Niemalswelt von Marisha Pessl

Die Idee von Niemalswelt von Marisha Pessl fand ich von Anfang an ziemlich klasse! Klar also, dass ich dieses Buch lesen musste und die Aktion des Carlsen Verlags zu diesem Buch (die #Lesewache auf Twitter) hat mich auch sehr angesprochen.
Wie es mir dann im Endeffekt gefallen hat? Nun ja …

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Carlsen Verlag | Gebundene Ausgabe | ca. 384 Seiten | 18,00 Euro | März 2019 | Originaltitel: Neverworld Wake | Übersetzer: Claudia Feldmann | ISBN: 978-3551584007

Inhalt

(lt. amazon.de):

Tödliche Wahl – der neue Roman der New-York-Times-Bestsellerautorin Marisha Pessl!
Ein packender Genre-Mix aus Psycho-Thriller, Coming-of-Age und Mystery.
Seit Jims ungeklärtem Tod hat Bee keinen ihrer Freunde mehr gesprochen. Als sich die fünf ein Jahr später in einem noblen Wochenendhaus an der Küste wiedertreffen, entgehen sie nachts nur knapp einem Autounfall. Unter Schock und vom Regen durchnässt kehren sie ins Haus zurück. Doch dann klopft ein geheimnisvoller Unbekannter an die Tür und eröffnet ihnen das Unfassbare: Der Unfall ist wirklich passiert und es gibt nur einen Überlebenden. Die Freunde sind in einer Zeitschleife zwischen Tod und Leben gefangen, in der sie dieselben elf Stunden immer wieder durchlaufen – bis sie sich geeinigt haben, wer von ihnen überlebt. Der Schlüssel zur Entscheidung scheint Jims Tod zu sein – in ihrer Verzweiflung beginnen die Freunde nachzuforschen, was wirklich mit ihm passiert ist, in jener Nacht, in der er in den Steinbruch stürzte. Und langsam wird klar, dass sie alle etwas zu verbergen haben …

Gewähltes Zitat

»Ihr müsst damit aufhören«, sagte ich.
Cannon musterte mich wie eine entfernte Verwandte, an deren Namen er sich nicht erinnern konnte.
»Ihr macht alles noch schlimmer. Weil wir uns daran erinnern. Diese Leute nicht, aber ihr. Und die Zerstörung wird euch auffressen.«

(S. 109)

Meine Meinung

Als die fünf Freunde Cannon, Whitley, Kipling, Martha und Bee beinahe einen Autounfall haben, glauben sie noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen zu sein. Als ein unheimlicher Mann, der sich selbst der Wächter nennt, plötzlich auftaucht und behauptet, dass sie alle beinahe tot wären und ein und denselben Tag immer wieder durchleben müssten, bis sie sich darauf geeinigt hätten, wer von ihnen überleben soll, glauben sie ihm natürlich kein Wort. Zumindest bis sie aufwachen und der selbe Tag erneut beginnt. Und wieder und wieder und wieder …

Diese Geschichte hörte sich wirklich spannend an und so war ich sehr gespannt, was hier auf mich zukommen würde!

Das Buch fängt leider etwas lahm an, wie ich fand. Es geht zunächst um Bee, die absolut traurig ist, weil ihr Freund vor mittlerweile einem Jahr starb. Das erschloss sich mir zunächst aber nicht wirklich und ich war etwas genervt von diesem ungewissen Einstieg ins Buch, den ich überhaupt nicht zuordnen konnte.
Auch war mir Bee überhaupt nicht sympathisch und auch keiner von ihren weiteren Freunden, mit denen sie bis dato schon seit nahezu einem Jahr keinen Kontakt mehr hatte.

Der Einstieg ins Buch fiel mir also eher schwer und ich habe zwischenzeitlich immer wieder überlegt, ob ich nicht einfach aufhören sollte.
Selbst als es dann mit dem Plot weiter ging, den ich anhand des Klappentextes erwartete und nachdem ich verstand, was Bee so umtrieb, konnte mich die Geschichte nicht wirklich begeistern. Alles zwar ziemlich wirr und ich hatte nicht den Eindruck, dass die Handlung gut überlegt gewesen wäre. Für mich schien es so, als wenn alles so zurecht gebogen worden wäre, wie es die Autorin gerade gebraucht hat. Die Niemalswelt schien für mich einfach keinen Regeln zu folgen. Das hat mir nicht gefallen, für mich müssen Geschichten zumindest in sich stimmig sein, das hat mir hier eher gefehlt.

Erst zum Ende hin war ich dann soweit, dass ich zumindest auf die Auflösung des Todesfalles von Jim hinfiebern konnte. Das fand ich dann spannend. Irgendwie kam das für mich so rüber wie ein kleiner Krimi, nur dass die Ermittlungen hier nicht ganz normal waren. Inwieweit diese Auflösung allerdings für die Wahl, die zu treffen war, wichtig war, das hat sich mir ebenfalls nicht erschlossen.

Wie bereits gesagt kam mir dann auch das Ende sehr konstruiert und beliebig vor.

Fazit

Marisha Pessl konnte mich mit Niemalswelt nicht wirklich überzeugen. Die Auflösung des Todesfalls fand ich zum Ende hin zwar einigermaßen spannend, aber die Rahmenhandlung kam mir weniger durchdacht als beliebig vor. Insgesamt ein Buch, das man wohl lesen kann, aber nicht muss.

Meine Wertung

One thought on “Niemalswelt von Marisha Pessl

  1. Au weh, schade. Ich hatte das Buch ganz oben auf der Wunschliste. Jetzt warte ich mal weitere Rezensionen ab. Das klingt wirklich nicht so prickelnd.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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