Dylan & Gray: Eine Liebesgeschichte in 26 Kapiteln – Katie Kacvinsky

dylangray

Boje Verlag
Gebundene Ausgabe
ca. 240 Seiten
12,99 Euro
Januar 2013
ISBN: 341482079X

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Inhalt (lt. amazon.de):
Gray ist ein cooler Typ. Er läuft nur mit seinem iPod rum und interessiert sich nicht sonderlich für das, was um ihn herum passiert. Dylan ist das pure Gegenteil: Sie sprüht vor Energie, steckt voller Ideen und will aus jedem Tag etwas Besonderes machen. Die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein – und doch bemerken sie einander, lernen sich kennen, freunden sich an und verlieben sich schließlich ineinander. Doch irgendwann ist der Sommer zu Ende und den beiden ist klar, dass sich ihre trennen werden. Zeit zu erkennen, wie leicht es ist, sich zu verlieben – und wie viel schwerer es sein kann, sich wiederzufinden, wenn man sich einmal verloren hat.

Kommentar:
Gray ist gutaussehend, erfolgreicher Footballspieler mit vielen Freunden und sogar einem Stipendium. Als seine Zwillingsschwester stirbt, fällt er allerdings in ein tiefes Loch, ist nur noch in sich gekehrt, verbittert und böse auf die Welt. Als er ein Jahr später ganz zufällig auf die lebensfrohe und komplett aus der Norm fallende Dylan trifft, ändert dies sein Leben. Obwohl Dylan so gar nicht sein Typ ist und das wohl merkwürdigste Mädchen, das er je kennen gelernt hat, verlieben sich Dylan und Gray ganz langsam ineinander…

Die Geschichte von Dylan und Gray wird aus der Ich-Perspektive erzählt. Mal aus der Sicht von Gray, mal aus der Sicht von Dylan. So lernt der Leser beide Figuren recht gut kennen und vor allem ihr Handeln verstehen. Katie Kacvinsky beschreibt sowohl ihre Figuren als auch die Umgebung und die Handlung recht eindringlich. Obwohl das Buch gerade einmal knappe 236 Seiten dick ist, habe ich den Eindruck die beiden Protagonisten wirklich gut kennen gelernt zu haben. Entscheidend ist hier oftmals nicht nur das, was in den Kapiteln steht, sondern auch das, was zwischen den Zeilen versteckt ist und unausgesprochen bleibt.

Die Liebesgeschichte entwickelt sich langsam aber stetig, kommt aber auch nicht überraschend (auch nicht, wenn der Untertitel nicht wäre). In jeden Kapitel entwickelt sich die Beziehung ein wenig weiter und das völlig ohne kitschig zu werden. Es handelt sich zwar um einen Jugendliebesroman, aber diese Beziehung kann man durchaus als ernsthaft bezeichnen und nicht als Teenie-Liebe. Genau deswegen ist es auch passend, dass sich zum Schluss auch körperliche Liebe dazu gesellt, obwohl es sich hier ja immer noch um einen Jugendroman handelt. Mit diesem Thema wird hier allerdings offen und verantwortungsbewusst umgegangen.

Insgesamt hat mir diese Geschichte wirklich sehr gut gefallen. Mittlerweile gibt es bereits eine Fortsetzung der Geschichte um Dylan & Gray, die allerdings noch nicht auf dem deutschen Buchmarkt erhältlich ist. Ehrlich gesagt würde es mir persönlich auch reichen, wenn dieser Band einfach als Einzelband stehen bleiben würde, denn so wie es ist, ist es einfach perfekt. Ich kann mir eigentlich keine würdige Fortsetzung vorstellen, die den Zauber dieses Buches nicht zunichte machen würde. Wahrscheinlich werde ich deswegen die Fortsetzung auch nicht lesen, obwohl mir dieses Buch wirklich sehr gefallen hat. Für einen Jugendroman volle Sternzahl!

Göttlich verliebt – Josephine Angelini

goettlichverliebt

Dressler Verlag
Gebundene Ausgabe
ca. 458 Seiten
19,95 Euro
März 2013
Originaltitel: Goddess
ISBN: 3791526278

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Inhalt (lt. amazon.de):
Der fulminante Abschluss der „Göttlich“-Trilogie.
Ein zweiter Trojanischer Krieg steht unmittelbar bevor. Weil die Scions sich gegenseitig bekämpfen, liegt es allein an Helen, Lucas und Orion, neue Verbündete für ihr bislang größtes Gefecht zu finden. Zugleich wächst Helens Macht und mit ihr das Misstrauen ihrer Freunde. Doch Helen kann deren Vertrauen zurückgewinnen und den unsterblichen Zeus in letzter Minute bezwingen. Aber was wird aus Helens ganz persönlichem Kampf um ihre Liebe zu Lucas?
Um zu verhindern, dass die sterbliche Welt in die Hände der 12 unsterblichen Götter fällt, brauchen Helen, Lucas und Orion neue Verbündete. Zugleich wächst Helens Macht und mit ihr das Misstrauen ihrer Freunde. Wie kann Helen deren Vertrauen zurückgewinnen? Womit lassen sich die Götter besiegen? Und was wird aus ihrem Kampf um die Liebe zu Lucas?

Kommentar:
Der dritte Band schließt nahezu nahtlos an den zweiten an. Die Götter sind los und ein neuzeitlicher Trojanischer Krieg ist in Anmarsch und Helen und die anderen Scions wappnen sich. Allerdings nicht unbedingt gegen den eigentlich Feind, denn unter den Häusern herrscht noch rege Uneinigkeit, so dass es auch unter den Scions noch genug Kämpfe auszufechten gibt. Außerdem ist auch noch die Prophezeiung ein Thema, die den Tyrannen voraussagt, von dem immer noch niemand weiß, wer er nun ist. Orion? Oder Lucas? Oder vielleicht doch Helen oder Hector? Die vier Verbündeten haben alle Hände voll damit zu tun, die Häuser zu vereinen um den gemeinsamen Krieg gegen die Götter zu gewinnen…

Das Ende der Göttlich-Trilogie ist nicht wirklich göttlich. Es geht schnell zur Sache und es passiert so viel auf einmal, dass ich hier gar nicht alles widergeben und auf alles eingehen kann. Die Auflösung zum Schluss um Daphne und ihre Intention kam mir leider sehr konstruiert vor. Im Rückblick spielten schon jede Menge Zufälle mit, was natürlich wenig glaubwürdig erscheint. Andererseits ist dies eh ein Fantasiebuch in dem es um Halbgötter und unsterbliche Menschen geht, also … Ein wenig stört es mich aber dennoch.

Anders als im zweiten Band wird der dritte hier auch zu keiner Zeit langatmig. Es passiert während des gesamten Buches eine ganze Menge, als Leser kommt man eigentlich kaum dazu Atem zu holen und liest trotz der langen Kapitel immer weiter, einfach weil man wissen will, wie es ausgehen wird.

Auch fand ich in diesem dritten Band die Verknüpfung der Mythologischen Geschichten mit dieser von Josephine Angelini erschaffenen Fantasiestory sehr gelungen! Durch Helens erworbene Erinnerungen und Rückblicke in die Vergangenheit bekam man noch einen netten Einblick in die griechische Götterwelt.

Insgesamt fand ich diesen dritten Band recht gelungen und besser als den zweiten. Ein würdiger Abschluss einer wirklich guten Trilogie!

Göttlich verloren – Josephine Angelini

goettlichverloren

Dressler Verlag
Gebundene Ausgabe
ca. 512 Seiten
19,95 Euro
Mai 2012
ISBN: 379152626X

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Inhalt (lt. amazon.de):
Helen muss die Hölle gleich zweifach durchstehen: Nachts schlägt sie sich durch die Unterwelt, noch schlimmer quält sie tags, dass Lucas und sie sich unmöglich lieben dürfen. In der Unterwelt trifft Helen auf Orion. Je mehr Zeit die beiden miteinander verbringen, umso näher kommen sie sich. Dann geschieht etwas völlig Unerwartetes, das ausgerechnet Orion und Lucas zum Zusammenhalten zwingt: Die vier Häuser Scion werden vereint und ein neuer Trojanischer Krieg scheint unausweichlich! Eine packende Saga um eine Liebe, die nicht sein darf!

Kommentar:
Helen ist die einzige, die die Scions von den Furien erlösen kann. Ihre nächtlichen Besuche in der Unterwelt um eine Lösung für dieses Problem zu finden, erschöpfen sie jedoch zusehends so sehr, dass sie sterben könnte. Daran kann zunächst auch Orion nichts ändern, den Scion-Freund, den Helen in der Unterwelt kennen lernt, geschickt von ihrer Mutter. Da Helen und Lucas sich voneinander fern halten müssen, freundet sich Helen so immer mehr mit Orion an, was Lucas natürlich gar nicht gefällt. Hinzu kommt noch, dass Helen von einem Myrmidonen überwacht wird, der nahezu unbesiegbar und sehr gefährlich ist. Und noch jemand spielt sein perfides Spiel mit Helen und den Delos. Aber wer? Und was bezweckt er damit?

Den Beginn des Buches fand ich dieses Mal ein wenig lahm. Den ersten Band habe ich vor über einem Jahr gelesen und kam nun etwas schwerlich wieder rein. Das war aber nicht wirklich das Problem, sondern eher, dass zu Beginn nicht viel passierte. Helen machte ein paar Ausflüge in die Unterwelt, bei denen nichts passierte und einfach nichts bei rumkam. Sehr ärgerlich auch, dass zu Beginn auch nur wenig drüber nachgedacht wurde, was man daran vielleicht ändern könnte. Außerdem nervte mich dieses Hin und Her von Helen und Lucas. Eine Liebesgeschichte ist ja schön und gut, aber muss es denn so übertrieben dargestellt werden? Und ohne spoilern zu wollen, möchte ich an dieser Stelle nur sagen, dass ich hoffe, dass Daphne im nächsten Band eine gute Erklärung für den ganzen Ärger haben wird.

Das war es dann aber erst Mal mit negativer Kritik. Ansonsten hat mir die Story gefallen, in der zweiten Buchhälfte nimmt alles ein wenig an Fahrt auf, es passiert mehr, man kommt langsam hinter der ganzen Verschwörung und steht nicht mehr total ahnungslos da. Die Verknüpfung der Mythologie mit der realen Welt finde ich immer noch sehr gelungen. Die Autorin hat hier eine tolle Geschichte gewoben, die auch in sich selbst sehr passend inszeniert ist.

Ich bin schon sehr gespannt auf „Göttlich verliebt“, den dritten Teil, mit dem ich ja direkt weiter machen kann, da er bereits erschienen ist.
Insgesamt gibt es von mir für diesen zweiten Band gute vier Sterne, ein Stern Abzug wegen des schlechten Starts.

Night School 2: Wer den Zweifel sät–C.J. Daugherty

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Oetinger Verlag
Gebundene Ausgabe
ca. 421 Seiten
17,95 Euro
Februar 2013
ISBN: 3789133280

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Inhalt (lt. amazon.de):
Allie in größter Gefahr: Liebe, Rätsel und Spannung pur. Nach einer atemlosen Verfolgungsjagd durch die düsteren Straßen Londons kehrt Allie zurück ins Internat. Hier warten neue Herausforderungen, denn von nun an ist sie vollwertiges Mitglied der geheimnisvollen Night School . Doch ihre Gefühle für Carter und Sylvain spielen immer noch verrückt. Da erhält sie eines Nachts eine Nachricht von ihrem verschollen geglaubten Bruder. Und ihr wird zur Gewissheit, dass die Night School ein sehr dunkles Geheimnis hütet. Der zweite Band der spannenden Thriller- und Liebesgeschichte: Verfolgungsjagden und Schatten der Vergangenheit sorgen für ein atemberaubendes Leseabenteuer!

Kommentar:
Nachdem Allie zu Hause von Fremden verfolgt wurde, kehrt sie zurück nach Cimmeria. Aber auch dort ist sie nicht sicher. Die Sicherheitsvorkehrungen werden zwar verstärkt und außerdem wird Allie in die geheimnisvolle Night School aufgenommen, wo sie lernt sich selbst zu verteidigen, aber dennoch schaffen es immer wieder Leute von Nathanael aufs Gelände des Internats. Als Allie, die zwischen Carter und Sylvain hin und her gerissen ist, schließlich auch noch eine geheimnisvolle Nachricht von ihrem verschollenen Bruder Christopher erhält, bringt sie nicht nur sich selbst in große Gefahr…

Dieser zweite Teil der fünfteiligen Night School-Reihe von C. J. Daugherty schließt nahtlos an seinen Vorgänger „Du darfst keinem trauen“ an. Optisch passt er ebenfalls perfekt zu seinem Vorgänger, nur dass dieser Teil jetzt in rot-schwarz gehalten wurde.

Auch „Der den Zweifel sät“ liest sich total flüssig und spannend weg. Es wird einfach nicht langweilig und man will unbedingt auf das Geheimnis der Night School und den Plänen dahinter kommen, deswegen man das Buch einfach nicht beiseite legen kann. Hinzu kommt noch die Liebesgeschichte zwischen Allie und den beiden Jungen, zwischen denen sie steht. Das spannendste ist wohl, dass man sich selbst bei den sympathischsten Figuren zwischendurch einfach nicht sicher sein kann, auf welcher Seite sie nun stehen. Zumal man nicht mal wirklich weiß, welche Seite nun wofür steht. Wirklich viele Fragen werden auch in diesem Band nicht beantwortet, aber das stört gar nicht so sehr, so bleibt es spannend.

Das Buch endet erneut mit einem bösen Cliffhanger, so dass ich mich jetzt wirklich auf den dritten Band freue, der glücklicherweise noch in diesem Jahr erscheinen soll: Night School 03. Denn Wahrheit musst du suchen.

Gute vier Sterne für diesen guten zweiten Teil!

New York Love Story – Katrin Lankers

newyorklovestory Coppenrath Verlag
Gebundene Ausgabe
ca. 270 Seiten
12,95 Euro
Juli 2012
ISBN: 3649610264

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Inhalt
(lt. amazon.de):
Niki ist am Boden zerstört, als ihre große Liebe Simon Schluss macht und mit seiner Band nach New York verschwindet. Wie kann sie Simon bloß zurückgewinnen? Kurz entschlossen nimmt die 16-Jährige einen Job als Au-pair in New York an. Aber der Trip in die Traummetropole entwickelt sich schnell zum Albtraum: Die Zwillinge Gwyn und Gwen sind verzogen, die Gastmutter behandelt Niki wie ein Dienstmädchen und Simon ist unauffindbar. Dann taucht auch noch der süße David auf, und Niki weiß überhaupt nicht mehr, wo ihr der Kopf steht!

Kommentar:

Niki ist am Boden zerstört, als ihr Freund Simon mit ihr Schluss macht, weil er mit seiner Band nach New York will um groß raus zu kommen. Da kommt ihr gerade recht, dass ihre Mutter sie über die Sommerferien als Au-Pair zu ihrer Freundin Madeleine schicken will, die ebenfalls in New York wohnt. Dort angekommen würde Niki sich am liebsten sofort auf die Suche nach Simon lassen, aber wo soll sie ihn in einer Metropole wie New York finden? Und außerdem ist Niki erst einmal komplett eingespannt mit ihrer Aufgabe die kleinen Zwillingsmädchen von Madeleine zu beaufsichtigen. Als sie dann David, den älteren Bruder der Zwillinge kennen lernt, kommt alles anders als gedacht …

New York Love Story ist ein tolles Jugendbuch für Mädchen im Teenageralter. Es geht um typische Probleme, die Teenies in diesem Alter so haben, verpackt und aufgearbeitet in einer tollen Story, die nicht unbedingt komplett realitätsnah ist, aber das macht den Reiz dieser Geschichte wohl vor allem aus. Welcher Teenie träumt schließlich nicht davon mal alleine in New York seine große Liebe zu treffen?

Das Buch ist auch optisch ein echter Hingucker und fällt garantiert auf. Durch die glitzernden Elemente auf dem Cover, die quietschigen Farben und nicht zuletzt die komplett abgerundeten Ecken sticht das Buch ins Auge und verspricht der Zielgruppe eine coole Story.
Mit seinen knapp 270 Seiten und 22 Kapiteln hat das Buch ebenfalls eine angenehme Länge und schreckt junge Mädchen nicht gleich durch seinen Umfang ab.

Insgesamt ein tolles Buch mit schöner Story für junge Mädchen.

Ich lebe, lebe, lebe – Alison McGhee

ichlebelebelebe dtv Verlag
Gebundene Ausgabe
ca. 160 Seiten
12,90 Euro
Oktober 2012
ISBN: 342324934X

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Inhalt
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Sie hatten einen schrecklichen Unfall, Rose und ihre große Schwester Ivy. Jetzt liegt Ivy im Koma, und Rose verbringt jeden Nachmittag an ihrem Bett im Pflegeheim. Immer und immer wieder erlebt Rose den Zusammenprall ihres Autos mit einem Lieferwagen in einer vereisten Kurve, den Moment, der sie aus der Zeit katapultiert hat. Nur der Freund der Familie, William T., schafft es, an Rose heranzukommen. Und noch jemand ist da, der auf sie aufpasst: Tom. Lange sträubt sich Rose, sich ihre Gefühle für Tom einzugestehen, bis zu dem Moment, wo sie über ihre Verzweiflung und Einsamkeit mit ihm sprechen kann. Sie begreift, dass sie Ivy loslassen muss, um ins Leben zurückkehren zu können.

Kommentar:
Rose und ihre große Schwester Ivy hatten einen Autounfall. Seitdem liegt Ivy im Koma, praktisch hirntot. Sie wird nicht wieder aufwachen, nie wieder die alte werden. Rose droht daran zu zerbrechen. Sie kommt mit dem Verlust ihrer Schwester nicht klar, ihr gelingt es nicht in ihr normales Leben zurück zu finden. Wie auch, wenn etwas so schreckliches geschehen ist, dass die Welt eigentlich still stehen müsste?

In „Ich lebe, lebe, lebe“ erzählt die Autorin Alison McGhee die Geschichte es jungen Teenagers, der einen großen Verlust erlitten hat und nicht weiß, wie er wieder in sein normales Leben finden soll. Jeder der selbst schon einmal einen großen Verlust erlitten hat, der wird das Gefühl vielleicht kennen. Das Gefühl der Ungläubigkeit, des Unverständnisses, warum die Welt sich einfach weiter dreht, warum alles seinen gewohnten Gang geht, obwohl etwas so schreckliches geschehen ist. Trotz allem und mit Hilfe guter Freunde lernt Rose ganz langsam sich wieder ins Leben zu katapultieren, mit dem Schmerz umzugehen und zu akzeptieren, dass es okay ist, sich nicht schuldig zu fühlen.

Die Autorin schreibt wirklich toll! Der Schreibstil ist klasse und voller wundervoller Metaphern, so dass das Lesen wirklich Spaß macht. Aber obwohl das behandelte Thema ein wirklich trauriges und erstes ist, kommt nicht so wirklich die richtige Stimmung auf, denn dazu ist das Buch irgendwie zu kurz geraten und doch nicht mitreißend genug. Es bleibt einfach durchgehend distanziert und so konnte mich das Schicksal von Ivy und Rose doch nicht wirklich berühren. Lediglich durch meine eigenen Erfahrungen hat mich das Buch ein wenig berührt und zum nachdenken gebracht. Durch den deutschen Titel wird tatsächlich schon vieles vorweg genommen, so dass sich auch die Frage nach dem Ausgang erübrigt.

Was bleibt ist also eine nette, kleine Geschichte, gut erzählt, ein schöner Denkanstoß. Mehr aber leider nicht. Gute drei Sterne vergebe ich hierfür.

Jake Djones und die Hüter der Zeit – Damian Dibben

jakedjonesunddiehueterderzeit Penhaligon Verlag
Gebundene Ausgabe
ca. 352 Seiten
16,99 Euro
September 2012
ISBN: 3764530936

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Inhalt
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Es ist Zeit für neue Helden!
Jake Djones führt ein ganz gewöhnliches Leben – bis er eines Tages vom Geheimbund der Geschichtshüter erfährt. Die Agenten dieses Bundes eröffnen Jake nicht nur, dass er durch die Zeit reisen kann, sie benötigen auch noch seine Hilfe. Der skrupellose Prinz Xander Zeldt will die Vergangenheit nach seinem Willen verändern und der Welt damit für alle Zeit seine Herrschaft aufzwingen. Gemeinsam mit den besten Agenten der Geschichtshüter begibt Jake sich auf eine gefährliche Mission ins Venedig des 16. Jahrhunderts. Das Schicksal der Menschheit hängt allein von ihrer Entschlossenheit ab – in der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft …
Abenteuer, Action und Liebe – vier Helden reisen durch die Jahrhunderte. Der Beginn einer Serie, die einen sofort in ihren Bann zieht.

Kommentar:
Jake Djones ist ein ganz normaler 14jähriger Teenager. Jedenfalls glaubt er das bis zu dem Tage, an dem er von den Hütern der Zeit entführt wird und heraus findet, dass er durch die Zeit reisen kann. Sein erstes Abenteuer ist direkt klar, denn seine Eltern sind in der Zeit verschollen und Jake macht sich zusammen mit einigen anderen Hütern auf den Weg ins Venedig im Jahr 1506 um herauszufinden was mit ihnen geschehen ist. Auf dieser Reise erfährt er auch vom schlimmsten Feind der Zeit und damit der Welt, nämlich vom lang verschollenen Prinz Zeldt, der die Zeit maniplulieren und so das Ende der Menschheit wie wir sie kennen herbeiführen will…

Endlich mal wieder ein tolles Fantasy-Abenteuer, was ein wirkliches Abenteuer ist und somit auch für Jungs gut geeignet. Der Markt wird derzeit zwar mit Fantasy-Büchern und -Reihen überschwemmt, aber die meisten richten sich dann doch an Mädchen. Jake Djones ist sowohl etwas für abenteuerlustige Mädchen, als auch für Jungen, obwohl es auch hier eine klitzekleine Romanze gibt, die sich aber wohl gaaaaaanz langsam anbahnt.

Im Vordergrund steht hier die abenteuerliche Geschichte rund um die Hüter der Zeit und Jakes Zugehörigkeit zu diesen. Der Anfang erinnert sogar ganz leicht an Harry Potter, denn auch Jake erfährt er spät und unerwartet wer er wirklich ist und über welche Fähigkeiten er verfügt. Das war es aber auch schon mit der Ähnlichkeit, jedenfalls wenn man davon absieht, dass auch Jake Djones wirklich spannend ist.
Schön auch, dass die jungen Leser so auch ganz nebenbei ein wenig über Geschichte erfahren, auch wenn natürlich vieles erfunden ist, ein paar Eckdaten stimmen ja und vielleicht lässt sich der eine oder andere ja auch tatsächlich dazu hinreißen mehr über die jeweilige Zeit und Epoche erfahren zu wollen. Falls nicht, ist es ja auch nicht schlimm.

Die Figuren in diesem Buch sind interessant, teils vielschichtig, nur Jake selbst bleibt ein wenig blass, aber ich denke, das wird sich im Verlauf der weiteren Bände auch geben. Bislang ist er der aalglatte, sympathische Held, ohne wirkliche Ecken und Kanten. Auf diese Entwicklung bin ich also jetzt bereits gespannt.

Damian Dibben hat bereits viele Drehbücher zu diversen Filmen geschrieben und das merkt man diesem Buch schon an, denn einige Szenen sind wirklich filmreif beschrieben, so dass sich beim Lesen in meinem Kopf teils wirkliches Kino abspielte. Das ist aber keinesfalls negativ gemeint, ich fand es sehr erfrischend und stark, aber es fiel mir beim Lesen sehr auf. Umso gespannter bin ich auf die tatsächlich kommende Verfilmung, die Filmrechte wurden jedenfalls schon vor Erscheinen des Buches verkauft.

Insgesamt hat mir dieser erste Band der Reihe gut gefallen und er hat Lust auf mehr gemacht! Der zweite Band wird laut Klappentext des Buches wohl im alten Rom spielen, darauf freue ich mich schon besonders.
Ein wirklich toller Abenteuerroman, der mich auch ein wenig an „Die Chroniken der Weltensucher“-Reihe von Thomas Thiemeyer erinnert hat. Eine klare Empfehlung für alle, die Abenteuer mögen!

Das Schicksal ist ein mieser Verräter – John Green

Green_24009_MR1.indd Hanser Verlag
Gebundene Ausgabe
ca. 288 Seiten
16,90 Euro
Juli 2012
ISBN: 3446240098

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Inhalt
(lt. amazon.de):
„Krebsbücher sind doof“, sagt die 16-jährige Hazel, die selbst Krebs hat. Sie will auf gar keinen Fall bemitleidet werden und kann mit Selbsthilfegruppen nichts anfangen. Bis sie in einer Gruppe auf den intelligenten, gut aussehenden und umwerfend schlagfertigen Gus trifft. Der geht offensiv mit seiner Krankheit um. Hazel und Gus diskutieren Bücher, hören Musik, sehen Filme und verlieben sich ineinander – trotz ihrer Handicaps und Unerfahrenheit. Gus macht Hazels großen Traum wahr: Gemeinsam fliegen sie nach Amsterdam, um dort Peter Van Houten zu treffen, den Autor von Hazels absolutem Lieblingsbuch. Ein tiefgründiges, emotionales und zugleich freches Jugendbuch über Krankheit, Liebe und Tod.

Kommentar:
Die 16jährige Hazel ist unheilbar krank. Sie hat Krebs und weiß, dass sie in absehbarer Zeit sterben muss. Sie versucht damit zu leben, so gut es geht. Ihr Leben wird durch die Bekanntschaft mit dem ebenfalls erkrankten Augustus bereichert, durch den sie die Liebe entdeckt und ein paar tolle Abenteur erlebt…

„Krebsbücher sind doof“ – das sagt selbst die Hauptfigur in diesem Buch. Genau deswegen habe ich mich als selbst Betroffene lange Zeit gesträubt dieses Buch, trotz der vielen guten Bewertungen, zu lesen. Auf Drängen guter Bekannter tat ich es schließlich doch und ich habe es nicht bereut.

Die Geschichte in diesem Buch kommt absolut ehrlich rüber. Man hat nicht das Gefühl, dass der Autor die Figuren in diesem Buch erfunden hat. Im Gegenteil, man könnte glauben, dass der Autor einfach eine wahre Geschichte erzählt über zwei Jugendliche, die sterbenskrank sind und versuchen mit dem Wissen zu leben, dass sie bald sterben werden und etwas in der Welt hinterlassen. Ihre Familie und ihre Freunde, Menschen die sie lieben und die sie eigentlich nicht verletzten, nicht allein lassen wollen. Es beschreibt die reale Angst. Nicht die Angst vor dem Sterben selbst, sondern die Angst vor den Folgen. Diese Authentizität verdanken wir wohl der Tatsache, dass der Autor selbst einmal im Kinderkrankenhaus als Seelsorger gearbeitet hat.

Obwohl dieses Buch ein wirklich ernstes und sehr trauriges Thema behandelt und das Buch insgesamt auch sehr traurig macht, ist es dem Autor gelungen eine recht positive Grundstimmung zu kreieren. Trotz ihrer Krankheit und ihres drohenden Schicksals wird deutlich, dass auch sterbenskranke Personen ein Recht darauf haben ihre eigenen Erfahrungen zu machen, sowohl die positiven, wie auch die negativen, denn nur durch die Lebenserfahrung, kann man das Leben schätzen lernen. So kommt auch die recht lebensbejahende Grundstimmung auf, die dieses Buch trotz des Themas so besonders macht. Und das nicht nur irgendwelche Überraschungen oder unglaubliche Ereignisse, sondern einfach nur durch normale Ereignisse des Lebens.

Das Thema Krebs wird in diesem Buch nicht beschönigt. Es wird so dargestellt wie es tatsächlich ist: todbringend, störend, die Lebensqualität beschneidend und und und. Aber es wird auch gezeigt, dass das nicht alles sein muss und dass man nebenbei dennoch ein Leben hat, dass es wert ist gelebt zu werden.

Ein wirklich tolles Buch, empfehlenswert für alle, sowohl Betroffene, Angehörige, aber auch einfach Interessierte. Außerdem eine schöne Geschichte über Liebe, Freundschaft, Verlust und alle Höhen und Tiefen eines Lebens.