Der Insasse von Sebastian Fitzek

Was war ich gespannt auf das neue Buch von Sebastian Fitzek! Nicht nur, weil es halt ein neuer Fitzek war, sondern vor allem auch, weil Der Insasse versprach wieder so verwirrend und psychologisch zu werden, wie seine ersten Bücher, die ich bis heute am liebsten mag. Die Erwartungen waren also hoch …

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Droemer Knaur Verlag | Gebundene Ausgabe | ca. 384 Seiten | 22,99 Euro | Oktober 2018 | ISBN: 978-3426281536

Inhalt

(lt. amazon.de):

Sebastian Fitzek, Deutschlands prominentester Autor von Psychothrillern, mit seinem neuen Bestseller aus dem Inneren der Psychiatrie!
​Um die Wahrheit zu finden,
muss er seinen Verstand verlieren.
DER INSASSE
Vor einem Jahr verschwand der kleine Max Ber​k​hoff.
Nur der Täter weiß, was mit ihm geschah.
Doch der sitzt im Hochsicherheitstrakt der Psychiatrie und schweigt.
Max’ Vater bleibt nur ein Weg, um endlich Gewissheit zu haben:
Er muss selbst zum Insassen werden.

Gewähltes Zitat

Ich würden.

(S. 68)

Meine Meinung

Vor einem Jahr verschwand Max Berghoff. Nun wurde der mutmaßliche Täter gefasst, aber er schweigt. Max Vater kann die Ungewissheit nicht länger ertragen und lässt sich in die selbe Klinik einweisen wie der mutmaßliche Täter um aus ihm heraus zu bekommen, was vor einem Jahr mit seinem Sohn geschehen ist.

Hach, was war ich gespannt auf Sebastian Fitzeks neuem Psychothriller, denn schon alleine die Beschreibung versprach schon, dass es wieder in die psychologisch-verwirrende Richtung gehen würde, in die seine ersten Bücher schon abgedriftet waren und die fand ich nun mal am besten! Und so hoffte ich, dass dieser Klappentext nicht wieder in die Irre führen würde, sondern einfach mal genau dem entsprach, was er für Erwartungen schürte.

Hier angekommen schnappte ich mir das Buch auch direkt und begann zu lesen. Es dauerte wieder nur wenige Seiten und ich war direkt in der Geschichte gefangen. Wie immer benötigte ich eine Weile die unterschiedlichen Erzählstränge zu beginn auch zusammen zu bekommen, aber spätestens mit dem Eintritt in die forensische Psychiatrie gab es keine Ablenkung mehr.

Fitzeks neuer Protagonist ist eine recht tragische Figur, dessen Leid ich mir leider gut vorstellen konnte. Ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage, dass es wirklich schlimm sein muss, sein eigenes Kind verloren zu haben und nicht zu wissen, was geschehen ist, denn diesen Plot verrät ja bereits der Klappentext. Eine solche Ungewissheit wünscht man gewiss niemandem.
So kann man sich sicherlich auch vorstellen, dass man ihm auch dieses Leid abkaufen kann. Für mich waren die Handlungen dieser Figur auf jeden Fall absolut nachvollziehbar, wenn ich mich sowas auch selbst wohl nie trauen würde. Okay, sag niemals nie, wer weiß schon, wie man sich in solch Extremsituationen verhalten würde? Aber genau diesen Fragen geht Fitzek in seinen Büchern ja nach und hier ist dies meiner Ansicht nach wieder meisterhaft gelungen.

Die Geschichte wird hier wirklich toll erzählt! Es bleibt von Anfang an sehr spannend, man will immer wissen, wie es weiter gehen wird, wie die Geschichte endet.
Natürlich macht man sich als Leser auch so seine Gedanken dazu. Als Vielleser hatte ich auch schon recht früh eine Idee, wo mich diese Geschichte hinführen würde. Obwohl das alles gar nicht so offensichtlich ist, lag ich am Ende dennoch richtig, allerdings nur, weil man Sebastian Fitzek ja mittlerweile kennt und weiß um welche Ecken man denken muss und was sein könnte.
Das hat mich aber überhaupt nicht gestört. Der Lesegenuss war absolut vorhanden, ich fand „Der Insasse“ tatsächlich auch mal wieder viel besser, als seine letzten Bücher und war am Ende sehr zufrieden mit dieser Geschichte.

Fazit

Der Insasse von Sebastian Fitzek konnte mich endlich mal wieder so richtig mitreißen und überzeugen! Obwohl ich schon früh ahnte, wo mich diese Geschichte hinbringen würde, aber nur, weil man nach etlichen Fitzek Büchern ja mittlerweile weiß, wie der Hase läuft, hat mir dieses Buch viel Spaß gemacht! Endlich mal wieder ein Fitzek in Hochform, so wie ich ihn aus seiner Anfangszeit kenne!

Meine Wertung

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