Blogtour zu Was vor dir noch keiner sah – Tag 2: Interview mit Susanna Ernst

[UPDATE: Die Gewinner stehen fest und wurden in diesem Beitrag ergänzt!]

Ihr Lieben! Es freut mich, dass ich euch heute zu unserer Blogtour zu Susanna Ernsts Was vor dir noch keiner sah begrüßen zu dürfen. Nachdem Katja euch gestern das Buch näher vorgestellt habt, bekommt ihr heute bei mir ein paar Informationen von der Autorin direkt, denn ich durfte ihr einige Fragen stellen.

Und natürlich gibt es auch noch etwas zu gewinnen!

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Im Gespräch mit Susanna Ernst

susannaernst1Liebe Susanna, wie kamst du zum Schreiben? Und ist das dein Hauptberuf?
Eigentlich habe ich immer schon gerne geschrieben. Ich war z.B. total sauer, als unsere Deutschlehrerin irgendwann verkündete, die freien Aufsätze würden ab sofort der Vergangenheit angehören.

Ich besaß stets Blankobücher und -blocks, in die ich querbeet alles schrieb, was mir gerade so durch den Kopf ging. Deshalb trugen die auch immer so geistreiche Aufschriften wie „Gedichte und Gedanken“ oder so. Na ja, und das hat sich dann einfach weiterentwickelt, schätze ich. Später schrieb ich für die Schülerzeitung, dann die Skripte für meine Musicalgruppe und ab und zu auch Songtexte. Ideen und Anlässe zum Schreiben gab es für mich immer.

Aber nein, das Schreiben ist nicht mein einziger Beruf. Ich gehe auch noch einem Halbtagsjob nach, was ich sehr angenehm finde, denn so lastet dieser „Du musst“-Druck nicht auf mir, von dem ich bezweifle, dass er mir als Autorin zugute kommen würde.

Lesen deine Kinder deine Bücher?
Nein, dafür sind sie noch zu klein. Aber meine achtjährige Tochter zeigt schon großes Interesse an „Was vor dir noch keiner sah“. Ich schätze, das wird in ein, zwei Jahren ihr Mama-Einsteigerbuch werden.

Wie kamst du auf die Idee zu “Was vor dir noch keiner sah”?
Ich erinnere mich nicht mehr an den genauen Zeitpunkt, aber ich hatte plötzlich die Idee von zwei Jugendlichen, die durch äußere Umstände quasi ihre Rollen innerhalb einer Klassengemeinschaft tauschen. Zum einen Leo, der an seiner früheren Schule immer das Mobbingopfer war und nun, nach einem Umzug, zu einem der beliebtesten Schüler in der Klasse avanciert. Und auf der anderen Seite Marie, die früher einmal ein unbeschwertes, sehr beliebtes Mädchen war, nach einem schweren Schicksalsschlag aber ebenfalls die Schule wechselt und dort prompt als Außenseiterin abgestempelt wird. Das war der Ausgangspunkt der Story und von dort aus entwickelte sich alles Weitere.

Wie gehst du beim Schreiben vor? Plottest du die Story von vorne bis hinten durch oder schreibst du kreuz und quer?
Ich schreibe von vorne bis hinten durch. Aber ich plotte nicht, bzw. nur sehr grob, denn meine Figuren machen eh immer, was sie wollen. Da bringt mir das Plotten herzlich wenig. 🙂

Wo schreibst du denn am liebsten? Hast du gewisse Schreibrituale?
Oh Gott, es ist so peinlich darauf zu antworten, weil alle meine Kollegen/Kolleginnen scheinbar immer ganz seriös am Schreibtisch sitzen oder sich sehr stilvoll in ein nettes kleines Café am Stadtrand zurückziehen, wenn es ans Schreiben geht.
Ich hingegen schreibe meist nachts und lümmele mich dabei im Pyjama auf meiner Couch. Ja, immer. Und jaaa, ich weiß, dass das Gift für meinen Rücken ist und dass ich mir schleunigst etwas Anderes überlegen sollte, aber … morgen. 🙂

Mein einziges Schreibritual besteht in einer Tasse Tee, die nie fehlen darf.

Hast du selbst Erfahrung mit dem Thema Mobbing?
Ja, leider schon. An meiner alten Schule war Mobbing an der Tagesordnung. Ich war dabei meist so ein bisschen wie Leo und stand oft voll zwischen den Stühlen.

Wie sah denn deine Schulzeit aus?
Also, ich wurde in eine ganz kleine Dorf-Grundschule eingeschult. Habe gerade einmal nachgezählt, auf dem Einschulungsbild waren wir tatsächlich nur 16 Kinder. Dort haben wir sehr schöne, behütete Grundschuljahre verbracht; meinen Erinnerungen an diese Zeit haftet fast schon so ein „Die Kinder von Bullerbü“-Feeling an. 🙂
Der Wechsel auf die weiterführende Schule mit über 800 Schülern war da ein ziemlicher Einschnitt. Es dauerte nicht lange, bis sich in der neuen Klasse kleine Grüppchen bildeten und es losging mit dem Mobbing. Selbst beteiligt habe ich mich zwar nie an solch fiesen Aktionen, aber ich habe auch viel zu lange den Mund nicht aufbekommen und einfach versucht irgendwie heile da durch zu kommen, ohne selbst in die Schusslinie zu geraten. Rückblickend muss ich leider sagen, dass unsere Lehrer uns dabei auch ziemlich uns selbst überlassen bzw. eben gar nichts mitbekommen haben. Ich hoffe, das läuft bei meinen Kindern anders, denn, ganz ehrlich, wenn ich an meine Schulzeit zurückdenke, dann leider nur mit sehr gemischten Gefühlen.

Haben deine Figuren Ähnlichkeiten mit real existierenden Personen aus deinem Kreis? Oder wie legst du deine Figuren an?
Tja, wenn ich dir das sagen könnte! 🙂 Ich lege da eigentlich gar nichts an, sie sind einfach da – und dann direkt so, wie sie eben sind. Ganz so, wie reale Personen, die du plötzlich kennen lernst. Im Nachhinein kann ich zwar schon sagen, dass Marie z.B. einem Mädchen ähnelt, das ich während meiner Zeit als Musicalgruppen-Leiterin kennen lernte. Aber ob dieses Mädchen die Figur der „Marie“ auch wirklich inspiriert hat – keine Ahnung. Wenn, dann unbewusst.

Kannst du dich noch an deine erste Liebe erinnern? War es vielleicht ebenso traumhaft wie zwischen Leo und Marie?
Mit meiner ersten Liebe nicht, nein. Ich war verliebt – er vermutlich nur neugierig. Das Ganze hielt ziemlich genau drei Wochen, wovon wir uns zwei nicht gesehen haben, hihi. Aber die zweite Liebe war einfach wunderbar, mit allem, was so dazugehört (natürlich auch ab und zu mit ein bisschen Drama). Und ja, sie hatte durchaus Leo und Marie-Potential. Allerdings waren wir mit unseren 19 und 17 Jahren da schon etwas älter als die beiden im Buch. Wir haben übrigens bis heute Kontakt, auch wenn es beziehungstechnisch irgendwann auseinanderging.

Was liest du denn am liebsten? Hast du Lieblingsbücher oder Lieblingsautoren?

Ich lese eigentlich querbeet so ziemlich alles gerne, bis auf Thriller, Horror und Kochbücher. 😉

Aber am liebsten lese ich tatsächlich schöne tiefgründige Liebesgeschichten, die mein Herz berühren und noch lange in mir nachhallen. Allerdings komme ich schon seit Jahren viel weniger zum Lesen als es mir lieb ist. Nur in den Urlauben verschlinge ich Bücher regelrecht. Da kommt es dann auch schon mal vor, dass ich in drei Wochen acht Bücher lese. Quasi auf Vorrat. 🙂

Meine Lieblingsbücher sind „Die gute Erde“ von Pearl S. Buck und „Trapez“ von Marion Zimmer Bradley.

Wenn du jemandem eines deiner Bücher empfehlen solltest, das dich als Autorin am besten repräsentiert, welches Buch wäre das?
Ich denke, das müsste dann wohl „So, wie die Hoffnung lebt“ sein, denn in diesem Buch fließen alle Facetten und Emotionen zusammen, die einen beim Lesen meiner Romane erwarten können. Es vereint auch alle Genreelemente, denen ich mich als Autorin bisher bedient habe: Anfangs kommt die Story ein bisschen wie ein Jugendbuch daher, doch es gibt auch „sehr erwachsene“ Spannungsaspekte, einen leicht „magischen“ Touch bzw. Twist und natürlich die ganz große Liebe mit viel Prickeln und einem Hauch von Erotik zwischen den Protas.

Wenn eines deiner Bücher verfilmt werden sollte, welches würdest du dafür auswählen und warum? Und würdest du dabei auch gerne eine Rolle übernehmen?
Ich würde mich für „Deine Seele in mir“ entscheiden. Ganz einfach, weil ich glaube (und ich hoffe nicht, dass sich das jetzt irgendwie überheblich liest), dass es tatsächlich sehr guter Stoff zum Verfilmen wäre. Man müsste dabei genau darauf achten, dass die ohnehin schon sehr emotionalen Stellen nicht in Kitsch abdriften und da mit Musik und eventueller Entschärfung der Dialoge eher entgegensteuern, als die Romantik noch hervorzuheben, aber ansonsten glaube ich wirklich, „Deine Seele in mir“ könnte einen wunderbaren Film abgeben.
Ich würde keine Rolle übernehmen wollen, nein. Aber ich würde sooo gerne beim Dreh dabei sein, einfach nur dort sitzen, zuschauen und für evtl. Fragen zur Verfügung stehen.

Gibt es Protagonisten in deinem Buch, die du selbst so gar nicht mochtest?
Nein, Hauptfiguren nicht. Ich fände es ehrlich gesagt auch furchtbar, mich für die Schreibspanne von mehren hundert Seiten mit Figuren beschäftigen zu müssen, die ich nicht ausstehen kann. 🙂

Aber natürlich gibt es unter den Nebenfiguren immer wieder welche, die eher weniger sympathisch sind. Sonst wäre es ja auch langweilig.

Wie wichtig ist für dich der Kontakt zu deinen Lesern? Nutzt du dafür gerne die sozialen Netzwerke wie Facebook?
Oh, der ist mir sehr wichtig. Ich liebe den Austausch mit meinen LeserInnen und nutze dafür Facebook, ja. Allerdings muss ich meine Zeit sehr gut einteilen, um mich dort nicht zu sehr zu „verlieren“ – sonst gibt das mit dem Schreiben nämlich nichts mehr.

Liest du Rezensionen zu deinen Büchern? Wie gehst du mit Kritik um?
Natürlich, das Feedback zu meinen Büchern interessiert mich sehr. Ich kann mir auch beim besten Willen nicht vorstellen, dass es irgendeinem Autor da anders geht, denn was hätten unsere Bücher denn für einen Wert, wenn sie nicht (zu Reaktionen) bewegen würden?

Allerdings ich bin Gott sei Dank von Natur aus in der Lage, mich über positive Rezensionen sehr zu freuen und negative Kritik anzunehmen, ohne dass sie mir Einschlafprobleme bereitet. Bei meinem Mann hingegen sieht das ganz anders aus. Der kann sich über Ein- oder Zwei-Sterne-Rezensionen auch schon mal so richtig schön aufregen. Was wiederum meinem Ego als Frau ganz guttut, hihi.

Könntest du dir vorstellen auch einmal etwas ganz anderes zu schreiben? Vielleicht einen Thriller? Und gibt es auch Genre, die du nie bedienen würdest?
Ja, die gibt es: Thriller! 🙂 Und Horror, Hardcore-Erotik und High-End-Fantasy.

Nein, in meinen Genres (Jugendbuch und Liebesromane mit Dramatik-/Spannungs- und fantastischen Aspekten) fühle ich mich pudelwohl. Allerdings würde ich irgendwann schon noch gerne ein Kinderbuch schreiben und es selbst illustrieren. Spätestens für meine Enkelkinder werde ich das auch tun.

Wie wichtig sind dir die Cover deiner Bücher? Welches gefällt dir da am besten und gibt es eines mit dem du nicht glücklich bist?
Ein Cover ist immer das „Gesicht“ des Buches, verantwortlich für den ersten Eindruck – und als solches natürlich auch sehr wichtig.
Ganz ehrlich, ich liebe das Cover zu „Was vor die noch keiner sah“. Ich weiß noch, dass ich die Datei in der E-Mail öffnete, auf alles gefasst war … und dann beim ersten Anblick des Covers laut „Oh, wow!“ ausgerufen habe, weil es so, sooo wunderschön und passend für das Buch ist.

Aber auch das Cover zu „Immer wenn es Sterne regnet“ ist einfach nur traumhaft schön geworden.
Von der Wirkung her am „blassesten“ finde ich das Cover zu „Das Leben in meinem Sinn“. Ich denke, das war auch der Grund, warum der Verlag die Optik dann bei den „Sternen“ ganz neu gestaltet hat.

susannaernst2Und nun: Einige “Spaß”-Fragen um die Person Susanna Ernst ein wenig besser kennen zu lernen

Dein Lieblingsbuch: „Die gute Erde“ von Pearl S. Buck

Dein Lieblingsfilm/Serie: „Die Legende von Bagger Vance“/ „Big Bang Theory“

Dein Lieblingsaufenthaltsort: Meine Couchecke (mein Lieblingsplatz, nicht der meines Rückens, aber der arme Kerl wird ständig übergangen. 🙂 )

Kaffee oder Tee? Definitiv Tee – Ich hasse (!!!) Kaffee.

Schokolade oder Chips? Puh, gemein! Beides ziemlich verlockend – leider.

Filme oder Bücher? Hallo??? Bücher!!!

Buchreihe oder Einzelband? Beides.

Drinnen oder Draußen? Wetterabhängig.

Sommer oder Winter? Sommer – aber so was von!

Röcke oder Hosen? HOSEN!

eBook oder Print? Beides. Kommt drauf an, ob im Urlaub oder zu Hause. 🙂


Gewinnspiel

Zu gewinnen gibt es 5 x je ein e-Book zu Was vor dir noch keiner sah von Susanna Ernst aus dem Ravensburger Verlag im Wunschformat.

Was ihr tun müsst um zu gewinnen? Beantwortet mir einfach die folgende Frage bis einschließlich zum 3. Februar 2016 in den Kommentaren:

Was würdest du von Susanna Ernst gerne noch wissen wollen?

Mit der Frage an Susanna seid ihr allerdings nicht nur um Lostopf für eines der Bücher. Nein! Eure Frage wird sogar noch beantwotet werden. Seid also gerne neugierig, Susanna Ernst hat zugesagt eure Fragen in den Kommentaren zu beantworten! Vielen Dank dafür, liebe Susanna! <3

Also legt mal los! Viel Spaß!

Teilnahmebedingungen
Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt ihr euch mit den Teilnahmebedingungen einverstanden.

Blogtourfahrplan

30.1.2016 Was vor dir noch keiner sah
bei Katja von www.katja-welt-book.blogspot.de

31.1.2016 Interview mit Susanna Ernst
bei Nicole von www.lilstar.de (also hier)

1.2.2016 Mobbing
bei Desiree von www.romanticbookfan.blogspot.de

2.2.2016 Vertrauen
bei Bianca von www.bibilotta.de

3.2.2016 Ehrlichkeit/ Offenheit
bei Manja von http://www.manjasbuchregal.de

4.2.2016 Gewinnerbekanntgabe

 

Fotos: © Octavia Oppermann


Gewinner

Liebe Leser,

wir haben uns sehr über Eure Beteiligung bei unseren Beiträgen gefreut und hoffen das wir Euch neugierig zurücklassen konnten 🙂

Hier sind nun unsere Gewinner.

1. – 5. Preis

Je ein Buch „Was vor dir noch keiner sah“ als E-Book im Wunschformat geht an:

  1. Rabea
  2. Tina
  3. Binchen´s Bücherblog
  4. Sabine Kupfer
  5. Jeannine M.

Herzlichen Glückwunsch!

Bitte schickt Eure Postadresse an folgende Mailadresse des Gewinnspielveranstalters:

Mail: netzwerkagenturbookmark@gmail.com

Betreff: Susanna Ernst

Euer Ansprechpartner ist Katja Koesterke

Wir wünschen Euch viel Spaß beim Lesen!

29 thoughts on “Blogtour zu Was vor dir noch keiner sah – Tag 2: Interview mit Susanna Ernst

  1. Guten Morgen,

    danke für dieses schöne Interview. Eigentlich wurden meine Fragen alle schon beantwortet aber ich hab mal in meinem Kopf gekramt was mich noch so interessieren würde. Und zwar würde mich interessieren welche Buchverfilmung die Autorin am besten und am schlechtesten fand. Und mich würde auch interessieren ob ihr man ihre Bücher gelesen hat. 🙂

    Liebe Grüße
    Isabelle

    • Hallo liebe Isabelle,

      also, meine liebste Buchverfilmung ist „The Notebook“ oder auch „Wie ein einziger Tag“ nach dem Roman voon Nicholas Sparks. Ich schätze, das liegt auch daran, dass das Buch relativ kurz ist (wenn ich mich nicht irre nur knapp 250 Seiten). Da konnten die Filmemacher schön ausholen und sogar noch ein paar Szenen dazuschreiben, um einen Film mit normaler Spielfilmlänge daraus zu machen. Daher finde ich das Drehbuch äußerst gelungen. Na ja, und die Chemie zwischen Ryan Gossling und Rachel McAdams war natürlich auch grandios. 🙂
      Die fürchterlichste Verfilumg ist für mich „Solange du da bist“ nach dem gleichnamigen Roman von Marc Levy. Wie man aus einem so wundervoll gefühlvollen Buch eine dermaßen oberflächliche Komödie machen kann, wird mir auf ewig ein Rätsel bleiben. Da konnten in meinen Augen selbst Reese Witherspoon und Marc Ruffalo nichts mehr retten, obwohl ich die beiden als Schauspieler sehr mag. Ich finde einfach, dass bei der Verfilmung nichts, aber auch gar nichts von der Grundstimmung des Buches auf die Leinwand/den Bildschirm übertragen wurde – und das ist überaus schade.
      Zu deiner zweiten Frage: Ja, mein Mann liest meine Bücher. Aber erst, wenn sie wirklich fertig und erschienen sind. 🙂

      Ganz liebe Grüße, danke für dein Interesse und VIEL GLÜCK!
      Susanna

  2. Guten Morgen!

    Vielen Dank für das sehr schöne und sehr ausführliche Interview.

    Da Susanna Ernst in ihrem Interview angibt, dass Ihr Mann sich über schlechte Rezensionen auch schon mal ärgern kann, würde ich sie fragen, ob sie gegenseitig ihre Bücher lesen und wie kritisch sie mit den Werken des Anderen umgehen. Manchmal ist der Ehepartner ja der schärfste Kritiker oder eben auch nicht. 🙂

    Viele Grüße
    Babsi

    • Hallo Babsi,

      ich glaube, das hast du ein bisschen falsch verstanden. Mein Mann schreibt nicht – er regt sich darüber auf, wenn MEINE Bücher schlechte Rezensionen bekommen. Und das mehr als ich selbst. Er liest meine Bücher auch, aber ich würde nicht gerade behaupten, dass er sie objektiv behandelt. Was ich ehrlich gesagt ziemlich süß finde – wenn auch nicht besonders hilfreich. 😉

      Ganz liebe Grüße, auch dir ein großes DANKE für dein Interesse und natürlich VIEL GLÜCK!
      Susanna

  3. Hallöchen :-).
    Danke für das tolle Interview. Da hat man schon so einiges von Susanna ernst erfahren. Das klang übrigens kein bisschen überheblich, wegen der Verfilmung.
    Im Pyjama auf der Couch mit Tee stelle ich mich sehr schön vor mit dem schreiben. So schreibe ich oft meine Rezensionen ;-).
    Ich glaube übrigens Frauen können allgemein besser mit Kritik umgehen als Männer. Finde es süß, das er sich da so aufregen kann ;-).

    Was ich gerne von Susanna wissen würde, wie viele Notizbücher brauchst du für ein Buch? Oder deine Ideen bevor du das Buch am schreiben bist? Nimmst du ganz normale? Schreibst du viel in Notizbüchern, bevor es an das Laptop geht?

    Liebe Grüße,
    Vanessa

    P.S. Ich liebe das Cover total zu „immer wenn es Sterne regnet“

    • Liebe Vanessa,

      heute arbeite ich nicht mehr viel mit Notizbüchern. Ich notiere sowieso recht wenig. Meistens beschränkt sich das auf Timelines und äußere Erscheinungen oder Charaktereigenschaften von Randfiguren. Für die fertige ich dann eine Art Steckbrief an, um auf einen Blick alle Daten parat zu haben, sollte ich sie brauchen. Aber ansonsten schreibe ich die Bücher einfach, wenn es „zu laut“ in mir wird. Ein bisschen ist das mit neuen Stories so, als würde man ein Fädchen finden und sanft daran zupfen. Es kommt immer mehr Faden zum Vorschein, mehr und mehr … und irgendwann hat man ein ganzes Knäuel und muss einfach anfangen zu stricken (bzw. zu schreiben), um dem Ganzen endlich eine gewisse Struktur zu verpassen. Dieser Zeitpunkt lässt sich nicht ignorieren. Es ist, wie wenn du in Urlaub fährst und noch tausend kleine Dinge erledigen musst. Irgendwann wird es einfach to much und du greifst zu Stift und Block, um dir eine Liste zu machen. Danach geht es dir sofort besser. So ähnlich verhält es sich mit dem „Geschichten erdenken“ und dem Zeitpunkt des Loslegens bei mir. 🙂 Notizbücher sind dafür nicht mehr notwendig. Aber früher habe ich ganz normale benutzt, ja.

      Viel Glück bei dem Gewinnspiel und alles Liebe
      Susanna

      • Danke dir für deine Antwort :-). Das mit den Steckbriefen finde ich eine gute Idee. Man hat da bestimmt auch oft reale Personen im Kopf, oder? Hätte ja nicht gedacht, dass es fast ohne Notizbücher geht. Ich dachte man bräuchte davon ganz viele, falls man in der Nacht z. B. den Einfall bekommt. Du hast mir aber sehr schön erklärt wie du das so anstellst. Ich denke ja immer, ich könnte nie eine Geschichte schreiben…

        Liebe Grüße,
        Vanessa

  4. Pingback: Blogtourankündigung: “ Was vor dir noch keiner sah“ von Susanna Ernst – Bibilotta

  5. Guten Abend.
    Vielen Dank für dein interessantes und tief greifendes Interview. So konnte man sich ein umfangreiches Bild von Susanna Ernst machen. Sie scheint sehr nett und authentisch zu sein.
    Ihr alle habt ja schon viele Fragen gestellt, die mir auch sofort eingefallen sind. Mich würde jedoch noch interessieren wie schwierig es für Susanna war ihr das Buch zu veröffentlichen? Also ob der Verlag direkt von der Geschichte begeistert war? Ich kann mir es immer schwer vorstellen, wie das so abläuft, wenn man ein Buch veröffentlichen möchte. 😉

    Liebe Grüße Jeannine M.

    • Liebe Jeannine,

      ich hatte unsagbares Glück, mit der rechten Idee am rechten Verlag angefragt zu haben.
      „Deine Seele in mir“ wurde zunächst über neobooks veröffentlich und dann auch tatsächlich direkt ins Verlagsprogramm von Knaur übernommen. Erst viel später habe ich herausgefunden, wie unsagbar mein Glück diesbezüglich wirklich war. Und dafür bin ich bis jetzt dankbar. Jeden Tag. 🙂

      Auch dir ganz viel Glück bei dem Gewinnspiel.
      Liebe Grüße
      Susanna

  6. Hallo ,

    Vielen Dank für den interessanten und tollen Interview .
    Meine Frage an der Autorin wäre : Kann sich die Autorin vorstellen
    ein Buch zusammen zu schreiben z.B mit Nele Neuhaus ?

    Liebe Grüße Margareta Gebhardt

    • Liebe Margareta,

      ehrlich gesagt kann ich mir generell nicht wirklich vorstellen mit irgendjemandem ein Buch zusammen zu schreiben. Dafür bin ich beim Schreiben immer viel zu sehr „im Tunnel“. Ich komme dann oft kaum zum essen oder schlafen, weil mich die Geschichten und Charaktere so packen und festhalten. Wie sollte ich da alles zusammenklappen und an jemand anderen abgeben? Das stelle ich mir extrem schwierig vor. Bei Nele Neuhaus (die ich sehr sympathisch finde und deren Arbeit ich sehr bewundere) käme noch das Genre-Problem dazu. Sie schreibt wunderbare Thriller – und ich kriege schon bei Serien, die spannungstechnisch über „Lassie“ hinausgehen, die Vollkrise und schalte den TV ab. 🙂

      Also eher nein.
      Aber auch das war eine tolle Frage, für die ich dir danke.
      Liebe Grüße und viel Glück im Lostopf
      Susanna

  7. Guten Morgen,
    schon sehr schwierig etwas zu finden, wenn schon so vieles beantwortet wurde. Die normalen Fragen wären jetzt, wo wäre der Lieblinsgschreibplatz, Lieblingsmusik und bla, bla, bla. Lilsar hat wirklich tolle Fragen gestellt und das hat mich gefreut. Es war interessant und hat mich sehr neugierig auf das Buch gemacht. Das Cover ist mir schon mehrfach ins Auge gesprungen. Ich beteilige mich selten an Gewinnspielen auf Blogtouren, da es mir oft zu umständlich ist mit dem Lose sammeln. Nun bin ich aber dabei, denn ich bin sehr interessiert an dem Geheimnis welches Leo mit sich rumschleppt. Marie fühlt sich schuldig? Ich bin gespannt, was sich da offenbaren wird.
    Meine Frage an Susanna Ernst: Hast du selbst ein Geheimnis, welches du lieber nicht aufdecken würdest, da es total peinlich wäre oder dir sogar im Nachhinein noch schaden könnte?
    Viele Grüße,
    Mel

    • Liebe Mel,

      hm … Nein, ich denke nicht. Heute bin ich vollkommen bei mir, sprich, ich könnte auch damit leben und umgehen, wenn mich jemand mit nicht so schönen Begebenheiten aus meiner Vergangenheit (die es sicher gab) konfrontieren würde. Natürlich war das ein Prozess dorthin zu kommen. 🙂 Ich denke, das ist es für jeden. Aber ganz ehrlich, nein, ich habe kein allesüberschattendes Geheimnis, hinter das niemals irgendjemand kommen darf. 🙂
      Ich = offenes Buch.

      Ganz liebe Grüße und viel Glück auch für dich!
      Susanna

  8. Huhu, ein sehr cooles Interview! Die Autorin ist mir gleich etwas sympathisch geworden, vor allem mit dem Schreiben auf der Couch 😀 Das kann ich nur allzu gut nachvollziehen! Ist ja auch viiiiiiel gemütlicher als am öden Schreibtisch ^^

    Meine Frage (weil sonst eigentlich schon alles beantwortet wurde, was ich wissen wollte): Wie würden sie die Farbe gelb einem blinden beschreiben?
    Ich frage das häufig Autoren (immer wenn ich die Gelegenheit habe :D) und bin immer wahnsinnig gespannt auf die unterschiedlichen Antworten 🙂
    Freue mich auf die weitere Blogtour!
    Lg,
    Rabea

    • Liebe Rabea,

      was mir zu der Farbe gelb sofort einfällt sind die Beschreibungen „Wie das Gefühl von Sonne auf deiner Haut“ und „fröhliches Vogelgezwitscher“. Beides verbinde ich irgendwie mit dieser Farbe. Aber ob der Blinde dadurch eine Vorstellung von der Farbe (auch noch der richtigen) kriegen könnte, ist natürlich fraglich – und leider nicht überprüfbar.

      So oder so, eine tolle Frage!
      Danke dafür und viel Glück.
      Liebe Grüße
      Susanna

  9. Hallo,
    danke für das lange und interessante Interview. Meine Frage an die Autorin: welches Buch in der Kindheit sie am Meisten beeindruckt hat, so dass sie sich heute noch gut daran erinnert.

    lg, Jutta

    • Liebe Jutta,

      das war definitiv „Die Kinder von Bullerbü“. Wobei „beeindruckt“ es irgendwie nicht so ganz trifft. Aber mit diesem Astrid Lindgren-Buch passierte es mir das erste Mal, dass ich so richtig in einer Gschichte eingetaucht bin, weil ich mir alles so wunderbar bildlich vorstellen konnte und weil ich die Kinder so sehr mochte. Und dieses neue Erlebnis war tatsächlich sehr beeindruckend.

      Viel Glück und danke für deine Frage
      Liebe Grüße
      Susanna

  10. Pingback: Blogtour: „Was vor dir noch keiner sah“ von Susanna Ernst – Thema Vertrauen – Bibilotta

  11. Hallo,

    es waren ja schon echt interessante Fragen dabei 🙂
    Mich würde noch interessieren wie sie auf die Namen ihrer Figuren kommt. Sind die Namen eher da als das Aussehen und der Charakter der Figur oder kommt der Name im Laufe der Geschichte?

    LG
    SaBine

    • Liebe Sabine,

      das mit den Namen ist ganz unterschiedlich. Oft sind die Figuren direkt schon mit Namen da, aber Marie und Leo aus „Was vor dir noch keiner sah“ habe ich ganz bewusst „getauft“.
      Der Klang eines Namen löst ja immer auch gewisse Emotionen in einem aus. Bei Leo und Marie wusste ich ganz genau, wie die beiden waren, was für Stärken und Schwächen sie hatten – und ich wollte einfach die passendsten Namen für sie finden.
      Wie gesagt, bei anderen Figuren wird der Name direkt „mitgeliefert“. 🙂

      Ganz viel Glück auch dir und liebe Grüße
      Susanna

  12. Hey,
    ich würde gerne über „Immer wenn es Sterne regent“ reden, aber da würde ich spoilern 😉 Hmmm, da eigentlich schon alles wichtige gefragt wurde, würde mich folgendes noch interessieren: Warum gibt es einige Bücher nur als ebook? Als Print-Fan möchte ich möglichst Bücher im Regal stehen haben ;), weshalb mir besonders aufgefallen ist, dass einige deiner Bücher nur als ebook erschienen sind.
    lg. Tine =)

    • Liebe Tine,

      also, von fast jedem Buch, das bislang nur als eBook gelistet ist, wird es auch noch ein Printexemplar geben. 🙂
      Nur ausgerechnet bei „Was vor dir noch keiner sah“ ist diesbezüglich noch nichts in Planung. Im Endeffekt ist das immer eine Vertragssache. Ravensburger hat momentan noch die Option in den Druck zu gehen, aber ob der Verlag diese Option auch nutzt, liegt leider nicht in meiner Hand.
      Aber z.B. „So, wie die Hoffnung lebt“ kommt als TB von Knaur noch in diesem Jahr. Und bei „Blessed“ wird es ab Mai wieder ein TB geben. Da ist eine kleine Lücke entstanden, weil ich bei diesem Buch den Verlag gewechselt habe.
      Ich wünsche auch dir ganz viel Glück (oder wurden die Gewinner schon gezogen?).
      So oder so, liebe Grüße
      Susanna

      • Die Gewinner wurden soeben veröffentlicht! 🙂

        Vielen Dank für deine Mühe, Susanna! Ich fand es richtig toll, dass du es mitgemacht und auch alle Fragen noch beantwortet hast.

        Und ich habe mir jetzt „Immer wenn es Sterne regnet“ bestellt. Alleine das Cover sieht schon sooooo wundervoll aus! Hach! 🙂

        Liebe Grüße,
        Nicole

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