Company Town – Niemand ist mehr sicher – Madeline Ashby

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Arctis Verlag | Gebundene Ausgabe | ca. 379 Seiten | 21,00 Euro | Januar 2017 | Übersetzer: Kerstin Fricke | Originaltitel: Company Town | ISBN: 978-3038800002

Inhalt

(lt. amazon.de):

Sie nennt sich New Arcadia – eine Stadt auf einer Ölplattform, die sich im Besitz der wohlhabenden Familie Lynch befindet. Die Leibwächterin Hwa ist eine der letzten rein organischen Menschen, aber nicht nur in dieser Hinsicht eine Außenseiterin. Als der jüngste Lynch-Sprössling Joel bedroht wird, und persönlichen Schutz benötigt, wendet sich die Familie an sie. Dann versetzt eine Mordserie die Bewohner der Insel in Angst und Spuren führen auch zu Hwa; nicht nur ihre Zukunft steht auf dem Spiel, sondern die der gesamten »Company Town«.

 

Gewähltes Zitat

»Sleeving ist ein Mythos, Dr. Smith. Darauf hat sich die Wissenschaft schon vor Jahren festgelegt. Maschinen ja, Fleisch nein. Das Nervensystem ist zu komplex, um einfach kopiert und nachgebaut zu werden. Es erfordert jahrelanges Lernen, um brauchbare Reaktionen zu produzieren. So etwas wie Unsterblichkeit gibt es nicht. Es gibt nur gute Medikamente.«

(S. 294)

Meine Meinung

New Arcadia ist eine Stadt auf einer Bohrinsel, mitten im Atlantik. Kaum hat die wohlhabende Familie Lynch New Arcadia erworben, erschüttern brutale Morde die Stadt und immer ist die neue Wächterin des jüngsten Sprösslings der Lynchs mittendrin…

„Company Town“ ist nicht nur ein Roman mit einem ganz außergewöhnlichen Setting, es konnte mich mit seiner Andersartigkeit auch ansonsten begeistern.

Die Geschichte spielt in einer mehr oder weniger nahen Zukunft. New Arcadia ist eine Stadt, die auf einer Bohrinsel vor Kanada, mitten im Nordatlantik, entstanden ist. Die älteren Teile der Stadt sind bereits ziemlich heruntergekommen, die neueren Teile der Stadt sind aber beliebte Wohnobjekte und ziemlich modern, um nicht zu sagen futuristisch. Sich eine Stadt auf einer Bohrinsel vorzustellen fiel mir von Beginn an schwer und auch nach Beendigung des Buches muss ich sagen, dass ich immer noch Probleme habe mir trotz der detaillierten und interessanten Beschreibungen New Arcadia wirklich als attraktive Stadt vorzustellen. Allein die Vorstellung eines solchen Gebildes ist schon sagenhaft, hier hat die Autorin ein wirklich sehr außergewöhnliches Setting entworfen.

Aber natürlich sind auch die Menschen in dieser Geschichte außergewöhnlich, denn einfache organische Menschen gibt es kaum noch. Tatsächlich scheint unsere Protagonistin Hwa eine der letzten rein organischen Menschen zu sein. Zu Beginn haben mich die Beschreibungen der Veränderungen an den menschlichen Körpern doch etwas verwirrt, weil man sich aus unserer heutigen Sicht kaum vorstellen kann, wie man sich selbst, bzw. seinen Körper so einfach updaten und neuere Software hochladen kann. Und damit sind nicht nur die äußeren Merkmale wie das Aussehen gemeint, sondern auch das Gehirn und seine Funktionen und damit natürlich auch die Emotionen.

Man kann sich vielleicht vorstellen, dass auch Hwa eine außergewöhnliche Protagonistin ist und anders als viele andere Figuren in diesem Buch, schon alleine weil sie als eine der letzten organischen Menschen eine Außenseiterin ist.

Die Geschichte ist interessant und machte mich immer neugieriger auf das, was noch kommen würde. Zum Ende jedes Kapitels hin hatte ich den Drang weiter lesen zu müssen, weil ich wissen musste, wie es weiter geht.
Teils hatte ich dann aber auch das Gefühl etwas verpasst zu haben, gerade bei den Übergängen der Abschnitte, von denen es drei Stück im Buch gibt. Da gibt es meiner Ansicht nach ein paar Lücken, die ich gerne gefüllter gehabt hätte. Gerade der Sprung zum Schluss hat mir nicht besonders gefallen, hier hätte ich mir ein paar ausführlichere Erklärungen gewünscht, denn die ganze Geschichte ist so abstrakt, dass man da nicht unbedingt immer mitkommt, man muss schon genau und aufmerksam lesen.

Fazit

Insgesamt bot Company Town eine sehr interessante und außergewöhnliche Geschichte. Gerade das ungewöhnliche Setting hat Madeline Ashby hier wirklich großartig beschrieben. Wer mal etwas anderes lesen möchte, etwas ungewöhnlicheres, der liegt hier ganz richtig!

Meine Wertung

Vielen Dank an Annett Sturm für das Foto!

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