Die Illuminae-Akten_01 Illuminae von Jay Kristoff und Amie Kaufman

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DTV Verlag | Gebundene Ausgabe | ca. 606 Seiten | 19,95 Euro | Oktober 2017 | Originaltitel: Illuminae |Übersetzer: Gerald Jung, Katharina Orgaß | ISBN: 978-3423761833

Inhalt

(lt. amazon.de):

Dieses Buch definiert Lesen neu!

Heute Morgen noch dachte Kady, das Schlimmste, was ihr bevorsteht, ist die Trennung von ihrem Freund Ezra. Am Nachmittag dann wird ihr Planet angegriffen. Kady und Ezra verlieren sich bei der Flucht und gelangen auf unterschiedliche Raumschiffe. Doch die Fliehenden werden immer noch von dem feindlichen Kampfschiff verfolgt. Und damit nicht genug: Ein Virus, freigesetzt bei dem Angriff mit biochemischen Waffen, mutiert mit grauenhaften Folgen. Und dann ist da noch AIDAN, die Künstliche Intelligenz der Flotte, die von Raumtemperatur über Antrieb bis Nuklearwaffen alles an Bord steuert. Leider nur ist AIDAN bei dem Angriff außer Kontrolle geraten und übernimmt nun das Kommando.

Gewähltes Zitat

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(S. 192)

Meine Meinung

Die junge Kady hat sich gerade von ihrem Freund Ezra getrennt, als ihr Planet angegriffen wird. Nur wenige Menschen können sich in drei Raumschiffe retten und versuchen nun zu fliehen, aber die Angreifer sind ihnen auf den Fersen. Erschwerend hinzu kommt noch, dass AIDAN, die künstliche Intelligenz des Hauptschiffes, die alles kontrolliert, verrückt zu spielen scheint und die eigenen Leute ermordet. Kady durchschaut als Super-Hackerin die sie ist den Plan und auch Ezra hilft wo er kann. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt …

Als ich das Buch erstmals in die Finger bekommen habe, war ich ziemlich sprachlos. Dieses Buch ist gänzlich anders als jedes Buch, das ich bisher so gelesen habe. Das liegt nicht an der Story, sondern daran, in welcher Form diese Geschichte erzählt wird.

Wer normale Texte sucht, ist mit diesem Buch nicht gut bedient. Hier erhält man eine Sammlung fiktiver Akten. Eben ganz dem Titel nach: „Die Illuminae-Akten“. Hier reihen sich fiktive Gesprächs- und Chatprotokolle aneinander, kurze Einsatzberichte oder Logbucheinträge, bis hin zu Notizen, Personalakten, Kritzelein und AIDANs Datenfragmente. Liest man alles, bekommt man ein umfassendes Bild der Welt in der die Geschichte spielt und natürlich auch von den Personen und Geschehnissen.
Die knapp 600 Seiten wirken also tatsächlich nur auf dem ersten Blick so viel, tatsächlich befinden sich auf einigen Seiten auch mal nur wenige Sätze oder gar nur ein Wort.

Meine Befürchtung hierbei war zunächst, dass die Geschichte nicht ‘rund’ sein könnte, sondern man eher zerhackstückelte Fragmente vor sich hat, die man sich zusammen reimen müsste. Das war aber überhaupt nicht der Fall und meine Bedenken dahingehend unnötig. Die vielen ‘Akten’ ergaben ein wunderbares Gesamtbild. Hier musste man nicht lange überlegen wie alles zusammen hängen könnte, die Zugehörigkeiten waren immer total klar und durch die unterschiedliche Erzählweise wurde es auch nie langweilig und die 600 Seiten flogen nur so dahin. Ich hätte nie gedacht, dass ich so einen Wälzer mal kurzweilig nennen würde, aber das ist es tatsächlich für mich gewesen. Ich habe das Buch an einem Tag weg gelesen.

Die Hauptfiguren in dem Buch sind Kady und Ezra, die beide selbst häufig genug zu Wort kommen. Sie waren mir auch beide sympathisch. Nicht sofort und natürlich auch nicht immer, aber zu großen Teilen. Sie agieren auch immer total nachvollziehbar, was ich auch sehr wichtig finde.

Die Geschichte ist sehr einfach und interessant. Aber wirklich aufregend wurde es für mich eigentlich tatsächlich erst auf den letzten Seiten, denn ab da konnte ich die Handlung nicht mehr wirklich vorhersehen. Außerdem machte das gesamte Buch auch den Eindruck, als hätte es quasi auf diese letzten Seiten hingearbeitet. Man merkt also total, dass dies der erste Teil einer Reihe ist und eigentlich mehr oder weniger als Einleitung dient.
Das Buch besticht also vor allem wegen seiner besonderen Form und weniger der besonderen Geschichte wegen. Aber vielleicht ändert sich das im nächsten Band, denn Potential dazu ist auf jeden Fall vorhanden.

Fazit

Illuminae von Amie Kaufman und Jay Kristoff hat mir vor allem wegen der ungewöhnlichen und besonderen Erzählweise gefallen. So ein Buch habe ich noch nie gelesen und schon alleine das war toll. Für den nächsten Band erwarte ich jetzt von der Geschichte noch mehr als ich im ersten Band bereits bekommen habe. Auf jeden Fall aber sehr lesenswert!

Meine Wertung

One thought on “Die Illuminae-Akten_01 Illuminae von Jay Kristoff und Amie Kaufman

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