sinn des Lebens auf, bietet aber selbst eigentlich wenig weitergehende Thesen die man als Diskussionsgrundlage nehmen könnte.

Als Grundlage um über den Sinn des Lebens und über Bedeutendes zu diskutieren vielleicht ein netter Anstoß, aber das kann ich eigentlich auch schneller haben.

 

Nichts Carl Hanser Verlag
Taschenbuchausgabe
ca. 144 Seiten
12,90 Euro
Juni 2010
ISBN: 9783446235960

Die Stadt der verschwundenen Kinder–Caragh O’Brien

Inhalt (lt. amazon.de):

Sag mir, wo die Kinder sind

Die junge Gaia gehört mit ihrer Mutter zu den wichtigsten Menschen ihrer Gemeinschaft: Als Hebamme muss sie jeden Monat die ersten drei Neugeborenen an der Mauer der Stadt abgeben – so lautet das Gesetz. Noch nie hat jemand es gewagt, gegen dieses Gesetz und die Herrscher jenseits der Mauer aufzubegehren. Doch dann werden Gaias Eltern verhaftet, und das Mädchen begibt sich auf die Suche nach dem Geheimnis der Stadt jenseits der Mauer – und nach dem Schicksal der verschwundenen Kinder …
Es ist eine unbarmherzige Welt, in der die sechzehnjährige Gaia aufwächst. Alles ist streng rationiert und jeder träumt von einem besseren Leben. Das ist jedoch nur wenigen Auserwählten vorbehalten, die in einer geheimnisvollen Stadt leben, der Enklave, hinter einer unüberwindlichen Mauer. Alle anderen müssen sich mit dem zufriedengeben, was die Enklave ihnen zuteilt. Der Preis dafür ist hoch: Jeden Monat müssen die ersten drei Neugeborenen an der Mauer abgegeben werden. Wer sich weigert, wird mit dem Tod bestraft, besonders Hebammen wie Gaia und ihre Mutter. Doch dann werden eines Tages Gaias Eltern verhaftet. Für das junge Mädchen zerbricht eine Welt, und sie beginnt Fragen zu stellen: Was geschieht mit den verlorenen Kindern? Als Gaia auf der Suche nach Antworten heimlich die verbotene Stadt betritt, beginnt für sie ein Abenteuer voller Gefahren, und sie macht eine Entdeckung, die das Schicksal der Kinder und die Zukunft der Menschen für immer verändern wird …

 

Kommentar:

Die Welt in einer fernen Zukunft. Die Menschheit so wie wir sie kennen gibt es nicht mehr. Es leben nur noch wenige Menschen. Das Buch spielt an einem Ort mitten in einer Ödnis. Mittendrin die Enklave. Eine Stadt hinter einer hohen Mauer in der die Menschen gut leben und alles haben was sie benötigen. Vor den Mauern der Stadt wohnen noch weitere Bewohner in ärmlichen Verhältnissen. Sie sind abhängig von den Menschen in der Eklave und müssen sogar ihre Erstgeborenen Babys eines jeden Monats an die Enklave abtreten. Die meisten Menschen wehren sich nicht dagegen, sie denken, dass es den Kindern in der Enklave besser gehen wird. Auch Gaia denkt so. Gaia ist zusammen mit ihrer Mutter Hebamme in ihrem Sektor. Bis ihre Eltern verhaftet werden. Diese Verhaftung setzt einen Stein ins Rollen. Gaia hinterfragt die Handlungen der Enklave und verheimlicht ihnen eine gemeine Liste ihrer Mutter, deren Sinn sie allerdings noch nicht erfasst hat. Als sie schließlich in die Enklave eindringt um ihre Eltern zu befreien wird sie schließlich selbst zur Kriminellen …

Ich finde es schwierig dieses Buch zu bewerten ohne zuviel von der Handlung zu verraten. Ich selbst habe das Buch innerhalb kürzester Zeit zu Ende gelesen, weil es so spannend war und ich sehr mit den Charakteren mitgefiebert habe. Speziell natürlich mit Gaia. Gaia ist ein toll herausgearbeiteter Charakter und ich fand sie zu jedem Zeitpunkt im Buch glaubhaft. Ein wenig heldenhaft, aber nicht so, dass es zu heldenhaft und damit unglaubwürdig wurde. Auch keine absolute Symathieträgerin. Generell fand ich alle Charaktere nicht zu stereotyp, sondern sehr abwechselungsreich und nicht wenige Charaktere und auch einige Handlungen konnten mich überraschen. Nicht zuletzt die kurzen Kapitel machten aus dieser Geschichte ein sehr angenehmes und kurzweiliges Lesevergnügen, auch wenn die Geschichte an sich noch eine Weile nachklingen wird.
In sich abgeschlossen bietet die Geschichte allerdings noch viel Raum für eine Fortsetzung, die hoffentlich auch noch kommt.

Einen Kritikpunkt hatte ich allerdings schon. Von den Größenverhältnissen der Örtlichkeiten habe ich innerhalb des Buches immer wieder unterschiedliche Vorstellungen bekommen. Zunächst wurde erwähnt, dass es unglaubliche viele Bewohner geben würde und die Enklave groß sei, andererseits war es aber möglich in der einen Szene schnell vom einen Ende zum anderen zu gelangen, was in einer späteren Szene unmöglich schien. Auch die abgedruckte Karte ist da wenig hilfreich, denn auf dieser schaut es so aus, als bestünde alles eh nur aus wenigen Straßen. Von daher war ich ein wenig verwirrt und habe mir öfter mal andere Örtlichkeiten vorgestellt.
Außerdem ist auch der Titel ein wenig irreführend, denn wirklich verschwunden sind die Kinder nicht, sie wurden abgegeben, auch wenn ihre Herkunft zunächst nicht bekannt ist.
Das ist aber auch schon mein einziger Kritikpunkt und dafür auch der Punktabzug.

Insgesamt aber eine sehr schöne Geschichte, auch für Jugendliche, auch wenns an der einen oder anderen Stelle vielleicht schon ein wenig hart wird, aber das ist auch für junge Leute wohl schon zu verkraften.

 

 

Cover-Die-Stadt-der-verschwundenen-Kinder Heyne Verlag
Gebundene Ausgabe
ca. 464 Seiten
16,99 Euro
Januar 2011
ISBN: 9783453528000

Smaragdgrün – Kerstin Gier

Inhalt (lt. amazon.de):

Gwendolyn ist am Boden zerstört. War Gideons Liebesgeständnis nur eine Farce, um ihrem großen Gegenspieler, dem düsteren Graf von Saint Germain, in die Hände zu spielen? Fast sieht es für die junge Zeitreisende so aus. Doch dann geschieht etwas Unfassbares, das Gwennys Weltbild einmal mehr auf den Kopf stellt. Für sie und Gideon beginnt eine atemberaubende Flucht in die Vergangenheit. Rauschende Ballnächte und wilde Verfolgungsjagden erwarten die Heldin wider Willen und über allem steht die Frage, ob man ein gebrochenes Herz wirklich heilen kann …

 

Kommentar:

Ja, ich muss zugeben, dass ich jetzt nach Beendigung des Buches ziemlich frubiert (<- Leser wissen, dass es frustriert bedeutet ;-)) darüber bin, dass es zu Ende ist. Leider, leider, denn mit Gwen und Gideon in der Zeit herum zu springen hat wirklich irre viel Spaß gemacht! Aber mal von vorne …

Der dritte Band der Edelstein-Trilogie von Kerstin Gier fängt gut an. Die Autorin lässt uns die Männer verfluchen, mit Gwen mitleiden, mit Gideon und Gwen zusammen mit zittern, Charlotte hassen, Tante Glenda verachten … das gesamte Repertoire an Emotionen also. Über den genauen Inhalt will ich hier kein weiteres Wort verlieren, das soll einfach jeder selbst lesen und die Gefahr ist zu groß, dass ich etwas vorwegnehme. Wer die vorangegangen Bücher gelesen hat, der hat sich ja bereits schon seine eigenen Gedanken machen können und wird wahrscheinlich nun bemerken, dass er damit richtig lag. Macht aber gar nichts, auch wenn die Handlung ein wenig vorhersehbar war – und das war sie wirklich – hat das der Geschichte allerdings überhaupt nicht geschadet. Ich habe dennoch jede Seite verschlungen und fand das Buch zu keinem Zeitpunkt langweilig.

Für mich bleiben keine offenen Fragen, die Auflösung war gut durchdacht und intelligent mit der restlichen Handlung verwoben, man muss halt nur aufmerksam mitlesen, auch wenn das vielleicht etwas schwer fällt, wenn man so begierig darauf ist zu erfahren, wie es nun zu Ende geht.
Insgesamt also ein würdiger Abschluss einer großartigen Trilogie. Auf die Verfilmung bin ich nun wirklich gespannt, auch wenn diese trotzdem niemals mit der Buchvorlage mithalten können wird.

 

 

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Arena Verlag
gebundene Ausgabe
ca. 496 Seiten
18,95 Euro
Dezember 2010
ISBN: 9783401063485

Alterra 3: Im Reich der Königin – Maxime Chattam

Inhalt (lt. amazon.de):

BIST DU BEREIT FÜR DAS ABENTEUER DEINES LEBENS? Eine unbekannte Macht hat die Welt über Nacht in eine andere verwandelt – in einen Ort voller Gefahren und Abenteuer, in der Jugendliche jeden Tag ihren Mut beweisen müssen. Auf der Flucht vor einem unheimlichen Schattenwesen verschlägt es die drei besten Freunde Matt, Ambre und Tobias in den Blinden Wald, wo riesige Pflanzenwesen auf sie lauern, an Bord eines Luftschiffes und schließlich in das Reich der schrecklichen Königin Malronce, die ein ganz besonderes Interesse an Matt zu haben scheint … Ist die Gemeinschaft der Drei stark genug, um dieses Abenteuer zu überstehen?

 

Kommentar:

Der zweite Band der Alterra-Trilogie ist noch besser und spannender als es der erste schon war. Der zweite Teil knüpft direkt ans Ende des ersten Teils an, es geht schnell weiter und man ist schnell wieder mitten im Geschehen. Die Gemeinschaft der Drei, die immer noch aus Matt, Tobias und Ambre besteht, ist immer noch auf der Suche nach Antworten. Zusammen brechen sie auf nach Süden ins Reich der Königin um zu Erfahren, was es mit den Geschehnissen auf der Welt auf sich hat, was weiter geplant ist und warum die Königin hinter Matt her ist.
Auf ihrer Reise treffen sie auf weitere Pan-Gemeinschaften und noch mehr fantastischen und beängstigenden Kreaturen.

Es geht hier noch phantastischer zu als schon im ersten Band. Maxime Chattam kreiert eine fantasievolle neue Welt, mit vielen unheimlichen, phantastischen Wesen. Die Handlung ist nicht wirklich vorhersehbar, wie es viele andere Jugendbücher ja oftmals sind. Für ein Jugendbuch finde ich dieses übrigens auch recht brutal. Ich würde eher von einem Buch für jung gebliebene Erwachsene sprechen, das trifft es wohl eher.
Einige Fragen, die sich im ersten Band ergeben haben werden in diesem zweiten beantwortet, die meisten allerdings, sowie viele neue, leider noch nicht, da werden wir uns bis zum dritten Band gedulden müssen, der aber glücklicherweise bereits noch in diesem Jahr erscheinen wird.

Insgesamt eine sehr gelungene Fortsetzung und ich kann es kaum noch erwarten den finalen Teil endlich in den Händen halten zu können.

 

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Pan Verlag
gebundene Ausgabe
ca. 400 Seiten
16,99 Euro
August 2010
ISBN:9783426283066

Das Tal 1.2: Die Katastrophe – Krystyna Kuhn

Inhalt (lt. amazon.de):

Katie hat nur ein Ziel. Den Gipfel des Ghosts, jenes legendären Dreitausenders, der das Tal überragt. Unheimliche Mythen ranken sich um den Berg, seit dort in den 70er Jahren eine Gruppe von Jugendlichen verschwunden ist. Und doch machen sich Katie und ihre Freunde auf den Weg. Aber am Berg wird sehr schnell klar, wer zum Freund wird, wer ein Feind ist. Und als dann noch ihre Führerin, die Cree-Indianerin Ana, spurlos verschwindet, sind die College-Studenten völlig auf sich gestellt. Niemand von ihnen ahnt, dass ein gefährlicher Schneesturm heraufzieht.

Kommentar:

Katie überredet einige ihrer Freunde mit ihr zusammen den Wahnsinn zu wagen und den Ghost zu erklimmen um hinter das Geheimnis der verschwundenen Studenten zu kommen. Ihnen schließt sich der ominöse Paul Forster an, offenbar der Sohn von Professor Forster. Die Freunde machen sich auf und können es nur schaffen, indem sie zusammen halten, was sich als sehr schwierig erweist…

Die Kritikpunkte, die ich zum ersten Teil noch hatte, nämlich dass einiges ein wenig schlecht nachzuvollziehen ist etc. (man lese meinen Kommentar zum ersten Band bei Interesse), schienen mir im zweiten Band noch stärker im Vordergrund. Bei einigen Handlungen hab ich einfach nur noch mit dem Kopf geschüttelt und konnte das Verhalten der Protagonisten überhaupt nicht nachvollziehen oder irgendwie verstehen. So blauäugig können Studenten doch eigentlich gar nicht sein. Aber nun ja.

Fragen werden in diesem Teil noch nicht wirklich beantwortet, der Leser bekommt jedoch ein paar Puzzleteile mehr, die er sich zurecht rücken muss, was natürlich sehr spannend ist. Der Band endet natürlich wieder mit einem bösen Cliffhanger und hinterlässt einen wieder sehr neugierig, so dass ich trotz aller Kritik dem dritten Band nun entgegen fiebern muss.

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Arena Verlag
Taschenbuchausgabe
ca. 308 Seiten
9,95 Euro
August 2010
ISBN: 3401064738