Die Magie der Königreiche 1: Das verlorene Königreich von Valeria Bell

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Impress Verlag | e-Book Ausgabe | ca. 244 Print-Seiten | 3,99 Euro | Dezember 2017 | ISBN: 978-3-646-60398-9

Inhalt

(lt. amazon.de):

**Wenn du vergisst, dass du einst eine Königin warst…**
Skyler ist als frühe Vollwaise die jüngste Herrscherin des mächtigen Königreichs Andonia. Doch von ihrem Land ist nur noch ein Schatten übrig. Dunkle Dämonen haben das Gebiet übernommen und die junge Königin selbst soll in naher Zukunft genau den Magier heiraten, der das Unheil über ihr Land gebracht hat. Um ihr Volk vor der grausamen Zukunft zu bewahren, flieht Skyler über die Dächer ihres Schlosses in die Freiheit, nur um durch einen unbedachten Schritt in die Tiefe zu stürzen. Als sie wieder zu sich kommt, ist ihr Gedächtnis ausgelöscht, aber ihr Schicksal lässt nicht lange auf sich warten. Bald darauf wird auch ihre Ziehschwester von den Dämonen eingeholt und Skylers Instinkt befiehlt ihr zu handeln. Doch dabei kann ihr nur einer helfen: der geheimnisvolle und viel zu attraktive Waldläufer William…

Gewähltes Zitat

Ich kann mir nicht vorstellen, dass er hier sein will, und das möglicherweise bis ans Ende seiner Tage. Meine Hände werden kribbelig und ich bekomme Gänsehaut, wenn ich daran denke, dass er das nur für mich tut. Nein, es muss anders sein. Er wird andere Pläne verfolgen. Schließlich bin ich nur ein Mittel zum Zweck für ihn.

(Pos. 1186)

Meine Meinung

Die junge Skyler flieht aus ihrem Königreich, nachdem dieses von Dämonen übernommen wurde. Davon weiß Skyler allerdings nichts mehr, denn bei ihrer Flucht hat sie ihr Gedächtnis verloren und so lebt sie derzeit unter ganz normalen Bürgern, weit entfernt von ihrem Königreich. Eine Prophezeiung sagt, dass sie die einzige ist, die ihr Königreich befreien kann und so wird sie schließlich von den Dämonen aufgespürt und ihre Ziehschwester entführt. Skyler macht sich zusammen mit dem attraktiven William auf um ihre Ziehschwester wieder zu finden. Dabei bringt er sie nicht nur in sein eigenes Königreich, sie findet zudem auch noch ihre Erinnerungen wieder …

Dieses Buch hat sich sehr spannend angehört und so war es für mich keine Frage, dass ich es unbedingt lesen musste. Und so landete es auch direkt nach Veröffentlichung auf meinem Reader.

Direkt zu Beginn erfahren wir in einem Rückblick um Skylers wahre Identität von der sie zu diesem Zeitpunkt selbst noch nichts ahnt. Wir erfahren wieso sie geflüchtet ist, wie es dazu kam. Ich war schon zu diesem Zeitpunkt etwas nachdenklich, ob es so klug war dies schon von Beginn an aufzudecken. Ich hätte es wohl besser gefunden, wenn dies auch für den Leser ein schleichender Prozess der Erkenntnis gewesen wäre. So wusste man aber von Anfang an mehr als Skyler selbst und so habe ich mich sehr über ihre Naivität geärgert. Ein wenig Unsicherheit auch als Leser hätte mir besser gefallen. So war es nämlich tatsächlich für mich eher langweilig mit zu verfolgen wie Skyler hinter ihre wahre Identität kam.

Die Storyline mit William und seinem Königreich hat mich eher verwirrt. Ich habe bis jetzt nicht kapiert wieso, weshalb und warum das ganze so stattfinden musste. Dieser ganze Plan von Williams Vater war so offensichtlich, dass ich mich über die Naivität von beiden einfach nur ärgern musste und sehr gelangweilt war das ganze mitverfolgen zu müssen.

Ich habe tatsächlich das ganze Buch über auf etwas überraschendes gewartet. Irgendetwas, was nicht so vorhersehbar war. So kam es mir eher wie eine langweilige Aneinanderreihung von Ereignissen vor, die teils nicht einmal einen Sinn hatten.

Vielleicht wäre das alles anders, wenn die Figuren mehr Tiefe gehabt hätten. Aber für mich kamen sie teilweise sehr blass rüber. So wirklich beschreiben könnte ich tatsächlich kaum jemanden, denn sie sind absolut austauschbar und ohne wirkliche Persönlichkeit. Der einzige Lichtblick hier war die Eule Zodiac. Dieser kleine Kerl hat mir wirklich Spaß gemacht und die langweiligsten Stellen der Geschichte wirklich aufgepeppt.

Schön war zum Teil die Sprache. Sehr märchenhaft und poetisch wurde das ganze über weite Strecken verkauft, allerdings nicht konsequent genug. Es gab immer wieder in paar Einbrüche, wo die Sprache dann ‘normal’ wurde. Da verschwand dann einfach der Zauber. Das kann die Autorin aber, hier wäre mehr Kontinuität schön gewesen.

Da ich jetzt schon einmal drin bin, werde ich den zweiten Teil wohl auch lesen und hoffe einfach, dass dann dort ein roter Faden erkennbar ist, der hat mir hier ein wenig gefehlt.

Fazit

Valeria Bell hat mit Das verlorene Königreich gezeigt, dass sie besonders schön schreiben kann. Ihr fehlt noch ein wenig an Konsequenz das auch die gesamte Geschichte über durchzuziehen. Da erhoffe ich mir im zweiten Teil mehr. Die Geschichte selbst blieb etwas hinter den Erwartungen zurück und wirkte über weite Strecken ein wenig wirr. Potential ist vorhanden, jetzt kommt es auf den zweiten Band an.

Meine Wertung

Weitere Blogger Meinungen

Jacqueline von Lines Bücherwelt (5/5)

Anni von Anni chans fantastic books (4/5)

Charleen von Charleens Traumbibliothek (2/5)

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