Elternsein: Der pralle Wahnsinn – Aus dem Leben einer stinknormalen Familie – mit beknackten Zeichnungen – Amber Dusick

elternseinderprallewahnsinn

Mosaik Verlag
Gebundene Ausgabe
ca. 224 Seiten
14,99 Euro
Mai 2015
Originaltitel: Parenting: Illustrated with Crappy Pictures
ISBN: 978-3442392797

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Inhalt

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Hope Forever – Colleen Hoover

hopeforever

dtv Verlag
Taschenbuch Ausgabe
ca. 528 Seiten
9,95 Euro
Oktober 2014
Originaltitel: Hopeless
ISBN: 978-3423716062
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Inhalt

(lt. amazon.de):

Die 17-jährige Sky ist starken Gefühlen bisher aus dem Weg gegangen. Wenn sie einem Jungen begegnet, verspürt sie normalerweise keinerlei Anziehung, kein Kribbeln im Bauch. Im Gegenteil. Sie fühlt sich taub. Bis sie auf Dean Holder trifft, der ihre Hormone tanzen lässt. Es knistert heftig zwischen den beiden und der Beginn einer großen Liebe deutet sich an. Doch dann tun sich Abgründe aus der Vergangenheit auf, die tiefer und dunkler sind, als Sky sich vorstellen kann.

Gewähltes Zitat

»Aber so was passiert, Six. Du kannst nicht sauer sein, weil der Film ein realistisches Ende hat. Im Leben gibt es eben manchmal Sachen, die nicht funktionieren. Sei lieber sauer auf die ganzen Filme, die einem eine Zuckerguss-Welt vorspielen.«

(S. 112)

Meine Meinung

Die junge Sky wurde als Kind adoptiert und wurde von ihrer alternativen Mutter recht unkonventionell groß gezogen. So ist das letzte Highschool Jahr, das erste, was sie an einer wirklichen Schule und nicht zu Hause verbringt. Sky ist zwar kein Kind von Traurigkeit, hat bislang allerdings auch noch nie einen Jungen getroffen, der wirklich Gefühle in ihr hervorrufen konnte. Als sie an ihrem ersten Schultag an der Schule auf Holder trifft, ändert sich dies schlagartig. Ihr wird klar, dass dieser Junge etwas besondere ist. Und noch viel mehr…

Nachdem ich bereits von Colleen Hoovers bisherigen Romanen so angetan war, wollte ich „Hope Forever“ auch auf jeden Fall lesen. Eigentlich sind solche Liebesgeschichten gar nicht so unbedingt mein Ding, aber hier muss ich einfach eine Ausnahme machen.

Die Autorin schreibt einfach so extrem mitreißend, so authentisch, so absolut toll, dass ich mich in ihren Geschichten gerne verliere. Die Geschichte ist vielleicht ein wenig unwahrscheinlich und strotzt nur so vor Zufällen, aber das hat mich überhaupt nicht gestört, denn die Geschehnisse wurden mit einer solchen Selbstverständlichkeit erzählt, dass hier nichts unnötig konstruiert wirkte. Im Gegenteil, ich habe mich beim Lesen einfach mitreißen lassen und mitgefiebert.

Die Figuren habe ich wirklich allesamt ins Herz geschlossen und zwar so sehr, dass selbst das Beenden des Buches für mich traurig war, denn ich hätte sie so gerne noch weiter begleitet.
Sky ist einfach nur liebenswert, obwohl sie gerade zu Beginn etwas anders als andere wirkt. Teils auch etwas unnahbar. Man kann allerdings schon erahnen, dass etwas mehr hinter diesem Verhalten steckt, obwohl es offenraus nicht so scheint. Das selbe mit Holder, wobei bei ihm schon viel offensichtlicher ist, dass er irgendetwas verbirgt. Aber was, darauf wäre ich alleine nicht gekommen.
Ein wenig schade fand ich hier, dass man von Skys bester Freundin und ihrem gerade erst kennen gelernten besten Freund nicht so viel erfährt. Gerade ihr neuer bester Schulfreund hat mir sehr gefallen und angesprochen mit seiner außergewöhnlichen, aber sehr sympathischen Art, ebenso wie die beiden Freundinnen miteinander umgegangen sind. Das wirkte so richtig schön aus dem Leben gegriffen.

„Hope forever“ macht bis zur Hälfte des Buches circa den Eindruck, eine ganz locker leichte Teenager-Romanze zu sein. Eine sehr schöne, aber eben nicht viel mehr. Nur zwischen den Zeilen klingt hier an, dass hinter Skys und Holders etwas ungewöhnlichem Verhalten mehr stecken könnte. Erst mit dem ersten Rückblick in die Vergangenheit, der kurz vor der Hälfte des Buches kommt, wird klar, dass tatsächlich mehr dahinter steckt. Die Rückblicke in die Vergangenheit häufen sich ab diesem Zeitpunkt und aus der lockeren Liebesgeschichte wird viel mehr. Eine Geschichte, die sowohl berührt, als auch erschüttert und fassungslos machen kann.

Fazit

Mir hat auch “Hope forever” wieder total gut gefallen. Der Roman ist einfach mitreißend und herzerwärmend, obwohl sie mich gerade zum Ende hin auch teils die Fassung verlieren ließ. Colleen Hoover beweist hier einmal mehr, dass sie es drauf hat einfach sehr authentisch eine gleichermaßen schöne und leichte, als auch berührende und erschütternde Geschichte zu schreiben!

Meine Wertung

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Geisterblumen – Michele Jaffe

geisterblumen

FJB Verlag
Gebundene Ausgabe
ca. 496 Seiten
16,99 Euro
September 2013
Originaltitel: Ghost Flower
ISBN: 978-3841421142
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Inhalt (lt. amazon.de):
Hochspannung: nach ›Wer schön sein, will muss sterben‹ der neue Thriller von Michele Jaffe
Sie wollte leben, wie im Märchen.
Doch plötzlich ist sie mitten in der Hölle.
Du bist ausgerissen. Bist weit weg von allen, die du kanntest. Und endlich fühlst du dich sicher. Sicher vor deiner Vergangenheit.
Doch dann bekommst du ein verlockendes Angebot. Du sollst eine neue Identität annehmen. Sollst eine Person sein, der du zum Verwechseln ähnlich siehst. Und erhältst dafür ein Leben im Luxus.
Eve kann diesem Angebot nicht widerstehen. Zu lange schon war sie allein. Sie geht auf in ihrer neuen Rolle als Aurora – bis seltsame Dinge geschehen.
Jemand bricht in ihr Zimmer ein, ruft auf ihrem Handy an und gibt sich als Liza aus. Doch Liza hat vor drei Jahren Selbstmord begangen – in derselben Nacht, in der Aurora verschwunden ist …
»Als sie aufwacht, liegt die Stille wie eine weiche Decke über ihr. Sie öffnet die Augen und sieht weiße Fliesen. Ihr Herz beginnt zu hämmern. Eines ihrer Augen will sich nicht ganz öffnen, und als sie es berührt, ist es angeschwollen. Sie umklammert das weiße Porzellan des Waschbeckens über ihr. Der Schmerz bohrt sich wie eine Lanze in ihren Hinterkopf und lässt einen Moment lang alles schwarz werden. Sie zieht sich hoch.
Im verbeulten Spiegel sieht sie eine junge Frau mit einem blauen Auge, der Wimperntusche über das Gesicht läuft. Sie braucht einen Moment, bis sie begreift, dass sie sich selbst sieht. Sie stößt die Tür auf und stolpert nach draußen.«

Zitat:
»Du kannst lauschen, so viel du willst. Der ganze Streit ging darum, wie gefährlich Geheimnisse sind. Je mehr Leute es also hören, desto besser.«
(S. 423)

Kommentar:
ve bekommt eines Tages von einem fremden Geschwisterpaar, Bridgette und Bain, denen sie während ihrer Arbeit begegnet, das Angebot sich als deren verschollene Cousine auszugeben um ans Erbe ihrer Großmutter zu kommen. Das Geld soll sie mit den Geschwistern teilen und dann einfach wieder von der Bildfläche verschwinden. Eve, deren Leben alles andere als rosig ist und die selbst keine Familie hat, ergreift gerne die Chance ein neues Leben in Wohlstand zu beginnen und bereitet sich zusammen mit Bridgette und Bain auf ihre Rolle als reiche und verwöhnte Aurora Silverton vor…

Das ist „Geisterblumen“ unbedingt lesen wollte, lag zunächst einmal ausschließlich am tollen Cover, das schaut nämlich wirklich ganz, ganz toll aus und ist einfach wundervoll gestaltet. Aber auch der Inhalt hörte sich ganz interessant an, Psychothriller lese ich generell ja auch ganz gerne. Trotzdem bin ich froh, dass es dieses tolle Cover gibt, denn alleine durch die Inhaltsbeschreibung wäre ich nicht unbedingt auf dieses Buch neugierig geworden und das wäre wirklich schade gewesen.

Michaele Jaffe versteht es meisterhaft diese wirklich komplexe und verblüffende Geschichte zu erzählen. Bis zum zweiten Drittel dieses Buches war ich eigentlich der Meinung, ich wüsste, was noch kommen würde, tatsächlich wusste ich aber gar nichts. Zunächst scheint eigentlich alles recht einfach und übersichtlich zu sein und ich bedaure, dass ich hier nicht genauer darauf eingehen kann, aber ich will niemanden den Spaß an der Geschichte nehmen indem ich zu viel verrate, deswegen halte ich mich lieber etwas zurück. Mir ging es jedenfalls so, dass ich bis etwas über die Hälfte der Geschichte total im Glauben war, die Geschichte und den Verlauf durchschaut zu haben, im letzten Drittel wird allerdings alles durcheinander gewirbelt und es gibt mehrere wirklich überraschende Wendungen, die ich so nie vorher gesehen hätte. Ein wenig überrumpelt war ich teils auch, man muss schon ziemlich aufmerksam lesen und alles gut mitverfolgen um zum Schluss noch alle Fakten von der Fiktion zu unterscheiden. Der Autorin ist hier eine wirklich gute Täuschung gelungen, die Geschichte hat richtig mitgerissen und wusste auch am Ende mit einem sehr guten und schlüssigen und keinesfalls an den Haaren herbeigezogenen Ende zu überzeugen.

Ihre Figuren, von denen es im Buch wirklich viele gibt und die auch zum größten Teil allesamt eine wichtige Rolle spielen, hat Michele Jaffe hier auch wirklich sehr facettenreich und liebevoll ausgestattet. Besonders die Protagonistin hat mir zugesagt, ich fand Eve sehr sympathisch dargestellt, habe den Eindruck erhalten einen guten Bezug zu ihr zu haben, ohne dass ich jedoch hinter ihr Geheimnis kam, bevor es nicht an der Zeit dafür war.

Schon alleine durch die eingewobenen mysteriösen Elemente musste ich während der Lektüre einfach dran bleiben und immer weiter und weiter lesen. Der Spannungsbogen war von Anfang an bis zum zweiten Drittel gleichbleibend hoch und konnte sich dann zum Schluss noch einmal steigern.

Ich halte „Geisterblumen“ für einen wirklich guten Psychothriller aus dem Jugendbuch-Segment, der allerdings sicherlich nicht nur für Jugendliche, sondern auch für Erwachsene gut lesbar und überraschend ist. Von mir gibt es hier die volle Sternzahl, mich hat dieses Buch total überzeugen können.

Meine Wertung:
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