Vertrauen und Verrat von Erin Beaty

Wie sehr habe ich mich auf Erin Beatys Vertrauen und Verrat gefreut! Die Geschichte hörte sich soooo gut an und das Cover sah auch so toll aus, dass für mich direkt fest stand, dass ich es lesen musste! Zwischenzeitlich haben mich die vielen positiven Blogger-Meinungen bestärkt, dass diese Geschichte sicherlich richtig toll werden würde. Wie ich es dann tatsächlich fand? Nun ja …

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Carlsen Verlag | Gebundene Ausgabe | ca. 496 Seiten | 19,99 Euro | März 2018 | Originaltitel: The Traitor’s Kiss | Übersetzer: Birgit Schmitz | ISBN: 978-3551583833

Inhalt

(lt. amazon.de):

Mit einem Mann verheiratet zu werden, den sie noch nie getroffen hat: für Sage der absolute Albtraum, doch Tradition im Reich Demora. Um dem zu entgehen, beginnt Sage eine Lehre bei einer Kupplerin und begleitet zehn junge Damen aus adeligen Familien zum großen Verkupplungsball. Ihre Aufgabe ist es, die Bräute – und die Soldaten, die auf der Reise für ihre Sicherheit sorgen – zu bespitzeln. Denn im Reich braut sich ein Krieg zusammen. Schon bald findet Sage sich zwischen den Fronten wieder. Und sie, die nie heiraten wollte, stolpert geradewegs auf eine große Liebe zu. Doch wem kann sie wirklich trauen?

Gewähltes Zitat

Ihre Arbeitgeberin wusste offenbar nicht, wie viel mehr auf dem Spiel stand als das Sammeln von Informationen für eventuelle Eheanbahnungen. Sage ließ sie nur sehr ungern im Dunkeln, aber so fürsorglich Darnessa auch sein konnte, es war keine gute Idee, ihr jetzt etwas zu sagen. Und ohnehin war dies nicht der richtige Ort dafür.

(S. 286)

Meine Meinung

Sage wächst bei ihrem Onkel und ihrer Tante auf und soll schließlich von einer Kupplerin an einen willigen Mann vermittelt werden. Diese geplanten Hochzeiten kann Sage aber gar nicht leiden und rebelliert dagegen, so dass sie statt als Braut schließlich als Lehrling bei der Kupplerin anfängt und diese samt Bräuten zur großen Verkupplungsveranstaltung begleitet. Auf dieser Reise werden sie von Soldaten begleitet, die für ihre Sicherheit sorgen sollen. Sage freundet sich mit einigen von ihnen an und entdeckt ganz zufällig, dass sich in Demora Böses zusammenbraut, was sie alle in große Gefahr bringt …

Wie bereits erwähnt habe ich mich auf dieses Buch wirklich sehr gefreut. Hier angekommen habe ich mich auch direkt darauf gestürzt und freudig zu lesen begonnen, in der Erwartung eine tolle und entspannende Story zu erhalten.

Schon die ersten Seiten gefielen mir richtig gut. Wir lernten die Protagonistin sage kennen, ihre Lebensumstände und erfuhren aus erster Hand von ihrer Weigerung sich verkuppeln zu lassen. Mir gefiel dieses Szenario, das war genau das, was ich erwartet hatte. Sage war mir auch recht sympathisch, mit ihr konnte man sich gut identifizieren.

Parallel dazu erfahren wir schon etwas über die Soldaten, die später Sage und die Kupplerin Darnessa mit ihren Bräuten begleiten würden. Diese Szenen brachten mich allerdings total aus dem Konzept und dem Lesefluss, weil es mir sehr schwer fiel diese Ereignisse in die Geschichte einzuordnen. Ich hätte mir gewünscht mehr über die Verhältnisse in Demora zu erfahren, damit man sich ungefähr weiß, was dort vor sich ging. So hatte ich aber das Gefühl immer wieder Insiderinformationen zu erhalten, die einfach nur Insidern vorbehalten und verständlich waren.

Nach etwa hundert Seiten fing es für mich dann auch an richtig zäh zu werden. Da machte sich die Karawane nämlich auf und es wurde wirklich langweilig. Ab diesem Zeitpunkt habe ich wirklich für die weiteren 150 Seiten fast 2 Wochen benötigt und dann eine Pause eingelegt. Weiter gelesen habe ich dann erst weitere zwei Wochen später. Da beendete ich das Buch zwar auch, aber eine Freude war es mir nicht.

Für mich war die Geschichte einfach nur langweilig, teils vorhersehbar oder einfach so verworren, dass ich gar nichts verstanden habe und einfach dumm da stand. Das hat mir so einfach überhaupt keinen Spaß gemacht und ich war insgesamt einfach nur ziemlich enttäuscht von diesem Buch.
Ehrlich gesagt habe ich auch keine Ahnung was genau andere daran finden, aber für mich war es wirklich nichts. Da das Ende auch für mich absolut ausreichend war, müsste die Reihe nicht einmal weiter gehen, für mich war es das jedenfalls!

Fazit

Vertrauen und Verrat von Erin Beaty konnte mich leider überhaupt nicht überzeugen. Obwohl ich mich sehr auf dieses Buch gefreut hatte, langweilte mich die ganze Geschichte total und machte mir auch gar keinen Spaß. Entweder war es sehr vorhersehbar oder aber so verworren, dass ich nicht wusste, was nun überhaupt wo los war. Von mir aus braucht es keine Fortsetzung, ich bin mit dieser Geschichte fertig.

Meine Wertung

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