Divinitas – Asuka Lionera

divinitas

Drachenmond Verlag
Taschenbuch Ausgabe
ca. 340 Seiten
14,90 Euro
November 2015
ISBN: 978-3959910224

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Inhalt

(lt. amazon.de):

Eine Halbelfe! , ruft der Ritter angewidert und spuckt auf den Boden neben mir aus. Ich dachte, diese Missgeburten hätte man ausgerottet! Sie haben sie gesehen! Sie haben meine Ohren gesehen! Sie wissen, was ich bin! Von den Elfen verachtet und den Menschen gefürchtet hat sich die Halbelfe Fye in die Abgeschiedenheit zurückgezogen. Doch sie wird enttarnt und gefangen genommen und an der Schwelle von Leben und Tod gerät sie in eine uralte Fehde. Wer meint es ehrlich mit ihr der verfluchte Prinz oder der strahlende Ritter?

Gewähltes Zitat

Und dann sehe ich sie: zwei spitze Ohren, die zwischen ihren langen schwarzen Haaren hindurch lugen. Doch sie sind nicht so kurz wie meine. Bei der Kommandantin handelt es sich um eine reine Elfe; ihre Ohrenspitzen enden erst gut eine Handbreit hinter ihrem Kopf.
Wieso kommandiert eine Elfe menschliche Soldaten und steht noch dazu im Dienst einer Menschenprinzessin?

(S. 69)

Meine Meinung

Die junge Fye lebt seit dem Tod ihrer Ziehmutter vor einigen Jahren alleine und zurück gezogen im Wald. Als sie eines Tages einen ihrer seltenen Ausflüge ins nächste Dort macht, um sich Vorräte für den Winter zu sichern, wird sie von schwarzen Rittern gefangen genommen, denn Fye ist eine Halbelfe und diese werden sowohl von den Menschen verfolgt und gefürchtet als auch von den Hochelfen nicht geduldet. Sie wird in den Kerker geworfen und soll hingerichtet werden, als sie von ihrem mysteriösen Retter befreit wird, der ihr nicht nur zur Flucht verhilft, sondern ihr auch später erneut das Leben rettet. Fye ist verwirrt darüber, warum er so freundlich zu ihr ist, spürt aber auch eine seltsame Verbundenheit …

Eigentlich hat Divinitas von Asuka Lionera ein Thema über das ich nicht allzu gerne lese. Elfen bedeuten für mich zu viel High-Fantasy und das mag ich eigentlich meistens nicht so sehr. Trotzdem konnten mich die wenigen positiven Stimmen die es bis dahin gab und das wirklich schöne Cover für das Buch begeistern und so musste ich es einfach lesen.
Divinitas ist auch eher der Romantasy zuzuordnen, also eine romantische Fantasie-Geschichte. Das passt hier zwar total, aber trotzdem hatte das Buch noch viel mehr zu bieten und mich somit sehr, sehr positiv überrascht.

Zugegeben … die ersten Seiten langweilten mich schon ein wenig. Ich mag zwar knackige und kurze Einstiege ohne allzu lange Erläuterungen, aber hier konnte ich erst einmal gar nicht ausmachen was da noch kommen könnte, außer einer langweiligen Liebesgeschichte und Flucht.
Schnell konnte mich die Story aber vom Gegenteil überzeugen, den weitere tolle Elemente, die sich die Autorin hier ausgedacht hat, machten die Geschichte dann doch zu mehr und zu etwas besonderem. Auf der einen Seite gibt es die Elfen, auf der einen Seite die Menschen. Auch auch diese Seiten sind nicht so klar in Fantasie und Realität unterteilt, denn unter den Menschen gibt es ebenfalls noch Figuren, die einen fantastischen Hintergrund haben. Das machte das Buch für mich ebenfalls zu keiner 0-8-15-Nummer, sondern zu etwas Besonderem, das hat mir gut gefallen.

Die Geschichte selbst scheint zunächst klar und durchschaubar. Nach und nach fließen aber immer wieder Hinweise mit ein, dass es noch mehr Geheimnisse und Intrigen und noch mehr zu entdecken gibt. Auch das fand ich sehr spannend und genau das brachte mich auch dazu immer weiter lesen zu wollen, so dass das ich das Buch dann nach den ersten etwas stockenden 30 Seiten in einem Rutsch durchgelesen habe.

Der Schreibstil der Autorin hat natürlich ebenfalls sein übriges dazu beigetragen, denn der ist wirklich schön flüssig zu lesen und wirkt sehr authentisch und den Figuren angemessen, was ich auch immer sehr schätze, so kann man noch viel weiter in die Romanwelt eintauchen. Der Großteil der Geschichte wird aus Fyes Sicht geschildert, später kommt auch noch Vaans Sicht hinzu. Diese perspektivische Wechsel mag ich meistens gerne, vor allem wenn die Figuren dadurch noch näher gebracht werden, was in diesem Fall auch zutraf.

Fye, die Halbelfe, ist eine sehr interessante und vielschichtige Figur, die wirklich toll dargestellt wurde, ebenso wie Vaan. Diese beiden Charaktere wuchsen mir während des Lesens ziemlich ans Herz, so dass der Abschied am Ende schwer fiel, zumal es sich hier ja tatsächlich lediglich um ein Stand-Alone, also keine Reihe handelt.
Ein wenig mehr Geschichte hätte ich mir da schon eher zu Fyes Mutter gewünscht, ohne jetzt zu viel verraten zu wollen.

 

Fazit

Das Gesamtpaket konnte mich hier absolut überzeugen! Divinitas von Asuka Lionera ist ein sehr spannender Fantasy-Roman mit einer ordentlichen Portion Romantik, der allerdings auch noch viel mehr zu bieten hat und mich sehr mitreißen konnte, so dass der Abschied am Ende doch schwer fällt. Ein ganz großer Wurf, nicht nur als Debüt-Roman!

Meine Wertung

One thought on “Divinitas – Asuka Lionera

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