Layers – Ursula Poznanski

layers

Loewe Verlag
Broschierte Ausgabe
ca. 448 Seiten
14,95 Euro
August 2015
ISBN: 978-3785582305

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Inhalt

(lt. amazon.de):

Layers – die Wahrheit ist vielschichtig. Seit Dorian von zu Hause abgehauen ist, schlägt er sich auf der Straße durch – und das eigentlich recht gut. Als er jedoch eines Morgens neben einem toten Obdachlosen aufwacht, der offensichtlich ermordet wurde, gerät Dorian in Panik, weil er sich an nichts erinnert: Hat er selbst etwas mit der Tat zu tun? In dieser Situation bietet ihm ein Fremder unverhofft Hilfe an und Dorian ergreift die Gelegenheit beim Schopf – denn das ist seine Chance, sich vor der Polizei zu verstecken. Der Unbekannte engagiert sich für Jugendliche in Not und bringt Dorian in eine Villa, wo er neue Kleidung, Essen und sogar Schulunterricht erhält. Doch umsonst ist nichts im Leben, das erfährt Dorian recht schnell. Die Gegenleistung, die von ihm erwartet wird, besteht im Verteilen geheimnisvoller Werbegeschenke – sehr aufwendig versiegelt. Und als Dorian ein solches Geschenk nach einem unerwarteten Zwischenfall behält, wird er von diesem Zeitpunkt an gnadenlos gejagt.

Gewähltes Zitat

Dorian begriff nicht, was Gerstner meinte; er hätte ihn gern gefragt, war aber fest entschlossen, sich an die Anweisungen zu halten. Nichts sagen. Nur warten. Es war ihm schleierhaft, welche Art von Effekt Bornheim sich von dieser bescheuerten Vorstellung erhoffte, aber für dieses eine Mal hatte er sich darauf eingelassen und nun würde er es auch durchziehen. So gut er eben konnte.

(S. 110)

Meine Meinung

Dorian lebt auf der Straße, wünscht sich aber eigentlich ein liebevolles zu Hause und eine gute Ausbildung. Nachdem er nach einem Streit mit dem ebenfalls Obdachlosen Emil erwacht, liegt dieser tot neben ihm, erstochen mit Dorians Taschenmesser. Dorian kann sich an nichts erinnern, aber alles deutet darauf hin, dass er Emil ermordet hat. Als plötzlich Nick auftaucht, macht dieser Dorian ein Angebot, dass er nicht abschlagen kann. Er bietet ihm an mit ihm in eine Villa zu kommen, die ein großzügiger Millionär für Jugendliche wie Dorian unterhält, sie großzügig versorgt und dafür lediglich kleine Arbeiten verlangt, die einem guten Zweck dienlich sind. Doch ist das alles wirklich so harmlos wie es aussieht? Dorian bleibt skeptisch …

Die ersten paar Seiten dieses Buches konnten mich erst nicht so wirklich fesseln, der Streit mit dem Obdachlosen hat mich eher gelangweilt, aber bereits nach den ersten 20 Seiten konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand nehmen. Die Geschichte, die Ursula Poznanski hier erzählt ist einfach toll, fesselt den Leser und strotzt nur so vor unerwarteten Wendungen. Lange Zeit wusste ich nicht wirklich, worauf das alles hinaus laufen würde, denn wirklich vorhersehbar ist hier gar nichts. Und wenn man meint, jetzt hätte man alles durchschaut, kommt es noch einmal anders. So zu schreiben ist schon eine Kunst, aber Ursula Poznanski beherrscht sie wirklich sagenhaft!

Die Figur des Dorian hat mir gut gefallen. Sein handeln war für mich absolut nachvollziehbar. Oftmals muss ich beim lesen die Hände über den Kopf zusammenschlagen aus erstaunen, wie naiv manche Figuren doch sind. Bei Dorian nicht. Bei ihm war es für mich genau die richtige Mischung aus glauben wollen und skeptisch sein. Das Angebot was er unterbreitet bekommt klingt wirklich gut und ist in seiner Situation das einzig mögliche und natürlich nimmt er es an, obwohl er eigentlich skeptisch ist. Absolut nachvollziehbar!
Die weiteren Figuren in diesem Buch bleiben allerdings ein wenig blass. Das ist zum einen sicherlich gewollt, weil wir die Geschichte nicht nur aus Dorians Sicht erleben, sondern auch mit ihm ratlos sind, wem wir trauen können und wer welche tatsächlichen Intentionen hat. Das macht wirklich Spaß und hat mich dazu gebracht das Buch innerhalb weniger Stunden zu Ende zu lesen, weil ich es einfach wissen wollte!

Hinzu kommt, dass die Autorin hier eine total interessante Geschichte entworfen hat. Neben den ganzen Verstrickungen, dass man einfach den Durchblick nicht hat, ist das Thema nämlich auch total interessant. Über den Titel habe ich bereits im Vorfeld nachgedacht, einfach weil ich sehr gespannt war, was es damit auf sich haben würde. Layer bedeutet im deutschen so viel wie Schicht. Das sagt ja noch nicht allzu viel aus und ohne jetzt zu viel zu verraten kann ich nur sagen, dass es hier einfach um mehr geht, als man auf dem ersten Blick wahrnehmen kann. Die Idee ist einfach innovativ und hat mir trotz seines futuristischen Einschlags sehr gefallen und die Umsetzung in unsere Realität habe ich hier voll abgenommen.

Die Optik des Buches passt da total zum Schichten-Thema, denn aus dem Umschlag sind unterschiedlich große Quadrate gestanzt und übereinander gelegt, so dass man sich selbst nicht sicher sein kann, wie groß der Ausschnitt nun wirklich ist. Ebenso wie im Buch: Man weiß einfach nicht, was nun Realität ist.

Fazit

Ursula Poznanski hat mit Layers einen absolut mitreißenden und leicht futuristisch angehauchten Thriller geschrieben, der nicht nur Jugendliche begeistern wird! Es geht rasant, unvorhersehbar und total überraschend durch die Geschichte und irgendwann kommt man außer Atem auf der letzten Seite an und kann es einfach nur toll finden! Fazit: Lesen!

Meine Wertung

Specials

Mehr über Layers findet ihr auf der Buch-Seite!

2 thoughts on “Layers – Ursula Poznanski

  1. Der Roman wird nu auch automatisch nach gaaaaanz weit oben auf meinem SUB befördert; auf den bin ich ja schon scharf, seit er überhaupt angekündigt wurde. Ich lese die Thriller von Ursula Poznanski ungemein gerne; im Thriller-Bereich ist sie neben Charlotte Link und Wiebke Lorenz einer meiner deutschsprachigen Lieblinge! 🙂

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