Abrakazebra: Jeder braucht ein bisschen Zauberei – Helen und Thomas Docherty

abrakazebra

Ellermann Der Vorleseverlag
gebundene Ausgabe
Altersempfehlung 4–6 Jahre
ca. 32 Seiten
12,99 €
Januar 2015
Originaltitel: Abracazebra
Übersetzer: Dorothee Haentjes
ISBN 978-3770745012

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Inhalt

(lt. amazon.de):

Hokuspokus in NICHTVIELLOS. In dem kleinen Dörfchen Nichtviellos ist es zwar wunderbar idyllisch, aber auch ganz schön langweilig. Nie geschieht etwas Unvorhersehbares – bis auf einmal Abrakazebra auftaucht. Mit seiner magischen Zaubershow haut er alle Tiere aus den Fellsocken, endlich passiert mal etwas Neue in Nichtviellos! Nur Onkel Ziege traut dem exotisch gestreiften Gast nicht über den Weg. Er ist sich sicher: Das Zebra führt doch etwas im Schilde! Oder? Endlich ein neues Buch des Erfolgsduos von »Der Bücherschnapp« – ein echtes Vorlesevergnügen zu einem wichtigen Thema: Toleranz.

Gewähltes Zitat

Die Menge klatschte begeistert Applaus,
nur Onkel Ziege, der ging nach Haus.
»Der Hokus Pokus, der ist doch nix,
das sind ja alles bloß billige Tricks.«

(S. 12)

 

Meine Meinung

Im kleinen Dörfchen Nichtviellos ist es eher trist und öde als lustig und interessant. Die tierischen Bewohner machen tagein, tagaus immer das gleiche und am interessantesten ist immer noch Onkel Ziege, wenn er seinen Schiffsrumpf repariert. Eines Tages kommt dann ein neues Tier nach Nichtviellos und bringt Spaß und Abwechslung mit seiner Zauberschau! Alle Tiere sind begeistert von dem Spaß und feiern gemeinsam mit dem Abrakazebra. Nur Onkel Ziege nicht, der schmollt und überlegt, wie er das Zebra wieder loswerden kann …

Abrakazebra ist ein tolles Buch zum Vorlesen für Kinder. Mein Sohn hat es vom ersten Augenblick an geliebt und es sich erst einmal von vorne bis hinten genau angesehen, bevor ich überhaupt vorlesen durfte.
Die Illustrationen sind aber auch wirklich schön. Das fängt schon mit dem Cover an, denn dort war mein Sohn überwältigt von der goldenen Schrift und den goldenen Sternen die neben den Tieren das Cover zieren. Das Vorsatzpapier mit den lila Sternen auf helllila Untergrund war ebenfalls toll und – wie mein Sohn anmerkte – passend zur Zauberei.
Ansonsten wurde jede Seite mit passenden Illustrationen zur Geschichte versehen. Der Text fließt meist um die Bilder herum oder steht mittendrin, unten oder oben, wie es gerade passt.
Sehr schön finde ich, dass die Bilder tatsächlich auch total zur Geschichte passen, denn so kann mein Sohn die Geschichte auch selbst anhand der Bilder rekonstruieren und sie mir ‘vorlesen’, obwohl er natürlich noch nicht lesen kann, einfach weil er weiß, was gerade passiert.
Das hat natürlich auch sehr viel damit zu tun, dass die Illustrationen wirklich liebevoll gestaltet sind. Die Emotionen kann man von den Gesichtern ablesen, man erkennt genau, ob die Tiere gerade erfreut, überrascht oder – wie Onkel Ziege – einfach mürrisch sind. Sehr gelungen!

Die Texte sind wirklich toll, denn die Geschichte wird in Reimform erzählt. Das macht wirklich Spaß zu lesen und durch diese Reimform lernen die Kinder nicht nur viel über Wörter und Wortklang, sondern können sich auch alles viel schöner merken und teils die Sätze selbstständig vervollständigen, weil sie sich daran erinnern, wie es weiter geht. Dabei sind die Reime auch wirklich schön und passend, ich hatte nicht das Gefühl über irgendwelche Konstruktionen zu ‘stolpern’.

Thematisch geht es hier gleich um mehrere Themen, die für Kinder interessant sind. Zum einen ist es Toleranz, wie bereits in der Inhaltsbeschreibung angekündigt. Aber auch Neid, Missgunst und Lügen. Mein Sohn war sehr erstaunt über die Lügen, die Onkel Ziege in diesem Buch über das Zebra verbreitete – und das ohne Grund! Sehr empört nahm er zur Kenntnis, dass Onkel Ziege das nur sagt, damit das Zebra verschwindet, obwohl doch alle anderen das Zebra so mochten. Es folgten viele Gespräche mit ihm über Neid und Lügen. In diesem Alter versteht er das gesamte Ausmaß natürlich noch nicht, aber er verstand, dass Lügen nichts gutes sind und immer jemandem Schaden. Ich fand sehr schön, dass ihn diese Geschichte so aufgewühlt hat, dass er von selbst über diese Dinge reden und sich alles erklären lassen wollte.

Insgesamt ist dieses Buch wirklich toll um diese Themen mit seinem Kind zu besprechen. Auch, dass es Tiere gibt, bzw. Menschen, die anders sind, aber trotzdem okay ist ein wichtiges Lernziel, was durch dieses Buch gefördert wird.
Auf jeden Fall erhält man mit diesem tollen Buch ein Gesamtwerk, was seinesgleichen sucht: es macht Spaß und ist gleichzeitig auf unterschiedlichen Ebenen lehrreich!

Kinderstimme

Onkel Ziege ist wirklich böse, weil er Lügen über das Zebra erzählt, obwohl das für alle Tiere zaubert. Er will das Zebra nur verjagen aber am Ende entschuldigt er sich und alles ist wieder gut und alle feiern wieder eine Party. Auch Onkel Ziege macht dann mit. Man darf nicht Lügen, das ist gemein, weil dann immer einer traurig ist und das ist nicht schön.

Julian, 5 Jahre

Wertung

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