Jeder Tag kann der Schönste in deinem Leben werden – Emily Barr

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FJB Verlag | Gebundene Ausgabe | ca. 352 Seiten | 16,99 Euro | März 2017 | Originaltitel: The One Memory of Flora Banks | Übersetzer: Maria Poets | ISBN: 978-3841440075

Inhalt

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Die Auslese 2: Nichts vergessen und nie Vergeben – Joelle Charbonneau

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Penhaligon Verlag
Gebundene Ausgabe
ca. 416 Seiten
16,99 Euro
Januar 2015
Originaltitel: Independent Study
ISBN: 978-3764531188
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Inhalt

(lt. amazon.de):

Sie allein kennt die Wahrheit über die Auslese!
Cia Vale ist gemeinsam mit ihrem Freund Tomas an der Akademie von Tosu City aufgenommen worden. Und obwohl die Regierung ihnen ein Medikament verabreicht hat, das alle Erinnerungen an das brutale Auswahlverfahren der »Auslese« löschen soll, hat Cia nichts vergessen – weder die schrecklichen Todesfälle noch ihre Liebe zu Tomas.
Ab sofort kennt sie nur noch ein Ziel: die »Auslese« zu beenden, indem sie dafür sorgt, dass die ganze Welt die grausame Wahrheit erfährt. Doch damit bringt Cia nicht nur sich selbst, sondern auch alle, die sie liebt, in größte Gefahr …

Gewähltes Zitat

Der Drang, ihn und seine ständigen Beleidigungen ein für alle Male loszuwerden, ist beinahe überwältigend. Wenn ich das täte, würde ich fast mit Sicherheit dafür sorgen, dass er niemals in eine führende Position kommen wird. Ich könnte bewirken, dass er keine Entscheidung fällen darf, die mich, meine Familie, mein Land betreffen. Ich muss einfach nur davongehen und alles verraten, woran ich glaube…

(S. 170 ff.)

Meine Meinung

Cia hat die Auslese über- und bestanden. Ihr Gedächtnis ist zwar gelöscht, aber sie hat selbst dafür gesorgt, dass sie sich wieder an die Geschehnisse während der Auslese erinnern wird. So kommt es auch, als sie mit ihren Mitstudenten nun die letzten Prüfungen ablegt, die festlegen werden, welche Studienrichtung ihr zugewiesen wird. Erstaunlicherweise bekommt sie den Studiengang zugewiesen, der ihr am wenigsten liegt. Trotzdem will sie sich anstrengen um eine der besten zu werden um das System von Innen heraus bekämpfen zu können…

Obwohl mir der erste Band bereits gut gefallen hat, kam ich nicht umher zu bemerken, dass dieser erste Teil viel Ähnlichkeit mit anderen Dystopien hat. Es war zwar nicht schlecht, die Umsetzung sogar ziemlich gut, aber so wirklich was neues war der erste Band für mich nicht, aber er versprach zum Ende hin, dass sich die weiterführende Geschichte in eine andere Richtung entwickeln würde, dass etwas Neues hinzukommen würde.

Als ich diesen zweiten Band zur Hand nahm, war ich also sehr gespannt und die Erwartungen lagen hoch. Ich kam auch schnell wieder in die Geschichte rein, obwohl es keine großen Rückblicke zu Beginn des zweiten Bandes gab. Das war in meinem Fall auch nicht schlimm, weil die Geschehnisse des ersten Bandes noch sehr präsent waren.

Die Geschichte beginnt wieder mit einer Prüfung, bietet also zunächst einmal nichts neues. Auch die Auseinandersetzung mit Cias ‘Erinnerungen’ fehlte mir ein wenig, da hatte ich mir mehr erhofft, aber zu Beginn kam da recht wenig und sie ließ sich auch sehr schnell dazu bewegen, einfach weiter zu machen statt zu fliehen, so wie es ihr ihr Instinkt zunächst riet. Da hätte ich mir tatsächlich ein wenig mehr gewünscht.
Nachdem es dann aber schließlich ins neue Studentenheim ging und Cia sich mit ihrer neuen Studienrichtung anfreunden musste, wurde es aber richtig interessant und auch spannend. Jetzt ging es endlich in eine Richtung, die ich ein wenig erwartet hatte und die mir gefiel. Trotzdem kam ich auch hier nicht umhin mich zu fragen, warum denn die ‘Oberen’ Cia gerade in diese Studienrichtung gesteckt haben, wenn sie ihr eigentlich misstrauen. Da ich jetzt nicht zu viel verraten möchte, schreibe ich jetzt auch nichts mehr dazu, aber für mich gab es zumindest einige Ungereimtheiten, die mir nicht so ausgefeilt vorkamen.

Auch das Ende konnte mich nicht so ganz zufrieden stellen. Mir fehlte ein kleiner Höhepunkt oder zumindest eine kleine Aufklärung. Statt dessen gab es noch mehr fiese Cliffhanger, die noch mehr Fragen aufwarfen! Hier wird meine Ungeduld wirklich doppelt abgestraft.

Cia war mir in diesem Band auch nicht besonders nah. Ich konnte mich im ersten Band noch mehr mit ihr identifizieren als in diesem. Ich hatte das Gefühl, dass sie viel verschlossener und fremder wirkte, was ich schade fand.

Fazit

Der zweite Band von “Die Auslese” lässt mich jetzt ein wenig zwiespältig zurück. Einerseits habe ich diese Lektüre sehr genossen, andererseits sind mir aber auch einige Dinge negativ aufgefallen, die ich nicht so gelungen fand oder mir einfach anders gewünscht hätte. Da es aber ja ein zweiter Teil ist, muss man hier wohl Abstriche machen und insgesamt hat es mir ja gefallen, weswegen ich auch wieder vier Sterne vergeben möchte und weswegen ich jetzt leider, leider sehr ungeduldig auf den nächsten Band warte.

Meine Wertung

RegenbogenRegenbogenRegenbogenRegenbogen

Reihe

2013: Die Auslese 1: Nur die Besten überleben
2014: Die Auslese 2: Nichts vergessen und nie Vergeben

Vernichtet – Teri Terry

vernichtet

Coppenrath Verlag
Gebundene Ausgabe
ca. 376 Seiten
17,95 Euro
Juni 2014
Originaltitel: Shattered
ISBN: 978-3649611851
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Inhalt

(lt. amazon.de):

Kylas Gedächtnis wurde gelöscht, ihre Persönlichkeit ausradiert, ihre Erinnerungen sind für immer verloren. Denkt sie. Kylas Leben ist einmal mehr in größter Gefahr, als Nico einen hinterhältigen Anschlag auf sie ausübt. Auf der Flucht vor dem skrupellosen Anführer von Free UK, der für Kyla inzwischen zu einem unberechenbaren Gegner geworden ist, sucht sie Unterschlupf bei ihren Freunden von MIA. Dort kann sie mit neuer Identität untertauchen und aus dem Blickfeld der Lorder und der Terroristen verschwinden. Sich in Sicherheit wähnend, kreisen Kylas Gedanken wieder mehr um ihre Kindheit, und Stück für Stück kommen Erinnerungsfetzen an Lucy und ihre Eltern zurück. Als Kyla endlich ihre Mutter kennenlernt, erfährt sie, wer sie als Kind wirklich war. Doch wieso hat ihr Vater sie damals freiwillig den Terroristen übergeben? Und welch dunkles Geheimnis verbirgt sich hinter ihrer Familiengeschichte? 

Gewähltes Zitat

In mir gibt es eine ängstliche Stimme, die zur Flucht drängt. Mitunter ist es besser, unwissend zu bleiben, denn sonst ändern sich die Dinge, und Veränderung ist nicht immer gut. Die ganze Zeit hatte ich alles darangesetzt zu erfahren, wer ich bin, woher ich komme und warum ich geslatet wurde. Und was habe ich jetzt davon, dass ich weiß, dass Nico mich für seine Pläne missbraucht hat? Nichts.

(S. 48)

 

Meine Meinung

Kyla wird in ein abgelegenes Mädchenheim geschleust, dass von ihrer wirklichen Mutter geleitet wird. Leider kann sich Kyla aber kaum an sie erinnern, entsprechend schwierig ist das Verhältnis der beiden. Erschwerend hinzu kommt, dass Kyla ihre wahre Identität nicht offen legen darf, denn sie ist unter falschem Namen dort. Nach und nach kommt Kyla allerdings hinter die Geheimnisse ihrer Vergangenheit und schließlich kommt auch der Zeitpunkt, an dem sie vor dieser wieder fliehen muss …

Diesem finalen Band habe ich wirklich entgegen gefiebert. Der zweite Band erschien ja bereits im Februar, so mussten wir überhaupt nicht lange auf diesen Abschluss warten, was mir nach dem bösen Cliffhanger des letzten Bandes natürlich sehr gut in den Kram passte.

“Vernichtet” ist ein wirklich toller Abschluss der Reihe, obwohl er sich zunächst erst einmal gänzlich anders liest, als noch die ersten beiden Bände. Dieser Band beginnt nämlich sehr gemächlich und schildert total unaufregend Kylas erstes Zusammentreffen mit ihrer vermeintlichen Mutter und ihren Versuchen sich ein neues Leben inmitten einer Gesellschaft aufzubauen, der sie nicht vertraut und von der sie sich verfolgt fühlt.
Im Gegensatz zu den ersten beiden Bänden ist Kyla in diesem Band wirklich sehr gereift. Diese Entwicklung ist der Autorin hier wirklich wunderbar gelungen. Was im zweiten Band ja bereits anklang, nämlich Kylas Persönlichkeitsentwicklung, wird hier an die Spitze getrieben, denn obwohl Kyla immer noch nicht so wirklich weiß, wer sie tatsächlich ist und sich einfach an zu viele Dinge ihres alten Lebens nicht mehr erinnern kann, bildet sich in ihr ihre eigene und neue Persönlichkeit, die gleichzeitig nichts mit ihren vergangenen Persönlichkeiten zu tun hat, aber andererseits auch alles! Diese Entwicklung hat mich wirklich beeindruckt, das hat Teri Terry hier wirklich sehr, sehr gut hinbekommen.

Nach einem sehr gemütlichen Anfang geht es in der zweiten Hälfte der Geschichte dann schließlich doch richtig zur Sache und es wird richtig spannend und diese Spannung hält sich tatsächlich bis zum Schluss.

Der Schluss! Ja, das Ende dieser Reihe war doch etwas anders als ich vielleicht erwartet hatte und er kam recht plötzlich. Noch bis kurz vor Schluss war ich am rätseln, wie sich wohl alles so auflösen könnte, dass man als Leser damit zufrieden sein könnte und war sehr froh, dass die Autorin das hier wunderbar geschafft hat.
Obwohl es wahrscheinlich nicht das typische Ende ist, passt es meiner Meinung nach perfekt ins Bild und unterstreicht einfach noch einmal die Ernsthaftigkeit des gesamten gesellschaftlichen Szenarios, das die Autorin hier entworfen hat.

Fazit

Insgesamt bin ich vom Abschluss dieser Trilogie wirklich sehr angetan! Es war zwar anders als erwartet, aber trotzdem einfach großartig, absolut passend und angenehm zu lesen.
Von mir gibt es für diesen grandiosen Abschluss dann auch die volle Punktzahl, denn wirkliche Kritik kann ich hier nicht anbringen.

Meine Wertung:

RegenbogenRegenbogenRegenbogenRegenbogenRegenbogen

Specials:

blogtourbanner_vernichtet

Reihe:

Juni 2013: Gelöscht 
Januar 2014: Zersplittert
Juni 2014: Vernichtet

Zersplittert – Teri Terry

zersplittert

Coppenrat Verlag
Gebundene Ausgabe
ca. 402 Seiten
17,95 Euro
Januar 2014
Originaltitel: Fractured
ISBN: 978-3649611844
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Inhalt (lt. amazon.de):
Kylas Gedächtnis wurde gelöscht,
ihre Persönlichkeit ausradiert,
ihre Erinnerungen sind für immer verloren.
Denkt sie.
Doch als Kyla im Wald von dem aufdringlichen Wayne Best angegriffen wird, setzt schlagartig ihr Erinnerungsvermögen wieder ein . Trotzdem stellen sich der 16-Jährigen weiterhin jede Menge rätselhafter Fragen: Wer ist das Mädchen mit den zertrümmerten Fingern, die in ihren Albträumen auftaucht? Und welche Rolle hat sie bei Free UK, einer terroristischen Gruppe im Untergrund, gespielt?
Als ein mysteriöser Mann namens Hatten in Kylas Leben tritt, besteht für sie endlich die Möglichkeit, mehr über ihre Vergangenheit und das System der Lorder herauszufinden. Doch Hatten verfolgt als Anhänger von Free UK seine eigenen Ziele und Kyla wird immer mehr zum Spielball zwischen Lordern und Terroristen

Zitat:
Die Lorder wollen, dass man sich an Menschen erinnert, die vor fast 30 Jahren bei den Unruhen ums Leben gekommen sind. Andererseits lassen sie heute Leute verschwinden und sorgen dafür, dass sie vergessen werden und niemand nach ihnen fragt. Sie stehlen Erinnerungen, wie bei mir
Auf das wir niemals vergessen mögen.
(S. 150)

Kommentar:
Der zweite Band „Zersplittert“ setzt genau dort ein, wo „Gelöscht“ endete. Kyla ist von ihren neuen Erinnerungen überwältigt und versteht nicht mehr wirklich, welche nun genau zu ihr gehörten und wer sie überhaupt wirklich ist, als sich auch noch die Erinnerungen einer weiteren Person regen. Aber nicht nur mit sich selbst hat Kyla zu kämpfen, denn sie ist hin und her gerissen zwischen der Seite der Lorder und die der Rebellen, denn beide Seiten wollen Kyla für sich und ihre Zwecke gewinnen. Schnell wird Kyla klar, dass sie eigentlich keiner Seite so bedingungslos vertrauen kann und das keine Seite einfach nur gut oder schlecht ist…

Der zweite Band dieser Reihe konnte mich noch viel mehr begeistern, als es „Gelöscht“ schon vermochte. Obwohl in diesem Band der Aspekt fehlt, dass hier ein Leben beschrieben wird, das eigentlich ohne Erinnerungen neu startet, und damit irgendwie das Besondere des ersten Bandes fehlte, war ich von diesem Buch von Anfang bis zum Ende gefesselt.
Hier geht es nun hauptsächlich um die innere Zerrissenheit Kylas und ihrer geslateten Persönlichkeit. Hier wurde sehr glaubhaft und erschreckend dargestellt, wie ein junges Mädchen mit sich selbst zu kämpfen hat, gerne Vertrauen will, aber nicht weiß, wem es sich lohnt sein Vertrauen zu schenken. Kyla fühlt sich einfach zu niemandem zugehörig, ohne Freunde und ohne zu Hause. Ein erschreckendes Szenario mit spannender Geschichte, denn auch als Leser durchschaut man nicht alle Pläne und hat selbst teilweise immer nur kurze Geistesblitze, die aber nach dem nächsten überraschenden Gedanken oder Erinnerung schon wieder weg sind.

In „Zersplittert“ hat die Autorin es geschafft der Geschichte noch eine weitere dramatische Wendung zu verschaffen, mit der man nicht so richtig gerechnet hat und die es zumindest mir jetzt noch schwerer machen mit vorzustellen, in welche Richtung diese Geschichte denn jetzt noch gehen könnte oder auch sollte, damit alles irgendwie zum guten und damit befriedigenden Ende hinaus läuft. Ich bin also so gespannt auf den dritten Band dieser Reihe, wie ich schon lange nicht mehr auf einen dritten Teil war.

Insgesamt ist „Zersplittert“ wirklich eine gelungene Fortsetzung. Gut geschrieben, tolle Story! Einfach klasse! Volle Punktzahl von mir!

 

Meine Wertung:
RegenbogenRegenbogenRegenbogenRegenbogenRegenbogen