Infernale 2: Rhapsodie in Schwarz von Sophie Jordan

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Loewe Verlag | Gebundene Ausgabe | ca. 384 Seiten | 18,95 Euro | März 2017 | Originaltitel: Unleashed | Übersetzer: Ulrike Brauns | ISBN: 978-3785583692

Inhalt

(lt. amazon.de):

Das packende Finale des spannenden Jugendbuch-Zweiteilers! Abermals liefert Firelight-Autorin Sophie Jordan eine fesselnde Geschichte, die sich kritisch mit Moral und Vorurteilen in der heutigen Gesellschaft auseinandersetzt. Natürlich kommen auch Romantik und Action nicht zu kurz – ein außergewöhnliches Lesevergnügen!
Ich hatte geglaubt, Mörderin genannt zu werden und alles zu verlieren – meine Zukunft, meinen Freund, meine Freunde – wäre das Schlimmste, was mir passieren konnte. Aber ich habe mich getäuscht. Herauszufinden, dass sie recht haben? Herauszufinden, dass ich genau das bin?
Das ist noch viel schlimmer.
Seit Davy positiv auf das Mördergen (HTS) getestet wurde, hat sie alles verloren: ihre Familie, ihre Freunde, ihre Zukunft – und was am schlimmsten ist, sich selbst. Denn obwohl sie verzweifelt dagegen angekämpft hat, ist sie doch zu dem geworden, was sie nie sein wollte: eine Mörderin.
Eine Widerstandsgruppe und ihr Anführer Caden geben ihr ein neues Ziel. Und Caden weckt Gefühle in ihr, zu denen sie glaubte, nie mehr fähig zu sein. Aber die Schuldgefühle lassen Davy einfach nicht los …
Infernale – Rhapsodie in Schwarz ist der zweite und finale Band der Reihe. Der erste Band lautet Infernale.

Gewähltes Zitat

Immerhin weiß sie, wo sie hin kann, wenn das hier vorbei ist. Sie hat Menschen, bei denen sie Schutz findet. Immerhin hat sie das Inn, und sie wird es immer haben. Es ist mehr als nur ein Zuhause. Es ist ein Ort, an dem jeder willkommen ist, egal wie kaputt er auch sein mag.

(S. 40)

Meine Meinung

Davy und ihre Freunde haben es bis zur mexikanischen Grenze geschafft! Beim versuch sie zu überqueren wird Davy aber von ihren Freunden getrennt, angeschossen und vom Anführer einer Widerstandsgruppe gerettet. Während ihre Wunden heilen lebt sie in dieser Widerstandsgruppe, wo ihr allerdings nicht alle wohlgesonnen sind. Dennoch fühlt sie sich langsam vor allem auch wegen Caden dort wohl, denn ganz von selbst entwickelt Davy Gefühle für Caden. Dennoch will sie rüber nach Mexiko zu Sean, Gil und Sabine …

Der erste Band der Infernale Reihe konnte mich noch total begeistern und überzeugen. Ich fand die Idee klasse und auch total gut umgesetzt. Gerade diese Gesellschaft und wie sie auf eine solche Erfindung in der Zukunft reagieren könnte fand ich sehr authentisch und das Buch deswegen auch so sehr überzeugend. Genau das hat mir in diesem Band aber total gefehlt. Vor den Kapiteln gibt es zwar auch immer ganz kurze Ausschnitte aus Gesprächen, Briefe, Chats etc. die die gesellschaftliche Situation und die politischen Geschehnisse aufgreifen, aber das war tatsächlich ohne Tiefe und lediglich an der Oberfläche gekratzt. Das fand ich sehr schade, denn wenn dies mehr ausgearbeitet worden wäre, dann hätte mir das ganze Buch sicherlich viel besser gefallen und auch zu etwas besonderem gemacht.

Tatsächlich ging es in diesem Band aber lediglich um Davy in dieser Widerstandszelle, darum, dass sie immer noch der Überzeugung war, dass ein kleines Ergebnis mehr über den Charakter aussagt als Taten und um Gefühle.
Eigentlich wären das auch spannende Themen gewesen, aber über 350 Seiten gezogen haben sie mich hinterher eher gelangweilt. Ein heikles Thema wurde von schnulzigen Gefühlen total verdrängt und ließ kaum noch Raum für andere Dinge.

Inwieweit die Widerstandszelle in der Davy gelandet ist mit den politischen Ereignissen in Amerika zu tun hatte, das konnte man zwar zwischen den Zeilen heraus lesen, aber es hätte noch so viel mehr Potential gehabt. Meiner Ansicht nach hätte es fast gereicht lediglich den ersten Teil zu nehmen und ein paar wenige Seiten von Band 2 dran zu hängen und das Ergebnis wäre befriedigender gewesen als es nun schlussendlich war.

Fazit

Insgesamt konnte mich Sophie Jordan mit Infernale 2: Rhapsodie in Schwarz eher frustrieren als begeistern. Alles was mich im ersten Band begeistern konnte, das fiel hier unterm Tisch und wurde mit einer läppischen Handbewegung vom Tisch gefegt. Sehr schade! Was bleibt ist ein überflüssiger zweiter Teil, den man meiner Ansicht nach auf wenige Seiten hätte reduzieren können.

Meine Wertung

Buchreihe

Infernale (2/2016)
Infernale – Rhapsodie in Schwarz (3/2017)

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