Remember Mia – Alexandra Burt

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dtv Verlag | Broschierte Ausgabe | ca. 384 Seiten | 14,90 Euro | April 2016 | Originaltitel: Remember Mia | Übersetzer: Susanne Goga-Klinkenberg | ISBN: 978-3-423-26101-2

Inhalt

(lt. amazon.de):

»Ich muss mich erinnern, um sie zu finden.«

Eine junge Mutter kämpft darum, ihr Gedächtnis wiederzuerlangen – während die Welt sie für die Mörderin ihres Kindes hält.

Nach einem Autounfall erwacht Estelle Paradise im Krankenhaus und kann sich an nichts erinnern. Man hat sie in einer tiefen Schlucht aus dem Wrack ihres Wagens geborgen – schwer verletzt. Doch nicht alle Verletzungen stammen von dem Unfall: Es hat auch jemand auf Estelle geschossen. Wer? Nur sehr langsam dringt die wichtigste Frage in ihr Bewusstsein: Wo ist Mia, ihre sieben Monate alte Tochter? Sie war nicht mit im Unfallwagen. In einem schmerzlichen Prozess kehrt Estelles Erinnerungsvermögen zurück: Mia war schon drei Tage vor dem Unfall aus ihrem Apartment in New York verschwunden. Und Estelle wird auf einmal vom Opfer zur Hauptverdächtigen.

Gewähltes Zitat

Abstand. Ich bin mir nicht sicher, was er damit meint, aber es klingt finster und endgültig. Ich hinke mit meinen Gedanken hinterher und bin mir nicht sicher, was hier eigentlich geschieht, und deshalb sitze ich einfach nur da und schaue ihn an und hoffe, dass mein Gesicht mitfühlend und aufmerksam wirkt.

(S. 125)

Meine Meinung

Nach einem Unfall erwacht Estelle im Krankenhaus und kann sich an nichts mehr erinnern. Nicht einmal an ihre Tochter Mia, die seitdem verschwunden ist. Nach kurzer Zeit erinnert sich Estelle daran, dass Mia bereits vor dem Unfall verschwunden war, aber wieso und was genau passiert ist, das ist unklar. Estelle muss sich dringend erinnern, denn sie ist bislang die Hauptverdächtige …

Durch die dtv-Blogger-Aktion Wo ist Mia? bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden und war bereits von der Leseprobe sehr gefesselt. So stand für mich natürlich fest, dass ich dieses Buch auch lesen musste.

Die Ausgangssituation war natürlich schon total spannend, denn das Buch fängt quasi mit dem Ende an. Estelle ist eine etwas schwer einzuschätzende Protagonistin. Einerseits hatte ich mit ihr Mitleid, andererseits hat sie mich aber auch sehr genervt. Außerdem wusste ich lange Zeit auch nicht, ob sie nun einfach krank ist und das, obwohl wir die Geschichte aus ihrer Sicht erleben. Ihr Mann jedoch wurde von Beginn an als unsympathischen Menschen dargestellt, weswegen die Hauptvermutung wohl von Beginn an auch war, dass er etwas mit Mias Verschwinden und wahrscheinlich auch mit Estelles Unfall zu tun haben würde.
Eigentlich wurden aber tatsächlich alle Personen als recht unsympathisch dargestellt. Wirkliche Sympathieträger gab es in dieser Geschichte nicht, wenn man mal von der sieben Monate alten Mia absieht. Das hat zumindest bei mir aber auch dazu geführt, dass ich nicht allzu sehr mit den Figuren mitfiebern konnte, was ich recht schade fand. Auch wenn die Geschichte trotzdem spannend war, aber diese Verbindung hat mir schon ein wenig gefehlt.

Wie es bei Thrillern so ist, bieten sie viel Raum für Spekulationen und so habe auch ich mir im Vorfeld (nicht nur im Rahmen der oben bereits erwähnten Blogger-Aktion) Gedanken gemacht, was wohl hinter dieser Geschichte stecken könnte. Ohne jetzt zu viel verraten zu wollen, aber auf die tatsächliche Lösung bin ich nicht wirklich gekommen. Ich hatte zwar hingehend des Täters eine Vermutung, aber eigentlich hat diese auch nicht wirklich gepasst.
Dass ein Thriller nicht so ganz durchschaubar ist, das gefällt mir natürlich ziemlich gut. Warum mich das Ende trotzdem nicht total vom Hocker reißen konnte lag wahrscheinlich daran, dass es doch auch ziemlich konstruiert war und man es auch in dem Maße gar nicht hätte vorher sehen können. Jedenfalls nicht nach meinem Empfinden. Ich mag es da dann doch lieber, wenn es so richtig schön raffiniert die ganze Zeit vor meinen Augen verborgen war. Das war hier eher nicht der Fall. Trotzdem mochte ich dieses Buch, es war unterhaltend und von daher seinen Zweck erfüllt.

Fazit

Mit Remember Mia von Alexandra Burt hatte ich spannende und vergnügliche Lesestunden, wenn es auch kein Thriller war, der mich total für sich einnehmen konnte. Er wird mir vor allem wegen der tollen begleitenden Blogger-Aktion im Gedächtnis bleiben, aber für jeden der gerne Thriller liest bietet er auf jeden Fall kurzweilige und spannende Unterhaltung!

Meine Wertung

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