Black Blade 1: Das eisige Feuer der Magie – Jennifer Estep

blackblade

ivi Verlag
Broschierte Ausgabe
ca. 368 Seiten
14,99 Euro
Oktober 2015
Originaltitel: Cold burn of Magic
Übersetzer: Vanessa Lamatsch
ISBN: 978-3492703284

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Inhalt

(lt. amazon.de):

Die 17-jährige Lila Merriweather verfügt über außergewöhnliche Talente. Sobald sie einem Menschen in die Augen blickt, kann sie in dessen Seele lesen. Zudem beherrscht die Waise sogenannte Übertragungsmagie – jede auf sie gerichtete Magie macht sie stärker. Doch Lila hält ihre magischen Fähigkeiten geheim, denn sie hat einen nicht ganz ungefährlichen Nebenjob: Sie ist eine begnadete Auftragsdiebin. Das Leben der freiheitsliebenden jungen Frau gerät allerdings aus den Fugen, als sie eines Tages den Sohn eines mächtigen magischen Familienclans vor einem Anschlag rettet und prompt als dessen neue Leibwächterin engagiert wird. Plötzlich muss sich Lila in der magischen Schickeria der Stadt zurechtfinden, wo Geheimnisse und Gefahren an jeder Ecke auf sie warten – ebenso wie ihre große Liebe.

Gewähltes Zitat

Sie mochte mich ja dafür bezahlen, ihren Sohn zu bewachen, aber sie vertraute mir nicht. Nicht, wenn sie Grant mitschickte, um auf mich aufzupassen. Claudia war wirklich eine clevere Frau. Sie warf mir noch einen kühlen Blick zu, bevor sie den Speisesaal verließ. Ich musste gegen den Drang ankämpfen, ihr die Zunge herauszustrecken.

(S. 139)

Meine Meinung

Die 17jährige Lila Merriweather hat schon früh gelernt sich alleine durchzuschlagen. Als Waise hat sie in Cloudburst Falls auch keine andere Wahl, denn dort regieren die Familien, die talentierten und mächtigen, die noch über den Menschen stehen. Und dann gibt es dort auch noch die Monster und Pixies, die diesen Ort zu einem wirklich magischen machen. Lila hält sich mit Auftragsdiebstählen über Wasser, bis sie eines Tages schließlich das Leben von Devon rettet. Dem Sohn der Sinclair Familie. Ab sofort soll Lila Devons Leibwächterin werden, denn irgendwer hat es auf sein Leben abgesehen. Und schon hängt Lila mittendrin in den Familienkriegen …

Bisher kenne ich lediglich die Elemental Assassins-Reihe von Jennifer Estep, die ich auch sehr gerne mag, die ich allerdings für ein etwas älteres Publikum empfehlen würde als Black Blade. Zu Beginn des Buches war ich noch sehr überrascht, wie sehr die Protagonistin Lila doch der Protagonistin Gin aus der Elemental Assassins-Reihe ähnelt. Nur in etwas jünger und harmloser. Parallelen sind auf jeden Fall vorhanden, aber nach einem gelungenen Einstieg waren diese auch total vergessen und ich war komplett in der Story um Cloudburst Falls gefangen.

Lila Merriweather ist also unsere toughe, junge Protagonistin. Sie kommt ziemlich hart rüber, hat aber einen unübersehbaren weichen Kern, der sie wirklich sehr sympathisch wirken lässt. Ich mochte sie jedenfalls sehr und habe sie direkt in mein Herz geschlossen.
Auch alle anderen Figuren sind gut konstruiert. Viele von ihnen hatten ihre Überraschungsmomente bereits, bei einigen gehe ich davon aus, dass im nächsten Band noch etwas kommen wird. Auf jeden Fall ist keine von den Hauptfiguren wirklich langweilig oder eindimensional und das gefällt mir hier sehr.
Vor allem fand ich hier auch gut, inwieweit die Personen miteinander bereits zusammen hingen. Das konnte man zu Beginn lediglich erahnen und hat während der Geschichte immer mehr darüber erfahren können.
Zwischen Lila und Devon gibt es zwar eine gewisse Spannung, aber ich fand es sehr schön, dass hier nicht direkt die große Liebesgeschichte draus gemacht wurde. Das war mal wirklich erfrischend und realistischer als diese ständigen “Liebe auf dem erstem Blick”-Geschichten. Mir gefiel es, dass nichts passiert ist und das bedeutet ja nicht, dass sich nicht noch etwas entwickeln wird. Ich bin jedenfalls gespannt!

Die Geschichte ist toll! Als Einführung in diese Welt hat Jennifer Estep es etwas ruhiger angehen lassen. Das bedeutet nicht, dass die Geschichte langweilig wäre, aber das Thema ist kein neues und es passt einfach wunderbar als Einstieg um alle Familienverhältnisse zu klären als Basis für die weitere Reihe.
Wie bereits erwähnt gab es ein paar überraschende Entwicklungen, die man zwar teils erahnen konnte, aber eben nicht komplett. Die Entwicklung der Geschichte hat mich doch überzeugt und positiv überrascht. Mit dem Ende hätte zu Beginn jedenfalls nicht gerechnet. Wobei Ende natürlich zu viel gesagt ist. Der eigentliche „Fall“, der in diesem Band behandelt wurde, ist zwar geklärt, aber das große Ganze ist noch offen und bietet noch massig Potential für eine Fortsetzung.

Das ganze Setting, das sich die Autorin hier mal wieder ausgedacht hat, weiß einfach zu überzeugen. Es macht einfach Spaß! Cloudburst Falls ist ein magischer Ort, mitten im Amerika, der eine Menge Überraschungen bereit hält und sich dabei nicht an den gängigen Klischees bedient. Mir konnten biertrinkende und wutbrausende Pixies jedenfalls ein Lächeln entlocken, auch wenn es sich um Honigbier handelte.

Auch der Schreibstil von Jennifer Estep ist wieder gewohnt locker und leicht zu lesen. Ich mag ihre Art zu schreiben wirklich gerne. Sie ist erfrischend und unterhaltsam, passend und teils so, wie ihr der Schnabel gewachsen ist. Das mag ich einfach.

Fazit

Obwohl ich zu Beginn doch sehr an die Elemental Assassins Reihe erinnert wurde, konnte mich Jennifer Estep schließlich mit Black Blade und der Protagonistin Lila Merriweather doch überzeugen! Ich mochte die Schreib-Art, die Geschichte und das gesamte, detailverliebte Setting. Und nun bin ich total gespannt auf mehr und möchte es am liebsten gar nicht mehr bis zum zweiten Band “Das dunkle Herz der Magie” abwarten!

Meine Wertung

Reihe

Oktober 2015: Black Blade 1: Das eisige Feuer der Magie
?: Black Blade 2: Das dunkle Herz der Magie

Special

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2 thoughts on “Black Blade 1: Das eisige Feuer der Magie – Jennifer Estep

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