Das Juwel 1: Die Gabe – Amy Ewing

dasjuweldiegabe

FJB Verlag
Gebundene Ausgabe
ca. 448 Seiten
16,99 Euro
August 2015
Originaltitel: The Jewel
Übersetzer: Andrea Fischer
ISBN: 978-3841421043

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Inhalt

(lt. amazon.de):

Violet lebt in Armut, aber sie hat
eine besondere Gabe.
Eine Gabe, die ihre Chance und ihr Fluch zugleich ist …
Violet Lasting ist etwas Besonderes. Sie kann durch bloße Vorstellungskraft Dinge verändern und wachsen lassen. Deshalb wird sie auserwählt, ein Leben im Juwel zu führen. Sie entkommt bitterer Armut und wird auf einer großen Auktion an die Herzogin vom See verkauft, um bei ihr zu wohnen. Eine faszinierende, prunkvolle Welt erwartet sie. Doch das neue Leben fordert ein großes Opfer von ihr: gegen ihren Willen und unter Einsatz all ihrer Kraft soll sie der Herzogin ein Kind schenken.
Wie soll Violet in dieser Welt voller Gefahren und Palastintrigen bestehen?
Als sie sich verliebt, setzt sie nicht nur ihre eigene Freiheit aufs Spiel.
Dieser überwältigende Fantasyroman entführt uns in eine Welt voller Glanz und voller Dunkelheit. Eine Welt, in der eine Gabe ein Fluch sein kann.

Gewähltes Zitat

»Darf ich dir eine Frage stellen, Nummer 197?«, sagt Lucien leise. Wenn er mich doch bloß anders nennen würde!
»Sicher.«
Das darauf folgende Schweigen dauert so lang, dass ich überlege, ob er vielleicht vergessen hat, was er fragen wollte. Dann flüstert er kaum vernehmbar: »Willst du dieses Leben?«

(S. 69)

Meine Meinung

Violet Lasting ist ein Surrogat. Das bedeutet, dass sie eine besondere Genetik hat, die es ihr gestattet mittels ihrer Vorstellungskraft Dinge zu verändern. Genau diese Gabe soll sie einsetzen um dem Adel helfen zu überleben. Violet wird also in einer Auktion versteigert und ist ab sofort nur noch der Besitz ihrer Herrin, der Herzogin vom See, dersie ab sofort zu Willen sein muss. Zwar kann Violet ab sofort im Juwel leben, in der prunkreichen Mitte der Einzigen Stadt und ihr mangelt es an nichts, aber dennoch ist das Leben grausam, wenn man keinen eigenen Willen mehr haben darf und auch niemals in Freiheit mehr leben kann …

Ganz ehrlich: Das Cover ist toll, oder? Alleine schon des Covers wegen war ich sofort in dieses Buch verliebt und musste es einfach lesen! Und hier angekommen musste ich feststellen, dass das Buch real noch viel schöner aussieht, denn die glitzernden Applikationen des Kleides sind auch auf dem Cover glitzernd hervorgehoben. Es ist einfach wahnsinnig schön, ich bin schon alleine in diese Optik total verliebt!
Auch im Inneren sieht das Buch toll aus, denn auf den Buchinnenseiten vorne und hinten gibt es je eine Doppelseite mit Informationen über die Einzige Stadt, dem dort vorherrschenden Rangsystem, den Hauptfiguren des Buches und den Häusern des Adels. Eine tolle Übersicht!

Aber eine tolle Optik alleine reicht ja noch lange nicht aus um ein Buch perfekt zu machen. Deswegen musste ich es natürlich auch lesen und das habe ich sofort getan, als es schließlich hier ankam. Ich war total gespannt. Gerade wenn man so lange auf ein Buch wartet, dann ist die Erwartungshaltung ja auch entsprechend hoch und so war ich total ungeduldig und habe sehr gehofft, dass es mir auch gefallen würde.

Schon auf den ersten Seiten war klar, dass es auf jeden Fall eine Geschichte für mich ist. Der Schreibstil hat mir direkt gefallen und die Geschichte konnte mich an die Seiten fesseln. Bis zur Versteigerung konnte ich überhaupt nicht aufhören zu lesen und auch danach wollte ich das Buch gar nicht weglegen, um zu erfahren, was es nun wirklich mit dem Leben im Juwel auf sich haben würde, denn das ist die gesamte Zeit vorher gar nicht so klar gewesen.

Immer wieder gab es neue Dinge zu entdecken und zu erfahren, so dass man eigentlich an keiner Stelle das Buch wirklich aus der Hand legen wollte, man musste einfach immer wieder erfahren, wie es weiter gehen würde. Teils war es zwar ein wenig vorhersehbar, worauf alles hinaus laufen könnte, aber trotzdem konnte mich die Geschichte an vielen Stellen noch sehr überraschen.

Violet als Hauptfigur habe ich richtig ins Herz geschlossen. Ich mochte sie einfach sehr mit ihrer offenen Art ihre Gedanken mitzuteilen. Die Autorin lässt sie als Figur auch so agieren, dass man ihre Handlungen nachvollziehen kann, das finde ich immer viel wert, denn nichts ist schrecklicher, als wenn man sich als Leser ständig fragen muss ‘Wieso tut sie das denn jetzt?’ und es nicht begreifen kann. Das ist hier mit Violet gar nicht der Fall, sie ist eher wie ein offenes Buch.
Einige weitere Figuren gibt es jedoch in dieser Geschichte, die mir da mehr Rätsel aufgegeben haben, denn nicht alle sind so durchschaubar wie Violet. Bei einigen bin ich mir immer noch nicht sicher, auf welcher Seite sie tatsächlich stehen und was sie bezwecken. Aber mehr kann ich an dieser Stelle nicht verraten, das wäre ein zu großer Spoiler.
Nur soviel: Gerade das Ende hat mich dann doch wieder überrascht!

Die Geschichte an sich ist wirklich total spannend und – auch wenn es das Cover und der enthaltende Adel vermuten lässt – so überhaupt nicht wie Selection. Das ganze geht in eine ganz andere Richtung, die viel erschreckender ist und überhaupt nicht mehr märchenhaft. Dennoch konnte mich das Thema sehr fesseln!

Fazit

Amy Ewing konnte mich mit dem ersten Teil Das Juwel – Die Gabe wirklich begeistern! Nicht nur optisch ist dieses Buch eine absolute Augenweide, auch inhaltlich konnte es bei mir voll punkten! Wenn nur nicht der wirklich fiese Spoiler wäre …
Dennoch hält man hier ein Buch in Händen, welches mit einer genialen Geschichte, tollen Figuren und einer wahnsinnigen Optik glänzen kann!

Meine Wertung

Reihe

August 2015: Das Juwel 1: Die Gabe
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2 thoughts on “Das Juwel 1: Die Gabe – Amy Ewing

  1. Pingback: Challenge S. Fischer Verlage 2015-2016 | Immer ein guter Fang - About BooksAbout Books

  2. Guten Morgen meine Liebe!

    Ich freue mich, dass dir das Buch auch so gut gefallen hat! Ich habe mir Band 2 auf Englisch schon vor Monaten vorbestellt und bin schon ganz hibbelig. Nach dem Ende aber auch kein Wunder. :)

    LG Sabrina

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