Jane Austen – Eine Entdeckungsreise durch ihre Welt von Holly Ivins

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DVA Verlag | Gebundene Ausgabe | ca. 240 Seiten | 14,99 Euro | April 2017 | Originaltitel: The Jane Austen Pocket Bible. Everything you want to know about Jane and her novels | Übersetzer: Sabine Roth | ISBN: 978-3421047694

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Steve Jobs – Das wahnsinnig geniale Leben des iPhone-Erfinders. Eine Comic-Biographie – Jessie Hartland

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Fischer KJB Verlag | Broschierte Ausgabe | ca. 240 Seiten | 16,99 Euro | Februar 2016 | Originaltitel: Steve Jobs – Insanely Great | Übersetzer: Ulrike Schimming | ISBN: 978-3737340274

Inhalt

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Der Junge muss an die frische Luft: Meine Kindheit und ich – Hape Kerkeling

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Piper Verlag
Gebundene Ausgabe
ca. 320 Seiten
19,99 Euro
Oktober 2014
ISBN: 978-3492057004
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Inhalt

(lt. amazon.de):

Mit »Ich bin dann mal weg« hat er Millionen Leser inspiriert, persönliche Grenzen zu überschreiten. Jetzt spricht Hape Kerkeling über seine Kindheit; entwaffnend ehrlich, mit großem Humor und Ernsthaftigkeit. Über die frühen Jahre im Ruhrgebiet, Bonanza-Spiele, Gurkenschnittchen und den ersten Farbfernseher; das Auf und Ab einer dreißigjährigen, turbulenten Karriere – und darüber, warum es manchmal ein Glück ist, sich hinter Schnauzbart und Herrenhandtasche verstecken zu können. Über berührende Begegnungen und Verluste, Lebensmut und die Energie, immer wieder aufzustehen. »Was, um Himmels willen, hat mich bloß ins gleißende Scheinwerferlicht getrieben, mitten unter die Showwölfe? Eigentlich bin ich doch mehr der gemütliche, tapsige Typ und überhaupt keine Rampensau. Warum wollte ich also bereits im zarten Kindesalter mit aller Macht „berühmt werden“? Und wieso hat das dann tatsächlich geklappt? Nun, vielleicht einfach deshalb, weil ich es meiner Oma als sechsjähriger Knirps genau so versprechen musste …« Hape Kerkeling, der mit seinem Pilgerbericht »Ich bin dann mal weg« seine Fans überraschte und Leser jeden Alters begeisterte, lädt auf die Reise durch seine Memoiren ein. Sie führt nach Düsseldorf, Mosambik und in den heiligen Garten von Gethsemane; vor allem aber an die Orte von »Peterhansels« Kindheit: in Recklinghausens ländliche Vorstadtidylle und in die alte Bergarbeitersiedlung Herten-Scherlebeck. Eindringlich erzählt er von den Erfahrungen, die ihn prägen, und warum es in fünfzig Lebensjahren mehr als einmal eine schützende Hand brauchte.

Gewähltes Zitat

Jedes Leben ist heilig. Wer das ernsthaft bestreitet, ist in meinen Augen ein erklärter Gegner der Menschlichkeit. Ende der Diskussion! Wenden wir uns wieder amüsanteren Dingen zu.

(S. 120)

Meine Meinung

Hape Kerkeling erzählt in “Der Junge muss an die frische Luft” ein seiner bekannten und typischen Art besondere Abschnitte aus seiner Kindheit. Er beginnt damit, wie er seine Babyjahre aus Erzählungen in Erinnerung behalten hat, an Dinge, an die er sich selbst noch erinnern kann und arbeitet sich zum größten Teil chronologisch vor, bis an den Punkt, an dem laut seiner eigenen Aussage seine Kindheit endete, nämlich mit dem Tod seiner Mutter.

Zugegeben, nach den ersten Kapiteln war ich erst einmal sehr enttäuscht. Kerkeling erzählt in diesen weniger über seine Kindheit als vielmehr von sich selbst und wie er sich heutzutage fühlt und in seinen Worten klingt etwas mit, was mir diesen Entertainer erst einmal recht unsympathisch hat erscheinen lassen, obwohl ich Kerkeling eigentlich ansonsten gerne mag. Ich kann nicht mal genau sagen, woran das in diesen ersten Kapiteln gelegen hat. Vielleicht war es seine selbstgerechte Art, wie er vom Leben erzählt hat – keine Ahnung. Für mich schien es jedenfalls so, als hätte er krampfhaft versucht sich möglichst unauffällig ins rechte Licht zu rücken. Das kam bei mir nicht wirklich an und ich finde auch, dass er es auch überhaupt nicht nötig hat. Vielleicht waren dies aber auch nur die Reste des ursprünglichen Plans eine Biografie über den „schillernden deutschen Showstar“ Hape Kerkeling zu schreiben, statt über die Kindheit von Hans-Peter, die es schließlich geworden ist. Ich weiß es nicht. Nach diesen ersten Kapiteln war aber schließlich alles vergessen und ich tauchte ganz tief in Kerkelings Erzählungen ein.

Ich mag Kerkelings Art zu erzählen sehr gerne und beim Lesen des Buches hatte ich auch tatsächlich über weite Strecken die Stimme dieses Entertainers im Ohr, als würde er mir persönlich vorlesen. Ich konnte mir so richtig vorstellen, wie Hape Kerkeling seine Erinnerungen und Erlebnisse genau so erzählt, wie sie geschrieben wurden.
Die Erinnerungen kommen über weite Strecken wirklich sehr lebendig und plastisch rüber. Gerade das Leben mitten im Ruhrgebiet, wo ich ebenfalls aufgewachsen bin, konnte ich mir teils so richtig bildhaft vorstellen. Von einem Heimspiel kann ich zwar nicht sprechen, aber mir schien es auch nicht total fremd.

Wenn man sich die Kindheit von Kerkeling so durch den Kopf gehen lässt, dann scheint es nicht verwunderlich, dass aus diesem Kind eine so starke Persönlichkeit wurde, die eine extreme Präsens ausstrahlt. Zwar klingt auch in diesen Erzählungen immer wieder durch, dass sich Kerkeling eigentlich nicht als “Star” sieht, sondern gerne auch mal seine Ruhe hat, aber trotzdem gerne tut was er tut.

Den Verlust, den Hape Kerkeling schon früh hinnehmen musste, hat mich sehr berührt. Über diese Strecken habe ich das Buch dann auch in Begleitung eines Taschentuchs lesen müssen, was beweist, dass Kerkeling nicht nur die humoristische Seite drauf hat, sondern durchaus auch ernsthaft erzählen kann, was man ihm in seinen Rollen im TV allerdings nicht so wirklich abnehmen kann.

Fazit

Obwohl es in diesem Buch um seine Kindheit geht, gibt es auch immer mal ein paar kurze Episoden aus seinem Leben im Showgeschäft, die mir ebenfalls viel Spaß gemacht haben. Eine weitere Biografie mit Erinnerungen aus dieser Zeit wäre also sehr wünschenswert, denn ich mag Kerkelings Art zu erzählen einfach gern.

Meine Wertung

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Der Klang meines Lebens: Erinnerungen an stürmische und sonnige Zeiten – Patricia Kelly

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Adeo Verlag
Gebundene Ausgabe
ca. 272 Seiten
18,99 Euro
März 2014
ISBN: 978-3863340018
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Inhalt

(lt. amazon.de):

Patricia Kelly, Mitglied der legendären Kelly Family, erzählt aus ihrem aufregenden Leben. Schon als 5-Jährige stand sie auf der Bühne. Rund 20 Jahre reiste die Kelly Family als Straßenmusiker durch die USA und Europa, bevor sie 1994 ihren großen kommerziellen Durchbruch erzielte. Wir gingen nie auf eine konventionelle Schule. Wir haben in der Schule des Lebens gelernt , beschreibt Patricia die ungewöhnlichen Umstände, unter denen sie aufgewachsen ist.
In großer Offenheit und mit viel Empathie teilt Patricia Kelly mit dem Leser die Höhen und Tiefen ihres Lebens und ihres Glaubens. Als sie 12 Jahre alt war, starb ihre Mutter an Brustkrebs. Im Jahr 2009 wurde auch bei Patricia eine aggressive Brustkrebs-Vorstufe diagnostiziert und erfolgreich operiert.
Auf den Straßen und Bühnen der Welt hat Patricia Kelly viel erlebt und tiefe Einsichten gewonnen.

Gewähltes Zitat

Mein ganzes Leben bin ich der Liebe gefolgt. Ich habe immer an sie geglaubt. Ich habe sie gefunden, verloren, habe getrauert, bin fast gestorben, wieder aufgestanden, und erst dann kam sie zu mir. Ich musste nichts tun, außer empfangen. Die Liebe lässt sich nicht finden, sie ist ein Geschenk. Aber die Suche nach ihr lohnt sich.
(S. 280)

Meine Meinung

In diesem Buch erzählt Patricia Kelly auf über 280 Seiten einschneidende Episoden aus ihrem Leben, die zusammen einen schönen Eindruck der Person Patricia Kelly hinterlassen.
In chronologischer Reihenfolge erleben wir Geschichten aus Patricias Leben mit, angefangen bei ihrer frühesten Kindheit, die von viel Liebe und Musik, aber auch Verlust und Entbehrungen gekennzeichnet war, über die großen Erfolge mit der Kelly Family, bis hin zu ihrem Leben heute, mit ihrem Mann und ihren zwei Söhnen.

derklangmeineslebens1Optisch ist das Buch wirklich schön gestaltet. Für den Umschlag wurde ein recht aktuelles Bild der Künstlerin gewählt. Der Titel „Der Klang meines Lebens“ passt du seiner Musikerin natürlich sehr gut, vor allem durch die vielen hohen und tiefen Klänge, die im Buch so angeschlagen werden. Unter dem Schutzumschlag wurde der rote Einband noch mit der unverwechselbaren Unterschrift Paticias geprägt, was mir sehr gut gefallen hat. Im Inneren des Buches finden wir auch mehrere vollfarbige Seiten mit zahlreichen Fotos, teils auch bisher nie veröffentlichte Bilder.

Aufgebaut ist das Buch – wie bereits erwähnt – chronologisch. Es beginnt mit einem Vorwort von Manfred Hertlein, einem engen Freund der Autorin und einem Prolog von Frau Kelly selbst, bevor dann schließlich sieben große Abschnitte folgen, die jeweils einige Lebensjahre umfassen und dann schließlich mit einem Brief von Patricia an ihre Söhne als Epilog, einem Nachwort von Elisabeth Mittelstädt und einer Danksagung von Patricia enden. Ganz am Schluss finden sich auch noch einmal die wichtigsten Daten aus Patricias Leben auf einer Doppelseite zusammen gefasst.

Früher war ich selbst großer Kelly-Fan. Das ist heute schon 20 Jahre her, aber die Geschichte der Kellys verfolge ich auch heute noch gerne mit, wenn ich zufällig etwas mitbekomme. Als ich dann vom Erscheinen dieser Biografie hörte, wurde ich tatsächlich sehr neugierig und schnell war klar, dass ich dieses Buch auf meinem Blog vorstellen wollte.

Was hatte ich erwartet? Als ehemaliger Fan sind mir natürlich einige Daten und Ereignisse aus Patricias Leben bereits bekannt, zumindest so, wie es die Medien damals dargestellt haben und so, wie ich es selbst erleben konnte, auf zahlreichen Konzerten, im TV, etc. Ich habe mich also gefreut, zu erfahren, wie es sich aus Sicht der Künstler selbst darstellte, denn wie viele vielleicht heute noch wissen, waren die Kellys damals einem enormen Druck und Ansturm seitens der Medien und auch zahlreicher Fans ausgesetzt. War da überhaupt noch Zeit für ein richtiges Leben? Und inwieweit konnte man diesen enormen Druck von damals überhaupt verarbeiten? Natürlich war ich auch sehr neugierig darauf, ob die Kellys, so wie sie sich selbst vor 20 Jahren als Produkt verkauften, auch tatsächlich so gewesen sind oder ob dies alles mehr Schein als Sein war.
Auf eine Antwort auf diese Fragen habe ich gehofft, als ich dieses Buch gestern aufschlug und zu Lesen begann. Die meisten meiner Fragen wurden tatsächlich beantwortet, einige wenige nicht.

Patricia räumt in diesem Buch mit einigen alten Gerüchten auf, was ich sehr spannend mit zu verfolgen fand. Ich erhielt Einblicke in ihr Leben als Kind und fühlte mich ihr während der Lektüre wirklich sehr nah, weil Patricia ihre Erinnerungen sehr authentisch erzählt und oftmals den Leser auch direkt anspricht. Das ist an vielen Stellen sehr amüsant gewesen, an anderen Stellen wiederrum sehr berührend.
Das Buch hat sie übrigens handschriftlich zu Papier gebracht und zwar in englischer Sprache, anschließend alles diktiert, damit es abgetippt und schließlich übersetzt werden konnte. Die Sprache ist einfach, aber klar strukturiert.
Sie beschreibt natürlich vor allem die wirklich einschneidenden Erinnerungen, die da die Tode ihrer Eltern waren, ihre Krankheiten und die große Hysterie Mitte der 90er Jahre, als sie mit der Kelly Family auf dem Höhepunkt ihres Erfolges war, aber auch ihr Glaube spielt für sie eine große Rolle. Bei vielen dieser Szenen hatte ich selbst einen kleinen Kloß im Hals, weil mich ihre intensiven Gefühlsbeschreibungen einfach berührten.

Patricia Kelly schreibt dieses Buch aus ihrer Sicht, schreibt ihre Erinnerungen nieder und so kommen alle anderen Personen nur nebensächlich vor. Ihr Vater, ihr heutiger Mann und ihre Kinder haben in ihren Erzählungen noch die größte Rolle, über ihre zahlreichen Geschwister schreibt sie nur sehr wenig, auch wenn sie ständig präsent sind.

 

Fazit

Insgesamt konnte mir dieses Buch Patricia Kelly als Person und Künstlerin näher bringen. Ich empfinde sie als eine starke Frau, eine wirkliche Persönlichkeit, die ihren Weg im Leben gefunden hat, ihre Stärken, aber auch ihre Schwächen kennt. Eine wirklich facettenreiche Künstlerin, mit viel Liebe und Güte im Herzen, das strahlen ihre Erinnerungen aus!

 

Meine Wertung:

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Julia Timoschenko: Die autorisierte Biografie – Dmitri Popov, Ilia Milstein

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Redline Verlag
Gebundene Ausgabe
ca. 316 Seiten
19,99 Euro
Juni 2012
ISBN: 3868813624

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Inhalt (lt. amazon.de):
Bundeskanzlerin Merkel kritisiert die rechtsstaatliche Lage in der Ukraine. Bundespräsident Gauck sagt seine diplomatische Reise ab. Außenminister Westerwelle bietet medizinische Hilfe an: Es ist eine zarte, abgemagerte Frau, um die sich ganz Europa sorgt. Julia Timoschenko verkörpert den unerschütterlichen Willen, gegen die postsozialistische Staatsmacht anzukämpfen. Wer ist diese Frau, die als Ministerpräsidentin die Geschicke der Ukraine gelenkt hat und nun als politische Gefangene weggesperrt wird? Diese autorisierte Biografie zeigt das Leben und den Weg von Timoschenko als Galionsfigur der Orangenen Revolution, als Regierungschefin der Ukraine, ihr Sturz und ihre Verurteilung zu einer Gefängnisstrafe. Zugleich ist ihre Geschichte aber auch die ihres Heimatlandes, die auf dem Weg zur eigenen Identität und Souveränität nur mühsam vorankommt. Willensstark, unbeugsam, stolz, das ist ‚die eiserne Julia’. Selbst das jüngste Kapitel, der Hungerstreik hinter Gittern, legt Zeugnis ab von einer charismatischen Frau, deren Charakter Hoffnungsträger einer ganzen Region ist. Die Autoren Dmitri Popov und Ilia Milstein haben ihre Geschichte in vielen persönlichen Gesprächen mit Julia Timoschenko aufgezeichnet. Ihr Buch ist ein ergreifendes Dokument von Timoschenkos Unschuld und ein Ruf nach mehr Freiheit für die Ukraine.

Zitat:
An diesem Tag sprach Julia Timoschenko ihren wohl historisch gewichtigsten Satz in all diesen stürmischen Jahren. Als Vollblutpolitikerin achtete sie sogar auf den richtigen Zeitpunkt. “Es ist schon halb sieben”, verkündete sie nach einem raschen Blick auf die Uhr, “und Wladimir Putin hat Janukowitsch noch nicht gratuliert. Das heißt, für Juschtschenko ist alles in Ordnung.” (S. 253)


Kommentar:
Julia Timoschenko, ukrainische Politikerin, Oligarchin und Revolutionärin, hat gerade in den letzten Jahren viele Schlagzeilen gemacht. Jüngst wegen ihrer umstrittenen Inhaftierung bei zweifelhaften Haftbedingungen. In diesem Buch schreiben die Autoren Dmitri Popov und Ilia Milstein die Geschichte dieser Frau nieder, die eng verknüpft ist mit der Geschichte ihrer Heimat, der Ukraine. Anhand vieler Erzählungen Julias selbst entstand dieses Buch, das allerdings weniger Biografie der Person Julia Timoschenko ist, als vielmehr die Geschichte der Gallionsfigur und Politikerin Julia Timoschenko von ihrer frühen Kindheit an bis heute.

Dieses Buch beginnt mit einem offenen Brief von Timoschenkos Tochter Jewgenia, in der sie ihre Mutter direkt anspricht. Dieser Brief klingt ganz wie die Mutter: ein wenig emotional zwar, aber noch mehr berechnend, nüchtern, sachlich und überzeugend. Bis auf das 1. Kapitel und die letzten drei ist diese Biografie offiziell von Timoschenko selbst autorisiert worden, das wird dem Buch vorweg genommen.

Wie bereits eingangs erwähnt, erfährt man in diesem Buch weniger über Julia Timoschenko als Person und was man erfährt, ist größtenteils sehr wohlwollend geschildert, ganz so, wie man es von einer autorisierten Biografie auch erwarten würde. Über Timoschenkos Leichen im Keller wird nur spekuliert, genauso wie über viele andere Details ihres Werdegangs, was ich für eine Biografie dann doch etwas wenig finde, da hätte ich mir mehr erhofft. Als Zusatzlektüre wäre für eine kritischere Sicht vielleicht Frank Schumanns Buch Die Gauklerin: Der Fall Timoschenko ganz interessant, der zwar nicht autorisiert ist, dafür aber auch kein Blatt vor den Mund nimmt.
Stärker ist hier bei diesem Buch schon eher der Hang zur Geschichtsstunde. Wer bislang weniger Einblick in die wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse in der Ukraine hatte, dem wird hier ein recht guter Überblick geboten, natürlich vor allem aus der Sicht Timoschenkos.

Sprachlich zeichnen die Autoren hier nämlich ein durchaus interessantes Bild. Die Kapitel sind gut gegliedert und in den Kapiteln werden die Fakten beinahe schon stichwortartig in kurzen Abschnitten abgehandelt. Das hat mir gut gefallen, ging es doch hauptsächlich um eine Thematik, über die ich bisher nur recht wenig detailliert wusste. So konnten die Massen an Information vom Leser einfach gut verarbeitet und gemerkt werden.

Insgesamt finde ich dieses Buch also Biografie also nicht sehr empfehlenswert. Wer allerdings Lust auf die Geschichte der Ukraine zu Zeiten Timoschenkos hat, der ist hier bestimmt gut aufgehoben. Von mir gibt es für das Gesamtwerk vier Sterne, zumal es sich auch wirklich gut lesen lies, hier haben die Autoren vieles richtig gemacht und ein sehr vertracktes Thema allgemein verständlich werden lassen.