Weltenriss 1: Die Karten der verlorenen Zeit – S.E. Grove

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FJB Verlag | Gebundene Ausgabe | ca. 576 Seiten | 18,99 Euro | September 2016 | Übersetzer: Christian Dreller | Originaltitel: The Glass Sentence | ISBN: 978-3841422217

Inhalt

(lt. amazon.de):

Wenn jeder Ort seine eigene Zeit hat – dann ist das nächste große Abenteuer nie weit …
„Weltenriss – Die Karten der verlorenen Zeit“ – ein New-York-Times-Bestseller für alle Leser von Philip Pullman und Cornelia Funke

Vor hundert Jahren hat „Die Große Disruption“ die Kontinente der Erde in verschiedene Zeiten katapultiert – jetzt hat jeder Ort seine eigene Zeit.
Sophia Tims Onkel Shadrack ist ein berühmter Kartograph, der diese „Neue Welt“ bereist und neu vermisst. Doch er wurde von einer geheimnisvollen verschleierten Frau entführt, die ihn zwingen will, die Carta Major für sie zu finden, die Karte in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft festgehalten sind. Sophia muss ihren Onkel unbedingt retten. Sie begibt sich gemeinsam mit ihrem Freund Theo auf eine gefährliche Reise, durch die Zeiten der Welt.
Ein faszinierender Abenteuerroman – packend, atmosphärisch und äußerst originell

Gewähltes Zitat

Unter jenen Karten der Neuwelt, die ihren Weg in Museumssammlungen und Universitätsbibliotheken gefunden haben, befinden sich auch gewisse, die Neu-Okzidents Kartologen noch nicht zu lesen gelernt haben. Entweder weil sie von längst versunkenen Zivilisationen gefertigt wurden oder weil sie ein noch nicht enthülltes Wissen widerspiegeln, sind sie selbst für die fachkundigsten westlichen Kartologen schlichtweg nicht zu lesen.

(S. 211)

Meine Meinung

Nach der sogenannten „Großen Disruption“ sind Zeiten und Orte der Welt durcheinander gewirbelt worden und niemand weiß so recht wo sich jetzt was und wann befindet. Sophias Onkel hat es sich zur Aufgabe gemacht die neue Welt zu vermessen, als er entführt wird. Während sich seine Nichte mit ihrem Freund Theo auf macht um ihn zu finden und dabei durch alle möglichen Zeiten reisen muss und dabei tolle Abenteuer erlebt, will Shadracks Entführerin die ultimative Karte finden, die alle Zeiten zeigen kann …

Wow! Die Idee dieses Buches ist schon wirklich originell und erfrischend anders. Logo, dass ich dieses Buch lesen musste.
Hier angekommen war ich dann aber doch überrascht, dass es dick war, denn es beinhaltet stolze 576 Seiten, was ich für ein Jugendbuch ab 12 Jahren schon enorm fand. Aber super!
Der Geschichte voran gestellt wurden dann auf drei Doppelseiten erst einmal tolle Karten der Welten und Zeitalter des Buches. Das war zu Beginn noch nicht so interessant, im Laufe der Geschichte habe ich aber gerne mal dorthin zurück geblättert um mich auch geografisch ein wenig orientieren zu können. So etwas finde ich generell ja immer toll!
Außerdem hat das Buch auch noch ein Inhaltsverzeichnis, was ich ebenfalls recht übersichtlich fand, denn das Buch ist schon ziemlich umfangreich und zunächst auch recht verwirrend. Ich habe jedenfalls eine ganze Weile gebraucht, bis ich mich auf die Idee einlassen konnte und wirklich in der Geschichte versunken war. Dann konnte ich allerdings auch kaum noch aufhören zu lesen.

Dass der Anfang ein wenig beschwerlich war, lag allerdings nicht zuletzt am Schreibstil, der nicht so ganz einfach ist. Ich musste erst mal ‘rein’ kommen, bevor ich es flüssig durch lesen konnte. Auch das fand ich für ein Jugendbuch recht ungewöhnlich. Und bevor ich erneut darauf herumreite, füge ich auch direkt mal an, dass es sicherlich ein recht anspruchsvolles Jugendbuch ist, sowohl vom Umfang, als auch vom Stil her und außerdem auch von der Komplexität der Geschichte. Seichte Unterhaltung ist dies vor allem für Jugendliche nicht, aber es lohnt sich trotzdem! Ich würde das Buch daher nicht schon ab 12, sondern eher erst ab 14 empfehlen. Oder älter natürlich!

Die Figuren des Buches sind allesamt wirklich toll ausgearbeitet und interessant. Besonders hervorzuheben sind natürlich Sophia und Theo, die mich vollends überzeugen konnten, aber auch die Kapitel aus der Sicht von Shadrack waren klasse und haben viel Einsicht gewährt.

Auch der Weltenentwurf war prima! Die Idee ist wirklich einzigartig und wurde total gut umgesetzt. Hier hat die Autorin wirklich eine wahnsinnig vielschichtige Welt entworfen, im wahrsten Sinne des Wortes tatsächlich. Die Vorstellung, dass in einer Welt unterschiedliche Zeitalter liegen ist schon irre.
Auch die ganze Geschichte war nicht zuletzt dadurch sehr komplex und hat einfach Spaß gemacht. Ich hatte wirklich das Gefühl auf eine sehr lange Reise gegangen zu sein beim Lesen des Romans.

Fazit

Für ihr erstes Buch hat die Autorin S.E. Grove mit Weltenriss – Die Karten der verlorenen Zeit eine wahnsinnig tolle und detaillierte Geschichte abgeliefert, die ihresgleichen sucht. Hier ist nichts seicht oder lässig, sondern alles ist gut durchdacht und komplex, total überzeugend und macht einfach Spaß! Gerne mehr!

Meine Wertung

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