Wild Cards 1: Das Spiel der Spiele – George R. R. Martin

wildcardsdasspielderspiele

Penhaligon Verlag
Broschierte Ausgabe
ca. 544 Seiten
15,00 Euro
August 2014
Originaltitel: Wild Cards – Inside Straight
ISBN: 978-3764531270
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Inhalt

(lt. amazon.de):

The World’s next SUPERHERO!
Seit sich in den Vierzigerjahren das Wild-Card-Virus ausgebreitet hat und Menschen mutieren lässt, gibt es neben den normalen Menschen auch Joker und Asse. Joker weisen lediglich körperliche Veränderungen auf, während Asse besondere Superkräfte besitzen. Da ist zum Beispiel Jonathan Hive, der sich in einen Wespenschwarm verwandeln kann, oder Lohengrin, der eine undurchdringliche Rüstung heraufbeschwört. Doch wer ist Amerikas größter Held? Diese Frage soll American Hero, die neueste Casting Show im Fernsehen, endlich klären. Für die Kandidaten geht es um Ruhm und um so viel Geld, dass sie beinahe zu spät erkennen, was wahre Helden ausmacht.

Gewähltes Zitat

Uns gehen die Nahrungsmittel aus. Uns geht das Wasser aus. Die Leute aus dem Westen, die versuchen, hier mitzuhelfen, kann ich an einer Hand abzählen, wenn mir gerade zwei Finger fehlen. Und wenn ihr zu Hause euren Fernseher einschaltet, seht ihr dann etwas davon? Oder denkt ihr daran, wenn ihr euch eine Pizza bestellt? Jetzt mal Hand aufs Herz, Leute, sind die Dinge, die hier passieren, wirklich weniger wichtig als die letzte Mission bei American Hero?
Scheiße, Mann.
Ich muss weg, sie kommen.

(S. 386) 

Meine Meinung

Nach dem zweiten Weltkrieg wurde ein außerirdisches Virus freigesetzt, was die Karten unter den Menschen neu gemischt hat. Die meisten starben, andere wurden zu Jokern, wieder andere zu Assen. Während die Joker total entstellt wurden, blieben die Asse nicht nur körperlich unversehrt, sie bekamen auch noch besondere geistige oder physische Fähigkeiten. Jahre später bewerben sich zahlreiche Asse bei der Castingshow “Americas Superhero” um der größte Held zu werden. Während in Amerika also alberne Spiele gespielt werden, um irgendeinen Helden auszumachen, der sich am besten schlägt, ist in einem anderen Teil der Welt wirklicher Heldentum gefragt, denn dort sterben unschuldige Menschen…

Bei “Wild Cards – Das Spiel der Spiele” handelt es sich nicht um einen normalen Roman vom Großmeister der Fantasy George R. R. Martin. Dieses Buch beinhaltet eine Sammlung von kurzen Geschichten verschiedener Autoren und Autorinnen, die zusammen ein großes Ganzes ergeben. Die unterschiedlichen Geschichten hängen nicht nur lose in der Luft, sondern sind inhaltlich miteinander verknüpft und ergeben am Ende eine umfassende Geschichte. Das ist auch richtig gut gelungen. Natürlich merkt man an der einen oder anderen Stelle, dass hier ein anderer Autor zu Ganze war, aber insgesamt sind die Geschichten wirklich gut aufeinander abgestimmt und passen gut zusammen.

Die Geschichte selbst ist ziemlich aufregend und durch die vielen unterschiedlichen Autoren, die ihre Schwerpunkte immer auf andere Facetten und Figuren des Romas legen, auch sehr abwechslungsreich. Langeweilt gibt es in diesem Buch also nicht. Vielleicht ist es ein wenig gewöhnungsbedürftig, wenn plötzlich aus anderer Perspektive erzählt wird und ganz andere Figuren zum Tragen kommen, aber es wird einfach nicht langweilig. Im Gegenteil. Ich habe das Buch innerhalt kürzester Zeit verschlungen, weil ich einfach nicht aufhören konnte zu lesen und immer weiter wissen wollte, wohin mich diese Geschichte am Ende führen würde.

Die Protagonisten in diesem Buch sind sehr zahlreich und vielfältig. Hier haben sich viele Leute viele Gedanken gemacht, was für neue Fähigkeiten den Assen verliehen werden könnten und welche Geschichte hinter ihnen steht. Natürlich gibt es nicht zu jedem Ass eine ausführliche Geschichte, aber doch zu einigen. Da sollte für jeden etwas dabei sein. Ich für meinen Teil habe jedenfalls mit dem einen Ass mehr geliebäugelt als mit anderen und es hat teils richtig Spaß gemacht seine Lieblingsfigur von einem der anderen Autoren aus einem anderen Blickwinkel beschrieben zu bekommen.

Die Castingshow, um die es vor allem in der ersten Hälfte des Buches vor allem geht, erinnert ein wenig an existente Formate wie “American Idol”, bzw. das deutsche Pendant dazu wäre “Deutschland sucht den Superstar”. Über Sinn und Unsinn dieser Shows wird auch im Buch nachgedacht und auch viele der Figuren kommen zu dem Schluss, dass es wichtigeres im Leben gibt und man noch lange kein Held ist, nur weil man sich am vorteilhaftesten profilieren konnte. Das könnte man ebenso eins zu eins in unsere heutige Zeit mit den aktuellen Formaten übertragen. 

Fazit

Insgesamt hat dieses Buch viel Spaß gemacht! Es war sehr unterhaltsam, total kurzweilig, teils witzig und amüsant und nie langweilig. Durch diese Erzählweise, die vielen Perspektiven und die vielen Autoren, wird das Buch zu etwas wirklich besonderem.
Die Idee, die dahinter steckt, nämlich echte Helden mit realen Ecken und Kanten und Macken, in unserer heutigen Zeit wirkliche Heldentaten vollbringen zu lassen, ist einfach richtig klasse! 

Meine Wertung

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