Die Clans der Seeker 1: Die Stunde des Fuchses – Arwen Elys Dayton

dieclansderseeker

Arena Verlag
Gebundene Ausgabe
ca. 472 Seiten
16,99 Euro
April 2015
Originaltitel: Seeker
Übersetzer: Sonja Häußler
ISBN: 978-3401069685

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Inhalt

(lt. amazon.de):

Eine epische Saga von Freundschaft, Macht, Verrat und wahrer Liebe. In der Nacht, in der Quin ihren Eid ablegt, wird sie endlich werden, was all ihre Vorfahren vor ihr waren. Ein Seeker. Eine ehrenvolle Kämpferin für die Schwachen und Unterdrückten. Seite an Seite mit ihren engsten Gefährten John und Shinobu. Ihre große Liebe. Ihr bester Freund. Doch in der Nacht, in der Quin ihren Eid ablegt, verändert sich alles. Ein Seeker zu sein, ist nicht, was sie dachte. Ihre Familie ist nicht, was sie dachte. Selbst der Junge, den sie liebt, ist nicht, was sie dachte. Und nun ist es zu spät, davonzulaufen.

Gewähltes Zitat

Was würde man von ihnen verlangen?, fragte sich Quin. Was war die moderne Version der großen Taten, von denen sie als Kinder gehört hatten? Bestimmt würden sie klein anfangen, mit geringeren Heldentaten. War die Welt nicht voller Ungerechtigkeit? Bestimmt gab es unzählige kleine Heldentaten, die sie vollbringen konnten, um zu helfen.

(S. 65)

Meine Meinung

Ihr Leben lang hat Quin darauf hin gearbeitet ihren Eid abzulegen und ein Seeker zu werden. Seeker zu sein sollte etwas großartiges sein. Eine große Ehre. Erst als es schließlich soweit ist erkennt Quin die Wahrheit, doch da ist es zu spät, sie hat ihren Eid bereits abgelegt. Ihr gesamtes Leben bricht über sie zusammen, denn nichts ist, wie es zu sein schien und Quin muss nun damit fertig werden …

Anhand des Covers hatte ich tatsächlich mehr High-Fantasy-Elemente in diesem Buch erwartet, wurde aber überrascht, denn eigentlich spielt die Geschichte in unserer realen Welt, bringt aber natürlich viele Fantasy-Elemente mit sich. Das hat mir gut gefallen. Ein wenig beißt sich die Vorstellung für mich persönlich noch Magie neben moderner Technik wie Smartphone zu wissen, aber genau das macht es dann auch wieder interessant, so habe ich den Eindruck die Geschichte könnte sich tatsächlich quasi vor meiner Haustür abspielen. Zumindest in der Welt, die ich kenne. Das mag ich und allein deswegen konnte diese Geschichte bei mir schon punkten.

Wir erleben die Geschichte aus der Sicht von Quin, John, Shinobu und Maud. Kapitelweise wechselt die Sicht zwischen diesen vier Figuren hin und her. Da fand ich klasse, denn so erhalten wir einen guten Überblick über sämtliches Geschehen und was sie die Figuren bei ihrem Handeln so denken.
Quin mochte ich mit am liebsten, auch wenn ich ihre Handlungen ab und auch auch mal nicht nachvollziehen konnte und sie dafür einfach schütteln wollte. Shinobu ging mir später ebenfalls auf die Nerven, denn den Weg der Verarbeitung der Situation, den er wählt, ist einer, der mir völlig zuwider ist. Dennoch hatte er etwas.
John hat man in dieser Hinsicht etwas überrascht. Ich mochte ihn zunächst wirklich gern, er war mir sympathisch, wurde mir aber mit zunehmender Geschichte immer unsympathischer. Obwohl alle Hintergründe seines Handelns beleuchtet werden, konnte ich seinen Wahn nicht so recht nachvollziehen, was ich wirklich schade fand. Einen Rächer, dem man zumindest in Gedanken folgen kann, finde ich viel spannender als einen, dem man einfach nur eine Niederlage wünscht. Wahrscheinlich sollte dies auch so sein, dass man mit ihm dennoch mitfühlen und ihn verstehen kann, aber bei mir ist dies leider nicht so recht angekommen.
Maud war eine total interessante Figur, die mich wirklich in ihren Bann ziehen konnte und über die ich viel nachgedacht habe. Ich denke, hier ist das Potential noch lange nicht ausgeschöpft.

Die Geschichte selbst ist auch ganz interessant, obwohl ich an vielen Punkten nicht so ganz mitkam, was mich leicht verwirrt hat. Ich weiß nämlich eigentlich immer noch nicht genau was Seeker sind, was sie machen, was das ‘Dort’ ist und was bei Quin und ihrer Familie so konkret falsch läuft. Okay, eigentlich kann ich mir das alles denken, mit genug Fantasie, aber ich bin ein Leser, der gerne auch zumindest nach den Gedankenspielen, alles vorgekaut bekommt. Das gibt es hier nicht, hier ist die eigene Vorstellungskraft gefragt und auch wenn das nicht unbedingt so MEIN Ding ist, finde ich das für die eigentliche Zielgruppe noch ganz gut gelöst. So kann sich jeder seine eigenen Idealvorstellungen bilden und seine eigene Schrecken vorstellen.
Insgesamt ist die Geschichte aber recht spannend und macht Spaß. Gerade durch die kurzen Ausflüge in die Vergangenheit setzt sich hier so nach und nach ein Gesamtbild zusammen und die einzelnen Puzzleteilchen zusammen zu fügen war wirklich spannend. Die Geschehnisse in der Gegenwart haben es allerdings auch in sich und ich war von Anfang an sehr gespannt wie das alles enden würde. Wirklich vorhersehbar ist die Geschichte nämlich ganz und gar nicht.   

Fazit

Mich hat Die Stunde des Fuchses, der erste Band der Reihe Die Clans der Seeker mitreißen können. Die Mischung aus Fantasy in der realen Welt konnte mich begeistern. Arwen Elys Dayton hat hier eine tolle Geschichte konstruiert, deren Ende noch völlig offen ist und die in viele Richtungen gehen könnte. So bin ich nun sehr gespannt auf Teil 2!

Meine Wertung

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Reihe

Mai 2015: Die Clans der Seeker 1: Die Stunde des Fuchses
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