Paper Prince – Das Verlangen von Erin Watt

Paper Prince von Erin Watt ist der zweite Teil der Paper-Reihe. Nachdem ich vor fast einem Jahr auf Drängen lieber Blogger-Kolleginnen den erste Band Paper Princess gelesen hatte, musste dieser zweite Band dann schon sein, obwohl mich der erste nicht komplett überzeugen konnte. Dieser zweite Band plätscherte dann auf den ersten Seiten dann auch eher so dahin, so dass ich das Buch für lange Zeit erst einmal wieder an die Seite legte, nur um es dann schließlich doch noch zu verschlingen …

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Piper Verlag | Broschierte Ausgabe | ca. 368 Seiten | 12,99 Euro | April 2017 | Originaltitel: Broken Prince | Übersetzer: Ulrike Brauns | ISBN: 978-3492060721

Inhalt

(lt. amazon.de):

Ellas Leben war bisher alles andere als leicht, und als ihre Mutter stirbt, muss sie sich auch noch ganz alleine durchschlagen. Bis ein Fremder auftaucht und behauptet, ihr Vormund zu sein: der Milliardär Callum Royal. Aus ihrem ärmlichen Leben kommt Ella in eine Welt voller Luxus. Doch bald merkt sie, dass mit dieser Familie etwas nicht stimmt. Callums fünf Söhne – einer schöner als der andere – verheimlichen etwas und behandeln Ella wie einen Eindringling. Und ausgerechnet der attraktivste von allen, Reed Royal, ist besonders gemein zu ihr. Trotzdem fühlt sich zu ihm hingezogen, denn es knistert gewaltig zwischen ihnen. Und Ella ist klar: Wenn sie ihre Zeit bei den Royals überleben will, muss sie ihre eigenen Regeln aufstellen …

Gewähltes Zitat

Ich beiße mir auf die Lippen, weil ich fürchte, dass es kein gutes Ende für Reed nimmt, wenn das rauskommt. Callum glaubt ja jetzt schon, dass er zu nachsichtig mit seinen Jungs war. Wenn er erst rausfindet, was zwischen Reed und Brooke gelaufen ist, wird er das nur als ein weiteres Zeichen sehen, die Zügel kürzer fassen zu müssen. Wobei cch nicht weiß, ob ich da nicht ganz grundsätzlich seiner Meinung bin. Den Royal-Brüdern würde ein bisschen Diszipin nicht schaden.

(S. 254)

Meine Meinung

Nachdem Ella sich endlich auf Reed eingelassen und ihn schließlich mit der Freundin seines Vaters zusammen in einer eindeutigen Pose erwischt hatte, ist sie kopfüber verschwunden. Während sie wieder versucht sich irgendwie durchzuschlagen, versuchen Callum und Reed alles um sie wieder zu finden und zurück zu holen. Auch Easton und die Zwillinge leiden sehr darunter, dass Ella verschwunden ist.
Als sie schließlich wieder nach Hause kommt, will sie von Reed nichts mehr wissen und versucht sich so gut wie möglich von ihm fern zu halten. Seinen Beteuerungen, dass er mit Brooke nichts hatte, kann sie nicht glauben, vor allem nicht, als schließlich bekannt wird, dass Brooke schwanger ist und behauptet, dass Kind sei von Reed …

Zugegeben konnten mich die ersten Seiten überhaupt nicht fesseln. Ich habe sie gelesen, mich eher gelangweilt auf Ellas Trip ins Nirgendwo und Reeds Selbstmitleidstour, so dass ich das Buch nach wenigen Seiten für längere Zeit einfach zur Seite legte.
Der Anfang kam mir einfach so lahm vor und war so langweilig zu lesen. Es passierte einfach nichts spektakuläres.
Tatsächlich betraf dieser Eindruck auch nur die ersten Seiten, denn als ich das Buch schließlich doch noch einmal zur Hand nahm – nach Monaten(!) – wurde es auf einmal wieder richtig interessant und nahm Fahrt auf.

Ellas halbherzige Versuche sich von Reed fern zu halten haben mich zwar noch lange Zeit weiterhin genervt, weil sie so durchschaubar waren und man sich natürlich problemlos vorstellen konnte, wie es sich weiter entwickeln würde: nämlich, dass bei beiden am Ende die Finger natürlich nicht voneinander lassen können.

Schön war allerdings, dass man die Geschehnisse dieses Bandes nicht nur als Ellas Sicht erleben konnte, wie es noch bei Band 1 der Fall war, sondern dass wir abwechselnd aus Ellas und Reeds Sicht lesen konnten. Das hat das ganze dann doch wieder recht abwechslungsreich gestaltet.

Von der Thematik und Atmosphäre her fand ich diesen zweiten Band düsterer als noch Band 1. Wo Band 1 noch viel Hoffnung ausgestrahlt hat, geht es hier viel deprimierender zu. Es geht um zerstörtes Vertrauen und das nicht nur zwischen Ella und Reed, sondern in der gesamten Familie Royal. Obwohl es für die Geschichte natürlich wahnsinnig interessante Wendung ist, finde ich es moralisch ziemlich zweifelhaft wie es dort zugeht, wie sich die Familienmitglieder untereinander rächen und sich eins reinwürgen. Da fällt es mir teils wirklich schwer mit Figuren, die mir zum Teil aber trotzdem sympathisch sind, auch wirklich zu sympathisieren und mit ihnen zu fühlen.
So finde ich Reeds Lage ziemlich besch…eiden für ihn und er könnte mir wirklich leid tun. Wenn ich nicht dauernd denken müsste, dass er aber ja eigentlich selbst schuld ist.

Nun ja, gut. Dennoch hat mich das Buch recht gut unterhalten, wenn ich es auch im Gesamten schwächer fand als noch den ersten Band. Bis auf das Ende! Das Ende hat mich nämlich so wuschig zurück gelassen, dass mein Mann, vor lauter Angst, ich könne ihn fressen, sofort für mich zur hiesigen Buchhandlung gefahren ist, um mir den dritten Band zu besorgen ;) Das Ende ist nämlich der Cliffhanger schlechthin, da MUSS man einfach sofort weiter lesen …

Fazit

Mit Paper Prince – Das Verlagen hat Erin Watt eine für mich recht durchwachsene Fortsetzung abgeliefert. Zunächst war ich eher gelangweilt, dann wieder total fasziniert, von der einen oder anderen Figur auch ziemlich genervt, am Ende aber total gepackt, so dass der dritte Band sofort her musste! Insgesamt etwas schwächer als der erste Band, aber wer diesen mochte, der muss unbedingt auch zu diesem zweiten Band greifen!

Meine Wertung

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