Blogtour zu Daniel, mein jüdischer Bruder – Tag 1: Buchvorstellung

Ihr Lieben,

ich freue mich sehr heute die Blogtour zu einem Buch eröffnen zu dürfen, das mich wirklich sehr berührt hat. Es ist ein anderen Buch als die, ich euch hier sonst überwiegend vorstelle, aber ich hoffe, dass es genau deswegen heraus stechen wird! Die Rede ist von dem Buch „Daniel, mein jüdischer Bruder – Eine Freundschaft im Schatten des Hakenkreuzes“ und wie der Titel schon verrät, gibt dieses Buch Einblicke in die wohl schwärzeste Episode unseres Landes.
Die Autorin Marianne J. Voelk lässt uns hier an ihrer Geschichte teilhaben, die sie als kleines Mädchen erlebte und die sie als Erinnerungen in diesem Buch niederschrieb.

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Daniel, mein jüdischer Bruder
von Marianne J. Voelk

 

danielmeinjuedischerbruder[3]Inhalt (lt. amazon.de):

Starr vor Schrecken sieht Daniel, wie seine Eltern in ein Auto gezerrt und abtransportiert werden. Zitternd kauert er eine Weile hinter dem Schornstein, da sich noch Gestapo im Garten aufhält. Dann rennt er, so schnell er in der Dunkelheit kann, zum Wäldchen.
Als Daniels jüdische Eltern deportiert sind, besorgt ihm Rosalies Familie falsche Papiere und gibt ihn nach ihrem Umzug aufs Land als ihren leiblichen Sohn aus. Trotz der Angst davor, bei der Hitlerjugend entdeckt zu werden, verleben Rosalie und Daniel eine frohe Kindheit. Doch die ist bedroht, als Daniel eines Tages zum Arzt muss und sein Geheimnis entdeckt wird …
Eine autobiografische Geschichte.

Brunnen Verlag | Gebundene Ausgabe | ca. 304 Seiten | 17,9 Euro | Januar 2016 | ISBN: 978-3765509476

Autorin:
Marianne J. Voelk ist selbst eine der Hauptpersonen des Buches „Rosalie“. Der andere Name hat mich zunächst ein wenig verwirrt, im Buch wird aber alles aufgeklärt. 1933 in Nürnberg geboren, heiratete sie nach Kriegsende mit 18 Jahren einen Spielzeugfabrikanten und studierte später an der Dolmetscherschule Sprachen. 17 Jahre lang leitete sie eine eigene Privatschule. Das anschließende Studium machte sie zur Gesundheitsberaterin.
Sie ist Fachbuchautorin für Gesundheits- und Ernährungsthemen und lebt heute mit ihrem Mann in Franken.

Meine Meinung

Mich konnte die Autorin mit diesem Buch wirklich sehr begeistern. Aus ihren Erinnerungen heraus, die Lücken gefüllt mit den Erinnerungen und Erzählungen ihrer Verwandten, erleben wir die Geschichte eines deutschen jungen Mädchens und ihrer Familie, die eine innige Freundschaft zu einer jüdischen Familie pflegen, die in der damaligen Zeit zu einer verbotenen Freundschaft wurde.

Oft fragt man sich aus unserer heutigen Sicht, wie es damals so weit kommen konnte, warum die Menschen damals alles so mitgemacht haben. Dieses Buch gibt ein paar Einblicke wie es damals aus Sicht eben dieser Menschen gelaufen ist und erlebt wurde. Es ist berührend und ohne den moralischen Zeigefinger zu erheben und groß zu werten zeigt die Autorin, wozu Menschen fähig waren und auch heute noch sind.

Das kleine Mädchen, dass die Autorin einst war hat schreckliches miterleben müssen. Aus unserer heutigen Sicht kann man so unvorstellbares Leid gar nicht mehr vorstellen, für uns heißt Abwesenheit von Smartphone und Co. heute oftmals schon großen Verzicht. Dass die damaligen viel kleineren Kinder nicht einmal in Sicherheit aufwachsen konnten, dass man sich ständig seines Lebens nicht sicher sein konnte, das ist damals traurige Realität gewesen. Was das genau heißt, dass können wir uns heute – glücklicherweise – wirklich nicht mehr vorstellen. Das Buch gibt aber einen kleinen Einblick wie es damals gewesen war – und lehrt vielleicht auch ein klein wenig Demut vor dem Reichtum dem wir uns heute gegenüber sehen.

Ich war von dieser Geschichte total angetan. Sie hat mich berührt wie selten eine Geschichte aus dieser Zeit, weil sie einfach mit so viel kindlicher Naivität und Liebe erzählt wurde, dass die Emotionen der mittragenden Personen über die Zeilen schwappten und mich erreichen konnten. Marianne J. Voelk konnte hier wirklich den passenden Ton treffen.

Weitere Stimmen zum Buch

Für mich ist dieses Buch eine Schatz. Eine Perle unter den vielen Büchern, die einfach etwas ganz besonderes, kostbares zu einer schweren Zeit vermittelt.
(Nicole von Goldkindchen)

Für mich war „Daniel, mein jüdischer Bruder“ ein sehr berührendes, zum Nachdenken und Mitfühlen einladendes Buch. Es machte mich oft traurig oder wütend und ich habe die ein oder andere Träne vergossen, es gab aber auch schöne und sogar lustige Momente.
(Mikka von Mikka liest)

Fast ohne Wertung, dafür aber mit wirklich klug gewählten Worten erzählt die Autorin ihr eigene Lebensgeschichte und kurzen und strukturierten Kapiteln. Gerade wegen dieser einfachen Sprache würde ich dieses Buch auch Jugendlichen empfehlen, man sollte allerdings die Tragik nicht Vergessen die hinter der gesamten Situation steckt. Ich finde es wahnsinnig bewegend und ergreifend was Menschen in Ausnahmesituationen erreichen können wenn sie sich nur über die ihnen auferlegte Grenzen hinwegsetzen.
(Rena von Analog 2.0)

Gewinnspiel

gewinnZu gewinnen gibt es ein Printexemplar des Buches, handsigniert von der Autorin! Mitmachen lohnt sich also absolut!

Um zu gewinnen beantwortet einfach die Fragen auf unseren Blogs. Meine heutige Frage an euch:

Was sind eure ersten Gedanken, wenn ihr an Krieg denkt?

Keine Sorge, falsche Antworten gibt es nicht! 🙂

Teilnahmebedingungen
– Das Gewinnspiel endet am 23.07.2016 um 23:59 Uhr
– Verlost wird zweimal das Buch: Daniel, mein jüdischer Bruder einmal signiert und einmal vorsichtig gelesen, der Gewinn wird nicht als Geldwert ausgezahlt
– Gewinnberechtigt ist nur, wer die Gewinnspielfrage korrekt beantwortet! Und diese findet ihr auf jedem Blog extra (also wirklich lesen 😉 )
– Wir brauchen eine Möglichkeit, euch im Gewinnfall zu kontaktieren: hinterlasst in eurem Kommentar wahlweise eure eMail-Adresse oder einen Link zu eurem Account auf Facebook / Twitter / Lovelybooks /
– Die Gewinner werden mittels der angegebenen Kontaktmöglichkeit informiert
– Teilnahmeberechtigt sind nur Menschen mit Wohnsitz in Deutschland.
– Wenn ihr unter 18 seid, brauchen wir im Gewinnfall das Einverständnis eurer Eltern bzw Vormunds
– Die Teilnahme ist kostenlos
– Mit der Teilnahme am Gewinnspiel akzeptiert ihr diese Teilnahmebedingungen.
– Keine Garantie bei Postverlust
– Der Rechtsweg ist ausgeschlossen
– Ihr könnt euch, indem ihr uns ehrliche Kommentare und die Frage beantwortet ein Los sammeln, und am Ende werdet ihr alle in einem großen Topf geworfen und zwei von euch haben Glück das Buch gewinnen zu dürfen.

Blogtour Stationen

18. Juli 2016 Buchvorstellung bei Nicole von About Books (HIER!)
19. Juli 2016: Rundgang Nürnberg bei Nicole von Goldkindchen
20. Juli 2016: Julius Streicher bei Nicole von About Books (auch HIER! ;))
21. Juli 2016: Jüdische Feste bei Mikka von Mikka liest
22. Juli 2016: Auswanderung bei Rena von Analog 2.0
24. Juli 2016: Gewinnspielauslosung auf allen Blogs

11 thoughts on “Blogtour zu Daniel, mein jüdischer Bruder – Tag 1: Buchvorstellung

  1. Guten Morgen,
    vielen Dank für diesen schönen Auftakt der Blogtour.
    Ich muss erlich sagen, als ich den Titel gelesen habe, ist es mir so ein bisschen kalt den Rücken runter gelaufen. Wir hatten das Thema gerade in Deutsch(wir hatten dazu Anne Frank auseinander genommen) und es ist schon ziemlich spannend und auch faszinierend(und ich finde auch teilweise nichts für schwache Nerven).
    Das erste an was ich bei Krieg denke ist die Frage, warum so viele Personen einfach Qualvoll aus dem Leben gerissen werden/wurden und dann als nächstes, was sich diese Personen die daran Schuld sind wohl denken mögen, denn so was muss ja irgendwelche Hintergründe haben(leider wird man auf so was ja nie eine konkrete Antwort bekommen und kann sich nur selbst was zusammenreimen)
    LG Sarah

  2. Meine ersten Gedanken an Krieg sind Angst, Wut und der Gedanke „Krieg braucht kein Mensch“. Kriege sind nur Machtausübung von Oberhäuptern, auf dem Rücken des Volkes und absolut unnötig.

    Ich Danke dir für die Vorstellung des Buches 🙂 Es würde perfekt in meine Sammlung „Gegen das Vergessen“ passen…und dann auch noch signiert *_*

    LG Eva

    BookLover85@gmx.de

  3. Hey 🙂
    Danke für deinen schönen Beitrag.
    Mein erster Gedanke ist, dass das völlig sinnlos ist und das dabei nur unnötig Menschenleben getötet werden. Als nächste denke ich, wie di Menschen das beführworten können, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.
    Liebe grüße Shuting 🙂

  4. Hallo!
    Das Buch fällt genau in mein „Beuteschema“. Nur schade, dass ich hier als Österreicherin nicht teilnehmen kann.
    Die LR werde ich trotzdem verfolgen, denn das Buch interessiert mich sehr und ihr macht euch auch jede Menge Mühe!
    Liebe Grüße
    Martina

  5. eine zeit aus der mein vater schon mein ganzes leben lang mir immer wieder Geschichten von erzählt -von der zeit meiner Urgroßeltern und die eigene anfängliche kindheitszeit und von den Bombenangriffen und den Sirenen und die flucht in den wald in den dort versteckten bunkern……
    VLG Jenny
    jspatchouly@gmail.com

  6. Es freut mich, dass es eine Blogtour zu solch einem Buch gibt! Meist sind es ja doch eher die gängigen Romane, Dystopien, Fantasygeschichten,… Von daher finde ich diese Blogtour wirklich was Besonderes!

    Ich lese sehr gerne Autobiographien sowie Bücher über den 2. Weltkrieg. Ich finde es wichtig, dass Zeitzeugen erzählen. Bald werden sie nicht mehr da sein, und man sollte diese Erinnerungen festhalten und daraus lernen.

    Zum Thema Krieg fallen mir nur negative Dinge ein: Verlust, Verzicht, Angst, Gewalt, Hunger, Tod,… Ich habe schon viele Bücher und Berichte zu dem Thema gelesen und kann mir nicht vorstellen, wie man solch eine Zeit unbeschadet an Leib und Seele überstehen kann. 🙁 Aber man ist auch immer wieder erstaunt, wie stark Menschen sein können. Und ja, auch ich frage mich, wie es damals so weit kommen konnte. Aber auch heute gibt es noch sehr viele Mitläufer, wir haben immer noch Krieg auf der Welt, und so lange es eine Gruppe von „Menschen“ gibt, die bereit sind, für irgendwelche Ziele über Leichen zu gehen, wird sich daran leider nichts ändern. 🙁 Erst gestern Nacht gab es bei uns einen Amoklauf (Ich wohne in Würzburg, es wird ja gerade darüber viel berichtet.), und ich hätte nie gedacht, dass sowas in unserer beschaulichen Gegend passiert. Und dabei hatten wir ja noch Glück, dass nur wenige Menschen verletzt wurden (Ohne dies natürlich herunterspielen zu wollen!) und (bislang, hoffentlich!) keine Tote zu beklagen sind. Aber ich habe immer mehr das Gefühl, dass die Welt total verrückt spielt. 🙁 Wir lernen nichts aus unserer Geschichte…

    Liebe Grüße
    Bianca

  7. Pingback: Blogtour zu Daniel, mein jüdischer Bruder – Tag 3: Julius Streicher - About BooksAbout Books

  8. Hallo und guten Tag,

    Was für eine unnötige und schlimme Sache ..ist der Krieg!!!
    Es macht kein Unrecht auf der Welt wiedergut und bringt letztendlich für alle beteiligend nur Kummer, Leid und Verderben.

    Für mich bringt es das gut auf den Punkt.

    LG..Karin…

  9. Hallo,

    ich muss dabei an Trauer, Verlust und Schmerz denken… ich finde Krieg einfach total sinnlos und schlimm…

    LG

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