Das Mädchen, das den Mond trank von Kelly Barnhill

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Sauerländer Verlag | Gebundene Ausgabe | ca. 464 Seiten | 16,99 Euro | Februar 2018 | Originaltitel: The girl who drank the moon| Übersetzer: Sandra Knuffinke, Jessika Komina | ISBN: 978-3737355384

Inhalt

(lt. amazon.de):

Im Sternenlicht liegt natürlich Magie. Das ist allgemein bekannt.
Aber Mondlicht: Das ist eine ganz andere Geschichte. Mondlicht ist pure Magie.
Das weiß jeder.

Diese Geschichte erzählt von einer Hexe, von der alle glauben, sie sei böse, einem kleinen Mädchen, das die Hexe bezaubert, einem sechsarmigen Sumpfmonster, das Gedichte liebt, von einem wahrhaft winzigen Drachen und einem jungen Mann, der sich aufmacht, die Hexe zu töten.

Jedes Jahr lassen die Bürger des Protektorats ihr jüngstes Kind im Wald zurück – als Opfergabe zum Schutz vor der bösen Hexe. Jedes Jahr rettet die Hexe Xan die ausgesetzten Kinder, denn sie ist gar nicht böse.
Dieses Jahr jedoch ist alles anders. Xan gibt dem ausgesetzten kleinen Mädchen aus Versehen Mondlicht zu trinken. Doch Mondlicht ist pure Magie! Und so wächst in dem Kind, genannt Luna, große Macht heran … Wird sie diese Macht für das Gute einsetzen und die Stadt, die sie einst opferte, von ihrem grausamen Schicksal befreien?

»So mitreißend und vielschichtig wie die Klassiker ›Peter Pan‹ und ›Der Zauberer von Oz‹.« New York Times

Gewähltes Zitat

Wie oft muss ich dir noch sagen, dass die Geschichte wahr ist? Ich erzähle nur wahre Geschichten. So. Und jetzt ab mit dir, und lass mich dich nicht dabei erwischen, wie du dich wieder vor deinen Aufgaben drückst. Sonst rufe ich die Hexe, damit sie dich holt.

(S. 73)

Meine Meinung

Einmal im Jahr opfern die Bewohner des Protektorats ihr jüngstes Kind um die böse Hexe zu besänftigen, die im Wald wohnt. Und einmal im Jahr rettet die Hexe Xan aus dem Wald, die überhaupt nicht böse ist, das ausgesetzte Kind vor wilden Tieren und sorgt dafür, dass es in einer anderen Familie weit weg vom Protektorat glücklich aufwächst. Als sie aber Luna als Baby rettet, passiert es, dass sie dem Baby zu viel Mondlicht zu trinken gibt und Luna daraufhin magifiziert. Xan entscheidet sich, Luna selbst groß zu ziehen und ihr den Umgang mit Magie beizubringen. Das erweist sich aber nicht gerade als einfach…

„Das Mädchen, das den Mond trank“ hat sich für mich als wirklich besonderes Buch erwiesen. Schon den Titel fand ich ganz zauberhaft und hatte entsprechende Vorstellungen wie das Buch sein könnte.
Kurzum: Meine Vorstellungen waren nicht korrekt, wie ich ganz schnell feststellen musste. Das Buch konnte mich dennoch in seinen Bann ziehen und total verzaubern.

Die Sprache ist einerseits einfach gehalten, andererseits aber auch schon fast träumerisch poetisch. Ich fand es sehr schön zu lesen und genau das hat mich auch am Anfang an die Seiten gefesselt. Ich kam mir vor wie ein kleines Kind, das dem Märchenonkel bei einer zauberhaften Geschichte lauscht.

Ich kann das Wort zauberhaft eigentlich gar nicht häufig genug verwenden, weil die Geschichte genau das ist: ein absolut zauberhaftes Märchen. Der einzige Grund, warum ich es meinem Sohn nicht vorlese ist, dass es dafür mit über 400 Seiten noch ein wenig zu lang ist. Dafür fehlt noch ein wenig die Geduld. Und ich bin mir tatsächlich auch nicht sicher, ob 10jährige Kinder schon so lang durchhalten können, was wirklich schade wäre, denn das Buch ist gerade für jüngere Kinder einfach wunderbar geeignet.

Die Geschichte selbst ist einerseits einfach und kann von den jüngeren auch gut verstanden werden, andererseits gibt es zwischen den Zeilen aber viel mehr worüber Kinder nachdenken könnten.
Einige Kapitel sind so geschrieben, als ob ein Erzähler einem Kind die Geschehnisse und die Geschichte so erklärt, als würde das Kind danach fragen. Genau diese Abschnitte fand ich sehr schön, weil so gut rausgestellt wurde, wie Kinder denken, wie sie Dinge hinterfragen, die für Erwachsene einfach feststehen, das allerdings nicht unbedingt immer gerechtfertigt oder gar logisch. Genau um solche Fragen und Entwicklungen geht es auch in diesem Buch und genau deshalb finde ich es so schön für Kinder geeignet.
Auch mir als Erwachsene hat diese Geschichte wirklich sehr gut gefallen. Es war für mich ein wunderschönes Wohlfühl-Buch.

Fazit

Kelly Barnhill hat mit Das Mädchen, das den Mond trank ein wirklich zauberhaftes Märchen geschrieben, das vor allem jüngere Leser ansprechen wird, aber auch Erwachsene zu verzaubern vermag! Tolle Figuren und ein wundervoller Plot! Sehr empfehlenswert!

Meine Wertung

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